Shakespeare verfilmt

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    • Shakespeare verfilmt

      Laut wikipedia soll es mittlerweile mehr als 420 Filmadaptionen der Werke Shakespeares geben. Damit sei er der meistverfilmte Autor der Geschichte.

      In der Tat ist die Historie der Shakespeare-Adaptionen fast so alt wie die Filmgeschichte selbst. George Méliès zeigte bereits 1907 einen Hamlet, im selben ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts enstanden auch Verfilmungen des Othello, Macbeth oder von Romeo & Julia - stets unter der Regie und Produktion von James Stuart Blackton.

      Einige Shakespeare-Filme haben Klassiker-Status erlangen können, andere wiederum sind glorreich gescheitert. Und wieder andere provozierten gar kleinere oder größere Skandälchen, zumindest aber kontroverse Reaktionen. Es gibt sehr dicht am Stoff bleibende Umsetzungen, freie Adaptionen (z.B. Kurosawas Ran) und - Achtung! - handfestes Regietheater. :D
      Ebenso frei wie mit Zeit, Ort und Charakterausformungen wurde auch mit der Texttreue umgegangen. Auch hier gibt es von der "Werktreue" bis zu "frei nach..." sehr viel verschiedenes.

      Meine Frage an euch: Welche Shakespeare-Verfilmungen kennt und empfehlt ihr, von welchen ratet ihr ab? Welche sind ein absolutes Muss? Wie sind die jeweiligen Umsetzungen mit der Vorlage umgegangen?
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)


    • GB, 2011
      Regie: Ralph Fiennes
      mit Ralph Fiennes, Gerard Butler, Vanessa Redgrave, Brian Cox, James Nesbitt u.a.

      Ich beginne selbst einmal mit diesem Film, da ich ihn gerade erst gesehen habe. Ralph Fiennes verlegt in seinem Regiedebüt die Geschichte des verstoßenen, von Rache an Rom getriebenen, Caius Martius "Coriolanus" ins 21. Jahrhundert. Gedreht wurde hauptsächlich in Serbien und unterschwellig erinnern die Bilder des von Krieg gebeutelten Landes an die Balkan-Gräuel der 90er Jahre. Sie rufen allerdings ebenso Erinnerungen wach an Kubricks Vietnam-Häuserkampf in Full Metal Jacket oder an Cuaróns Children of Men. Die Geschichte hingegen lässt weiterhin die Römer gegen die Volsker antreten, die modernen Uniformen werden von "Titus"- und "Cominius"-Namensschildern geziert. Caius Martius' Widerwille, die Stimmen des Volkes einzuholen, um Konsul werden zu können, ist ein durchaus interessanter Ansatzpunkt, die Geschichte aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. ins Heute zu holen.

      Das gesprochene Wort (z.B. "Die Brotkammern Roms") steht stets im Kontrast zu den Bildern (hochgesicherte Lagerhallen). Coriolanus' Ansprache an die Bürger findet zwar auf einem "Markt" statt, nur dass es hier ein ärmlicher Basar ist. Erzähler der Geschichte sind oftmals die Anchormen der TV-Nachrichten, die das Neueste aus dem Senat berichten. Kameras der Massenmedien begleiten große Strecken der Handlung.

      Die beiden Hauptfiguren Coriolanus (Ralph Fiennes) und Aufidius (Gerard Butler) finde ich als Gegenspieler und zeitweilige Partner fast schon etwas übertrieben als echte Testosteron-Bolzen dargestellt. Mehr überzeugen mich Vanessa Redgrave als von Patriotismus und Ehrgeiz zerfressene Mutter des Coriolanus und Brian Cox als Patrizier Menenius.

      Hier gibt's den Trailer: "http://www.youtube.com/watch?v=bsYrGIQnmxo"

      :wink:
      Carsten
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Viel Lärm um nichts


      GB, 1993
      Regie: Kenneth Branagh
      mit Denzel Washington, Kenneth Branagh, Emma Thompson, Michael Keaton, Keanu Reeves, Robert Sean Leonard, Kate Beckinsale, Imelda Staunton u.a.


      Wer sich angesichts des tristen Julis in unseren Gefilden den Sommer ins Haus holen will, sollte zu Viel Lärm um Nichts (1993) von Kenneth Branagh greifen. Dessen schwüle, flirrende, temporeiche Adaption bürgt für gute Laune und ist ein fantastischer Ensemble-Film. Branagh verlegt die Handlung zwar örtlich in die Toscana und malt den einen oder anderen Charakter etwas breitpinseliger aus, bleibt aber sonst recht dicht am Original. Er selbst, sein Kameramann Roger Lanser und Komponist Patrick Doyle geben den rasanten und hinreißend erdachten Dialogen, insbesondere den Frotzeleien zwischen Benedikt (Branagh) und Beatrice (Emma Thompson) zusätzlich Fahrt. Denzel Washington spielt mit ruhiger Hand einen erhabenen Don Pedro in all dem Tumult und besticht durch wohlgesetzte kleine Gesten. Meine beiden kleinen Wermutstropfen sind der zum Overacting neigende Keanu Reeves als Don Juan und Robert Sean Leonard als arg hölzerner Claudio. Macht aber nichts, dafür gibt ja es noch Michael Keaton als irrwitzigen Dogberry.

      Klar, Branagh drückt mächtig auf die Tube: Gut gebräunte Menschen feiern trotz des kleinen Unbills um die holde Hero eine Riesen-Sause in traumhafter Landschaft. Könnte Kino riechen, dieser Film würde mächtig duften. Aber er funktioniert trotz seiner offensichtlichen Mittel der Verführung blendend. Für mich ein wirkliches "Lustspiel" und das sollte es doch ursprünglich auch sein...

      Trailer: "http://www.youtube.com/watch?v=bYj-2vFLbtc"

      :wink:
      Carsten
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • 242 Minuten, jedes Wort aus dem Hamlet wird hier ausgesprochen, opulent in Szene gesetzt auf Schloss Blenheim, die Handlung ins ausgehende 19. Jahrhundert portiert, selbst die kleinste Rolle prominent besetzt.

      Kenneth Branagh (Hamlet und auch Regie), Derek Jacobi, Robin Williams, Julie Christie, Gerard Depardieu, Charlton Heston, Billy Crystal, Jack Lemmon, Kate Winslet, Richard Attenborough, John Gielgud, Brian Blessed, Jack Lemmon, John Mills ...


      p 1996

      Künsterlisch wahrhaft ein Augen- und Ohrenschmaus, wirtschafltich allerdings ein Fiasko, fast 20 Mio. Dollar Produktionskosten gegenüber nur 4 Mio. Einspielergebnis.
    • Josquin schrieb:

      Wahrhaft ein Augen- und Ohrenschmaus
      horribile dictu. Und, wenn ich mich an mein Seherlebnis vor vielen Jahren erinnere, wohl auch ein sehr treffender Lapsus. Hat der Film auch irgendeine Haltung zu "Hamlet"?

      Josquin schrieb:

      selbst die kleinste Rolle prominent besetzt
      eine der wichtigsten, nämlich Gertrud, lässt Du dafür in Deinem kleinen Werbeblock gleich mal weg..

      Josquin schrieb:

      242 Minuten, jedes Wort
      ist das eine Art Qualitätssiegel? Im quantitativen Sinne von "Jetzt mit noch mehr Inhalt"? ;+)
      ________________________________________________________________________________________________________

      Musica est exercitium metaphysices occultum nescientis se philosophari animi
    • Die beiden dürfen nicht fehlen:



      Die Olivier-Verfilmungen aus den 1940er Jahren zählen für mich immer noch zu den besten Adaptionen überhaupt. Besonders Henry V besticht durch seine Wandlung vom Bühnengeschehen in die filmische Realität und zurück - geschweige denn seine brillanten Farbphotographie. Daß die Darsteller allesamt großartig sind - muß ich das noch erwähnen? ;+)


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Besonders Henry V besticht durch seine Wandlung vom Bühnengeschehen in die filmische Realität und zurück

      Lieber Josquin Dufay,

      was soll denn der Satz genau bedeuten? Was habe ich mir unter dieser Wandlung vorzustellen? Und erst recht unter dem "zurück"? ?(

      :wink:
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Carsten schrieb:

      was soll denn der Satz genau bedeuten? Was habe ich mir unter dieser Wandlung vorzustellen? Und erst recht unter dem "zurück"? ?(

      Der Film beginnt in London am Globe Theatre auf der Bühne. Der erste Akt, wird als Geschehen auf einer Theaterbühne gezeigt, aber im Laufe der Szenen verliert sich dieses Element immer mehr. Zunehmend sieht man keine Bühne mit gemalten Hintergründen mehr, sondern reale Kulissen, dann auf einmal bei der Schlacht von Azincourt ist man draußen auf dem Feld - sozusagen on location. Nach der Schlacht wird die Handlung wieder allmählich zurückgeführt zur Bühne, bis die letzte Szene wieder im Globe Theatre auf der Bühne abschließt.

      Eine immer noch beeindruckende visuelle Konzeption.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Vielen Dank für die Erklärung. Das klingt faszinierend und zeigt mir einmal mehr, dass unter den 420+ Filmen noch einiges zu entdecken ist. Gerade bei den Olivier-Filme fehlen mir bis auf Hamlet noch die anderen...
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Carsten schrieb:


      Meine Frage an euch: Welche Shakespeare-Verfilmungen kennt und empfehlt ihr, von welchen ratet ihr ab? Welche sind ein absolutes Muss? Wie sind die jeweiligen Umsetzungen mit der Vorlage umgegangen?


      Lieber Carsten,

      ich möchte auf einige wenige Verfilmungen hinweisen, jedoch nicht eindeutig ab- oder zuraten, da ich meine, dass sich die Beschäftigung mit jeder filmischen Adaption Shakespeares auf ihre Weise lohnt. Darum mein Credo: So viele der Verfilungen sehen wie möglich!
      Denn - Josquin hat es knackig auf den Punkt gebracht:

      Josquin schrieb:

      Ein jeder mache sich selbst ein Bild


      Gern möchte ich auch auf zwei Bücher zum Thema hinweisen, die ich als Nicht-Filmwissenschaftler immer als sehr hilfreich den theoretischen Hintergrund aufzeigend empfunden habe, nämlich:

      &

      Sollte ich für jemand anderen das DVD-Regal mit Shakespeare-Verfilmungen füllen, dann würden wohl diese (neben dem schon genannten Hamlet (Olivier), Henry V (Olivier) und Much Ado About Nothing (Branagh)) als Starterpaket darin stehen:



      Jeder der geizeigten Filme bedarf eigentlich einer ausführlichen Besprechung, die ich jetzt nicht liefere, aber bei Bedarf bzw. Interesse gern nachreiche.

      Ach ja, eine gerade kürzlich gesehene Fassung des "Macbeth" habe ich noch vergessen, nämlich diese:



      :wink: Agravain
    • Auch das europäische Autorenkino hat sich von Shakespeare inspirieren lassen:

      Aki Kaurismäki: Hamlet liikemaailmassa (Hamlet macht Geschäfte)



      - 1987, eine der ersten Kaurismäki-Filme. "Regietheater" sozusagen, Hamlets ist Teil einer Industriellenfamilie im heutigen Finnland. Noch nicht ganz im späteren Personalstil des Regisseurs, aber sehr sehenswert.



      Derek Jarman: The Tempest



      1979, auch ein "Frühwerk" des Regisseurs. Ein grandioser Film, viel zu lange nicht gesehen...



      Peter Greenaway: Prospero's Books



      1991, auch nach The Tempest. Wie immer bei Greenaway Geschmackssache. Aber auch wer den Regisseur nicht mag, sollte John Gielgud in der Hauptrolle gesehen haben.


      :wink: Michel
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Die Tragödie bei den Shakespeare-Verfilmungen ist es, dass es fast alle der besten nicht (mehr) gibt, seit ihre Fernsehlizenzen ausgelaufen oder uninteressant geworden sind. Dazu gehört neben Max Reinhardts A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM von 1935 mit James Cagney, Olivia de Havilland und Mickey Rooney sowie der grandiosen Musik Mendelssohns in der Bearbeitung Korngolds, neben der sich die enttäuschend dröge Neuverferfilmung mit Kevin Kline und Michelle Pfeiffer trotz der Starbesetzung verstecken muss, Orson Welles' geniale Fassung der FALSTAFF-Szenen in seinem CHIMES AT MIDNIGHT (1965) mit Jeanne Moreau und Margret Rutherford, den es derzeit leider nur in der italienischen Fassung gibt. Die finde ich weitaus gelungener als seine arg pompösen Versionen von OTELLO oder MACBETH.

      Zeffirellis THE TAMING OF THE SHREW und auch sein ROMEO AND JULIET haben immerhin den Vorteil der hochromantischen Musik von Nino Rota, sind aber leider nur gefällige bis überladene Illustrationen, wie halt bei diesem Regisseur üblich.



      Wer wirklich gute Shakespeare-Verfilmungen sehen will, der greife zu den bereits erwähnten Versionen Kurosawas, Laurence Oliviers (eher nicht dem ziemlich langweiligen HAMLET), Trevor Nunns TWELFTH NIGHT (seinen KING LEAR kenne ich leider nicht) und natürlich Kenneth Branaghs zu Recht hier sehr früh aufgeführtem MUCH ADO ABOUT NOTHING. Branaghs HAMLET finde ich auch überlang und überladen, trotz manch gelungener Details. Dagegen mag ich die weithin missachtete Musicalversion von LOVE'S LABOR LOST, die es bei uns leider fast nur noch gebraucht gibt.



      Zu Unrecht meist übersehen wird die, derzeit leider recht teure, aber brillante Verfilmung des JULIUS CAESAR von Joseph L. Mankiewicz mit Marlon Brando, James Mason, Deborah Kerr und JOhn Gielgud in der Titelrolle:


      Wer die englische Sprache nicht scheut und über eine Kreditkarte verfügt, sollte sich in England diese superben Shakespeare-Verfilmungen Grigori Kosinzews zulegen, die den zusätzlichen Vorteil einer großartigen Filmmusik von einem gewissen Dmitri Schostakowitsch mitführen:

      .....

      Mindestens einen besseren Hamlet wird man, bei aller Hochachtung vor Olivier und Branagh, im Film kaum mehr zu sehen bekommen. Der interessante Stummfilmversion mit Asta Nielsen und der Musik von GIuseppe Becce jedenfalls läuft wohl eher außer Konkurrenz:



      Ebenfalls in England bekommt man noch eine der köstlichsten freien Shakespeare-Adaptionen, die ihm besser gerecht werden als alle wortgetreuen Verfilmungen, nämlich Paul Mazurskys TEMPEST von 1982 mit John Cassavetes, Gena Rowlands, Susan Sarandon und Raul Julia:



      Ansonsten findet man den besseren Shakespeare häufig im Musiktheater. Jedenfalls sehe ich lieber Verdis Versionen, wenn mir nach OTELLO oder FALSTAFF ist, oder Gounod bzw. Bernstein, wenn ich ROMEO AND JULIET sehen will. Von Cole Porters TAMING OF THE SHREW in dieser vorzüglichen Neuinszenierung will ich gar nicht erst reden

      .


      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Natürlich nicht vergessen, die Macbeth-Verfilmung von Polanski

      amazon.de/Macbeth-Jon-Finch/dp…d=1342512125&sr=8-1-spell
      Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
      In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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      Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)
    • Und hier das Bild dazu:



      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Bei Branaghs Viel Lärm um Nichts finde ich interessant, die deutsche und die englische Sprachversion zu vergleichen. So weit ich beurteilen kann, legt sich die deutsche Sprachversion an die Tieck-Schlegel Übersetzung an (ohne das "Mühmchen") und wird sehr schön gesprochen, was zum Nachteil hat, daß die Lippenbewegungen nicht immer 100%ig synchron sind.
      Dabei bekommt die deutsche Version einen eher poetischen Charakter, unterschiedlich vom komödiantischen der englischen. Beide muß man haben.

      Für Othello

      ist aber eine neue Übersetzung gemacht worden, die viel rauher ist - zu Recht. Den Film, wie auch Branaghs Henry V


      würde ich unbedingt empfehlen.

      Kosintsev ist bereits erwähnt worden. Das Wort "superb" finde ich durchaus angemessen.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Guten Tag.

      Shakespeare im Weltall: "Alarm im Weltall (OT: forbidden planet)" von Fred M. Wilcox, inspiriert von "the tempest".



      Es ist keine Shakespeare-Verflimung, aber eindeutig shakespearesche Verfilmung um den allmächtigen Vater und den Machtkampf zwischen zwei Brüdern (nicht umsonst saß Kenneth Branagh auf dem Regie-Stuhl): "Thor"



      Schönen Tag.
      Penthesilea
      Auch Rom wurde nicht an einem Tag niedergebrannt - Douglas Adams
    • 2010 sah ich bei der Biennale in Venedig Julie Tymors Verfilmung von The Tempest.



      Mit Helen Mirren als weiblichem Prospero, Prospera genannt.
      Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen - vor allem wegen Taymors "Oedipus Rex" und "Frida" hatte ich mir großartige Bilder erwartet.
      Es war dann: ein unerträglich lauter Score, massenhaft Effekte wie in einer Fantasy-Verfilmung, ich hatte den Eindruck, Taymor blieb völlig an der Oberfläche und fand keine Haltung zum Text. Besonders die Beziehung Prospero(a)/Ariel und die Calibanfigur gingen für mich völlig verloren. Auch die Jahrmarktshexerei von Prospera fand ich übertrieben.
      Aber: der Film war in Englisch mit italienischen Untertiteln und in dem Kinoboxenlärm ging vieles verloren.
      Also hat er eine zweite Chance verdient und eben habe ich mir die DVD bestellt.

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room