Beethoven: Literaturempfehlungen zu Werk und Biographie

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    • Erzherzog schrieb:

      Kann ich nur voll unterstreichen, der Kaiser ist wirklich klasse und vor allem auch sprachlich einfach spitze. Ein wahres Vergügen zu lesen, dazu sehr differenziert in der Beurteilung.

      Im Vorwort zur Neuausgabe weist er ja recht stolz drauf hin, daß das Buch in institutsbibliotheken zu den meistgestohlenen gehörte... Sein ambitioniertestes Werk und sicher auch sein bestes, anderswo bohrt er oft eher dünne Bretter.
      Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)
    • Caesar73 schrieb:

      Anlass für diesen Thread ist ein prosaischer: ich lese seit einigen Tagen die Beethoven-Biographie Jan Caeyers, die dieses Jahr bei Beck erschienen ist. Das niederländische Original erschien bereits 2009 und so hat der Verfasser das Buch für die deutsche Ausgabe noch einmal überarbeitet:



      Fertig bin ich mit der Lektüre noch nicht, doch habe ich das Buch inzwischen zur Hälfte durch, was nicht zuletzt daran liegt, das Caeyers ausgesprochen lesbar schreibt, ohne es dabei an fachlichem Tiefgang fehlen zu lassen.

      Zwar war ich mit Beethhovens Biographie bisher leidlich vertraut, doch gab es schon einige Neuigkeiten für mich. So war mir nicht bewusst, wie Anton Schindler mit Beethovens Konversationsheften umgesprungen ist, die ja wohl eine der wichtigsten Quellen für die Beschäftigung mit Beethoven sind.

      Lektüreempfehlungen zu Beethoven können hier gepostet werden, abgesehen von den Symphonien. Hierzu gibt es bereits einen eigenen Thread.

      :wink: :wink:

      Christian

      Den Band gibt es jetzt als Sonderausgabe anläßlich des Verlagsjubiläums von Beck:
      Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)
    • Einen sehr subjektiven Blick auf den Beethovenschen Sonatenkosmos bietet Edwin Fischer mit seinem Band "Klaviersonaten - Ein Begleiter für Studierende und Liebhaber" mit acht Bildtafeln und 31 Notenbeispielen, Insel 1956 (bei mir 1958). Schon wenn man das Vorwort liest, wo es u.a. heißt:



      Die Weite dieses Sonatenwerkes zwingt uns zur Arbeit auf dem Gebiet der Klaviertechnik, der Formen- und Harmonielehre, der Textkritik, in der Hauptsache aber zur Erfassung des künstlerischen Ideals. Wie verlassen das Studium als Verwandelte, denn Beethoven ist unser Erzieher geworden und hat uns zur Arbeit an uns selbst geführt


      erwartet man eine ganz besondere, eben andere, pianistische Sichtweise auf diese Werkgruppe (gebraucht auch bei Amazon).
    • [Hierher verschoben aus: Beethovens Gesamtwerk – gehört von Alpha bis Omega. Paßt hier besser. :gurni: Gurnemanz]

      Soweit ich sehe, gibt es keinen reinen Thread zu Beethovens Leben und Werk. Hier an dieser Stelle nur kurz ein Literaturhinweis. Das Buch fiel mir kürzlich in die Hände, verstaubte seit knapp 40 Jahren in meiner Bibliothek. Ich habe mich gleich in den Stil des Autors verliebt und so auch den
      Rest des Buches gelesen. Herrlich, diese Verknüpfung sozialistischer Musikwissenschaft und bürgerlicher Schreibe ...

      [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kv4RHmbEL.jpg]
    • Kennt jemand das neue Buch von Hinrichsen über Beethovens Klaviersonaten ?? Bringt es wesentlich neue Einsichten im Vergleich zu Uhde ??

      Gruß, Stephan
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • leverkuehn schrieb:

      Kennt jemand das neue Buch von Hinrichsen über Beethovens Klaviersonaten ??

      Würde mich auch interessieren. Zwei Rezensionen habe ich gefunden, nach denen das Buch recht anspruchsvoll sein soll:

      "http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/allegro/buchtipp-beethoven-klaviersonaten-100.html
      "http://www.codexflores.ch/index.php/component/content/article/16-kritiken/buchbesprechungen/1223-beethoven-die-klaviersonaten

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Beethoven Streichquartette Analyse

      Guten Tag zusammen,

      könnt ihr mir ein Buch empfehlen, in dem Beethovens Streichquartette analysiert werden, gegebenenfalls auch mit Interpretationsvergleichen, in etwa wie der Uhde bzgl. der Klaviersonaten?

      schöne Grüße

      Paulus

      Vermerk:
      Dieser und die folgenden Beiträge wurden aus dem urspr. Thread "Beethoven Streichquartette Analyse" in diesen hier verschoben, weil das inhaltlich passt.
      Lionel - Für die Moderation
    • In "Die Kunst des Quartettspiels - Das Guarneri-Quartett im Gespräch mit David Blum" (Bärenreiter 1991 (2.revidierte Auflage) findet man von S. 191 bis S. 255, also auf ca. 60 Seiten, ein sehr detailliertes Gespräch mit den 4 Guarneris über das cis moll Quartett op. 131, in dem spieltechnische und interpretatorische Probleme behandelt werden.

      Sehr ausführlich werden alle Beethovenquartette in
      Bernard Fournier: Histoire du Quatuor a cordes - de Haydn a Brahms
      behandelt. (Fayard);
      Der Text enthält keine Interpretationsvergleiche. Es gibt auch einen 2. Band (de 1870 à l'entre-deux-guerres).
    • der olle Hugo Riemann soll hier wenigstens eine kleine Anregung sein ... S. auch Walldorff`s Kalenderblätter - Drittfassung ;)

      >geht mir je'nfalls nicht selten so: als Vorbereitung auf irgend'n Konzert nehm ich mir diese und jene längere Abhandlung u. ä. vor - und bin am Ende froh, wenn ich wenigstens noch Zeit für einige substantielle Zeilen finde, auch wenn diese nicht den aktuellen Stand von Forschung u./od. Diskussion als Hintergrund haben mögen...<
      Durchhängen iss nich !!
      (Udo Lindenberg)
    • wes.walldorff schrieb:

      der olle Hugo Riemann soll hier wenigstens eine kleine Anregung sein
      Was genau von seinen zahllosen Publikationen?
      Er hat ja nicht nur das "Lexikon" geschrieben. Allerdings wurde außer diesem auch so gut wie keine seiner Schriften nach '45 neu verlegt, erst seit etwa 10-15 Jahren gibt es da eine Renaissance...
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      wes.walldorff schrieb:

      der olle Hugo Riemann soll hier wenigstens eine kleine Anregung sein
      Was genau von seinen zahllosen Publikationen?
      Er hat ja nicht nur das "Lexikon" geschrieben. Allerdings wurde außer diesem auch so gut wie keine seiner Schriften nach '45 neu verlegt, erst seit etwa 10-15 Jahren gibt es da eine Renaissance...
      ich nehme an, das ist gemeint:

      Hugo Riemann: Beethoven's Streichquartette

      kvk.bibliothek.kit.edu/view-ti…2WPMyJ7zuk&showCoverImg=1

      zum download runterscrollen.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).