Wiener Walzer - einst die "Marseillaise des Herzens" - und heute?

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    • Wiener Walzer - einst die "Marseillaise des Herzens" - und heute?

      Eine liebenswürdige Gabe hat mir eben einen kleinen Interpretationsvergleich ermöglicht: Ich habe den berühmten Kaiserwalzer von Johann Strauß Sohn (1825-99) gehört, beide Male mit den Wiener Philharmonikern, einmal mit Claudio Abbado (1988), einmal mit Nikolaus Harnoncourt (2003). Bei Abbado beeindruckt mich der kraftvolle Schwung und der flexible Rhythmus, während Harnoncourt einen filgraneren Klang präsentiert, der die Nebenstimmen deutlicher hervortreten läßt.

      Schwer zu sagen, welcher der beiden Aufnahmen ich den Vorzug geben sollte - wobei mir klar wird, daß ich eigentlich keine klaren Kriterien für eine "richtige" Interpretation anführen könnte. Das wäre vielleicht anders, wenn ich selbst Wiener wäre und damit so etwas wie das "Idiomatische" bestimmen könnte.

      Langer Rede kurzer Sinn: Hier geht es um den Wiener Walzer, nicht nur darum, wie er aufzuführen wäre, welches die berufensten Interpreten sind usw. - sondern auch darum, was er dem Hörer geben kann.

      Was mich angeht: Als Hintergrund mag ich diese Musik nicht. Eine etwas unangenehme Erinnerung ist es daher, daßn mir Walzermusik in Wien mehrfach als Dauerbeschallung in Lokalen oder gar in einer öffentlichen Toilette begegnete.

      Dagegen ist es eine musikalische Gattung, die ich durchaus ernstnehme wie z. B. die Symphonie (ein Fehler?). Es scheint mir hier eine Geisteshaltung enthalten, die mich anspricht: Frohsinn, Heiterkeit, aber ohne dadurch ins Banale oder Oberflächliche abzugleiten. Und es gibt einen Strauß-Walzer, der an einer Stelle, einer Überleitung, sogar merkwürdig abgründig wirkt, so als geriete für einen Moment alles Heitere, alles Glücksversprechen in Gefahr, als könnte alles in sich zusammenfallen - aber nur für einen kurzen Augenblick. Ich meine den Walzer Künstlerleben.

      Ein Blick in die Wikipedia: Der Wiener Walzer entstand um 1770 aus dem "Deutschen Tanz", setzte sich als bürgerlicher Tanz gegen das aristokratische Menuett durch, galt zunächst als unanständig und gewann im 19. Jahrhundert europaweite Anerkennung. Der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick bezeichnete ihn als "Marseillaise des Herzens", die verhindert habe, daß Wien die Revolution erspart habe. Damit hat diese Gattung auch eine politische Dimension, auch wenn das Revolutionäre ihr nicht mehr anhaftet. Heute gehört der Wiener Walzer auch zu den Gesellschaftstänzen.

      Berühmte Walzerkomponisten sind Johann Strauß (Vater und Sohn) und Josef Lanner.

      Bemerkenswert finde ich auch die Rezeption durch die Zweite Wiener Schule: 1921 bearbeiteten Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern mehrere Strauß-Walzer für Kammermusikensemble, um den "Verein für musikalische Privataufführungen" finanziell zu sanieren - was leider mißlang, aber immerhin der Nachwelt wunderbare "Nachschöpfungen" hinterließ, an denen jedenfalls ich mich immer wieder gern erfreue.

      Soweit ein paar ungeordnete Gedanken zu einer musikalischen Gattung, die, wie ich glaube, verdient, gewürdigt zu werden, gern auch kritisch.

      Was bedeutet Euch der Wiener Walzer? Unterhaltungsmusik, die man gern mal nebenher hört, oder ernste Musik, die zur "großen" gerechnet werden muß? Oder beides?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Tanzen, tanzen tanzen- dazu ist der Wiener Walzer doch wohl in erster Linie gemacht, oder irre ich da?
      Ich mag auch verzerrte Walzer oder Walzeranklânge oder traurige Walzer als Zitate in Symphonien und anderen Gattungen. Das ist sofort begreifbar und schafft eine besondere Stimmung.
      Allerdings kann ich bestens verstehen, wenn man als Wiener keine Lust auf Walzerklischees hat. So geht es mir als Rheinländerin jedenfalls mit dem Karneval..... :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Lieber Gurnemanz!

      Als ich, vor 100 Jahren, den ersten Walzer beim Elmayer tanzte, war es ein Glanz in leuchtender Harmonie, man fühlte sich kaum erdverbunden, man hatte eine natürliche Grazie dazugewonnen.

      Sei es Lanner sei es Strauss [welcher auch immer] sei es Ziehrer, Lehár oder Kálmán oder der Franzose Émile Waldteufel, ein Walzer ist ein Ausdruck innerer Seligkeit. Die große Musik des Dahinschwebens -

      welches auch beim Neujahrskonzert, jedes Jahr gezeigt wird "Seid umschlungen Milionen" - Johann Strauss Sohn, opus 443.

      Als ich, zweimal, den Opernball eröffnete, da war es wieder etwas schwieriger, denn der der Linkswalzer ist nicht so einfach, aber es war, damals, ein Sichverlieben in seine Tanzpartnerin, welches zwar oft nur eine Nacht andauerte [es war kein One Night Stand, wie man heute sagt], sondern ein gemeinsames Genießen einer Fülle von Melodie und dem Glanz der Räumlichkeiten mit dem Blumenschmuck dazu.

      Doch am Schönsten ist für mich, und meine Ex-Verlobte, der "Concordia-Ball" im Frühling, im Wiener Rathaus, gewesen in einer lauen Nacht, wo viel C. M. Ziehrer gespielt wurde.

      So, das war sehr Geschwollen ausgedrückt - Euer Streiferl aus Wien. :wink: :wink:

      P.S.: So kann das nur ein Wiener schreiben, so was von schmalzig!!! :hide: :hide:
    • FairyQueen schrieb:

      Tanzen, tanzen tanzen- dazu ist der Wiener Walzer doch wohl in erster Linie gemacht, oder irre ich da?


      Die berühmten großen Walzer der Strauß-Dynastie sind zum überwiegenden Teil eigentlich Konzertwalzer (also ursprünglich für eine Konzertaufführung geschrieben), für die der Vergleich mit, sagen wir, sinfonischen Dichtungen meiner Meinung nach nicht allzu abwegig ist. Aber natürlich sind sie noch so nahe am ursprünglichen Tanz, dass das Tanzen dazu möglich ist.

      Und wem der viele Frohsinn suspekt ist (mir ist er das nicht!): Wenn man den konzertanten Aspekt auch ernst nimmt, kann man als Dirigent auch einiges Abgründige aus diversen Walzern herausholen.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Liebe Kristin!

      Einer der bekanntesten Berliner Walzer ist wohl der Sportpalastwalzer [eigentlich Wiener Praterleben] von Siegfried Translateur, der beim 6-Tage Rennen in Berlin die Fahrer anpfiff.

      Den hast Du wohl gemeint.

      Leider war auch Siegfried Translateur, der trotz des französischen Familiennamens, kein Franzose sondern ein in Wien lebender, aber in Schlesien geborenener, Halbjude und konnte in der schrecklichen Zeit nicht gespielt werden, später wurde er nach Theresienstadt deportiert und 1941 in Theresienstadt umgebracht.

      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :wink:
    • Lieber Gurnemanz,

      da hast Du aber ein schönes Thema erwischt Leider kann ich zum wiener Walzer wenig beitragen, was hier nicht schon jeder weiß, zum Beispiel, dass einer seiner besten Interpreten, der auch die Vielschichtigkeit vieler Walzer anklingen ließ, Carlos Kleiber bei seinen legendären Neujahrkonzerten war.

      ...


      Das ist tatsächlich keine Hintergrundmusik mehr.

      Mir selbst ist der Walzer allerdings am allerliebsten, wenn er in ein anderes Geschehen eingebettet ist. Jeder kennt natürlich die Walzerfolgen aus dem ROSENKAVALIER von Richard Strauss, die eigentlich gar keine wiener Walzer und zudem im Rahmen der Geschichte völlig anachronistisch sind, wohl aber eine geniale Parodie, die so überzeugend ausfiel, dass man sie bald für ein Original hielt. In dem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an die Anekdote, die in dem Textheft zur ersten ROSENKAVALIER-Box von Leonard Bernstein abgedruckt war, und die davon erzählt, dass damals jeder Philharmoniker Bernstein demonstrieren wollte, wie man in Wien authentischen Walzer spielt Das war natürlich nicht nur insofern Blödsinn, weil Strauss eben keinen echten wiener Walzer komponiert hatte, sondern auch noch jeder etwas anderes unter einem authentischen Walzer verstand, Bernstein also natürlich machte, was er wollte.

      Wenn ich mal aus Deinem Threadtitel das Wort "heute" herauslöse, obwohl ich das auch schon so dehnbar verstehe wie meine eigene Lebensspanne, dann möchte ich mal auf diese sensationell gute Scheibe verweisen, die es leider nur im amerikanischen Amazonas gibt, die Mühe der Amnschaffung aber in hohem Maße lohnt:



      John Mauceri präsentiert darin Weiterentwicklungen des Walzers von Maurice Ravels LA VALSE bis hin zu den Filmwalzern von Max Steiner und Erich Wolfgang Korngold und den "Night Waltzes" aus Stephen Sondheims A LITTLE NIGHT MUSIC. Absolute Ohrenöffner für jeden, der die Gattung mag, aber auch daran interessiert ist, was man aus ihr gemacht hat.

      Die Spanne des Themas ist also sehr weit - oder bin bzw. habe ich da etwas überspannt?

      :wink: Rideamus

      PS @ Peter: der mir bislang nur dem Namen nach bekannte Siegfried Translateur klingt nach einem überfälligen Kandidaten für unsere Gedenktafel der Naziopefer. Kannst oder willst Du die mal dafür ergänzen?
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Vielen Dank für Eure Antworten! Daß Tanzmusik zum Tanzen einlädt und dafür ursprünglich geschaffen ist, das leuchtet mir ja ein - auch wenn mich persönlich mehr die Gattung und was dahinter steckt, sagen wir, die Geisteshaltung interessiert, bzw. schlichter: die Musik selbst und was sie ausdrückt - und was sie bewirkt. Insofern finde ich Rideamus' Hinweise bemerkenswert: John Mauceri kenne ich bislang nur dem Namen nach. Vertrauter ist mir Ravels La valse, das er übrigens 1920 in Wien im Schönberg-Verein selbst aufführte, am Klavier vierhändig zusammen mit Alfred Casella, wenige Monate bevor Schönberg, Berg und Webern die Strauß-Walzer-Bearbeitungen schufen und aufführten.

      La valse ist für mich das faszinierendste Beispiel der Auseinandersetzung mit dem Wiener Walzer: Vielleicht kann man sagen, daß hier sogar die Katastrophe des I. Weltkriegs mit dem Auseinanderfallen Österreich-Ungarns auskomponiert wurde.

      Eine ähnliche Bedeutung (Wiener Walzer = Habsburgermonarchie) gab Schönberg selbst der Gattung, als er in seiner Bearbeitung des Kaiserwalzers (der Titel stammt meines Wissens nicht von Strauß, sondern von einem geschäftstüchtigen Verleger) die Kaiserhymne ("Gott erhalte...") an mehreren Stellen signifikant eingebaut hat, in der Coda mit einer resignativen Geste: Für den politisch konservativen Schönberg war der Zusammenbruch ein beklagenswerter Verlust. Die Besetzung ist fast gleich mit der des Pierrot lunaire, mit dem Schönberg und seine Musiker in den 1920ern durch Europa zogen; den Kaiserwalzer gab es vermutlich als Zugabe, mit relativ klarer politischer Botschaft.

      Sinnigerweise ist das erste Stück Schönbergs, in dem er seine Zwölftontechnik präsentiert, "Walzer" betitelt: das letzte der Fünf Klavierstücke op. 23, zur gleichen Zeit entstanden wie die Kaiserwalzer-Bearbeitung.

      Rideamus schrieb:

      Die Spanne des Themas ist also sehr weit [...]
      :yes:

      Die Aufnahmen mit Carlos Kleiber habe ich übrigens auch; ich schätze sie sehr!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Lieber Rideamus!

      Carlos Kleiber hat in den beiden Neujahrskonzerten gezeigt wie symphonisch die Walzer der Brüder Strauss u.a. sein können, aber auch vor ihm hat das, für mich, nur noch Einer gekonnt - Clemens Krauss.

      Ich habe zum Glück auch dessen Walzer- und Polkainterpretationen auf 5 oder 6 LPs daheim, die damals von der Firma DECCA herausbracht wurden, reine Gustostückerl - und vom Tanzwalzer weit entfernt.


      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Obwohl ich auch einmal in Urzeiten beim Elmayer Walzer tanzte (und seither nicht wirklich wieder), ich denke bei "Walzer" keineswegs von vornherein an körperliche Bewegung im 3/4Takt, sondern an musikalischen Gefühlsausdruck mit einer unendlich weiten Skala. Die Schönbergsche Version des Kaiserwalzers hörte ich unlängst erst im ungarischen Radio, da empfand ich unter anderem auch Parodistisches.

      Zu den großen Walzerinterpreten zählt meines Erachtens auch Willy Boskovsky, auch wenn strenge Geister mit ihm nicht immer ganz einverstanden sind. Bernstein war einer von den schnellen Genialen, Herbert Kegel einer von den langsam Genialen. Daß im Wiener Walzer oft viel Französisches steckt, hört man großartig bei George Pretre.
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Waldi schrieb:

      Zu den großen Walzerinterpreten zählt meines Erachtens auch Willy Boskovsky, auch wenn strenge Geister mit ihm nicht immer ganz einverstanden sind.
      Was haben die "strengen Geister" denn auszusetzen, lieber Waldi? Ich habe keine Boskovsky-Strauß-Walzer parat und kann daher (und weil ich kein Wiener bin) nicht beurteilen, ob er ein Großer war.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Was haben die "strengen Geister" denn auszusetzen, lieber Waldi?

      Das würde mich auch interessieren! Ich habe eine ganze CD mit Werken der Strauß-Familie unter Leitung von Boskovsky und die Aufnahmen gefallen mir außerordentlich gut. Seine Interpretationen haben für meinen Geschmack viel Wärme und Eleganz. Er fasst die Walzer meinem Eindruck nach eher als Tanzmusik auf denn als symphonische Musik.
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Cherubino schrieb:

      Gurnemanz schrieb:

      Was haben die "strengen Geister" denn auszusetzen, lieber Waldi?

      Das würde mich auch interessieren! Ich habe eine ganze CD mit Werken der Strauß-Familie unter Leitung von Boskovsky und die Aufnahmen gefallen mir außerordentlich gut. Seine Interpretationen haben für meinen Geschmack viel Wärme und Eleganz. Er fasst die Walzer meinem Eindruck nach eher als Tanzmusik auf denn als symphonische Musik.


      Und genau das machen ihm manche Kritiker zum Vorwurf: Das Tänzerische würde die orchestrale Disziplin untergraben und ein zu starker Hang zum Spaßetteln käme noch dazu. Ich habe das selbst eigentlich nie so empfunden. Sicher ging ihm manchmal das musikalische Herz oder das Theatralische ein bißchen mit der Genauigkeit durch, aber das ist beim Walzer ja nicht unbedingt ein Fehler. Wer nur die konzertante Präzision schätzt und weniger auf Stimmung gibt, wird mir da nicht folgen wollen. Bei den Philharmonikern wurde Boskovsky vermutlich abserviert, weil die Neujahrskonzerte im Grunde nichts Neues brachten und man größeren Absatz bei den Aufnahmen wollte. Das ist ja wohl auch gelungen, aber man hätte meines Erachtens Boskovsky ruhig noch ein- oder zweimal zurückholen können. Das hätte er sich wirklich verdient gehabt. Schließlich war er ein großer Geiger und ein großer Dirigent für Walzer und Operette.
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Lieber Waldi!

      Für mich war das Bundesheer nur in dieser Hinsicht ein Gewinn, weil ich 2-3 x Willi Boskovsky als Neujahrskonzertdirigent, ganz oben an der Orgel bin ich gesessen - also den Totalüberblick hatte,

      beim Vorkonzert, ein bis zwei Tage vor Neujahr erleben durfte. Außerdem war er so ein bescheidener und angenehmer Mensch und großer Künstler,

      wer die alte "Paganini" Aufnahme unter Franz Lehár hat, der hört Willi Boskovsky, aber auch beim "Rosenkavalier" der DVD mit Schwarzkopf, Jurinac so hat keiner es mehr zustande gebracht, den Richard Strauss so zu bringen, wenn sich Elisabeth Schwarzkopf beim Monolog in den Spiegel schaut - aber das gehört nicht hierher.

      Es gab nach Boskovsky genug Dirigeten, wie Lorin Maazel, die, meiner Meinung, nicht so gut waren wie dieser Mann, der nach Klemens Krauss zur Institution wurde.

      Liebe Grüße sendet Dir und allen Wiener Walzerfreunden Peter. :wink: