Eben gehört - NEUE MUSIK

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    • Schnittke - Konzert für Chor (1986)
      Polyansky/Russian State Symphonic Cappella

      Eben gehört - ZEITLOSE MUSIK
      Für mich bis jetzt die beste Aufnahme auf CD. Auch wenn sich z.B. der Chor des BR in dessen Aufnahme wirklich Mühe gibt und mit Klarheit brilliert, diese ganz bestimmte melancholische Klangfarbe der russischen Stimmen ist doch unnachahmlich. Ein tolles Stück.
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • gestern begonnen, eben zu Ende gehört: CD 5 und 6 aus der Messiaen / Cambreling Box



      La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ
      Dauer 100 Minuten
      Mein Gott, ist das großartige Musik. Wenn man so etwas mag. Größtenteils getragen, ob unterschwellig brodelnd oder bombastisch auftrumpfend, noch farbenfroher sprühend als sonst bei Messiaen dank Chor (wie kann man das nur durchhalten als Sänger?) und großem Schlagwerk.

      Freue mich jetzt schon auf das zweite große Werk des Sets, Des Canyons aux étoiles (immer noch mein Lieblingswerk von Messiaen)
    • Khampan schrieb:

      La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ
      Es ist Zeit, eine Bildungslücke zu schließen. Das obige Werk nun also auch bei mir:



      Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ

      Yvonne Loriod - Klavier
      Janos Starker - Cello
      Wallace Mann - Flöte
      Loren Kitt - Klarinette
      Frank A. Ames - Marimba
      John A. C. Kane - Xylorimba
      Ronald Barnett - Vibraphon
      Michael Sylvester - Tenor
      Paul Aquino - Bariton

      Westminster Symphonic Choir
      National Symphony Orchestra, Washington D.C.
      Antal Doráti

      :wink: Agravain
    • Agravain schrieb:

      Es ist Zeit, eine Bildungslücke zu schließen. Das obige Werk nun also auch bei mir:


      Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ

      Wie findest du die Aufnahme?
      Ich erinnere mich dass Edwin Baumgartner sie mal lobend erwähnt hat - das war aber noch im anderen Forum, wie ich eben nachgesehen habe.
      Wir haben hier noch gar keinen Thread zu Messiaens Orchesterwerken, außer zur Turangalila?!
      In den einschlägigen Listen kann ich jedenfalls nichts finden. Das kann doch nicht sein, oder?
    • Khampan schrieb:

      Agravain schrieb:

      Es ist Zeit, eine Bildungslücke zu schließen. Das obige Werk nun also auch bei mir:


      Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ
      Wie findest du die Aufnahme?
      Ich erinnere mich dass Edwin Baumgartner sie mal lobend erwähnt hat - das war aber noch im anderen Forum, wie ich eben nachgesehen habe.
      Wir haben hier noch gar keinen Thread zu Messiaens Orchesterwerken, außer zur Turangalila?!
      In den einschlägigen Listen kann ich jedenfalls nichts finden. Das kann doch nicht sein, oder?
      Wenn ich ehrlich bin, dann wage ich es nicht wirklich, eine Meinung - geschweige denn eine Beurteilung - abzugeben. Es ist - wie gesagt - eine Erstbegegnung mit dem Werk (und dieser Aufnahme). Mein Strömdienst bietet mir noch Camberling und Chung an. Die werde ich in nächster Zeit sicher auch noch hören.
      Auf den ersten Lausch kann ich nur sagen, dass ich das Werk - so wie es hier dargeboten wird - ausgesprochen eindrucksvoll fand; eindrucksvoll, groß, erhaben, archaisch.
      Vielleicht etwas mehr, wenn ich die beiden anderen Aufnahmen gehört habe.

      :wink: Agravain
    • Khampan schrieb:

      Die Aufnahme von Chung ist auch gar nicht schlecht, habe ich in dieser Messiaen: Complete Edition, die man allen entdeckungsfreudigen Messiaen-Neulingen unbedingt ans Herz legen kann:


      jetzt habe ich meinen Cambreling-Marathon mal kurz zugunsten Myung Whun Chung unterbrochen und dessen Transfiguration angehört.

      Ja, sicher nicht schlecht, klanglich ebenso ausgezeichnet. Im Vergleich zu Cambreling ist es etwas diesseitiger, hat weniger Emphase und eine geringere dynamische Spannweite (pianissimi gehen nicht so weit zurück). Allgemein scheint es mir mehr auf Sicherheit gespielt, z.B. wenn Chung die langen Akkorde sich nicht so entwickeln lässt wie Cambreling, sondern sie vergleichsweise forsch anpackt, in erster Linie vermutlich zum Zweck eines sichereren Zusammenspiels. Auch die Schnitttechnik dürfte durch künstliche Begradigung von heiklen Akkorden (volles Orchester + Chor, und das im piano) mitgewirkt haben, ein paarmal habe ich statt eines organischen Aufblühens das Gefühl von (dezenten, noch akzeptablen) Faustschlägen.
      Schöner Klang, sehr gut ausbalanciertes Spiel ...und dann zweimal was daneben:
      ausgerechnet die Schlussakkorde von Teil 1 und 2 (jeweils der letzte Akkord von CD 1 und 2) - beim ersten Mal ist es das Orchester, beim zweiten Mal der Chor, wo einige deutlich zu tief intonieren. Sicher sauschwer, aber wenn man so lange recht gut durchhält, wie kann man nur...

      Erstaunlicherweise haben beide Aufnahmen eine nahezu identische Gesamtspielzeit.
      Die Unterschiede sind überhaupt weniger drastisch als es nach dem oben geschriebenen scheinen mag. Meine Präferenz ist hingegen eindeutig:
      Cambreling 10 Punkte
      Chung 9 Punkte.
    • Christian Jost: Works for Orchestra

      Entdeckt, als ich auf der Suche nach Aufnahmen mit Gabriel Feltz war (der in Dortmund immer sehr gute Arbeit abliefert). Gut zu hören, nicht zu "quietschig".
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Auch hier:



      Ebenfalls ohne Vergleichswerte. Die Aufnahme kommt bei mir aber sehr differenziert und ganz ohne Effekthascherei rüber. Klanglich/-technisch sehr gut, der Chor wirkt etwas distanziert vielleicht. An manchen Stellen ein wenig spannungsarm?...Da müsste ich vielleicht mal Chung hören.

      PS: Sollte man die ganzen Messiaen-Sachen nicht in "Neue Musik" posten?
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Tichy1988 schrieb:

      Ebenfalls ohne Vergleichswerte. Die Aufnahme kommt bei mir aber sehr differenziert und ganz ohne Effekthascherei rüber. Klanglich/-technisch sehr gut, der Chor wirkt etwas distanziert vielleicht. An manchen Stellen ein wenig spannungsarm?...Da müsste ich vielleicht mal Chung hören.
      Ich fand die Cambreling-Aufnahme wesentlich spannender als diejenige mit Chung, habe beide aber in größerem zeitlichen Abstand gehört.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Noch zu Transfiguration mit Cambreling:

      Tichy1988 schrieb:

      Die Aufnahme kommt bei mir aber sehr differenziert und ganz ohne Effekthascherei rüber. Klanglich/-technisch sehr gut, der Chor wirkt etwas distanziert vielleicht. An manchen Stellen ein wenig spannungsarm?...Da müsste ich vielleicht mal Chung hören.
      Der Chor klingt tatsächlich etwas entfernter aufgestellt als bei Chung. Könnte man kritisieren, aber die Mischungen mit dem Orchester sind nichtsdestoweniger atemberaubend schön. Und der Chor singt den Schlussakkord sauber


      Heute endlich mein persönliches Highlight von Messiaen:
      Des Canyons aux Étoiles
      SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
      Sylvain Cambreling
      Roger Muraro, Klavier

      Absolut geniale Interpretation, sagenhaft intensives, engagiertes, präzises und lupenreines Spiel aller beteiligten Musiker.
      Heute zum ersten mal mit meinen neuen sehr kritischen Lautsprechen gehört, gibt es einerseits Klangschönheiten und Effekte, die mir noch nie so klar aufgefallen sind: Welch unglaubliche Leistung, die vielen hohen Stimmen von Piccoloflöte, Streicherflageoletts zusammen mit Glockenspiel etc. stets sauber intoniert zu hören (eine Wohltat für meine empfindlichen Ohren)!
      Dass das Klavier an einigen Stellen die Dämpfer aufhebt, so dass das nebenstehend spielende Horn die entsprechenden Klaviersaiten zum Mitschwingen anregt, war mir so deutlich bisher gar nicht aufgefallen. Wow.
      Andererseits habe ich einige kritische Anmerkungen zur Tontechnik: einige Schnitte sind störend zu hören, indem Nachklänge (mal die Schlaginstrumente, mal die nachschwingenden Klaviersaiten, mal der normale Nachhall) schnöde abgeschnitten oder zu früh künstlich ausgeblendet werden. Der Schnitt vor dem Schlussakkord ist eine rechte Ohrfeige, es klingt plötzlich wie aus einem anderen Raum oder einem anderen Konzert.
      Das Klavier ist zudem durchgehend etwas gedämpft aufgenommen. Laut Aufstellungsskizze soll es vor dem Dirigenten stehen, also durchaus solistisch im Vordergrund. Auf der Aufnahme wirkt es eher so als hätte man es im Boden versenkt. Etwas mehr Offenheit und Brillanz wäre dem fabelhaften Spiel von Roger Muraro angemessen gewesen. Zugegeben ein kleiner, aber angesichts der ansonsten ausgezeichneten Klangregie unnötiger und mir unverständlicher Makel.

      Musik: 10 mit Sternen :)
      Klang: 9

      Ich besitze noch die Aufnahmen von Chung, de Leeuw und Constant, die ich auch alle in sehr guter Erinnerung, aber noch nicht auf gleiche Weise kritisch gehört habe.
    • Khampan schrieb:

      Noch zu Transfiguration mit Cambreling:

      Tichy1988 schrieb:

      Die Aufnahme kommt bei mir aber sehr differenziert und ganz ohne Effekthascherei rüber. Klanglich/-technisch sehr gut, der Chor wirkt etwas distanziert vielleicht. An manchen Stellen ein wenig spannungsarm?...Da müsste ich vielleicht mal Chung hören.
      Der Chor klingt tatsächlich etwas entfernter aufgestellt als bei Chung. Könnte man kritisieren, aber die Mischungen mit dem Orchester sind nichtsdestoweniger atemberaubend schön. Und der Chor singt den Schlussakkord sauber
      Absolut! :)
      Sollte jetzt keine Kritik sein, nur ein paar Höreindrücke. Ich kannte dieses Werk schließlich noch nicht, da versuch ich mit Kritik eher auf der unteren Sadko-Skala zu bleiben. Ob das immer gelingt :whistling: :D
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Mauerblümchen schrieb:

      Khampan schrieb:

      La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ
      Mein Gott, ist das großartige Musik.
      So ist es! Hammer!
      Sehe ich auch - wie überhaupt die gesamte Box. Eine meiner besten Entdeckungen von Musik des 20. Jahrhunderts.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Neu



      Schon lange nicht mehr gehört. Fantastische Live-Aufführung. Nr. VII - (Bryce Canyon et les rochers rouge-orange) ist einfach umwerfend :)
      Mein Lieblingsspätwerk bleibt aber "Éclairs sur L'Au-Dela"
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Neu

      Des canyons aux étoiles mit Eschenbach?!

      Tichy1988 schrieb:

      Schon lange nicht mehr gehört. Fantastische Live-Aufführung. Nr. VII - (Bryce Canyon et les rochers rouge-orange) ist einfach umwerfend
      Mein Lieblingsspätwerk bleibt aber "Éclairs sur L'Au-Dela"

      na dann kann die Aufnahme ja nichts taugen... :ironie1:
      Spaß beiseite, von dieser Aufnahme wusste ich nichts! Und die Schnipsel hören sich wirklich vielversprechend an. Haben will!

      Inzwischen habe ich, nach Cambreling, die drei weiteren Canyons mit Chung, de Leeuw und Constant zum größten Teil gehört. Alle viere haben ihre musikalischen Vorzüge - und leider ihre klanglichen Schwächen. Oft ist das Klavier entweder zu entfernt (Cambreling) oder zu blechern (Constant, Chung).
      Am meisten konsistent schien mir die Aufnahme mit Reinbert de Leeuw (beileibe nicht weil sie die schnellste ist), die allerdings auch nicht völlig audiophil daherkommt.
      Eschenbach mit Tzimon Barto am Klavier hätte also durchaus die Chance, den Vogel abzuschießen ^^

      Spielzeitenvergleich "Des canyons aux étoiles"
      Constant (1973) 100 min.
      de Leeuw (1990) 91 min.
      Chung (2001) 92 min.
      Cambreling (2007) 101 min.
      Eschenbach (2013) 100 min.
    • Neu

      Also klanglich war die Aufnahme von Eschenbach fantastisch abgestimmt, va die Perkussion-Instrumente.
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams