Eben gehört - NEUE MUSIK

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    • 2 x Klavierkonzert-Cagerei (schon etwas länger her)


      youtube.com/watch?v=3Z5EpvdtmB4

      transparent und strukturiert rüberkommende Ergänzung zum klangsinnlichen, anarchischen-präsenten Mitschnitt (UA, Premiere?) unter Cunningham/Tudor:
      youtube.com/watch?v=aa5_8950_-w

      einfach mal beides reinziehn/nachchecken/vergleichen; lohnt sich:

      CL-Platzierung unter den Klavierkonzerten überhaupt

      Altlas eclipticalis auf nämlicher CD keine Spar-Version; im Gegensatz zu….
      youtube.com/watch?v=Ty0bFwr4OGQ

      .. Lennie aus NYC oder…
      youtube.com/watch?v=nky14InylDM
      ~ 11:35

      …Chicago-Boys unter Jimmy
      youtube.com/watch?v=kMZZXRYBMMs

      beide Mucken zudem höchst geeignet fürs Erstrendezvous mit geiler Cagerei.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Scheherazade.2 ist das 2. Violinkonzert von John Adams, das er für die befreundete Geigerin Leila Josefowicz komponiert hat. Ein mit 47:36 ziemlich umfangreiches, eher symphonisch als Instrumentalkonzert mässig daher kommendes Werk, das aber m.E. über die Länge trägt. Sehr abwechslungsreich, mit vielen interessanten Details dürfte das Werk allen John Adams Fans und Freunden der gemässigten Moderne zusagen. Könnte durchaus repertoirefähig werden. Frau Josefowicz hat das Werk an zahlreichen Orten weltweit bereits erfolgreich aufgeführt, sie ist offensichtlich in der beneidenswerten Position nur noch die Konzerte spielen zu müssen, die ihr persönlich am Herzen liegen und das sind ausschließlich Werke des 20. und 21. Jahrhunderts (Adams, Knussen, Salonen, Zimmermann, Berg etc).

    • Heute ist das Fest der Verklärung Jesu.

      Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ

      Gunhild Ott, Flöte - Wolfhard Pencz, Klarinette
      Franz Lang, Xylomarimbaphon - Horst Friedel, Vibraphon
      Jochen Schorer, Marimbaphon - Reinhard Latzke, Violoncello
      Florent Boffard, Klavier
      EuropaChorAkademie
      SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
      Sylvain Cambreling



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • RE: Schostakowitsch: Sinfonie Nr.15

      Hallo Braccio,

      ja die Sinfonie Nr.15 mit Maxim Schostakowitsch hatte ich in den 80er-Jahren mit Maxim LIVE in der Beethovenhalle Bonn gehört (müsste das Bonner Beethovenhallen Orchester gewesen sein) --- :fee: ein Erlebnis.
      Auf Eurodisc-LP hatte ich dann später die Aufnahmen mit Maxim / Moskauer PH - megaklasse.
      Von seiner Aufnahme mit den Prager Sinfonikern (Supraphon) war ich dann später nicht mehr so überzuegt ... muss ich in Kürze mal wieder reinhören ... habe die GA noch als CD-R !

      Interessant der Hinweis auf sein Londoner Aufnahme, die ich nicht kenne.


      :alter1: Nebenbei möchte ich auf die Neuaufnahme mit Micheal Sanderling aufmerksam machen, die (auch bei der 15) ich für ganz ausgezeichnet halte; zudem kristrallklare Klnagtechnik:

      - aus dieser Box habe ich in den letzten drei Wochen fast alles (auch mehrfach) gehört -


      SONY , 2017-2019, DDD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      Auf Eurodisc-LP hatte ich dann später die Aufnahmen mit Maxim / Moskauer PH - megaklasse.
      Habe ich heute dann auch bestellt. Bin gespannt.

      teleton schrieb:

      Von seiner Aufnahme mit den Prager Sinfonikern (Supraphon) war ich dann später nicht mehr so überzuegt
      Die fand ich beim wiederholten Hören dann doch richtig gut

      teleton schrieb:

      Interessant der Hinweis auf sein Londoner Aufnahme, die ich nicht kenne.
      Solltest Du ausprobieren, dürfte Dir gefallen.

      Michael Sanderlings Aufnahmen sind Bestandteil des Fünfjahresplans.
    • Dieser Tage erneut gehört:



      Dmitri Schostakowitsch:
      Passacaglia aus "Lady Macbeth von Mzensk"
      Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93
      Boston Symphony Orchestra
      Andris Nelsons
      Live, Symphony Hall Boston, April 2015

      Aber vor allem - gestern dieses op. 93 live in der Bayerischen Staatsoper, Dirigent Lorenzo Viotti, und davor - nicht minder beeindruckend - Schnittkes Violakonzert (Solist Adrian Mustea), insgesamt ein erschütternd tolles Konzert. Sofort für heute noch eine Karte gekauft.
      D - Es - C - H!
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Nach eigenem Bekunden komponiert Kalevi Aho sehr schnell und ohne Skizzen. Im sinfonischen Bereich sind es inzwischen 17 vollendete Sinfonien und noch mehr Solokonzerte geworden.

      Kalevi Aho (geb. 1949)
      Symphonie Nr.11 für 6 Schlagzeuger & Orchester (1997–98),



      Kroumata Percussion Ensemble
      Lahti Symphony Orchestra
      Osmo Vänskä





      Kalevi Aho (geb. 1949)
      Symphonie Nr. 16 für großes Streichorchester, Schlagwerk und Mezzosopran (2013-14)

      1. Satz (Wanderstraßen)
      2. Satz (Ein Zipfel dieser Welt)
      3. Satz (Des Blinden Sehnsucht)
      4. Satz ((Weit verirrte Bilder/ Die Fahrende)

      Komplett (nur Audio)

      Virpi Räisänen
      Finnish Radio Symphony Orchestra
      Hannu Lintu



      Partitur

      Die Fahrende
      Alle Eisenbahnen dampfen in meine Hände,
      Alle großen Häfen schaukeln Schiffe für mich,
      Alle Wanderstraßen stürzen fort ins Gelände,
      Nehmen Abschied hier; denn am andern Ende,
      Fröhlich sie zu grüßen, lächelnd stehe ich.
      Könnt ich einen Zipfel dieser Welt erst packen,
      Fänd ich auch die drei andern, knotete das Tuch,
      Hängt es auf einen Stecken, trügs an meinem Nacken,
      Drin die Erdenkugel mit geröteten Backen,
      Mit den braunen Kernen und Kalvillgeruch.
      Schwere eherne Gitter rasseln fern meinen Namen,
      Meine Schritte bespitzelt lauernd ein buckliges Haus;
      Weit verirrte Bilder kehren rück in den Rahmen,
      Und des Blinden Sehnsucht und die Wünsche des Lahmen
      Schöpft mein Reisebecher; trinke ich durstig aus.
      Nackte, kämpfende Arme pflüg ich durch tiefe Seen,
      In mein leuchtendes Auge zieh ich den Himmel ein.
      Irgendwann wird es Zeit, still am Weiser zu stehen,
      Schmalen Vorrat zu sichten, zögernd heimzugehen,
      Nichts als Sand in den Schuhen Kommender zu sein.
      [Gertrud Kolmar (1894 – 1943)]



      Gruß
      Josquin
    • Jetzt etwas Karnevalsmusik:


      Olivier Messiaen (1908-1992)
      Turangalila-Symphonie



      Jean-Yves Thibaudet
      Concertgebouw Orchestra
      Riccardo Chailly



      Der Kauf der SACD erübrigt sich eigentlich, die CD reicht. Die Tontechniker gaben undiffrenziert einfach die linken und rechten Kanäle auf die entsprechenden hinteren - das geht mit einem Surround - Verstärker auch so. Auch ohne Präsenz des Komponisten bei der Einspielung ist diese Aufnahme eine der besten des Werkes.


      Gruß
      Josquin
    • Was für ein Festkonzert für den Jubilar ...

      Heinz Holliger: Scardanelli-Zyklus
      für Flöte, Orchester und Chor

      Aurèle Nicolet, Flöte
      London Voices
      Ensemble Modern
      Heinz Holliger/Terry Edwards



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Jiri Valek
      Symphony Nr. 8 "Hic sunt homines"
      Jarmila Vrchotova-Patova Sopran
      Ostrava Janacek PO
      Otakar Trhlik

      Eine Supraphon-LP mit zwei Symphonien des tschechischem Komponisten Jiri Valek (1923-2005) fiel mir vor einiger Zeit in die Hände. Valek spielte im tschechischen Musikleben nach dem zweiten Weltkrieg offensichtlich eine wichtige Rolle, er war unter anderem künstlerischer Direktor der Supraphon.

      Seine 8. Symphonie (von insgesamt 18 !) entstand 1970/71 und ist zweiteilig. Im ersten Teil steht die Sopranistin im Vordergrund, die einen Text, der auf Stefan Zweigs Novelle "Der Amokläufer" zurückgeht, singt. Expressionistische Musik nicht unähnlich der Musik von Alban Berg. Der zweite Teil ist instrumental und kommentiert das Geschehen noch einmal symphonisch. Ziemlich dissonant, mit seriellen und kurzen aleatorischen Passagen, aber im Hintergrund läuft immer eine erkennbare symphonische Struktur. Zum Schluss noch einmal kurz der Sopran. Nicht uninteressant. Im Textheft wird ein Bezug zwischen dem Amokläufer und dem deutschen Faschismus hergestellt. Zwei Jahre nach der Zerschlagung des "Prager Frühlings" wäre natürlich auch eine andere Interpretation denkbar. :pfeif:
    • Sebastian Fagerlund & Kalevi Aho: Bassoon Concertos (2016)



      Bram van Sambeek: Fagott
      Lahti Symphony Orchestra
      Musikal. Leitung: Dima Slobodeniouk & Okko Kamu

      :thumbup:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Sebastian Fagerlund Darness in Light (Violinenkonzert)

      Angeregt durch Newbies letzten Beitrag hier, habe ich mir nach längerem mal wieder Fagerlunds Violinkonzert angehört. Es ist mir bisher nie aufgefallen, was für tolle Musik das doch ist. Das Viiolinkonzert ist klassisch dreisätzig aufgebaut, Orchester und Soloteile sind gut verteilt. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, habe es gestern Abend gehört und heute früh direkt noch mal. Wer Lust hat, sich auch mal moderne Violinkonzerte anzuhören, ... ich kann es nur empfehlen

      Viele Grüße, Michael
    • Wieland schrieb:

      Jiri Valek
      Symphony Nr. 8 "Hic sunt homines"
      Jarmila Vrchotova-Patova Sopran
      Ostrava Janacek PO
      Otakar Trhlik

      Eine Supraphon-LP mit zwei Symphonien des tschechischem Komponisten Jiri Valek (1923-2005) fiel mir vor einiger Zeit in die Hände. Valek spielte im tschechischen Musikleben nach dem zweiten Weltkrieg offensichtlich eine wichtige Rolle, er war unter anderem künstlerischer Direktor der Supraphon.

      Seine 8. Symphonie (von insgesamt 18 !) entstand 1970/71 und ist zweiteilig. Im ersten Teil steht die Sopranistin im Vordergrund, die einen Text, der auf Stefan Zweigs Novelle "Der Amokläufer" zurückgeht, singt. Expressionistische Musik nicht unähnlich der Musik von Alban Berg. Der zweite Teil ist instrumental und kommentiert das Geschehen noch einmal symphonisch. Ziemlich dissonant, mit seriellen und kurzen aleatorischen Passagen, aber im Hintergrund läuft immer eine erkennbare symphonische Struktur. Zum Schluss noch einmal kurz der Sopran. Nicht uninteressant. Im Textheft wird ein Bezug zwischen dem Amokläufer und dem deutschen Faschismus hergestellt. Zwei Jahre nach der Zerschlagung des "Prager Frühlings" wäre natürlich auch eine andere Interpretation denkbar. :pfeif:
      Diese Scheibe ist mir zum Glück via YT zugänglich, wie manches andere dieses Komponisten.

      Die Zerschlagung des Prager Frühlings hatte in diesem Teil des Musik-Sektors 1971 noch keine besonderen Folgen, etliche Scheiben erschienen noch, so 1972 eine Scheibe mit Werken des zu Unrecht vergessenen Zeitgenossen Zbyněk Vostřák. Aber in den Folgejahren (1973!) wurden die Schrauben in der Kulturpolitik wieder kräftig angezogen.
      Die Supraphon-Platten hätte ich kaufen sollen, als ich noch gar kein Geld hatte. Jetzt bekommt man sie zum Teil gar nicht mehr.

      Ich meine diese Vinyl- Scheibe:
      Zbyněk Vostřák (1920–1985)
      Zbyněk Vostřák — Meta-Music / Telepathy / Three sonnets from Shakespeare
      – A »Meta-Music«, für großes Orchester [19′50″]
      – B1 »Telepathy« — A concrete sound composition [14′55″]
      – B2 Three sonnets from Shakespeare, für Bassstimme und Kammerorchester [10′00″]
      Prague Radio Symphony Orchestra; Leitung: Zbyněk Vostřák (Meta-Music); Richard Novák, Bass; Musica Viva Pragensis; Leitung: ZbyněkVostřák (Three sonnets)
      ℗ 1972
      Supraphon 1 10 0966 (musica nova bohemica)
      discogs.com/Zbyn%C4%9Bk-Vost%C…akespeare/release/2755520

      Leider ist sie bei YT nicht vorhanden, und ich habe keine Erfahrung mit Digitalisierungen von Tonträgern.

      Liebe Grüße, Kermit :wink:
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Diese Platte von Vostrak habe ich leider nicht, die wäre mir derzeit bei discogs auch viel zu teuer. Die Valek-LP und einige andere aus der Serie habe ich für 2 € erstanden, in der Grabbelkiste meines Second-Hand-Händlers. Falls ich die Vostrak dort mal sehe denke ich an Dich. Digitalisieren von LPs ist allerdings auch nicht mein Geschäft.
    • Der chinesisch-amerikanische Komponist Chou Wen-Chung (1923-2019) ist letztes Jahr im biblischen Alter von 96 Jahren verstorben. Er ist 1946 aus China in die USA gekommen und hat dort unter anderen bei Edgar Varese studiert. Der hat sich mit ihm befreundet und Wen-Chung hat jahrelang als sein Assistent gearbeitet und nach Vareses Tode auch als Nachlassverwalter und Buchautor. Er war Professor an diversen Universitäten zuletzt an der Columbia University in NYC. Er gründete das Center for U.S.-China Arts Exchange, initiierte die Asian Composers League und etablierte das Fritz Reiner Center for Contemporary Music.

      Sein Katalog an Kompositionen ist - wenn man wikipedia vertrauen kann - übersichtlich und enthält u.a. 2 Streichquartette.

      Das erste entstand 1996 - da war der Komponist 73 - und trägt den Titel "Clouds". 5 Sätze, etwas über 30 min Spieldauer. Die Tonsprache würde ich als gemässigte Zwölftonmusik charakterisieren, wobei es immer wieder auch tonale Passagen gibt. Wer vor Bartok und Schönberg nicht zurückschreckt, kann auch das hier gut verdauen.

      Das Brentano String Quartet spielt erwartungsgemäß auf hohen Niveau.

    • Ich mag Maag . Und eben darum höre ich in alles hinein , was er so gemacht hat . Und so kam ich zu Malipiero , den ich auch mag . Wäre fast mal bis zu seinem Haus in Asolo gekommen , aber das Mittagsmahl in Bassano Del Grappa (Nomen est omen) verlängerte sich....Als Begleitung an einem frühen Freitagmorgen ideal .

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
      My mask is my master - K. Ayers (It begins with a blessing but it ends with a curse)
    • Und weil es so viel Spaß macht, jetzt auch noch das Violinenkonzert von Fagerlund. Hatte vorhin schon das Partita gehört, nur im falschen "Eben gehört"-Thread gepostet. :) Aber Fagerlund ist irgendwie ein guter Kontrapunkt zur allgegenwärtigen Corona Diskussion. ;)

      Viele Grüße, Michael