Eben gehört - NEUE MUSIK

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Friese schrieb:

      im falschen "Eben gehört"-Thread gepostet
      Definitiv im falschen thread ist mein obiger Malipiero-Beitrag . Aber ich schau nicht immer hin , ob ein Werk nach ca.1945 komponiert wurde . Und was , wenn zweie vor und zwei nach 45 entstanden ? Diese vielleicht in mancherlei (welcher?) Hinsicht sinnvoll erscheinenden Unterabteilungen können auch irritieren . Wie auch die - trotz häufiger Bemängelung - beibehaltene Rubrik 'Blues' unter Jazz . Vielleicht doch mal eine Änderung anstreben ?
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
      My mask is my master - K. Ayers (It begins with a blessing but it ends with a curse)
    • Ich bin auch ständig zwischen Akzeptanz und Verweigerung gegenüber dem Thread "Eben gehört -- NEUE MUSIK". Die Einteilung "nach 1950" erscheint mir viel zu willkürlich und nichts-sagend. Ich werde z. B. Schostakowitsch-Sinfonien hier nicht mehr posten. (Seine 4. Sinfonie von 1937 ist "neuer" als seine 10. von 1953.) Ähnlich sehe ich es bei vielen Werken von Weinberg. Bei Schnittke, Schtschedrin, Tüür, Fagerlund und anderen hat der Thread aber m. E. durchaus seine Berechtigung.

      Ähnlich geht es mir mit dem neuen Thread zu Beethoven...


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Ich habe für mich die Unterscheidung, Komponisten die beim Jahrtausendwechsel noch gelebt haben (+/ - 10 Jahre), kommen hier rein. Alles andere in den "normalen" Eben-gehört Tread. Wobei ich jetzt auch nicht jedes mal nachgucke. ;-))

      Ich finde diesen Thread aber trotzdem gut, weil ich in den eben-gehört Thread nicht mehr so häufig reinschaue. Aber in dem hier mit der neuen Musik gucke ich immer rein, wenn es etwas neues gibt.
      Viele Grüße, Michael


    • Fazil Say: Mesopotamia Symphony No. 2 Op. 38 (2011)
      Gürer Aykal, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra

      Toll!


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Ginastera- Ballettmusiken auf NAXOS mit der Dirigentin Gisèle Ben-Dor

      Agravain schrieb:

      Erstbegegnung:



      Alberto Ginastera: Popol Vuh: The Mayan Creation, op. 44

      BBC National Orchestra of Wales
      Gisèle Ben-Dor

      Cool. Und fiebrig. Gleichzeitig.
      Cool.

      :wink: Agravain
      Hallo Agravain,
      :thumbsup: in der Tat eine tolle Musik, die mich auch schon seit Jahren begeistert.
      Die von Dir abgebildet CD hatte ich hauptsächlich wegen Popol Vuh gekauft. :alter1: Die Ballette Estancia und Panambi sind leider nur in Ausschnitten als Suite mit je 5 Sätzen enthalten.
      Es ist die Auskopplung der gleichen Aufnahmen aus der nachfolgenden CD:

      Diese CD mit den kompletten Balletten Estancia und Panambi op.1 hatte ich schon vorher; diese würde ich Dir und allen Ginastera - Interessierten auch dringend als Ergänzung empfehlen:


      NAXOS, 1997, DDD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • maticus schrieb:



      Fazil Say: Mesopotamia Symphony No. 2 Op. 38 (2011)
      Gürer Aykal, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra

      Toll!


      maticus
      Die CD habe ich mir heute auch bestellt, weil sie endlich mal in "angenehme" preisliche Regionen gerückt ist.
      Bisher bin ich mit den YT-Dateien zufrieden gewesen ... aber das Repertoire muss ich in CD-Quali haben !

      Jetzt fehlt mir auf CD noch noch u.a die Instanbul-Sinfonie ... ja - tolle Musik des 21.Jhd ... :D und voll geniessbar: Coronafrei.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Das Nono-Streichquartett, was sowieso auf ganz obersten Mucken-Fetzigkeits-Level sich rumlümmelt.

      Geile Aufnahme.. Lauscherchen werden versuchen noch genauer durchzuchecken, was Besonderheiten von Wiedergabe mit Diotima-Saitenquälern ausmachen im Verhältnis zu LaSalle, Arditti und Pellegrini (30.11.08, Spätzle-City, SWR2 -Mitschnitt) und umgekehrt…
      … => Stammplatz im Nono-Streichquartett-Kader :top: :top: :top:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Der amerikanische Komponist Roger Sessions hat insgesamt 9 Symphonien komponiert. Auf alle Fälle ab der 3. sind alle ziemlich konsequent in der Schönberg'schen Tonsprache komponiert. Die 3. findet sich auch in einer TAS-Liste der 9 besten amerikanischen Symphonien. Es gibt m.W. nur eine Aufnahme davon, in den 1960ern entstanden mit Igor Buketoff und dem Royal Philharmonic Orchestra.

      Das Coverbild auf Amazon lässt sich nicht herunterladen.

      Die Aufnahme ist auch auf youtube verfügbar.
    • teleton schrieb:

      maticus schrieb:



      Fazil Say: Mesopotamia Symphony No. 2 Op. 38 (2011)
      Gürer Aykal, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra

      Toll!


      maticus
      Die CD habe ich mir heute auch bestellt, weil sie endlich mal in "angenehme" preisliche Regionen gerückt ist.
      Bisher bin ich mit den YT-Dateien zufrieden gewesen ... aber das Repertoire muss ich in CD-Quali haben !

      Jetzt fehlt mir auf CD noch noch u.a die Instanbul-Sinfonie ... ja - tolle Musik des 21.Jhd ... :D und voll geniessbar: Coronafrei.

      Die CD habe ich auch seit zwei Wochen, bisher hat aber weder die 2. noch die 3. Symphonie bei mir gezündet. :versteck1: Werde ich noch einmal hören, aber dann ggf auch weiterreichen.
    • Wieland schrieb:

      teleton schrieb:

      maticus schrieb:



      Fazil Say: Mesopotamia Symphony No. 2 Op. 38 (2011)
      Gürer Aykal, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra

      Toll!


      maticus
      Die CD habe ich mir heute auch bestellt, weil sie endlich mal in "angenehme" preisliche Regionen gerückt ist.Bisher bin ich mit den YT-Dateien zufrieden gewesen ... aber das Repertoire muss ich in CD-Quali haben !

      Jetzt fehlt mir auf CD noch noch u.a die Instanbul-Sinfonie ... ja - tolle Musik des 21.Jhd ... :D und voll geniessbar: Coronafrei.
      Die CD habe ich auch seit zwei Wochen, bisher hat aber weder die 2. noch die 3. Symphonie bei mir gezündet. :versteck1: Werde ich noch einmal hören, aber dann ggf auch weiterreichen.
      Ging mir ebenso. Hab ich hier mal kurz notiert ...

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Gestern noch:



      Dmitri Schostakowitsch:
      Symphonie Nr. 12 d-Moll op. 112 „Das Jahr 1917“ (1961)
      Dresdner Philharmonie
      Michael Sanderling
      26. bis 29.5.2017, Kulturpalast Dresden

      Persönlicher Eindruck: Hervorragend disponiertes Orchester, spannende Dramatik und ausgekostete spektakuläre Höhepunkte.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Aus traurigem Anlass:

      <>; <>; <>; <>

      Charles Wuorinen (1938–2020)

      Music of Two Decades Vol. II

      – «Grand Bamboula» for String Orchestra (1971) [5′57″]
      The Light Fantastic Players; Leitung: Daniel Shulman

      – Chamber Concerto for Cello & 10 Players (1963) [18′24″]
      Fred Sherry, Violoncello; The Group for Contemporary Music; Leitung: Charles Wourinen

      – « Ringing Changes » for Percussion Ensemble (1969/1970) [17′13″]
      The New Jersey Percussion Ensemble; Leitung: Charles Wuorinen

      – Concerto for Amplified Violin and Orchestra (1971/72) [21′26″]
      Paul Zukofsky, Violine; The University of Iowa Symphony Orchstra; Leitung: James Dixon

      ℗ 1994 Music and Arts Programs of America — Music&Arts CD-801

      discogs.com/de/Charles-Wuorine…olume-II/release/13675466

      Kermit ;(
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Gestern noch:



      Dmitri Schostakowitsch:
      Symphonie Nr. 13 b-Moll op. 113 „Babi Jar“ für Bass, Männerchor und Orchester (1962)
      Mikhail Petrenko (Bass)
      Estonian National Male Choir
      Dresdner Philharmonie
      Michael Sanderling
      10. bis 14.2.2018 Kulturpalast Dresden

      Finde ich toll. Straff aufgezogen, eindrucksvoll in den Raum gestellt. Was für ein erschütterndes Werk, immer wieder.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Andernorts was von Lutgra zu Peteris Vasks gelesen und direkt die 2. Sinfonie laufen lassen.
      Hat mir sehr gut gefallen. War gerade einfach passend.


      Obwohl ich das Cover etwas arg melodramatisch finde und so gar nicht zu Vasks Musik passend.
      Viele Grüße, Michael
    • Nach der erneuten Lektüre des berühmten und gerade wieder oft erwähnten Romans habe ich dieses Werk heute angehört:

      Roberto Gerhard: The Plague (La Peste)
      für Sprecher, gemischten Chor und Orchester
      Text nach dem Original von Albert Camus
      1963-64
      Michael Lonsdale, Sprecher
      BBC Symphony Chorus
      Joven Orquesta Nacional de España
      Ltg.: Edmon Colomer



      Eine tief ergreifende Musik! Über das gut dreiviertelstündige Werk habe ich vor Jahren geschrieben:

      Gurnemanz schrieb:

      Charakteristisch ist der scharfe Kontrast zwischen Orchester und Chor einerseits (hochexpressiv, atonale Klangmassen werden teilweise clusterartig aufgetürmt, der Chor variiert extreme Formen des Ausdrucks, vom erschreckten Flüstern bis zu verzweifeltem Schreien, es erinnert mich in der Tonsprache an Arnold Schönberg, Moses und Aron, und auch an Edgar Varèse) und dem Sprecher andererseits: nüchtern, kühl, scheinbar unbeteiligt und emotionslos berichtet er den Verlauf der Epidemie von den ersten Anzeichen (den Ratten) bis zum Massensterben in der unter Quarantäne gestellten Stadt bis zu ihrer Befreiung, die am Ende scheinbar bleibt: Der Pestbazillus stirbt niemals, die Ratten und der Tod werden wiederkehren... Ein erschreckend faszinierendes Werk!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      gerade wieder oft erwähnten Romans habe ich dieses Werk heute angehört:

      Roberto Gerhard: The Plague (La Peste)
      für Sprecher, gemischten Chor und Orchester
      Text nach dem Original von Albert Camus
      1963-64
      Michael Lonsdale, Sprecher
      BBC Symphony Chorus
      Ltg.: Edmon Colomer
      Danke für den Tipp. Bereits kurz mal bei YT reingeschnüffelt. Macht Bock sich Chose genauer reinzuziehn.
      youtube.com/watch?v=_n3JUoL8COg

      Gurnemanz schrieb:

      Nach der erneuten Lektüre des berühmten und gerade wieder oft erwähnten Romans
      Sogar der Versequäler Paul Celan zog sich das rein und dichtete in seinem Band <Die Niemandrose > :
      ...
      ... aber er bäumt sich, der Baum. Er
      auch er
      steht gegen
      die Pest.

      Zu Camus könnte man Thread machen, weil vermutlich viele User sich den reinziehn
      Camus Pest hatte ich vor Jahren mir eingeschmissen… diese Zeilenquälerei find ich auch geil, wobei „Der Fremde“ sogar noch mehr anmacht, ob knapperer, härterer + lakonischer Schreibe..
      Camus Versuch die Erfahrung des Absurden auf Begriffs-Modus zu hieven, machte dagegen meinen Brägen leider nicht besonders an. :(
      Einerseits belfert Camus Schreibe geiler-weise zwar wacker gegen Denkerei, die aus Absurden versucht quasi sowas wie eine Art Gottesbeweis zusammenzuzimmern bzw. umzufunzen bzw. stänkert es als Denk-Harakiri an, aus dieser Spannung lahm und bequem sich zu verpissen. :thumbup: :jaja1:

      Doch andererseits, sein Unterfangen, selbige Absurden-Chose gleichsam auf ontologischen Level katapultieren, festzurren, zementieren und gewissermaßen zu „adeln“, kommt irgendwie wie Denke-Abbruch rüber und mündet in unvermittelte Weltanschauung . . Schade. :( :neenee1:

      Zugegeben, Reinziehn davon bereits länger her....
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Camus Versuch die Erfahrung des Absurden auf Begriffs-Modus zu hieven, machte dagegen meinen Brägen leider nicht besonders an. :(
      Naja, daß unser Leben voller Absurditäten steckt, vielleicht an sich absurd ist, finde ich so unplausibel nicht. Ob darauf eine schlüssige philosophische Konzeption aufgebaut werden kann, weiß ich nicht so recht. Wie auch immer: Das wäre eine Diskussion, die an anderem Orte wohl besser aufgehoben wäre, vielleicht auch in einem eigenen Camus-Thread...

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann