Eben gehört - NEUE MUSIK

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    • Hier nach längerer Abstinenz mal wieder Friedhelm Döhl. Genauer: diese hier



      Spannend, also kaum vorherzusagen, zugleich bei allen (kleineren) Ausbrüchen in sich ruhig und räumlich. „Sound of Sleat“ soll angeregt sein von der schottischen Küste. Ergibt für mich Sinn, also wechselnde Eindrücke, immer neue Bilder. Braucht es aber nicht, um die Musik zu hören (vor meinem geistigen Auge sehe ich dabei auch nicht permanent Küsten-Bilder).

      Und weil so ein freier Vormittag genutzt werden sollte, geht es mit dem hier weiter:



      Wie ich gerade lese, offenbar das zentrale Werk Döhls. Vielleicht etwas zu früh, das gleich jetzt zu hören, aber da es nun begonnen hat, möchte ich es nicht stoppen, merkwürdiger Sog in die Musik.
    • Ziemlich lärmig.

      John Adams: Must the Devil Have all the Good Tunes?
      für Klavier und Orchester

      Yuja Wang, Klavier
      Los Angeles Philharmonic
      Gustavo Dudamel



      Bei Qobuz als HiRes-Stream.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Und ein weiterer Symphoniker des 21. Jahrhunderts

      Philip Sawyers
      Symphonie Nr. 3
      English SO
      Kenneth Woods



      Ganz starkes Werk IMO. Zwölftönig (laut Booklet) aber irgendwie doch noch tonal. Wer die heftigeren Werke von Robert Simpson und Malcolm Arnold schätzt, wird auch das hier mögen.
    • y e p p schließ mich an (u. hab's direkt in eine meiner Playlists geschoben!!) den Ausdruck ''mikrotonales Zeug'' kannte ich auch noch nicht :wink:
      Zwar erinnert mich Frau Mälkki (in den allerersten Sekunden jedenfalls) an meine gefürchtetste Englischlehrerin - ich nehm' aber mal stark an, dass das ''Zeug'' teuflisch schwer zu dirigieren ist!! (@Scherzo: der Titel dürfte eher auf das ''Fett'' Bezug nehmen, wie es DJs und Rockmusik-Rezensenten verwenden, als auf den entsprechenden Leibesumfang!!)

      n'Morgn :)
      Das Schlimmste ist Konsequenz Bruno Maderna Fleiß ist gefährlich Henning Venske ''Inventur'' Majo ist ätzend Gus Van Sant ''Paranoid Park''
    • Enno Poppe liebt anscheinend diese griffigen Namen. Gerade eben fand ich hier eine wohl erst vor kurzem erschienene Aufnahme von weiteren Poppe-Kompositionen, die ich mir sicher zulegen werde:



      Enno Poppe:
      Filz für Viola und Kammerorchester
      Stoff für 9 Streicher
      Wald für 4 Streichquartette

      Tabea Zimmermann, Viola (in Filz)
      Ensemble Resonanz, Enno Poppe

      Vor drei Jahren hörte ich Filz mit Tabea Zimmermann bei einem Räsonanz-Stifterkonzert der Ernst von Siemens Stiftung in München. Das war ungemein eindrucksvoll. Tabea Zimmermann meinte hinterher, sie hätte beim Üben des Stückes schwarze Finger bekommen durch die fortwährenden Glissandi...

      Hier ein Interview dazu...
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • Macht mich extrem neugierig, der YT-link begeistert. Der Thread über Poppe ebenfalls.

      Daher eben "Fett" plus "Knochen/Holz/Öl" geordert... Dies Forum macht arm :D


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)


    • Peter Racine Fricker
      Comedy Overture*
      Symphonie Nr. 3** & 4***
      BBC Northern Symphony Orchestra
      D: *Albert Rosen, **Edward Downes & ***Maurice Handfurd
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul


    • Olivier Messiaen
      Éclairs sur l'Au-Delà
      SWR Sinfonieorchester Baden-Baden & Freiburg
      D: Sylvain Cambreling
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Neu

      Heute kam auch hier der Enno Poppe an.


      Holz / Knochen / Öl

      Ich hab mir "Holz" und "Knochen" angehört. Erinnert mich an eine Spielart des Freejazz aus den 70ern, die Briten waren so drauf (Paul Lovens, Paul Lytton), sehr kühl und frickelig und überlegt, sehr im Gegensatz zu afroamerikanischen Verbindungen mit afrikanischen und indischen Musikkulturen und auch zu brötzmannschen Seelenexplosionen war das. An diese Art Musik mußte ich sofort denken. In Poppes Ensemblesachen ist viel Schlagwerk dabei, "Holz" hat eine Klarinette als Hauptinstrument, elektronische Einsprengsel hat's auch. Eine Musik mit viel Raum. Vom Temperament eher kühl. Aber das ist nur ein Ersteindruck...

      Muß ich öfters hören um rauszufinden was ich davon halten kann/soll/will, aber interessant ist es jedenfalls. Morgen dann "Öl", das, dem (sehr ausführlichen, beispielhaften) Begleittext zufolge, das Spannendste dieser CD sein könnte.



      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu


      Das mutet nach einer mikrotonalen Notation für den Namen Enno Poppe an.

      Dieser Komponist ist ein Meister der Mikrotonalität und kreativer Schöpfer leicht eingängiger, prägnant-geschliffener Kompositionsnamen.

      Ein Violinkonzert eignet sich grundsätzlich für den Einstieg in die Beschäftigung mit dem Œuvre eines noch unbekannten Komponisten – so er denn eines verfasst hat. Enno Poppe hat 2019 ein Violinkonzert mit dem vielsagenden Titel „Schnur“ zur Diskussion gestellt. Ein starkes und technisch anspruchsvolles Stück:

      Enno Poppe: Schnur

      Wer ein vitales Interesse daran hegt, ein gepflegtes Bogenvibrato und ein mustergültiges großes Amplitudenvibrato hören zu wollen, der wird von Frau Carolin Widmann, der dieses Konzert auf den Leib geschrieben und zugeignet wurde, nachgerade verwöhnt. Ein Kaleidoskop für alle Spielarten von Glissando, Tremolo und Vibrato. Das Zusammenspiel von glissandierender und vibrierender linker Hand und dem für Bogenzug und Bogendruck verantwortlich zeichnendem rechten Arm wird hier in den Fokus gerückt. Feinmotorik unter dem Mikroskop.

      Enno Poppe hat den Titel „Schnur“ gewählt, weil dieser die dem Stück zugrundeliegende „Strukturidee“ artikulieren soll: „Die Partie des Soloinstruments ist dabei eine Schnur, die sich durch das ganze Stück hinweg zieht.“ In der vorliegenden Aufnahme zieht Carolin Widmann unablässig an dieser Schnur, etwa 20 Minuten lang, an die Enno Poppe das Akkompagnement durch das Orchester gehängt hat.

      Die Uraufführung fand am 24.9.2019 im Rahmen des Beethovenfestes in Bonn statt, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.

      Carolin Widmann engagiert sich für zeitgenössische Violinliteratur. Kürzlich habe ich ihre Einspielung von „Unbalanced INstability“ des Schweizer Komponisten Dieter Ammann gehört. Und „Still“ von Rebecca Saunders aus der vom BR ins Leben gerufenen Reihe „musica viva“, vor längerer Zeit auch das Violinkonzert von Bernd Alois Zimmermann in der DCH. Sie ist die jüngere Schwester des komponierenden Klarinettisten Jörg Widmann.
      "You speak treason" - "Fluently"
      "You've come to Nottingham once too often!" - "When this is over my friend, there'll be no need for me to come again!"
    • Neu

      Joonas Kokkonen
      Symphonie Nr. 1
      Finnish RSO
      Sakari Oramo



      Die 4. Symphonie von Joonas Kokkonen schätze ich schon lange als eine der herausragenden Symphonien des 20. Jahrhunderts. Aber nach dem Wiederhören muss ich auch der 1. Symphonie starke Qualitäten bescheinigen.
    • Neu

      CDs 4-5

      Olivier Messiaen
      Et exspecto resurrectionem mortuorum
      La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ
      SWR Sinfonieorchester Baden-Baden & Freiburg
      D: Sylvain Cambreling

      Von all den Komponisten des 20. Jahrhunderts ist für mich bisher Messiaen derjenige, der geistliche Inhalte mit bemerkenswerter Musik verbindet. Ich will andere Komponisten gar nicht schmälern, aber seine Musik bringt etwas zum Leuchten, was ich in einer Liturgie gerne mal erleben würde.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul