Eben gehört - NEUE MUSIK

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    • Hallo Wolfgang,

      danke Dir für diese Hinweise. Die Erste darf ich tatsächlich noch entdecken (und werde diese wohl auf CD erwerben). Wegen der Verfügbarkeit bei meinem Streaming-Anbieter bin ich mit der 2. gestartet (Amazon hält nur die Sinfonie 2-5 bereit - warum auch immer).

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Vor Jahren wurde ich mal in Sils Maria auf dieses Werk aufmerksam , und seither nähere ich mich ihm in gemessenem Schritt : und höre , es gefällt von Mal zu Mal besser .
      Vagn Holmboe - Requiem für Nietzsche - Solisten , cChor & Orchester unter der Leitung von Michael Schonwandt

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      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" - Und Bernd lacht -
    • David Hackbridge Johnson (Jg. 63) war bis vor wenigen Jahren selbst in seinem Heimatland vollkommen unbekannt. Dann tauchte er auf einmal aus dem Nichts auf - mit über 300 Opus-Nummern und ein Dutzend Symphonien. Dafür, dass er seine Orchestermusik nie gespielt gehört hat, ist sie meisterhaft instrumentiert. Auf der inzwischen 3. CD bei Toccata finden sich u.a. die zwei 10-minütige Tondichtungen Aspens und Ziggurats und seine 15. Symphonie "Where the wind is born". Alle drei Werke sind Naturschilderungen a la Tapiola und tatsächlich klingt Hackbridges Musik weniger britisch als eher finnisch. Rautavaara oder Sallinen haben Vergleichbares komponiert. Nichtsdestotrotz hat Johnson eine sehr eigene Tonsprache entwickelt, die ich ziemlich ansprechend finde und die mich einlädt, seine Musik öfters aufzulegen. Das Liepaja SO, dem auch die Symphonie gewidmet ist (dessen Titel sich auf den Ort bezieht), spielt klangstark und kompetent. Mehr davon.


    • Vagn Holmboe (1909-1996)
      Violinkonzert Nr.2 op.139
      + Violakonzert op. 189; Konzert für Orchester

      Erik Heide, Lars Anders Tomter, Norrköping Symphony Orchestra, Dima Slobodeniouk
      DaCapo, DDD, 2011

      Bei mir auch etwas Moderneres und zwar Konzerte des Dänen Vagn Holmboe. IMHO "immer eine Reise Wert", denn hier ist eine Recht eigenständige Komponisten-Stimme zu hören, deren Sprache mir gleichzeitig gut verständlich und nicht zu abstrakt-avantgardistisch erscheint, der man aber dennoch ein stetes Bemühen um eigene Wege anhören kann, die nichts (wenig) kopiert und nicht zu sehr "nach hinten" schaut.

      "Wiki" schrieb:

      Charakteristisch für seine insgesamt tonale Musik ist eine Technik, die er selbst als metamorphisch bezeichnete: am Werkbeginn stehende, einfache musikalische Fragmente erfahren eine organisch wirkende Entwicklung (teilweise ähnlich wie bei Jean Sibelius). Einflüsse der Volksmusik Südosteuropas (etwa Béla Bartók) sind vor allem in früheren Werken offenkundig, es werden jedoch auch Anregungen durch Nielsen, Igor Strawinski und Dmitri Schostakowitsch spürbar.

      Von den Beteiligten kenne ich nur das - auch hier toll aufspielende - Norrköping Symphony Orchestra. Mir scheinen Deutung und Klang tadellos.

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
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      - H. W. M.
    • Messiaen
      Turangalila Symphonie
      Roger Desormiere, live 1950, European premiere, Aix-en-Provence.
      Orchestre National de la RTF

      Diese ist es.
      Sie erscheint mir am wenigsten kontrolliert, am wenigsten bemessen, am spontansten musiziert. Das ist dem Sujet angemessen und fängt es einzigartig ein. Aber selbst wenn ich nichts davon gewusst hätte, würde sie mir am meisten zusagen. Aus demselben Grunde der extremen Darbietung der Klangeffekte, der Variation des Ausdrucks, der Rhythmen, des rein musikalischen Terrors und der rein musikalischen Ekstase. Das fürchterliche Marschieren des Bassostinato in der Intro sagt eigentlich schon alles. In den anderen Aufnahmen, die ich gehört habe, geht es mir im Vergleich zu zivilisiert zu. (Aber wirklich nur im Vergleich.) Wenn ich mich nicht irre, besteht doch die Gefahr, dass gleich Köpfe abgehackt werden......auf jeden Fall kündigt das Harawi an. Wie dem auch sei, so bedrohlich grausam und dann aber auch ekstatisch geht es nur hier zu. Nur hier gehört don't try this at home auf das Cover. Wobei die anderen Aufnahmen keineswegs enttäuschen, nur fehlt mir das je ne sais quoi.