Fantasy Filmfest 2012

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    • Fantasy Filmfest 2012

      Freunde des anspruchsvollen, feinfühligen und intellektuellen Kinos aufgepasst!

      Endlich ist es soweit! Das beliebte Genrefestival für Krimi, Thriller, Science-Fiction, Horror- und Splatterfilme öffnet wieder seine gehemnisvollen Pforten, und zwar in:

      Berlin, 21.-29. August
      Hamburg, 22.-29. August,
      München, 28. August bis 5. September,
      Stuttgart, 29. August bis 5. September
      Frankfurt, 05.-12. September,
      Köln, 06.-13.September,
      Nürnberg, 06.-13. September

      Die Kinos und Vorführzeiten findet Ihr auf h::p://www.fantsyfilmfest.com. Aus dem diesjährigen Programm mit über 70 Filmen habe ich mir die folgenden cineastischen Perlen ausgewählt:

      Ein klaustrophobisches Entführungsdrama:
      Brake
      USA 2012 / 92 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Gabe Torres
      Darsteller: Stephen Dorff, Chyler Leigh, JR Bourne, Tom Berenger, Bobby Tomberlin
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=THfiUnD-fZc

      Ex-Komiker Bobcat Goldthwait (Police Academy) macht Ernst:
      God Bless America
      USA 2011 / 104 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Bobcat Goldthwait
      Darsteller: Joel Murray, Tara Lynne Barr, Melinda Page Hamilton, Mackenzie Brooke Smith, Rich McDonald, Maddie Hasson
      Trailer hier:h**p://www.youtube.com/watch?v=8n5vcwrkq-c

      Menschenhandel im Pornomilieu; angeblich auf Tatsachen beruhend:
      Eden
      USA 2012 / 98 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Megan Griffiths
      Darsteller: Jamie Chung, Scott Mechlowicz, Beau Bridges, Mariana Klaveno, Matt O'Leary

      Schwarzer Suspensethriller im Hitchcock-Stil:
      Columbus Circle
      USA 2012 / 82 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: George Gallo
      Darsteller: Selma Blair, Amy Smart, Jason Lee, Giovanni Ribis, Kevin Pollak, (und schon wieder!) Beau Bridges
      Drehbuch: George Gallo, Kevin Pollak
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=TpW7f-T3h94

      Schon wieder einmal Endzeit-Horror im Kino:
      The Day
      USA 2011 / 90 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Douglas Aarniokoski
      Darsteller: Shawn Ashmore, Ashley Bell, Michael Eklund, Cory Hardrict, Dominic Monaghan, Shannyn Sossamon
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=zeTEaPbuuxU

      Und noch'n Home-Invasion-Thirller
      Replicas
      KANADA 2012 / 96 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Jeremy Power Regimbal
      Darsteller: Selma Blair, Josh Close, James D'Arcy, Rachel Miner, Quinn Lord, Alex Ferris

      Psychoterror im Fastfood-Restaurant:
      Compilance
      USA 2012 / 90 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Craig Zobel
      Darsteller: Ann Dowd, Dreama Walker, Pat Healy, Bill Camp, Philip Ettinger, James McCaffrey
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=WdONydDX44I

      ...und schließlich ein Dirigent als Bösewicht:
      La cara occulta / The Hidden Face
      KOLUMBIEN/SPANIEN 2011 / 97 MIN / SPANISCHE OMEU
      Regie: Andrés Baiz
      Darsteller: Martina García, Quim Gutiérrez, Clara Lag
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=vG2aosEpQMs

      Gerne gesehen hätte ich auch Killer Joe von William Friedkin, The Suicide Shop von Patrice Leconte, Chained von Jennifer Lynch (Tochter von David Lynch) und die total verrückte Gerichtsposse Ace Attorney. Leider werde ich diese Filme aus Zeitgründen nicht schaffen.

      Werden noch weitere Capricciosi anzutreffen sein?

      Auf gepflegten Grusel freut sich
      Frank
    • Gestern gesehen:

      Brake
      USA 2012 / 92 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Gabe Torres
      Darsteller: Stephen Dorff, Chyler Leigh, JR Bourne, Tom Berenger
      Trailer hier: h**p://www.youtube.com/watch?v=THfiUnD-fZc

      Eine wirklich fiese Sache: Der junge US-Geheimdienstagent Jeremy wacht auf und findet sich in einer dicht verschlossenen Kiste aus gepanzertem Glas wieder. Diese befindet sich im Laderaum eines umherfahrenden Transportfahrzeugs. Alle Selbstbefreiungsversuche Jeremys sind zum Scheitern verurteilt. Seine Entführer, die mit ihm nur über ein Mobiltelefon und ein CB-Funkgerät kommunizieren, wollen aus ihm die Information über die Lage des geheimen Bunkers, in dem sich der Präsident der USA während Krisenzeiten aufhält, herauspressen. Wie es sich für einen guten Agenten gehört, weigert sich Jeremy beharrlich, das Geheimnis preiszugeben, und so greifen seine stets unsichtbaren Gegner zu immer perfideren und brutaleren psychischen und physischen Foltermethoden. Je weiter die Situation eskaliert, umso mehr nimmt der rasante und äußerst nervenaufreibende Thriller Fahrt auf.

      Stephen Dorff liefert in der Rolle des Jeremy eine fulminante Ein-Mann-Show und lässt die Zuschauer wahrlich mitleiden. Eigentlich wären dies die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Thirller, wenn da nur nicht die letzten 10 Minuten wären, die alle guten Eindrücke mit einem Schlag zunichte machen. Die Auflösung der Geschichte ist leider äußerst banal, völlig unplausibel und wirft nur noch mehr Fragen und Logiklöcher auf, so dass man nach dem Abspann nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann und den Kinosaal verärgert verlässt.

      Meine Meinung:
      Wegen des dämlichen Endes :shake: :wut2: :shake:


      Violet & Daisy
      USA 2011 / 90 MIN. / ENGLISCHE OV
      Regie: Geoffrey Fletcher
      Darsteller: Saorise Ronan, Alexis Biedel, James Gandolfini

      Auf dem ersten Blick sind Violet und Daisy zwei völlig harmlos wirkende Teenager. Doch sie verdienen sich ihr Taschengeld mit nichts anderem als Auftragsmorden für die Mafia, die sie stets eiskalt, professionell und brutal ausführen. Das Honorar dient dann der Anschaffung der angesagtesten Klamotten und Outfits. Der neueste Auftrag gestaltet sich jedoch unerwartert als besonders schwierig. Denn das Opfer erweist sich als ein freundlicher, gütiger und warmherziger älterer Herr, der die beiden zunächst einmal zu seinen selbstgebackenen Keksen einlädt. Doch Violet und Daisy sind nicht die einzigen Killer, die auf den alten Herrn angesetzt sind, und daher wird sich im Verlauf der Geschichte zeigen müssen, wie cool und skrupellos die Beiden wirklich sind...

      Das Publikum hat sich bei dieser originellen und skurillen Thrillerkomödie prächtig amüsiert. Allerdings muss man angesichts des im Laufe der Zeit stets wachsenden Leichenbergs in der Badewanne einen gehörigen Sinn für schwarzen Humor mitbringen. Die aberwitzige Story, zahlreiche verrückte Regieeinfälle und ein gut aufgelegtes Darstellerensemble machen den Film sehens- und empfehlenswert. Manche sprechen schon von einem Kultfilm.

      Meine Meinung:
      :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    • Lieber Frank,

      herzlichen Dank, dass du deine Eindrücke und Einschätzungen hier mit uns teilst! Mein Neid ist dir sicher… Ich habe es in all den Jahren trotz Genre-Fantums nicht hinbekommen, das besagte Filmfest zu besuchen. Es wäre sicherlich einfacher, wenn man in der Stadt, in der es regelmäßig stattfindet (Berlin, Hamburg, Köln usw.) auch leben würde. Anderenfalls müsste man sich mehrere Tage Urlaub nehmen.

      Immerhin schaffe ich es jährlich, unser hiesiges Filmfest , das sich auf hohem Niveau dem amerikanischen Independent-Film verschrieben hat, heimzusuchen. Die besondere Qualität dieses Festivals besteht u. a. in der familiären Atmosphäre und der Möglichkeit zu großer Nähe zu den angereisten Filmschaffenden. So konnte ich in den vergangenen 15 Jahren bei einem Bier mit Frank Oz ( :juhu: ) plaudern, mit Seymour Cassel und Stacey Keach Erbsensuppe essen, mich mit Matthew Modine z.B. über die Drehabeiten zu Full Metal Jacket, die Kunstszene New Yorks und über das Fahrrad-Fahren unterhalten (bevor er losflog, um für The Dark Kinght Rises vor der Kamera zu stehen) oder Asia Argento ( :love: ) bei ihrem Auftritt in einem Kneipenkonzert sehen.

      Aber ich schweife ab. Bitte berichte mehr von deinen Fantasy-Filmfest-Erfahrungen. Diese sind schon jetzt (zumindest in einem Fall) Anregung genug, die erwähnten Film selbst sehen zu wollen. Viel Spaß weiterhin!

      :wink:
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Carsten schrieb:


      Immerhin schaffe ich es jährlich, unser hiesiges Filmfest , das sich auf hohem Niveau dem amerikanischen Independent-Film verschrieben hat, heimzusuchen.

      Hallo Carsten,
      das ist der Vorteil eines kleinen Festivals. Die familiäre Atmosphäre fehlt bei den Großveranstaltungen natürlich völlig. Gilt natürlich auch für Musikfestivals.

      Vorgestern gesehen:

      Eden
      USA 2012 / 98 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Megan Griffiths
      Darsteller: Jamie Chung, Scott Mechlowicz, Beau Bridges, Mariana Klaveno, Matt O'Leary

      Das Schrecklichste an diesem Film ist, dass er auf Tatsachen beruht, und dass sich die Geschichte in den 90er Jahren nicht irgendwo weitab, sondern mitten in der (vermeintlich) zivilisierten Welt ereignet hat.

      Die 19jährige chinesischstämmige Jae lebt mit ihren Eltern, in deren Geschäft sie mitarbeitet, in einer Stadt in den USA. Eines Abends wird sie nach dem Besuch einer Bar urplötzlich entführt und nach Nevada verschleppt. Mitten in der Wüste, weit von der nächsten Ortschaft entfernt, befindet sich eine Lagerhalle, die wie ein Gefängnis ausgestattet ist, und in der Jae mit vielen gleichaltrigen Mädchen unter demütigenden Umständen gefangen gehalten und gezwungen wird, als Prostituierte zu dienen und bei Pornofilmen mitzuwirken. Jaes Willensstärke und Aufmüpfigkeit helfen ihr kein Stück weiter, denn Jae und die anderen Mädchen werden vom örtlichen Polizeichef, der zugleich Drahtzieher der kriminellen Organisation ist, ständig aufs Neue eingeschüchtert. Doch dann erkennt Jae, dass sie sich zunächst dem Sytem anbiedern und sogar ein Teil davon werden muss, um ihm schließlich doch zu entkommen.

      Glücklicherweise wird in dem Film auf jegliche explizite Sex- und Gewaltdarstellung verzichtet. Dennoch wird Jaes Leiden derart eindringlich und intensiv in Szene gesetzt, dass man als Zuschauer aus dem Kinosessel aufspringen und den gepeinigten Frauen zu Hilfe kommen möchte. Jamie Chung in der Rolle der Jae meistert ihren äußerst schwierigen Part in besonders bewundernswerter Weise. Gleiches gilt für die übrigen hervorragenden Darsteller. Ich hoffe, dass dieser wichtige Film auch bei uns in die Kinos kommen oder zumindest auf DVD erscheinen wird.

      Meine Meinung:
      :juhu: :juhu: :juhu:
    • The Day
      USA 2011 / 90 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Douglas Aarniokoski
      Darsteller: Shawn Ashmore, Ashley Bell, Michael Eklund, Cory Hardrict, Dominic Monaghan, Shannyn Sossamon

      Im Kino ist wieder einmal Endzeit. Die USA sind verwüstet, es gibt keinerlei Energie und kaum Lebensmittel. Eine Gruppe von fünf bis an die Zähne bewaffneten jungen Leuten wandert durch eine scheinbar menschenleere Landschaft. Als ein Unwetter aufkommt suchen sie Unterschlupf in einem verlassenen Farmhaus. Doch das Haus erweist sich als eine tödliche Falle. Draußen lauert bereits die Kannibalengemeinde - und die Munition wird knapp...

      Diese Art von Film ist eigentlich nicht so sehr mein Fall. Ansehen kann man sich den Film dennoch vor allem wegen der herausragenden Kameraführung und der sorgfältigen Bildgestaltung. Die Beziehungen und Spannungen unter den Protagonisten sind gut herausgearbeitet. Das furiose Finale ist souverän inszeniert und virtuos geschnitten.

      Meine Meinung:
      :) :) :)
    • Gleich 2 x Selma Blair:

      Replicas
      KANADA 2012 / 96 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Jeremy Power Regimbal
      Darsteller: Selma Blair, Josh Close, James D'Arcy, Rachel Miner, Quinn Lord, Alex Ferris

      Das Ehe- und Familienleben von Mary und Mark Hughes leidet unter dem Unfalltod ihrer kleinen Tochter. Um wieder zur Besinnung zu kommen beabsichtigen sie, gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn ein paar Tage im abgelegenen Landhaus der Familie in den Bergen zu verbringen. Eines Morgens werden sie unsanft geweckt von den neuen, aufdringlichen Nachbarn, den Sitkowkys, die sich auch gleich selbst zum Abendessen einladen. Aus reiner Höflichkeit weisen Mark und Mary die Sitkowkys nicht ab, was sich jedoch als ein fataler Fehler erweisen wird. Denn die Sitkowkys sehen den Hughes nicht nur äußerlich verblüffend ähnlich, sondern nehmen im Verlauf des Abends immer mehr deren Verhaltensweisen an und werden zunehmend zu "Repliken" ihrer zunächst irritierten Gastgeber. Die Situation esklaliert und es beginnt ein tödlich endender Zweikampf der Familien.

      An dieser Stelle muss ich nun kapitulieren und zugeben, dass ich den Film nicht verstanden habe. Unklar bliebt für mich die Absicht der Sitkowkys. Welchen Sinn haben das Eindiringen in das Familienleben der Hughes, der Psychoterror und der Identitätswandel? Einfach nur eine Machtprobe? In einer Kritik war zu lesen von einer Parabel über gesellschaftliche Konflikte, was ich aber auch nicht so nachvollziehen kann. Ich hoffe, dass mir jemand, der den Film ebenfalls gesehen hat, ihn mir erklären kann. Vielleicht werde ich ihn mir auch ein zweites Mal ansehen müssen, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt.

      Meine Meinung:
      :stern: :stern: :stern:


      Columbus Circle
      USA 2012 / 82 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: George Gallo
      Darsteller: Selma Blair, Amy Smart, Jason Lee, Giovanni Ribis, Kevin Pollak, Beau Bridges
      Drehbuch: George Gallo, Kevin Pollak



      Eine vermögende Millionenerbin (schon wieder Selma Blair) mit einer ziemlich mysteriösen Vergangenheit lebt allein in ihrem luxuriösen Apartement am New Yorker Columbus Circle. Die junge Frau leidet unter Agoraphopie und hat ihre vier Wände seit Jahren nicht mehr verlassen. Nachdem ihre Nachbarin, eine nette alte Dame, trotz der aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen in dem Nobel-Wohnhaus von einem Einbrecher ermordet worden ist, zieht ein merkwürdiges Yuppie-Pärchen in der frei gewordenen Wohnung nebenan ein und beginnt sich, für die Millionenerbin zu interessieren. Welche Absichten haben sie wirklich? Welche Rolle spielt der freundliche Hausarzt? Welchen Dreck hat der gutmütige Concierge am Stecken? Die Polizei tappt bis zuletzt im Dunklen...

      Ich kann den vielen mäßigen bis schlechten Kritiken, die dieser Film bisher einstecken musste, nicht folgen. Aus meiner Sicht haben wir es hier mit einer intelligent geschriebenen und wohltuend schnörkellos inszenierten Geschichte zu tun, der es auch nicht an Humor und Ironie fehlt. Ankreiden könnte man den Autoren allenfalls, dass ein Krimineller im wirklichen Leben wohl kaum einen derart immensen Aufwand betreiben würde, um an sein Ziel zu gelangen, wie im Film dargestellt. Mir hat das wirre Spiel mit seinen zahlreichen falschen Fährten, uberraschenden Wendungen und der fiesen Schlusspointe gut gefallen.

      Ein herrliches Krimivergnügen!

      Meine Meinung:
      :thumbup: :thumbup: :thumbup:


      No Tell Motel
      USA 2012 / 92 MIN / ENGLISCHE OV
      Regie: Brett Donowho
      Darsteller: Angel McCord, John Hawkes, Chalie Howes, Chelsey Reist, Andrew MacFarlane, Stephanie Van Dyck, James Tyce

      Die Filmwissenschaft hat herausgefunden: Wenn jemand nachts ein weit abgelegenes, verlassenes und verfallenes Gebäude aufsucht, dann passiert meistens etwas Schlimmes!

      Diesmal ist wieder einmal ein Motel an der Reihe, in dem eine Gruppe Jugendlicher, deren Fahrzeug während einer Wochenendspritztour spät am Abend liegen geblieben ist, Unterschlupf sucht. Doch in dem Hotel spukt der Geist eines kleinen Mädchens, das vor vielen Jahren bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht vor den Augen ihrer Eltern umgekommen ist. Der Geist sorgt dafür, dass sich die Gruppe auf teils unappetitliche Weise schnell zu dezimieren beginnt...

      Das große Problem des völlig ironiefreien "Schockers" mit dem üblichen Repertoire an kreischenden Schreien, huschenden Schatten, sich selbst öffnenden und wieder zuschlagenden Türen ist, dass er sich selbst zu ernst nimmt und sich deshalb mit den Klassikern der Gattung messen lassen muss. Dabei schneidet er nicht besonders gut ab, denn viel Neues kann er dem Genre nicht abgewinnen. Ein wenig mehr Augenzwinkern hätte dem Ganzen vielleicht recht gut getan.

      Meine Meinung:
      :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:


      La Cara Occulta / The Hidden Face
      KOLUMBIEN/SPANIEN 2011 / 97 MIN / SPANISCHE OMEU
      Regie: Andrés Baiz
      Darsteller: Martina García, Quim Gutiérrez, Clara Lago


      Bogota, Kolumbien: Nachdem der arrogante Dirigent und Frauenheld Adrian von seiner Freundin Belén verlassen wurde, sucht er Trost bei der Kellnerin Fabiana. Schnell verlieben sich beide ineinander und Fabiana zieht in Adrians feudalem Landhaus ein. Die Polizei beginnt, sich für Beléns Verschwinden zu interessieren und vermutet sogar Mord. Unterdessen beginnen sich mysteriöse und merkwürdige Dinge in Adrians Haus zu ereignen. Spukt es im Anwesen? Ist es gar Beléns Geist? Oder ist doch alles völlig anders?

      Ein herrlich gemeiner Thriller, der auf einer sehr simplen, aber wirklich fiesen Idee beruht, an der Leute wie Alfred Hitchcock oder Roald Dahl ihre wahre Freude gehabt hätten. Der Film ist gut gespielt und vergnüglich in Szene gesetzt. Obwohl sich das Ende schon früh erahnen lässt, bleibt die böse Geschichte bis zur makabren Schlusspointe hin spannend. Mehr darf hier nicht verraten werden. Schaut es euch selbst an. Der Film startet in ein paar Wochen in den deutschen Kinos unter dem Titel Das verborgene Gesicht.

      Meine Meinung:
      :klatsch: :klatsch: :klatsch: