Oboen-Frischlinge

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    • Mache Dir keinen "Kopf" - die Rohre (ist bei den Klarinetten-Blättern auch nicht besser) sind absolut vom Wetter, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen abhängig. Deshalb hat man bzw. frau ja immer mehrere parat. Ist halt doof, wenn man sich eines für ein Konzert ausgeguckt hat und just zum Zeitpunkt des Einspielens (immerhin merkt man es dann bereits) stellt man fest - oh je - klingt mehr als bescheiden... Da haben es die Querflöten & Blechis besser!

      Habe mir gerade einen "Wolf" geübt - jetzt merke ich mein rechtes Handgelenk :( Naja, am Wochenende werde ich nicht so viel zum Üben kömmen, dann gelicht es sich wieder aus!
      Viele Grüße
      Streich-Holz


      Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.
      E.T.A. Hoffmann

      Das größte Verbrechen eines Musikers ist es, Noten zu spielen, statt Musik zu machen.
      Isaac Stein

      Der Umgang mit Musik und ihren Traumbildern macht für Liebe empfänglich.
      Stendhal (Marie-Henri Beyle)

    • Naja, die Rohre reagieren schon auf klimatische Einflüsse, aber für die Anfangsphase, in der man tunlichst zu leichten, richtig gut losgehenden Rohren greifen sollte, spielt das eigentlich keine größere Rolle. Wenn die Rohre vernünftig gebaut wurden :D, müssten sie auch bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen problemlos spielbar bleiben.

      Ich denke, die Schwierigkeiten im Laufe der ersten Woche(n) hängen dann eher doch mit dem notwendigerweise noch nicht vorhandenen Spielgefühl zusammen. Man ist einfach in Bezug auf das Zusammenwirken von Atmung und Ansatz völlig orientierungslos - bei mir war es jedenfalls so!

      Beste Grüße

      Bernd
    • Da ich bin aber sehr beruhigt, dass Dir das auch so ging, Bernd ... völlig orientierungslos beschreibt es treffend ... eigentlich bräuchte man auch beim täglichen Üben einen Lehrer neben sich, der einem Tipps gibt, woran das momentane Problem liegen und wie es vielleicht behoben werden könnte ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Ich vergaß noch etwas: Meine Rohre baue ich grundsätzlich mit einer Drahtzwinge. Mit deren Hilfe lässt sich die Spannung (Öffnung) des Rohres in beide Richtungen regulieren, indem man das Rohr mit Daumen und Zeigefingerm am Draht auf- oder zusammendrückt. Bei noch nicht eingespielten Rohren, die öfter dazu neigen, nach dem Trocknen ihren Schnabel weit aufzusperren, ist es sinnvoll, vor dem Spielen die Spannung etwas zu vermindern. Natürlich sollte das Rohr vorher schon kurz (!) gewässert sein!

      Beste Grüße

      Bernd
    • ... völlig orientierungslos beschreibt es treffend ... eigentlich bräuchte man auch beim täglichen Üben einen Lehrer neben sich


      Es braucht einfach etwas Zeit, Allegro! Nach ein paar Wochen/Monaten kommt das richtige Feeling ganz von selber!

      Beste Grüße sendet Bernd, der jetzt erst einmal wieder für ein Stündchen an die Arbeit geht.... ;(
    • Nun weiß ich auch, wofür der Draht gut ist 8+)

      Danke für`s Mutmachen, Bernd.

      @ Christina, ja - mein rechtes Handgelenk merke ich auch immer gut ... und den Daumen ...
      Wie lange übst Du denn täglich so ?
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Wie lange übst Du denn täglich so ?
      Oboe (seit Montag...) 1/2 bis 3/4 Stunde pro Tag (aber nicht unbedingt "am Stück"). Aber ich kann es aufgrund bestimmter Abläufe nicht jeden Tag gleich halten. Am kommenden SA geht zum Bespiel zeitlich gar nicht. Am MO wird es auch nicht gehen, DI evtl. Ich übe, so wie es passt und meine Schnute und der rechte Arm mitmachen. Da die Oboe Nummer 3 ist, haben die anderen Beiden Vorrang - also - hinten anstellen :yes: Es wird sich darauf einspielen (im wahrsten Sinne des Wortes), dass ich pro Woche 2,5 bis 3 Stunden übe werde. In der Anfangszeit werde ich jede Woche 25 Minuten Unterrichte haben; nach 3-4 Monaten werden wir dann auf 14täglich 50 Minuten umstellen. Dann kann ich mir auch mein Pensum besser einteilen.

      Cello ist eigentlich der Gewinner - hier komme ich auf (umgerechnet) ca. 1,5 Stunden pro Tag (mal 2,5 Stunden, mal 1 Stunde, mal 0,5 Stunde)

      Klarinette ca. 1 Stunde pro Tag plus Probenzeit in unterschiedlichen Ensembles

      Viele liebe Grüße
      Christine
      Viele Grüße
      Streich-Holz


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    • 25 Minuten Unterricht sind aber arg kurz - mir sind schon "meine" 30 Minuten zu kurz und ich denke, nach Ablauf meiner 10er-Karte werde ich auch auf 45 Minuten erhöhen - falls meine Lehrerin mitmacht, da leider abends um 20.15 Uhr ... und letzte Woche wurden aus den 30 Minuten auch unversehens schon fast 60, weil wir beide nicht auf die Zeit geachtet hatten ... und die empfand ich gerade als ausreichend ...

      Da hast Du aber volles Programm mit 3 Instrumenten täglich ... Respekt ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Da hast Du aber volles Programm mit 3 Instrumenten täglich ... Respekt ...


      In der Tat! Und mein Neid hinsichtlich deiner Cellokünste ist dir gewiss! Ich würde ja sooo gerne nebenbei ein Streichinstrument spielen.... -

      Generell würde ich anfangs nicht empfehlen, mehr als 15-20 Minuten am Streifen Oboe zu üben. Die menschliche Anatomie ist ja nicht primär auf die Oboe ausgerichtet; gewisse Muskeln müssen sich erst noch bilden, und das braucht einige Zeit.

      Was die Probleme mit der rechten Hand angeht: Etwas Abhilfe schafft da manchmal schon eine Art Gummimäntelchen, das man über den Daumenhalter zieht. Dieses Teil wird von Yamaha (?) produziert und kostet nur ein paar Euronen. Alternativ kann man auch versuchen, wie ein Saxophonist mit einer Trageschnur zu spielen (ich besitze eine solche und würde sie gegebenenfalls verschenken). Mein letzter Lehrer am Maastrichter Conservatorium verwendete grundsätzlich eine Schnur und hatte sich offensichtlich so daran gewöhnt, dass sie ihn bei seinem wirklich exzellenten Spiel nicht behinderte.

      Beste Grüße

      Bernd

      PS.: Ich habe noch mal kurz gegoogelt: Das Gummimäntelchen heißt offiziell "Daumenschoner" und findet sich z.b. hier:

      "http://www.oboe-shop.de/de/daumenschoner-fur-daumenstutze-324.html"
    • @ Bernd
      Dank meines Klarinettenansatzes leidet hauptsächlich meine Oberlippe beim Üben und die rechte Hand, da sie eine etwas modofizierte Haltung einnehmen muss.

      An das Üben mit einem Gurt (nehme ich immer mal gerne für die A-Klarinette, wegen des Gewichts) hatte ich auch schon gedacht- kann ich ja morgen mal testen. Einen Daumenschonergummi habe ich schon drauf - muss aber bei meinem (zukünftigen) eigenen Instrument wahrscheinlich eine variable Daumenhalterung montieren lassen (habe ich auf meinen Klarinetten auch) - die an der Püchner (und wahrscheinlich auch an anderen Modellen) finde ich suboptimal. Bin wahrscheinlich über die Jahre klarinettengeprägt (damit lässt sich auch leben....)

      Ich kann Dir ein Streichinstrument nur empfehlen - es erweitert Deinen (Musiker-) Horizont und Dein Verständnis für die Streicherwelt wird ein anderes. Und - echt - "Tuttischwein" sein - genial!!!!


      @ Daniela
      Ja, ich verbringe sehr viel Zeit mit der aktiven Musik und weiß es zu schätzen, dass ich da einen Luxus habe, da ich damit nicht mein Geld verdienen muss (aber manchmal kann 8+) ) Mit der Zeit ist mein Anspruch gestiegen und ich mag keine halben Sachen. Auch habe ich gelernt, dass es nicht nicht sooo viel bringt, wenn man nur an sein Instrument "denkt" - nein "üben" heißt das Zauberwort :klatsch: Nee, im Ernst - es tut unheimlich gut und die Fortschritte zu sehen ist schon klasse und motivierend. Aber ich gebe zu - 3 Babies zu bespaßen ist schon eine Herausforderung. Aber mit meinem Dickkopf zu schaffen :yes:
      Viele Grüße
      Streich-Holz


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      Stendhal (Marie-Henri Beyle)

    • Einen Daumenschonergummi habe ich schon drauf - muss aber bei meinem (zukünftigen) eigenen Instrument wahrscheinlich eine variable Daumenhalterung montieren lassen (habe ich auf meinen Klarinetten auch) - die an der Püchner (und wahrscheinlich auch an anderen Modellen) finde ich suboptimal.


      Christine, über verstellbare Daumenhalter habe ich von Kollegen bislang nicht viel Positives gehört. Selber habe ich so etwas allerdings noch nie getestet; bei meinem geliebten Mönnig-Englischhorn, dessen Daumenhalter für mich ungünstig positioniert war, habe ich mit einem angeklebten Stück Kork aus einem Weinzapfen :D Abhilfe geschaffen. Das sieht zwar nicht gerade nobel aus, aber es funktioniert (für mich)!

      Ich kann Dir ein Streichinstrument nur empfehlen - es erweitert Deinen (Musiker-) Horizont und Dein Verständnis für die Streicherwelt wird ein anderes. Und - echt - "Tuttischwein" sein - genial!!!!


      Bei mir liegt schon lange eine der Bespielung harrende Bratsche herum. Aber aus rein arbeitstechnisch/zeitlichen Gründen habe ich damit keine Chance (und werde sie bis zur so gut wie kaum vorhandenen :D ;( Rente) wohl auch nicht mehr haben. Ich komme ja mit sehr viel gutem Willen schon nicht dazu, meine Oboenmuggen übetechnisch optimal vorzubereiten: Heute habe ich gegen 8:30 mit der Arbeit angefangen und gegen 21:40 damit aufgehört - freilich mit diversen Zwischenpausen, aber in denselbigen könnte ich mich unmöglich noch auf das Üben eines neuen Instruments konzentrieren...is nich wegen is nich! ;(

      Selbständig jammernde Grüße sendet

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      mit einem angeklebten Stück Kork aus einem Weinzapfen
      ... DAS hat wenigstens Stil :vv:

      arundo donax schrieb:

      über verstellbare Daumenhalter habe ich von Kollegen bislang nicht viel Positives gehört
      ... danke für die Info. Ich muss erstmal (m)ein eigenes Instrument haben - vielleicht passt es ja gaaanz toll zu mir und meinem Daumen? Ok - schon gut, aber lass' mich ein bisschen träumen...

      arundo donax schrieb:

      diversen Zwischenpausen, aber in denselbigen könnte ich mich unmöglich noch auf das Üben eines neuen Instruments konzentrieren..
      ... wo ein Wille, da ein Weg. Streichen kann so "erholsam" sein, auch wenn meine Cellolehrerin das nicht einsehen will...
      Bratsche - cool! Wie kommst Du denn daran? Dann wärst Du doch ein "Edelbratscher" (= nicht von der Geige umgestiegen). Nur den Bratschenschlüssel mag ich persönlich gar nicht - mit Violin-, Bass- und Tenorschlüssel bin ist voll ausgelastet.

      arundo donax schrieb:

      Selbständig jammernde Grüße
      :troest:


      Ich sage dann mal ganz entspannt "gute Nacht" :wink:
      .
      Viele Grüße
      Streich-Holz


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    • So - noch schnell "ge-entet" - bin so erstaunt, was da schon an netten Dingen rauskommt! Echt der Wahnsinn, damit hätte ich nie gerechnet, dass ich nach 5 (!) Tagen dem Instrument bereits Definierbares entlocken kann :D

      Nun haben wir, die Oboe und ich morgen Zwangspause :thumbdown: - bin aber zuversichtlich, das wir das überleben :yes: Umso mehr freuen sich die Nachbarn, wenn sie am SO beschallt werden :klatsch:

      Bis dahin - Euch eine schöne Zeit!
      Viele Grüße
      Streich-Holz


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      Isaac Stein

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    • Ich habe eben auch meine ersten kleinen Liedchen getrötet *stolzbin* und auch bei mir kamen heute schon nettere Töne raus als bisher 8o

      Ich habe als Fehlerquelle auch eindeutig das erste, bisher in Gebrauch befindliche Rohr ausmachen können: mit dem geht absolut gar nichts mehr; aber mit dem zweiten gehen die Töne ab wie Schmitz Katze !
      Allerdings hatte da meine Lehrerin auch letzte Woche was an dem Rohr geändert (den Draht nach unten geschoben; dafür bekommt sie am Montag auch von mir die Leviten gelesen) - ich schiebe es einfach mal darauf. Nun soll sie mir am kommenden Montag den Urzustand wieder herstellen und ich hoffe, dass es dann wieder funktioniert.
      Und ich werde sie nie wieder an meine Rohre lassen :wut2:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro, in Bezug auf die Drahtzwinge toben regelrechte Glaubenskriege :D. Es gibt eine gar nicht so kleine Partei von Dogmatikern, die den Draht generell ablehnt. Ich gehöre aber - schlichtweg aus Gründen der Erfahrung - nicht zu dieser Fraktion. Meine Rohre baue ich nicht deshalb mit Zwinge, weil ich so gerne Draht kaufe :D .

      Möglicherweise hat das Rohr mit dem nach unten geschobenen Draht jetzt zu wenig Spannung. Wenn es zu platt ist, sprechen die Töne nämlich überhaupt nicht mehr an. Du kannst den Draht einfach vorsichtig nach oben ziehen und mal schauen, was dann passiert.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Bernd - das habe ich schon versucht - aber er sitzt zu eng zum schieben ...
      Und mangels feinmotorischer Fähigkeiten und mangels Adleraugen mag ich da auch nicht selber mit der Zange dran gehen ... das überlasse ich lieber denjenigen, die sich mit den Teilen auskennen ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • arundo donax schrieb:

      Möglicherweise hat das Rohr mit dem nach unten geschobenen Draht jetzt zu wenig Spannung.
      Komisch, ich habe bei manchen Rohren die Erfahrung gemacht, daß es gerade nach dem Herunterschieben besser geht.

      Ich hatte heute wieder Stunde und ein spezielles Problem: Während des Sommers hat sich irgendetwas an den Klappen verändert, ich habe dann etwas herumngeschraubt, mit dem Ergebnis, daß zwar die eine Klappe wieder ging, nach einer Weile aber die nächste zickte. Die letzten zwei Wochen ging gar nichts mehr und ich konnte nicht üben.

      Mein Lehrer hat allerdings in einer Viertelstunde alles wieder in Ordnung gebracht und wir konnten meine im Ferienhäuschen neu einstudierten Telemann-Stücke durchgehen.

      Am Wochenende geht's wieder ans Üben. :sev:

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann