Oboen-Frischlinge

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    • Das Konzert selber war relativ gut besucht, besonders dafür, dass die Zeitung es wenig angekündigt hat, und ich fand, die Blechbläser haben sehr schön gespielt. Unsere Beiträge kann ich nicht beurteilen, weil ich selber total kämpfen musste, überhaupt einen Ton herauszubringen, so schlimm war das Zittern. Wenn ich überhaupt was gespielt habe, dann klang es total gequetscht, dünn und zittrig. Das hat natürlich die anderen beeinflusst, wobei ich gar nicht beurteilen kann, wie viel, weil ich so sehr mit mir selber beschäftigt war. Kurz, es war eine ziemlich schreckliche Erfahrung und ich bin ziemlich ratlos, wie ich weitermachen soll.
    • Och Menno - das tut mir leid ;(
      Hast Du denn auch irgendeine Rückmeldung von Deinen Kollegen oder Zuhörern bekommen, dass die Dein Spiel auch so dünn und gequetscht empfunden haben wie Du selbst ? Du weißt doch - man selbst ist sich immer der schärfste Kritiker .... :trost:
      Hattest Du nicht mal irgendwann geschrieben, dass Du das Zittern irgendwie halbwegs in den Griff bekommen hattest ?
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Das Problem mit dem Zittern kenne ich ja leider auch - ich erlebe es nicht so oft, aber zuletzt hat es mich mal wieder im Sommer bei der d´amore-Arie aus BWV 143 erwischt. Ich hatte mich so auf die Arie gefreut, aber als ich dann bei der Aufführung merkte, dass es rohr- oder instrumentenbedingt nicht so locker lief, wie ich das sonst von meiner d´amore gewohnt bin, ging die Zitterei allmählich los und verstärkte sich bis zum Schluss immer mehr.... ;(

      Nicht wenige mir bekannte Profis nehmen regelmäßig Tranquilizer. Damit möchte ich, so lange ich es vermeiden kann, gar nicht erst anfangen - aber ehe ich gar nicht mehr vor Publikum spielen könnte, ohne dass die Nähmaschine angeht.....? :/

      In Proben tritt das Problem aber nicht auf, oder?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Ich will euch heute mal von meinem Besuch vorgestern in Nauheim berichten und nutze dazu einige Aufhänger aus den vergangenen Tagen...

      arundo donax schrieb:

      Mahler schrieb:

      Das ist gerade beim Neue Welt-Largo sehr unangenehm, trotzdem war die Probe gestern Abend sehr schoen fuer mich und Dirigent wie auch den Kolleginnen und Kollegen im Uniorchester hat es gut gefallen.
      Na, das ist doch sehr erfreulich! :thumbsup:

      Mahler schrieb:

      Ich werde Ende des Monats noch den Puechner XL S-Bogen probieren, wenn ich in Nauheim bin, den Meister bitten unmittelbar etwas an der Intonation und Stabilitaet des Cs zu verbessern falls er das mit dem Schraubenzieher auf die Schnelle kann
      Mit dem Schraubenzieher wird sich da meiner Einschätzung nach kaum etwas machen lassen. Da muss man schon ans Tonloch ran, falls es sich um ein Dauerproblem mit allen möglichen Rohren und S-Bögen handelt.

      Welche Hülsen liegen denn deinen Rohren zugrunde? Vielleicht sind sie ja zu weit?

      Den Püchner XL-S-Bogen wollte ich auch immer mal ausprobieren......

      Herzliche Grüße

      Bernd
      Hallo Bernd, die Oboe hat der Jürgen Stork wieder mit dem Schraubenzieher hingebogen (Ansprache dis‘‘‘ und ein paar andere Kleinigkeiten), das Hörnchen hat er auch in der Werkstatt gehabt und im Zusammenhang mit den Bögen, die ich dort gespielt und auch mitnehmen durfte ist es jetzt schon eine ganze Klasse einfacher zu spielen. Der ‚Rest‘ wird ab 8.Januar dann bei der Überholung erledigt, insbesondere das zu tiefe C, das ich bis dahin halt noch ertragen muss. Ich bin sehr, sehr froh darüber, nicht nur wegen dieser Verbesserungen sondern wegen des ganzen Nachmittags den ich in so angenehmer, professioneller Gesellschaft verbringen durfte. Es war für mich auch ein sehr emotionaler Besuch, da ich das letzte Mal dort mit meinem Bruder vor 40 Jahren war, hatte noch keinen Führerschein damals, so dass mich mein Bruder eben hingefahren hat. Er lebt nicht mehr und die Erinnerungen an diesen Besuch damals haben mich einerseits sehr berührt andererseits auch die Erinnerungen an meine Situation damals - ich war gerade dabei mich für die Aufnahme an der MuHo vorzubereiten. Naja jedenfalls war es ein wunderbares Erlebnis für mich ...
      Getoppt wurde alles durch die Tatsache, dass ich 3 (drei) VA 733 spielen konnte !! Laut J.Stork würde mir so etwas bei anderen Instrumentenbauern nicht mehr passieren, da die alle nur noch HAs bereitstellen. Bestätigt ja deine früheren Aussagen Bernd. Wie auch immer: ich habe mich verliebt es gab zwei mit normalem Becher und eine mit dem doppelt gewölbten und bereits nach recht kurzer Zeit hat sich mir die allererste Oboe, die ich angespielt hatte an den Hals geworfen :clap:
      Ich war und bin schlicht überwältigt welch enorme Unterschiede zwischen meiner alten Ringklappen Püchner und dieser in allen Registern wunderbar ansprechenden und leicht zu intonierenden Lady liegen. Ich könnte jetzt eine halbe Stunde darüber schreiben, aber ich denke du wiesst wie es ist, wenn man ein Instrument findet, das einem liegt - technisch, mechanisch wie auch am Herzen.
      Was ich mich frage, ist ob ich nicht doch die Reisen nach Paris und Berlin antreten muss um Vergleiche zu haben oder ob ich nicht einfach nachgeben soll und mir dieses wunderbare Weihnachtsgeschenk machen soll. Wie die Amerikaner sagen: I’m sold
      Trotzdem bitte ich um Rat, denn der Verstand muss schon eingeschaltet sein bei einer Entscheidung, die so viel wiegt (€)

      Allegro schrieb:

      Meine Lehrerin hat den Püchner XL und verwendet ihn vornehmlich, wenn sie im Blasorchester zu spielen hat. Denn der gibt ordentlich Lautstärke - aber mir gefällt der nicht besonders ... für ein Neue-Welt-Solo würde ich den nicht unbedingt verwenden - es sei denn, ich hätte in einer groooooßen Freiluftarena zu spielen .... :S
      Hallo Allegro - Ich habe neben dem XL auch andere Bögen dort gespielt und dann 3 mitgenommen einschliesslich des XL. Um es kurz zu machen einer ist besser als der andere und den XL kann man definitiv auch pp spielen. Es wird zur Zeit auch noch ein neues Modell entworfen, von dem J.Stork sehr überzeugt war, dass mir das auch auf meinem Instrument sehr gut gefallen würde. Ich werde es dann im Januar spielen und dann eine Auswahl treffen.

      tischlerin schrieb:

      Mahler, wenn du probleme mit dem Daumen beim EH spielen hast, probiere entweder den Tragriemen von "Weightless Winds" (gibt's beim Oboe Shop) oder ein Stutzstab. Oder es gibt die teuere Lösung (ich glaube, Allegro hat die) mit Halterung und Stab für den Boden. Aber du würdest dann auch noch einen neuen Instrumentenständer brauchen.
      Hallo Tischlerin, ich hab den Trageriemen mittlerweile und kann bestätigen, dass er eine gute Hilfe ist und einem auch sehr viel mehr Spielraum lässt als ein traditioneller Halsgurt. Danke nochmal für den Tipp!

      Palisander schrieb:

      @Mahler

      Hm. Mahler, wenn Du Dich nächste / übernächste Woche mit dem Herrn Stork bei Püchner triffst, könntet ihr euch vielleicht mal irgendwie merken, welche S-Bögen in die engere Wahl gekommen sind ? Ich bin nämlich auch wieder vor der Adventsvesper mit meiner Oboe zum Nachstellen dort. Dann würde ich diesmal auch mein EH mitnehmen und den Herr Stork bitten, mir die S-Bögen zu zeigen die für euch in Frage gekommen sind - idealerweise muß ich dann vielleicht nicht so lange rumsuchen.....
      Ich habe die ganze Geschichte nämlich bis jetzt aus Zeitgründen schleifen lassen.

      VG

      Palisander
      Hallo Palisander, ich habe mit J.Stork über deinen Besuch gesprochen, er hatte den gerade nicht auf dem Plan, eine Auswahl an Bögen ist aber immer vorhanden und ich bin sicher, du wirst welche finden, die dir zusagen. Für mich ist es schwierig zu entscheiden, wieviel auf das Konto der Verbesserungen geht auf Grund der Einstellungen oder aber der Püchner Esse. Ich kann nur sagen, dass alles aus dem Hause Püchner in Verbindung mit meinem EH deutlich besser ist als Moennig oder Lorée. Ist ja vielleicht auch keine grosse Überraschung... viel Erfolg !
      Trust
    • Mahler schrieb:

      Was ich mich frage, ist ob ich nicht doch die Reisen nach Paris und Berlin antreten muss um Vergleiche zu haben oder ob ich nicht einfach nachgeben soll und mir dieses wunderbare Weihnachtsgeschenk machen soll. Wie die Amerikaner sagen: I’m sold
      Trotzdem bitte ich um Rat, denn der Verstand muss schon eingeschaltet sein bei einer Entscheidung, die so viel wiegt (€)
      Also wenn die Gefahr bestände, dass genau dieses eine Instrument, das mich ins Herz getroffen hätte, kurzfristig anderweitig verkauft sein könnte, würde ich vielleicht ! sofort zuschlagen ;) .... andererseits ist das Kennenlernen anderer Marken und Instrumente natürlich auch anzuraten ....wobei es natürlich schwierig ist, einen Vergleich anzustellen, wenn man nicht direkt, sondern nur aus dem Gedächtnis heraus vergleichen kann .... daher würde ich persönlich versuchen, einen Händler mit mglichst großer Auswahl aufzusuchen für den direkten Vergleich, wobei sich da ja Berlin tatsächlich anböte .... oder die Musikmesse Anfang April in FFM ....
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Hallo Mahler,

      zunächst vielen Dank für den ausführlichen Bericht über deinen Besuch bei Püchner!

      Mahler schrieb:

      Hallo Bernd, die Oboe hat der Jürgen Stork wieder mit dem Schraubenzieher hingebogen (Ansprache dis‘‘‘ und ein paar andere Kleinigkeiten), das Hörnchen hat er auch in der Werkstatt gehabt und im Zusammenhang mit den Bögen, die ich dort gespielt und auch mitnehmen durfte ist es jetzt schon eine ganze Klasse einfacher zu spielen. Der ‚Rest‘ wird ab 8.Januar dann bei der Überholung erledigt, insbesondere das zu tiefe C, das ich bis dahin halt noch ertragen muss.
      Meine Bemerkung "Mit dem Schraubenzieher wird sich da meiner Einschätzung nach kaum etwas machen lassen. Da muss man schon ans Tonloch ran, falls es sich um ein Dauerproblem mit allen möglichen Rohren und S-Bögen handelt" bezog sich explizit auf das instabile/zu tiefe C. Dass man Anspracheprobleme durch Einstellungskorrrekturen beheben kann, ist klar. Beim dis3 ist das übrigens problemlos eigenhändig möglich; man muss einfach etwas mit dem Klappenaufgang des Halblochs, welches nur sehr wenig Spiel haben darf, damit d3, cis3 und besonders dis3 gut ansprechen, experimentieren. Ein solches Experiment ist gefahrlos, da an der Halblochschraube nur das Halbloch und sonst nichts anderes hängt. Und es ist zudem sinnvoll, da sich der Aufgang der Halblochklappe bei vielen Oboen im Laufe von Monaten etwas ändert. Ich schraube da oben immer wieder mal kurz rum, damit die betreffenden Töne problemlos kommen. Wenn man einmal weiß, wie es geht, reicht meistens eine Minute für diese einfache Maßnahme.

      Mahler schrieb:

      Ich war und bin schlicht überwältigt welch enorme Unterschiede zwischen meiner alten Ringklappen Püchner und dieser in allen Registern wunderbar ansprechenden und leicht zu intonierenden Lady liegen. Ich könnte jetzt eine halbe Stunde darüber schreiben, aber ich denke du wiesst wie es ist, wenn man ein Instrument findet, das einem liegt - technisch, mechanisch wie auch am Herzen.
      Was ich mich frage, ist ob ich nicht doch die Reisen nach Paris und Berlin antreten muss um Vergleiche zu haben oder ob ich nicht einfach nachgeben soll und mir dieses wunderbare Weihnachtsgeschenk machen soll. Wie die Amerikaner sagen: I’m sold
      Trotzdem bitte ich um Rat, denn der Verstand muss schon eingeschaltet sein bei einer Entscheidung, die so viel wiegt (€)
      Wie gesagt finde ich die alten Ringklappeninstrumente von Püchner (gerade habe ich übrigens ein solches in angeblich generalüberholtem Zustand für 650 Euro auf Ebay geschossen - es kommt heute an!) nicht schlecht, aber natürlich hat sich im Instrumentenbau mittlerweile sehr viel getan. Die Spitzenoboen verschiedener Firmen bewegen sich einfach auf einem anderen Durchschnittsniveau als 1980.

      Die letzten neuen Püchner-Oboen habe ich 2015 unter erschwerten Bedingungen (Umgebungslautstärke!) auf der Frankfurter Messe probiert. Damals machten die Instrumente einen guten Eindruck, aber vergleichbare Modelle von Ludwig Frank, Josef, Howarth und Bulgheroni haben mir an diesem Tag noch besser gefallen.

      Ich würde dir unbedingt raten, noch andere Marken auszuprobieren, bevor du die Püchner kaufst! Die Fahrt nach Paris kannst du dir schenken; wenn du zu Frank und Meyer fährst, kannst du dort auch einige Marigauxen antesten und hast den direkten Vergleich zwischen diesen und den ebenfalls erwägenswerten Oboen von Buffet sowie den Topinstrumenten von Ludwig Frank und Gebrüder Mönnig. Dass ich die Mönnig AM 155 mittlerweile mit einigem Abstand für das Beste, was auf dem Markt zu finden ist, halte, dürfte ja hier bekannt sein (wobei ich einschränkend zugeben muss, dass ich die neue Buffet "Virtuose" noch nicht probieren konnte). Begebe dich, wenn es dir zeitlich irgendwie möglich ist, demnächst nach Berlin! Oder fahre im Notfall nach Neuss zu Henze - dort fehlen dann allerdings die in deutschen Spiitzenorchestern mittlerweile recht zahlreich gespielten LF-Oboen!

      Mahler schrieb:

      Getoppt wurde alles durch die Tatsache, dass ich 3 (drei) VA 733 spielen konnte !! Laut J.Stork würde mir so etwas bei anderen Instrumentenbauern nicht mehr passieren, da die alle nur noch HAs bereitstellen.
      Im Falle des Falles ist der Umbau von Halb - auf Vollautomatik nach meinen Erfahrungen mit der Mönnig d´amore und dem Mönnig-EH überhaupt kein Problem. Bei Frank und Meyer geschieht das innerhalb weniger Tage, man sieht dem Instrument nachher nicht im Mindesten an, dass es zuvor ein halbautomatisches Oktavklappensystem aufgewiesen hat - und die Kosten des Umbaus waren in meinen Fällen auch nicht höher als der Aufpreis, der für ein von vorneherein vollautomatisches Gerät fällig gewiesen wäre. Im Vorhandensein von 3 vollautomatischen Oboen sehe ich deshalb erst einmal überhaupt keinen Vorteil.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Nachdem ich mein erstes Konzert hinter mich gebracht habe, wollte ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Es war wirklich sehr schön, die Basilika Vierzehnheiligen bot eine einmalige Kulisse und mit gut 500 Besuchern wurden die Erwartungen übertroffen. Mit Nervosität/Zittern hatte ich Gott sei Dank keine Probleme, ich hab das Publikum eigentlich gar nicht wahrgenommen während des Konzerts. Ich hatte aber auch keine Solostellen zu spielen, das hat der Kollege übernommen ^^

      Zur Zeit beschäftigt mich das Thema Englischhorn. Da ich mit meiner Oboe von Patricola sehr zufrieden bin, überlege ich , ob das Englischhorn der Firma vll auch gut zu mir passen würde. Hat von euch zufällig jemand ein Hörnchen von Patricola bzw kennt jmd der eines spielt? Ich suche quasi nach Erfahrungsberichten. (Mit selbst Probespielen ist es bei mir noch schwierig, ich vertraue meinem Können da nicht, um ein Urteil über ein Instrument zu fällen)

      LG Daniela
    • Allegro, es war auf jedem Fall sowohl zu sehen als auch zu hören. Sowohl der Dirigent als auch mein Oboenkollege waren total erschrocken und haben mich in der Pause bzw. hinterher angesprochen (ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu beiden, es war 100% wohlwollend).

      Bernd, leider tritt das Zittern inzwischen auch in Proben und sogar beim Üben auf, hauptsächlich am Anfang bzw. beim Aufwärmen (lange Töne, langsame Tonleiter usw.). Längst nicht so stark wie beim letzten Auftritt, aber schon vorhanden. Deshalb denke ich, es kann nicht nur psychisch bedingt sein.

      Mahler, es freut mich, dass der Trageriemen was geholfen hat! Ich finde es erstaunlich, wieviel es bringt, das Gewicht auf die Schulter anstatt über den Nacken zu leiten. Was das Instrument angeht, wenn du dich in ein Instrument verliebt hast, dann würde ich das kaufen ohne lange weiterzusuchen. Klar, man sollte es mit verschiedenen Rohren, zu verschiedenen Zeitpunkten und möglichst in verschiedenen Räumen ausgiebig ausprobieren, und auch ein guter Zuhörer dabei haben, aber letztendlich entscheidet das Gefühl. Und ehrlich gesagt, solang das Instrument stimmt, einigermaßen klingt und gut anspricht, kann man den Rest selber machen.

      Ich sage das als jemand, die ihre Oboe und d'Amore ganz und das E-Horn fast ohne jeglichen Vergleich gekauft hat...
    • Daniela schrieb:

      Zur Zeit beschäftigt mich das Thema Englischhorn. Da ich mit meiner Oboe von Patricola sehr zufrieden bin, überlege ich , ob das Englischhorn der Firma vll auch gut zu mir passen würde. Hat von euch zufällig jemand ein Hörnchen von Patricola bzw kennt jmd der eines spielt? Ich suche quasi nach Erfahrungsberichten.
      Meine letzte Begegnung mit zwei Englischhörnern von Patricola liegt gute 20 Jahre zurück. Damals (am Messestand der Firma in Frankfurt) fand ich die Instrumente hinsichtlich ihrer Intonation SEHR problematisch. Und ich kenne nicht einen einzigen deutschen Oboisten, der ein Patricola-EH spielt - vielleicht hat das ja seine Gründe? Vielleicht hat sich mittlerweile bei Patricola auch viel getan, aber ich würde erst einmal zur Vorsicht raten....

      tischlerin schrieb:

      Bernd, leider tritt das Zittern inzwischen auch in Proben und sogar beim Üben auf, hauptsächlich am Anfang bzw. beim Aufwärmen (lange Töne, langsame Tonleiter usw.). Längst nicht so stark wie beim letzten Auftritt, aber schon vorhanden. Deshalb denke ich, es kann nicht nur psychisch bedingt sein.
      Wenn das Problem schon beim Üben auftritt, liegt der Verdacht, dass es nicht alleine psychisch verursacht ist, natürlich nahe.

      tischlerin schrieb:

      Und ehrlich gesagt, solang das Instrument stimmt, einigermaßen klingt und gut anspricht, kann man den Rest selber machen.
      Das sehe ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen komplett anders! Als Ausnahmebegabung kann man den Rest vielleicht selber machen, aber jemand wie ich ist enorm abhängig von einem möglichst passenden Instrument. Meine Leistung hat sich gegen Ende des Studiums enorm verbessert, als ich endlich von der Marigaux mit ihrer für mich eierigen Höhe, die ich nie richtig in den Griff bekommen habe, weggegangen bin. Wenn ich nicht auf die für meine Art des Spielens viel bessere Adler gewechselt hätte, hätte ich mit Sicherheit ein deutlich schlechteres Examen gemacht - oder vielleicht auch gar keines!
      Und auch die Mönnig bedeutet für mich noch einmal einen Fortschritt. Ich kann auf ihr unten dynamische Sachen machen, die mir auf anderen Oboen schlichtweg nicht möglich sind. Und im Gegensatz zur Adler (und zur Marigaux!) spricht das g1 hervorrragend an und stimmt perfekt. Mit vielen Oboen wäre z.b. der Trauermarsch aus Beethovens 3. für mich ein absoluter Albtraum. Mit der Mönnig ist er auf hinreichend vielen Rohren kein Problem....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Allegro schrieb:

      Mahler schrieb:

      Was ich mich frage, ist ob ich nicht doch die Reisen nach Paris und Berlin antreten muss um Vergleiche zu haben oder ob ich nicht einfach nachgeben soll und mir dieses wunderbare Weihnachtsgeschenk machen soll. Wie die Amerikaner sagen: I’m sold
      Trotzdem bitte ich um Rat, denn der Verstand muss schon eingeschaltet sein bei einer Entscheidung, die so viel wiegt (€)
      Also wenn die Gefahr bestände, dass genau dieses eine Instrument, das mich ins Herz getroffen hätte, kurzfristig anderweitig verkauft sein könnte, würde ich vielleicht ! sofort zuschlagen ;) .... andererseits ist das Kennenlernen anderer Marken und Instrumente natürlich auch anzuraten ....wobei es natürlich schwierig ist, einen Vergleich anzustellen, wenn man nicht direkt, sondern nur aus dem Gedächtnis heraus vergleichen kann .... daher würde ich persönlich versuchen, einen Händler mit mglichst großer Auswahl aufzusuchen für den direkten Vergleich, wobei sich da ja Berlin tatsächlich anböte .... oder die Musikmesse Anfang April in FFM ...
      Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass Püchner im Jahr nur etwa 3-4 VA Oboen verkauft. Das Risiko ist also gering, zudem ist das Instrument für mich reserviert worden.
      Das Vergleichen mit zeitlichem und räumlichen Abstand finde ich auch sehr schwierig - das geht mir immer schon so beim Kopfhörer testen ^^ Ausserdem ist Nauheim und grundsätzlich auch das Haus Püchner für mich oder mir sehr nah - ich will aber nicht den Eindruck machen, dass ich jetzt nach Gründen suche, warum ich NICHT nach Berlin muss - es ist halt einfach keine leichte Abwägung. Nicht unter den Tisch fallen darf auch der Preisunterschied der zwischen Mönnig / LF und Püchner besteht und ich meine Frau hat mich auch nochmal dran erinnert, dass ich nunmal kein Profi mehr bin und auch keiner mehr werde(n will).
      Trust
    • arundo donax schrieb:

      Hallo Mahler,

      Beim dis3 ist das übrigens problemlos eigenhändig möglich; man muss einfach etwas mit dem Klappenaufgang des Halblochs, welches nur sehr wenig Spiel haben darf, damit d3, cis3 und besonders dis3 gut ansprechen, experimentieren. Ein solches Experiment ist gefahrlos, da an der Halblochschraube nur das Halbloch und sonst nichts anderes hängt. Und es ist zudem sinnvoll, da sich der Aufgang der Halblochklappe bei vielen Oboen im Laufe von Monaten etwas ändert. Ich schraube da oben immer wieder mal kurz rum, damit die betreffenden Töne problemlos kommen. Wenn man einmal weiß, wie es geht, reicht meistens eine Minute für diese einfache Maßnahme.



      Ich würde dir unbedingt raten, noch andere Marken auszuprobieren, bevor du die Püchner kaufst! Die Fahrt nach Paris kannst du dir schenken; wenn du zu Frank und Meyer fährst, kannst du dort auch einige Marigauxen antesten und hast den direkten Vergleich zwischen diesen und den ebenfalls erwägenswerten Oboen von Buffet sowie den Topinstrumenten von Ludwig Frank und Gebrüder Mönnig. Dass ich die Mönnig AM 155 mittlerweile mit einigem Abstand für das Beste, was auf dem Markt zu finden ist, halte, dürfte ja hier bekannt sein (wobei ich einschränkend zugeben muss, dass ich die neue Buffet "Virtuose" noch nicht probieren konnte). Begebe dich, wenn es dir zeitlich irgendwie möglich ist, demnächst nach Berlin! Oder fahre im Notfall nach Neuss zu Henze - dort fehlen dann allerdings die in deutschen Spiitzenorchestern mittlerweile recht zahlreich gespielten LF-Oboen!
      die mechanischen Zusammenhänge sind mir grundsätzlich klar, das Problem ist jedoch, dass nicht nur die Öffnung der Halblochklappe im Zusammeng mit Fingerdruck Ringfinger links auf der Ringklappe eine Rolle spielt, sondern auch die Einstellung über die lange Seitenwelle zur Oktavklappe in Abhängigkeit steht - und das Rohr spielt auch noch mit. Meine Ferling Etüden bis zum F hoch spiele ich mit einem Rohr passabel mit einem anderen Rohr geht nix ab dis3...

      All das sind Problemfelder, die auf der neuen Vollgedeckelten beim Testen natürlich überhaupt nicht vorlagen, weil a) neu und b) die Mechanik doch einige wichtige Änderungen aufzeigt. Ich sage mir halt jetzt, dass das üben und musizieren auf meiner alten Ringklappe eine Herausforderung ist, die mir das Spielen auf einem neuen Instrument dann umso schöner machen wird. Gefühlt ist das so, als lägen 6 Monate intensiven Übens dazwischen - die Ansprache in der dreigestrichenen Oktave und untem im Keller war wirklich unglaublich.
      Gute Idee Paris ausfallen zu lassen und ich glaube auch, dass ich nach Berlin fahren sollte - hatte das eigtl. dem Herrn Frank auch schon angekündigt - wenn es nachher alleine der Beruhigung meines Gewissens gedient haben sollte, wäre es mir das alleine schon wert ^^
      Trust
    • Danke für deine Antwort Bernd.
      Vll schicken sie mir ja eines zum Ausprobieren ape01 Fragen kann ich ja mal.
      Im Prinzip wäre ich auch mit einem gebrauchten gut bedient. In Ebay-Kleinanzeigen zb steht jetzt wieder ein EH der Fa Püchner, liegt aber in NRW. Ich kann schlecht meinen Lehrer bitten von BY aus dahinzufahren und es auszuprobieren :/
      ...naja es eilt ja nicht
    • Da sehe ich jetzt keinen so massiven Preisunterschied zur Mönnig 155 AMB für 8990 Euro + 1000 oder vielleicht 1200 Euro für den Umbau. Es geht schließlich um ein Gerät, an dem du viele Jahre deine Freude haben möchtest. Lass den Unterschied meinethalben am Ende 1000 Euro betragen - das sind auf 10 Jahre gemittelt 100 Euro per anno. Für meinen Geschmack reicht diese Differenz nicht, um das Argument "Du bist doch kein Profi mehr" in irgendeiner Art schlagkräftig zu machen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Daniela schrieb:

      ann ich ja mal.
      Im Prinzip wäre ich auch mit einem gebrauchten gut bedient. In Ebay-Kleinanzeigen zb steht jetzt wieder ein EH der Fa Püchner, liegt aber in NRW.
      Daniela, ich habe mir die entsprechende Kleinanzeige eben angesehen - es scheint sich um ein Püchner aus dem frühen Kambrium zu handeln. Unabhängig vom Standort würde ich das Instrument zu dem geforderten Kurs niemals kaufen. Wenn es mindestens 1000 Euro billiger wäre, könnte man anfangen, darüber nachzudenken..... ---

      Heute bin ich endlich dazu gekommen, den nach der Tiefkühlbehandlung schon seit Dienstag auf einen Test wartenden Calamus-S-Bogen auszuprobieren. Und was soll ich sagen: Das Einfrieren hat tatsächlich eine klare Verbesserung gebracht! Ich hatte den direkten Vergleich mit einem baugleichen Calamus-S; beide S-Bögen besaßen vorher nahezu identische Spieleigenschaften. Das gefrostete S zeigt jetzt mehr Brillanz, der Ton wirkt größer, das ganze System schwingt besser durch. Erstaunlich, erstaunlich :evil: :spock1: :top: .....ich denke, ich werde demnächst noch weitere S-Bögen zu Herrn Selders schicken!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Heute bin ich endlich dazu gekommen, den nach der Tiefkühlbehandlung schon seit Dienstag auf einen Test wartenden Calamus-S-Bogen auszuprobieren. Und was soll ich sagen: Das Einfrieren hat tatsächlich eine klare Verbesserung gebracht! Ich hatte den direkten Vergleich mit einem baugleichen Calamus-S; beide S-Bögen besaßen vorher nahezu identische Spieleigenschaften. Das gefrostete S zeigt jetzt mehr Brillanz, der Ton wirkt größer, das ganze System schwingt besser durch.
      Ui - das klingt ja klasse 8o
      Ich muss demnächst auch noch mal gründlich meine gefrosteten S-Bögen testen und vergleichen .... leider habe ich diesen Direktvergleich mit einem nahezu identischen Gegenstück nicht ....
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés