Oboen-Frischlinge

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    • Die restlichen Stücke des Abends haben mir übrigens auch sehr gut gefallen - und die Soloobistin der Bochumer Symphoniker, Marie Lesch, hat auch einen richtig schönen, dunklen Ton und wunderschön gespielt :verbeugung2:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Die restlichen Stücke des Abends haben mir übrigens auch sehr gut gefallen...
      Dass dir die Suite "Der Bürger als Edelmann" gut gefallen hat, freut mich!

      Davon besitze ich auf CD eine Aufnahme, bei der mein letzter Lehrer Peter Steyvers, dem ich musikalisch sehr viel zu verdanken habe, im Maastrichter Sinfonieorchester (heute Philharmonie Zuidnederland) ungemein überzeugend die Solo-Oboe spielt. Wenn du willst, kann ich dir diese Scheibe mal leihweise überlassen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Allegro schrieb:

      Morgen abend um 20.00 Uhr gibt es übrigens wieder einen interessanten live-stram des hr-Sinfonieorchesters, und zwar mit

      Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 297b
      Danke für den Hinweis! Die Sinfonia Concertante KV 297b wurde vermutlich nicht von Mozart komponiert, aber mir gefällt sie trotzdem sehr gut (besser als das Oboenkonzert KV 314). Ich konnte auch schon mal (vor gut 10 Jahren in Essen) als einer der vier Solisten bei einer Aufführung des Werks mitspielen - das hat einerseits großen Spaß gemacht, war aber andererseits nicht unstressig, da es vor allem im letzten Satz ein paar Stellen gibt, die technisch ganz schön haarig sind.

      Ich bin gespannt darauf, wie die HR-Bläser das Stück gestalten werden, wobei ich vermutlich erst etwas später die Aufzeichnung verfolgen werde.

      Allegro schrieb:

      Gerade entdeckt: Barockoboe mit selten gehörtem Wohlklang , gespielt von einem Amerikaner (?) namens David Dickey:

      Hmm....klingt für eine Barockoboe in der Tat nicht schlecht, aber die Interpretation gefällt mir ansonsten nicht wirklich. So stelle ich mir zum Beispiel die für meine Begriffe großartig komponierten Takte, in denen es bei ca. 3:40 endlich in ein ziemlich schieres Dur geht, ganz anders vor, viel mehr ausgespielt, viel emotionaler gestaltet. Je älter ich werde, desto mehr geht mir die pseudohistorische Masche gegen den Strich....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Je älter ich werde, desto mehr geht mir die pseudohistorische Masche gegen den Strich....

      Herzliche Grüße

      Bernd
      :verbeugung2: Danke für diese Aussage. Mir geht es genauso. Ich verstehe nicht, warum man darauf pocht, dass nur historische Instrumente den Klang vergangener Tage wiedergeben können. Vielleicht können sie das. Vielleicht klang Musik aber auch sehr anders. Man weiß es nicht, es gibt keine Aufnahmen. Und jede Zeit hat ihre Entwicklung und ihren Klang.

      Von der modernen Oboe mit all ihren Erleichterungen (und schwer genug zu spielen ist Oboe ja immer noch) auf das historische Pendant umzusteigen und nur das noch gelten zu lassen, finde ich ziemlich absurd. Das ist wie umsteigen auf Knochenflöte.
      Ich persönlich mag an modernen Instrumenten, dass sie sauberer intonieren bzw. man mit ihnen sauberer intonieren kann. Historische Blechbläser bringen mich da echt an Grenzen und sind kein Hörgenuss.

      Vom modernen Fortbewegungsmittel will doch auch keiner zurück zum Ochsenkarren?! :herrje1:
      Also warum können wir nicht stolz sein auf unseren heutigen Klang und die Möglichkeiten? Ich fände das besser als Bach auf modernen Instrumenten zu verteufeln.
      Liebe Grüße
      Jori :verbeugung2:
    • Jorinde schrieb:

      Ich verstehe nicht, warum man darauf pocht, dass nur historische Instrumente den Klang vergangener Tage wiedergeben können.
      Hat das hier jemals jemand in diesem Faden getan ? Ich jedenfalls nicht - und ich bin auch nicht dieser Meinung.

      Jorinde schrieb:

      Also warum können wir nicht stolz sein auf unseren heutigen Klang und die Möglichkeiten?
      Auch das hat hier niemals irgendwer in Abrede gestellt

      Jorinde schrieb:

      Ich fände das besser als Bach auf modernen Instrumenten zu verteufeln.
      Und auch das hat hier niemand jemals getan

      Jorinde schrieb:

      Ich persönlich mag an modernen Instrumenten, dass sie sauberer intonieren bzw. man mit ihnen sauberer intonieren kann.

      Umso mehr ziehe ich meinen Hut vor jenen, die auf der Barockoboe gut intonieren können können und dann noch dazu wohlklingende Töne darauf erzeugen können 8)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • @Allegro
      Du hast meinen Beitrag, der zudem meine persönliche Meinung ist und auf meinen Erfahrungen im Umgang mit alter und moderner Aufführungspraxis beruht, völlig missverstanden. Ich habe mich mit keiner Silbe auf irgendwen hier im Thread bezogen, nur auf die zitierte Aussage von Bernd.
      Liebe Grüße
      Jori :verbeugung2:
    • Okay - sorry :schaem1:


      Das hr-Sinfonieorchester-Konzert eben ist mal wieder ein einziges Träumchen :love:

      Die Bläsersolisten sind allesamt fantastisch - allen voran natürlich mein hiesiger Lieblingsoboist Nicolas Cock-Vassiliou, der wieder einen wunderschönen Ton hat und sehr ausdrucksstark spielt - besonders eben gerade im 2 Satz. Das treibt mir gerade eben mal wieder die Tränen in die Augen ...
      Der erste Satz wurde insgesamt sehr zupackend gespielt, dabei wurden aber auch die jweiligen Passagen sehr schön ausgespielt.

      Aber auch Tomaž Močilnik an der Klarinette spielt traumhaft schön, Theo Plath am Fagott ebenfalls und auch Marc Gruber am Horn ist hervorragend. Als Klarinettist stand eigentlich jemand anderes im Programm; wwobei ich persönlich über den Wechsel eher froh bin, da Tomaž Močilnik für meinen Geschmack den schönsten und "klassischsten" Klarinettenklang im Orchester hat ^^
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Die Aufstellung der Solisten finde ich auch sehr interessant und gut 8) - so können sie sehr gut zusammenspielen und werden vom Dirigenten nicht gestört :D
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Die Bläsersolisten sind allesamt fantastisch - allen voran natürlich mein hiesiger Lieblingsoboist Nicolas Cock-Vassiliou, der wieder einen wunderschönen Ton hat und sehr ausdrucksstark spielt - besonders eben gerade im 2 Satz. Das treibt mir gerade eben mal wieder die Tränen in die Augen ...
      Der erste Satz wurde insgesamt sehr zupackend gespielt, dabei wurden aber auch die jweiligen Passagen sehr schön ausgespielt.
      Den ersten und zweiten Satz habe ich gerade nachverfolgt. Da gibt es von meiner Seite aus wirklich nichts zu moppern! :thumbup:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • war mir gar nicht aufgefallen :schaem1: - kenne das Werk allerdings auch noch nicht gut - geschweige denn die Noten dazu :S
      Will sagen: fällt dem "normalen" Zuhörer gar nicht auf ^^
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Will sagen: fällt dem "normalen" Zuhörer gar nicht auf

      Klar, das fällt dem "normalen" Zuhörer nicht auf - selbst ich als jemand, der das Stück nun wirklich nicht ganz schlecht kennt, dachte erst mal "hoppla - war da was?". Aber da fehlt mitten in der Sechzehntelpassage nicht nur ein Ton.

      Ich finde das überhaupt nicht schlimm, auch nicht bei einem hochbezahlten Rundfunkorchestermitglied. So etwas passiert halt und ist am Ende für den Gesamteindruck völlig unerheblich. Trotzdem wirkt es tröstlich auf mich, dass selbst solch hochkarätige Musiker keine absolut perfekt funktionierenden Maschinen sind, sondern ab und an mal dezent daneben hauen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Allegro schrieb:

      Will sagen: fällt dem "normalen" Zuhörer gar nicht auf
      Klar, das fällt dem "normalen" Zuhörer nicht auf - selbst ich als jemand, der das Stück nun wirklich nicht ganz schlecht kennt, dachte erst mal "hoppla - war da was?". Aber da fehlt mitten in der Sechzehntelpassage nicht nur ein Ton.

      Ich finde das überhaupt nicht schlimm, auch nicht bei einem hochbezahlten Rundfunkorchestermitglied. So etwas passiert halt und ist am Ende für den Gesamteindruck völlig unerheblich. Trotzdem wirkt es tröstlich auf mich, dass selbst solch hochkarätige Musiker keine absolut perfekt funktionierenden Maschinen sind, sondern ab und an mal dezent daneben hauen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
      Im Karfreitagsgottesdienst mit meinem Lehrer hörte man im ersten Oboenstück die Oboe gurgeln, meine ich. Das fand ich auch sehr tröstlich, wenn ich bedenke, wie oft ich in der kalten Kirche schon abgesoffen bin. :rolleyes:
      Liebe Grüße
      Jori :verbeugung2:
    • Karl Wentzel schrieb:

      Habt Ihr eine Idee, welche Stücke sich für eine Beerdigung Oboe solo eignen? Ich soll relativ überraschend an der Beisetzung eines entfernten Verwandten spielen.
      Vielleicht der "Pan" aus Brittens Sechs Metamorphosen nach Ovid?
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Karl Wentzel schrieb:

      Habt Ihr eine Idee, welche Stücke sich für eine Beerdigung Oboe solo eignen? Ich soll relativ überraschend an der Beisetzung eines entfernten Verwandten spielen.
      Wenn du die Herzen rühren willst, würde etwas wie "Amazing Grace" oder "Auld Lang Syne" (Nehmt Abschied Brüder) spielen.
      Das wirkt auch und gerade solo.
      Ersteres hatte ich schon mal bei gleicher Gelegenheit auf einem Dudelsack gehört und war ziemlich gerührt (wie andere auch).

      :wink: