Oboen-Frischlinge

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    • Jetzt habe ich ja diese Schläuche zum Befestigen da - wenn das mit diesen Hülsen auch funktioniert, wäre das in der Tat einen Versuch wert :P
      Wenn Du also schon mal eine Bestellung von mindestens 2 EH-Rohren entgegennehmen magst, die ich evtl. bis Anfang Dezember brauche, wäre das klasse, Bernd :kiss:
    • Allegro schrieb:

      Ich komme gerade aus der Orchesterprobe - heute hatte ich nur EH-Stimmen (also auch "alte" Stücke, aber bisher mit Oboe gespielt ... ) und ich warte ja nur darauf, dass mir unser Dirigent sagt: ich solle erst noch mal ein oder zwei Jahre üben, dann darf ich wiederkommen ;(

      Die ganzen letzten zweieinhalb Wochen habe ich ganz viel EH geübt ... und mich immer gefreut, dass ich relativ von alleine bei 440 hz - also der Stimmung des Klavieres in unserem Probenraum - war ... und heute war ich dann doch wieder viiiiiel zu hoch .... also den ersten Stimmring eingeworfen ... das nützte nix ... noch einen draufgelegt - schon besser, aber an gewissen Stellen immer noch viel zu hoch ... also habe ich dann zum dicksten Stimmring gegriffen und Diritgent und Konzertmeister waren immer noch nicht zufrieden :cry: ... an einer Stelle meinte unser Dirigent dann nach einigen Durchläüfen der Holzbläserstimmen: "und nun mal ohne das Englischhorn, damit wir mal hören, wie es richtig klingt" 8| ;( :cry: :schaem: :hide:

      Wie kriege ich das nur in den Griff ????
      Hilft vielleicht, zusätzlich noch die Birne rauszuziehen am Instrument ?

      Geknickte Grüße - Allegro

      Ist das Rohr vielleicht ausgelutscht oder beißt Du vielleicht zu sehr ? Wenn Du das Rohr stark zusammendrückst steigt der Ton auch (?)

      VG

      Palisander
    • Allegro schrieb:

      Geknickte Grüße
      :troest:

      Allegro schrieb:

      meinte unser Dirigent dann nach einigen Durchläüfen der Holzbläserstimmen: "und nun mal ohne das Englischhorn, damit wir mal hören, wie es richtig klingt"
      Wenn ich ehrlich bin finde ich so ein Spruch vom Dirigenten ziemlich unmöglich. Wer weiss wenn es daheim klappt, vielleicht ist das Problem dann der Dirigent und wenn man nur Angst vor dem nächsten blöden Spruch hat dann wirds mit dem lockeren spielen wohl schwer. :shake:
      Spielt das Klavier bei euren Stücken eigentlich mit? Wenn nein, dann muss man doch danach auch nicht einstimmen und kann z.B. auf 442Hz gehen.
      Wie hoch sind die Töne, die Du auf dem EH im Orchester spielen musst. Ich finde die Intonation wird weiter oben eher ungemütlich und ausserdem klingt das EH unten sowieso schöner, wenn es also unsinnig hoch geschrieben ist würde ich sagen kannst Du die Stimme dann auch mit der Oboe spielen.
    • Danke Euch *schnief*

      Ja - mein gestriges Rohr war in der Tat ein schon ziemlich ausgelutschtes ... vier gute Rohre hatte ich am Freitag in die Schachtel gelegt ... und gestern sogar noch drei brandneue bekommen, von denen ich auf die Schnelle auch noch zwei als für gut befand und mit in die Schachtel legte ... am Probeort angekommen, und alle sechs Rohre durchprobiert, befand ich die Intoination bei den neuen Rohren als doch noch deutlich verbesserungswürdig (das einspielen fehlte ihnen ja noch) und bin am Ende dann halt bei dem ausgelutschten Lieblingsrohr hängengeblieben ... :wacko: ... was in der Höhe tatsächlich dazu führte, dass mein Ansatz ziemlich fest wurde ... :schaem:
      Und ja: die bemängelten Stellen waren in der Tat nicht die tiefen, sondern eher die höheren ... insbesondere eine Stelle, die ich gut hörbar mit der 1. Geige zusammen hatte: vom gegriffenen c2-d2-e2-f2-g2 und dann ein langes as2 und am Ende noch ein langes a2 ... und selbstverständlich hatte ich mich hier nach der Geige zu richten ... :stern:

      Allerdings war es auch sehr warm im Proberaum ... bei mir in der Wohnung ist es deutlich kühler zu meinen Übezeiten ...

      @ Binchen, ja - das Klavier ist fester Bestandteil unserer Arrangements ... und da der Raum inkl. Klavier immer nur stundenweise von uns angemietet wird, haben wir auf die Stimmung des Klavieres leider auch keinen Einfluss ...

      Und was den Wechsel auf die Oboe betrifft: da wäre ich auch dafür - aber mein Dirigent hat mir diesmal alle Stücke ausdrücklich für das EH geschrieben und mich angewiesen, nur die EH-Stimme zu üben ... die Oboenstimmen dazu sind zwar tlw. gleich, und unser erster Oboist fehlt nach wie vor krankheitsbedingt ... aber trotzdem wollte er von mir diesmal nur Englischhorn-Töne haben ... außerdem wird der Intonations-Streß ja noch größer, wenn ich in einer Probe auch noch das Instrument wechseln muss ... :wacko:

      Ich habe heute mal meinen zweiten S-Bogen (ein Mönnig neurer Bauart) mit dem Lickmann S-Bogen verglichen und der Mönnig ist deutlich länger als der Lickmann ... da der ja auch ganz ordentlich zu meinem Instrument passt, werde ich es die nächste Zeit mal damit versuchen ...
    • Allegro schrieb:

      Wenn Du also schon mal eine Bestellung von mindestens 2 EH-Rohren entgegennehmen magst, die ich evtl. bis Anfang Dezember brauche, wäre das klasse, Bernd


      Ist notiert! Inzwischen beträgt die Lieferfrist für EH-Rohre bei mir zwei Monate, aber ich mache dir das bis Ende November, weil ich Lust dazu habe.

      Allegro schrieb:

      Jetzt habe ich ja diese Schläuche zum Befestigen da -.....


      Das Hantieren mit den Schläuchen finde ich ziemlich umständlich. Ich empfehle ja nach wie vor das ganz leichte und vorsichtige Aufrauhen des S-Bogen-Endes mit feinem Schmirgelpapier!

      Allegro schrieb:

      Und ja: die bemängelten Stellen waren in der Tat nicht die tiefen, sondern eher die höheren ...


      Tja, die vergleichweise weiten Hülsen von Chiarugi :thumbdown: oder Glotin :thumbdown: :thumbdown: führen natürlich zu einem Ansteigen der hohen Töne! Meiner Erfahrung nach passen sie einfach nicht wirklich gut zu den alten Mönnig-Hörnchen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Allegro schrieb:

      Wenn Du also schon mal eine Bestellung von mindestens 2 EH-Rohren entgegennehmen magst, die ich evtl. bis Anfang Dezember brauche, wäre das klasse, Bernd


      Ist notiert! Inzwischen beträgt die Lieferfrist für EH-Rohre bei mir zwei Monate, aber ich mache dir das bis Ende November, weil ich Lust dazu habe.


      Das ist sehr nett - ich Danke Dir, Bernd :kiss:

      Abgeschmirgelt habe ich meinen Lickman ja übrigens auch schon ... da bin ich doch sehr gespannt, wie Deine Rohre dann passen ... wenn sie es tun und das Hörnchen dann wirklich tiefer wird, bekommst Du den Dauerauftrag für die EH-Rohre ;+)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Hallo, liebe Oboengemeinde, ganz besonders Dir, liebe Allegro,

      Ich bin ja mitleidend schon eine ganze Weile in diesem Thread zu gange und leid mit, wenn es um Intonation geht! Den Oboen scheint ja die Tendenz innezuwohnen, in kritischen Stellen nach oben auszubrechen, so wie uns Fagöttern das Schleppen als angeboren nachgesagt wird. Ich weiss nicht, ob dieser Intonationstrick von uns auf Oboen anwendbar ist, aber hier iste er erst mal:
      Wir sollen mit der Oberlippe verstärkt auf das Es drücken, und die Unterlippe soweit wie möglich entspannen, sodass der Ton noch "steht". Könnte beim Englischhorn funktionieren. Ansonsten, liebe Allegro, entspanne in den Proben, mir scheint Dein Ehrgeiz eine Stolperfalle darzustellen, auch nichts ungewöhnliches, kenne ich bestens auch von mir selber! :D
      Ich weiss wohl, dass sich das so leicht sagt, in der speziellen Situation aber schwer einzuhalten ist! Aber trotzdem, toi-toi-toi damit!

      Herzliche Grüsse von Holger (-10 Grad, Fastorkan,Schneetreiben!) :(
    • Der Eisbär schrieb:

      Wir sollen mit der Oberlippe verstärkt auf das Es drücken


      Das verstehe ich nicht, lieber Holger! Worauf ?( soll man mit der Oberlippe drücken? Kannst du das noch mal genauer erklären?

      Der Eisbär schrieb:

      Ansonsten, liebe Allegro, entspanne in den Proben....


      Dem Tipp kann ich mich nur anschließen! Allegro, du wirst ja nun nicht für dein Spielen bezahlt - es geht also um nichts als um den Spaß an der Freud!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Danke, Holger, für Deinen Zuspruch und Deinen Rat :kiss:

      Ja - mit dem Entspannen - da sagst Du in der Tat was ... ;(
      Und mit dem Ehrgeiz auch :schaem: Wobei der "Druck" ja hier von außen kommt ... auch wenn wir alle ganz freiwillig und nur aus Spaß zusammen musizieren, will man seine Sache doch auch so gut wie möglich machen ... und wenn man halt das "Pech" hat, Orchesterchefs mit Luchsohren und weitaus besserem musikalischen Gehör zu haben, als man selbst hat :wacko: ...

      Deinen Satz mit dem Drücken der Oberlippe habe ich übrigens auch nicht verstanden ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • So wie ich das geschrieben habe, verstehe ich es selber auch nicht richtig, also nochmal und genauer:
      Normaler Ansatz: Oberlippe und Unterlippe umfassen das Rohr mit gleichem Druck. Na ja, mehr oder weniger!
      Tiefer intonieren: man senkt den Kopf ein wenig, um den Druck auf das obere Blatt etwas zu erhöhen und lässt mit der Unterlippe ganz locker.
      Bei uns Fagottisten entsteht dabei ein Druck von oben auf das Es, wodurch das Rohr eine Winzigkeit nach unten gebogen wird. Mir ist schon klar, dass so ein Englischhorn-Es viel starrer ist, aber meinem Verständnis nach ist das Verbiegen des Metalls sowieso nicht verantwortlich für die tiefere Stimmung. Irgend etwas aber passiert aber mit der Luftsäule, bevor sie durchs Rohr geleitet wird. Das müssten sich mal die "Ansatz-Cracks" in Detmold ansehen!
      Probiert es doch einfach mal aus, wenn ihr das jetzt nachvollziehen könnt!
      Allegro, deine Lehrerin spielt ja auch Fagott, wenn ich das richtig mitgekriegt habe, die kennt diesen Trick ja sicher auch, die kannst du ja mal fragen, ob das aufs Englischhorn umsetzbar ist.
      Klar ist auf jeden Fall, Dass bei den Rohrblattinstrumenten die Steigerung der Spannung in der Unterlippe eine höhere Intonation erzeugt.
      So, PUH, das wars jetzt, ich grüsse nochmal, euer Holger
    • Danke, Holger - jetzt habe ich es verstanden! Und ich werde es auch mal ausprobieren, wobei ich davon ausgehe, dass die Methode für mich als ausgeprägten "Unterlippenbläser" (ich mache mit der Oberlippe vergleichsweise wenig, weil ich einen ziemlich starken Überbiss habe) nicht wirklich funktionieren wird.

      Allegro schrieb:

      ... und wenn man halt das "Pech" hat, Orchesterchefs mit Luchsohren und weitaus besserem musikalischen Gehör zu haben, als man selbst hat ...


      Bestelle deinem Chef mal einen schönen Gruß vom studierten Oboisten und sage ihm, die Intonation sei auf dem Englischhorn ein noch weiteres und heikleres Feld als auf der Oboe. Von jemandem, der gerade mal gut 3 Jahre spielt, könne man nicht erwarten, dass alles hundertprozentig sauber kommt!

      Außerdem ist es in meinen Augen und für meine Ohren ziemlicher Lötzinn, ein ganzes Orchester nach einem (zu) tiefen Tasteninstrument zu stimmen. Die 440 lassen sich für viele Holzbläser schon schwer genug halten, und wenn die Streicher dann noch sacken (wozu sie gerne neigen, wenn es sich nicht um Profis handelt), wird es dann irgendwann sehr problematisch. Viel besser lässt man das Klavier Klavier sein und es halt 2 oder 3 hz unter dem Rest des Orchesters spielen. Das fällt deutlich weniger auf als ein wegen der (zu) tiefen Grundintonation verstimmtes Holz, aber leider hat sich das bei vielen Dirigenten noch nicht herumgesprochen.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Danke, Bernd, ich werde es ihm mal bei Gelegenheit ausrichten ... mal sehen, wie ich das verpacke ... vielleicht a la: ich habe meinem Rohrbauer um Rat gefragt, wg. meiner Intonation und er meinte, die wäre auf dem EH eh noch viel schwerer als auf der Oboe ...
      Dass mit dem Klavier Klavier sein lassen, werde ich ihm allerdings nicht verklickern können ... so weit kenne ich ihn nun schon, dass das für ihn ein absolutes no-go wäre ... :stern:

      Aber ich bn mir auch ziemlich sicher, dass die oben von mir zitierte Bemerkung von ihm gestern auch nicht ganz todernst gemeint war ... ;+)


      @ Holger, Deinen Tipp habe ich gerade eben versucht auszuprobieren. Und tatsächlich: auf einigen Rohren funktioniert das in der Tat ... 8+) Aber nicht auf allen ...
      Also werde ich auch mal ganz grundsätzlich an einer lockereren Unterlippe arbeiten ...
      Das mit dem Kopf senken wird im Echtbetrieb allerdings schwierig, da ich meinen Notenständer recht weit oben habe, da ich die Noten sonst nicht lesen kann ... da muss ich mal mit rumexperimentieren ...

      Dann habe ich eben auch mal zu dem Mönnig-S-Bogen gegriffen, der mir mindestens 1 mm länger erscheint als der Lickmann ... und die Tendenz geht dabei wirklich einen Tick nach unten ...
      Und alle meine Rohre habe ich eben durchprobiert: mein Rohr von gestern ist abgenudelt und war es wohl auch gestern schon ... mein zweites bisheriges Lieblingsrohr ebenso ... :cry: wobei diese beiden Rohre der Rest meiner "alten" Handtke-Rohre war und eben fällt mir auf, dass die generell sehr hoch zu sein scheinen im Vergleich mit den anderen Rohren, die ich da habe ... die - mit jeweils ein wenig Eingewöhnungszeit - aber auch ganz brauchbar sind und vor allem: insgesamt wirklich deutlich tiefer als die Handtke-Rohre :stern:
      Bei zwei der Rohre weiß ich leider nicht mehr, von wem die sind :cry:
      Der Rest sind ein "altes" und drei neue Rohre von Hiro Tatsumiya (oboe-shop), die ich wirklich empfehlen kann ... die hohen Töne brauchen zwar etwas mehr Biss, aber ansonsten sind sie echt ordentlich - auch der Klang ist ganz schön ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:


      Und alle meine Rohre habe ich eben durchprobiert: mein Rohr von gestern ist abgenudelt und war es wohl auch gestern schon ... mein zweites bisheriges Lieblingsrohr ebenso ... :cry: wobei diese beiden Rohre der Rest meiner "alten" Handtke-Rohre war und eben fällt mir auf, dass die generell sehr hoch zu sein scheinen im Vergleich mit den anderen Rohren, die ich da habe ... die - mit jeweils ein wenig Eingewöhnungszeit - aber auch ganz brauchbar sind und vor allem: insgesamt wirklich deutlich tiefer als die Handtke-Rohre :stern:
      Bei zwei der Rohre weiß ich leider nicht mehr, von wem die sind :cry:
      Der Rest sind ein "altes" und drei neue Rohre von Hiro Tatsumiya (oboe-shop), die ich wirklich empfehlen kann ... die hohen Töne brauchen zwar etwas mehr Biss, aber ansonsten sind sie echt ordentlich - auch der Klang ist ganz schön ...
      Hast Du die Rohre mal ausgeputzt ? Mit der Haarnadel und dem Pfeifenputzer, wie ich dass schon mal geschrieben hatte ?

      Darüber hinaus könntest Du mal die Oberfläche von der Bahn vorsichtig mit dem Messer glätten, so dass sie etwas glänzt (praktisch mit der Klinge drüberstreichen). Dass wird vermutlich etwas helfen - allerdings nicht dauerhaft.

      Zu deinem Dirigenten kann ich nur sagen: Dass hätte man auch anders verpacken können. Mich würde so eine Aussage total runterziehen und ich hätte keine Lust mehr.

      Wenn er so ein toller Könner ist, warum dirigiert er dann kein Profiorchester ?

      VG

      Palisander
    • Allegro schrieb:

      @ Holger, Deinen Tipp habe ich gerade eben versucht auszuprobieren.


      Ich habe es auch probiert, und bei mir funktioniert es leider überhaupt nicht. Wenn ich den Druck der Oberlippe erhöhe und die Unterlippe signifikant lockere, klingt es sofort nach sterbendem Wildschwein statt nach Englischhorn. Intonation ist dann gar kein Thema mehr..... :thumbdown:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • 443 hz 8o Die will ich auch haben :wut2:

      Und klar habe ich ausputzen, glätten usw. alles schon ausprobiert ... die Rohre sind ja nicht erst seit heute abgenudelt ;+)

      Unser Dirigent ist doch auch nur Hobbymusiker - aber halt ein sehr ambitionierter ... und ich wurde ja auch schon mehrfach von ihm für meine schönen Oboen-Töne gelobt ... :P
      Aber da musste ich ja nirgends auf 440 hz spielen :stern: Und unser "alter" Proberaum mit dem auf 442 gestimmten Klavier steht uns leider nicht mehr zur Verfügung ... ;(
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Mir scheint der Anspruch des Dirigenten etwas abwegig. Für Holzblasinstrumente, die für den europäischen Markt mit a=442 oder 443 kontruiert wurden, ist es vollkommen suboptimal, sie auf a=440 zu spielen. Künstliches Längermachen führt nur zu internen Verstimmungen. Und eigentlich ist ja bei der Stimmung die Oboe maßgebend, oder? Ich weiss, dass einige Klarinettenmodelle von Buffet Crampon simultan für a=440 und a=442 verwendbar sind, indem zwei unterschiedliche Birnen mitgeliefert werden. Das gilt aber nicht für alle Modelle des Herstellers (für meines z. B. nicht), da ist es mit einer längeren Birne nicht getan. (Obwohl ein Profi das evtl. auszugleichen vermag.) Wie es bei Oboen ist, weiss ich allerdings nicht. Werden da auch unterschiedliche Modelle für Europa vs. Amerika hergestellt?

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • maticus schrieb:

      Für Holzblasinstrumente, die für den europäischen Markt mit a=442 oder 443 kontruiert wurden, ist es vollkommen suboptimal, sie auf a=440 zu spielen.


      So ist es (de facto wird ja oft noch höher als 443 gespielt!). Und deshalb würde ich Allegro raten, doch noch einmal vorsichtig mit dem Dirigenten über die Grundstimmung zu verhandeln (viele Dirigenten sind sich der Problematik nicht richtig bewusst, aber nicht alle sind diesbezüglich völlig beratungsresistent)!

      maticus schrieb:

      Wie es bei Oboen ist, weiss ich allerdings nicht. Werden da auch unterschiedliche Modelle für Europa vs. Amerika hergestellt?


      Die Amerikaner bevorzugen eh andere Marken als die Europäer (Lorée und Laubin sind in den USA besonders beliebt). Und es gibt je nach Firma schon kleinere Unterschiede in der Grundstimmung. Mit meiner Springer-Oboe z.b. bin ich etwas tiefer als mit der Adler oder Marigaux. Längerfristig auf 440 würde ich aber auch damit nicht spielen wollen!

      Schwierigkeiten bei einer 440er Grundintonation existieren ja nicht nur für uns Oboisten. Meine Quintettflötistin (eine ausgezeichnete Kollegin mit Konzertexamen) beispielsweise flucht auch gewaltig, wenn sie auf 440 oder gar noch tiefer spielen soll. Das ganze "System" funktioniert dann einfach nicht mehr richtig.

      Herzliche Grüße

      Bernd