Oboen-Frischlinge

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    • Allegro schrieb:

      Hm - den zu findenden Fotos nach zu urteilen, scheint Bernd mit Michael Helmrath recht zu haben
      Aber irgendwie hab ich diesen Namen von Dir noch nie gehört, Bernd
      Ich bin mir absolut sicher, den Namen hier im Thread schon einmal bewundernd genannt zu haben - wobei das einige Zeit (Jahre) zurückliegen dürfte.

      Wie auch immer: Helmraths Sound ist in rein klanglicher Hinsicht genau das, was mich schrankenlos begeistert! Selbst ein Francois Leleux kommt da für meine Begriffe nicht ganz heran.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Bei näherer Betrachtung der 91er Aufname von Dvoraks Neunter kommt mir Celibidaches Leistung übrigens mäßig bis lausig vor. Dem ersten Satz jedenfalls fehlt es für meine Begriffe ganz extrem an Bewegung und Binnenspannung - dirigiert wird das jenseits der hervorragenden klanglichen Verfassung der Holzbläser zum Einschnarchen! Langweiliger gehts kaum noch.....

      Ketzerische Grüße

      Bernd
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      arundo donax schrieb:

      Bei näherer Betrachtung der 91er Aufname von Dvoraks Neunter kommt mir Celibidaches Leistung übrigens mäßig bis lausig vor. Dem ersten Satz jedenfalls fehlt es für meine Begriffe ganz extrem an Bewegung und Binnenspannung - dirigiert wird das jenseits der hervorragenden klanglichen Verfassung der Holzbläser zum Einschnarchen! Langweiliger gehts kaum noch.....

      Ketzerische Grüße

      Bernd
      Da musst Du als Dirigent auch erstmal hinkommen :D
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      Ich habe bisher nur das Largo gehört und das hat mir insgesamt sehr gut gefallen .... ein paar Stellen waren zwar in der Tat deutlich langsamer und akzentuierter, als ich sie bisher kannte; aber für ein Largo passt das ganz gut, wie ich finde ... den Rest höre ich mir heute oder morgen abend an ....


      arundo donax schrieb:

      Wie auch immer: Helmraths Sound ist in rein klanglicher Hinsicht genau das, was mich schrankenlos begeistert! Selbst ein Francois Leleux kommt da für meine Begriffe nicht ganz heran.....
      Hättest Du denn noch ein paar Aufnahmen mit ihm zur Hand, Bernd ?


      Ich habe eben noch ein neues, aber leider nur winzigkleines Leleux-Schmankerl gefunden:
      youtube.com/watch?v=vQ5t7HF3UeU
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Allegro schrieb:

      Ich habe bisher nur das Largo gehört und das hat mir insgesamt sehr gut gefallen .... ein paar Stellen waren zwar in der Tat deutlich langsamer und akzentuierter, als ich sie bisher kannte; aber für ein Largo passt das ganz gut, wie ich finde ... den Rest höre ich mir heute oder morgen abend an ....
      Das Largo ist gut - langsam kann Celi! Im ersten Satz fehlt es mir jedoch absolut an Feuer. Ich bin durchaus kein genereller Celi-Verächter; seine Bruckner-Interpretationen finde ich streckenweise hervorragend....

      Allegro schrieb:

      Hättest Du denn noch ein paar Aufnahmen mit ihm zur Hand, Bernd ?
      Danach müsste ich suchen, aber dazu komme ich aus arbeitstechnischen Gründen frühestens heute abend.

      Mir ist noch was zu deinem Lickman-S eingefallen - auf Oboe-Blog wurde doch mal dieser Tiefkühlservice vorgestellt: oboe-blog.de/2017/05/15/soundf…n-von-s-bögen-und-hülsen/

      Vielleicht wäre es einen Versuch wert, deinen S-Bogen dieser Behandlung zu unterziehen!

      Mahler, heute nachmittag werde ich mir Rolf Julius Joch noch mal mit dem Klughardt- Concertino anhören:

      Weißt du, ob diese Aufnahme auch mit der alten Mönnig gemacht wurde?

      Herzliche Grüße aus der leider zu kurzen Mittagspause sendet

      Bernd
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      arundo donax schrieb:

      Mir ist noch was zu deinem Lickman-S eingefallen - auf Oboe-Blog wurde doch mal dieser Tiefkühlservice vorgestellt: ....
      Vielleicht wäre es einen Versuch wert, deinen S-Bogen dieser Behandlung zu unterziehen!
      Das ist eine gute Idee 8o Da werde ich doch mal anfragen, wann die denn wieder ne Truhe voll haben werden ....
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Der nächste mir angebotene Termin für eine Soundfresh-Behandlung meines S-Bogens ist übrigens schon der 22. November .... wer also auch einen zum optimieren hat, könnte den Termin vielleicht auch noch bekommen .... der Preis pro EH-S-Bogen beträgt aktuell übrigens EUR 45,-- inkl. MWSt. .... ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis ....
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      arundo donax schrieb:

      Weißt du, ob diese Aufnahme auch mit der alten Mönnig gemacht wurde?
      Nachdem ich das Klughardt-Konzertstück mit Rolf Julius Koch heute mehrfach gehört habe, möchte ich es vorab riskieren, auf die Mönnig zu tippen. Koch spielt auf seine Art klangschön, aber man hört bei ihm noch ein wenig die alte deutsche Schule mit ihrer vollen, aber etwas kehligeren und helleren Toncharakteristik heraus. Zu dieser Schule gehörten auch die entsprechenden Instrumente aus der Zeit, bevor die Marigaux in Deutschland ihren Siegeszug antrat.

      Wenn meine Vermutung stimmt, ziehe ich meinen Hut vor einem der wenigen Oboisten, die in den letzten beiden Jahrzehnten vor der Jahrtausendwende der allgemeinen Marigauxisierung der deutschen Oboenszene zum Trotz bei einer anderen Marke geblieben sind! Die Zeit, in der es im professionellen Bereich hierzulande fast unmöglich war, keine Marigaux zu spielen, liegt mittlerweile etwas zurück, aber es gab sie durchaus! Meine Abneigung gegen die Marigaux rührt unter anderem auch aus ihrer früheren absoluten Vormachtstellung her - jede Form von Egalisierung finde ich nämlich erst einmal unerfreulich.....---

      Ein weiteres Beispiel für Michael Helmraths großartige Kunst kann man hier erleben: youtube.com/watch?v=CIU4m-PWd6U

      Der langsame Satz beginnt bei ca. 18:50 Minuten. Wenig später kommt dann das klagende Oboensolo.... ---

      Vor ein paar Tagen hat sich Hans-Peter Springer per Mail bei mir gemeldet und mich gebeten, ihm die Anfang des Jahres von ihm umgebaute Mönnig (Deckelklappeninstrument aus der Zeit nach der Wende, aber noch keine AM) erneut zuzuschicken. Er habe sich mit dem Umbau auf einem neuen Holzweg befunden und sei mittlerweile mit der Unterstützung einer Oboistin von der Bayerischen Staatsoper wieder auf dem alten Gleis unterwegs. Das Instrument befindet sich jetzt schon wieder bei ihm; ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis der weiteren Modifizierung! Und generell zolle ich Menschen, die auch auf ihre alten Tage noch zugeben, dass sie auf der beständigen Suche nach optimalen Wegen in die eine oder andere Sackgasse geraten können, großen Respekt!


      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Hiniker S-Bögen bekommt man in London bei Howarth, die scheinen auch nicht so viel teuerer zu sein, als Lorée. Ich frage mal wegen Lickman rum.

      Gestern habe ich meine Oboe d'amore nach der Überholung wieder abgeholt. Sie ist wie ein neues Instrument! Ich hätt's wahrscheinlich vor Jahren machen lassen sollen.

      Das Baby meiner MitbewohnerInnen mag mein Oboeüben überhaupt nicht! Sie ist eigentlich nicht lärmempfindlich, aber beim Oboespielen wird sie sofort wach und schreit. Sie schreit auch, wenn sie wach ist und im Flur was mitkriegt. Das schränkt meine potentielle Übezeiten leider noch mehr ein. Aber Anfang März ziehen wir alle um, dann bekomme ich ein Übezimmer wo ich voraussichtlich niemandem störe (sehr klein, etwa 6m2, und ich will auch drin arbeiten und Rohre bauen, mal gucken wie das geht!)
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      tischlerin schrieb:

      Hiniker S-Bögen bekommt man in London bei Howarth
      Für mich ganz persönlich ist London fast genauso aus der Welt wie Dallas - ich war noch nie in England :schaem1: und werde angesichts meiner viel zu vielen Arbeit auch nicht so bald dorthin gelangen! Aber ich überlege gerade ernsthaft, ob ich dich nicht bitten soll, mir einfach auf Verdacht ein langes Hiniker-S aus London mitzubringen, solange der Preis nicht über 300 Euro liegt...... :/

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      @ Bernd, danke für Deinen weiteren link zu Michael Helmrath. ich habe mir die genannte Stelle nun dreimal angehört; aber in der Dvorak-Aufnahme gefällt mir sein Klang irgendwie besser :versteck1: .... aber wie wir alle wissen, ist das ja eh immer rohr- und tagesformabhängig ....
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Allegro, ich finde die Balance bei dem Solo in der Bruckner-Sinfonie nicht besonders gut; die Streicher sind für meine Ohren zu laut, was natürlich auch an der Aufnahmetechnik liegen kann.

      Ansonsten hätte ich auch noch dieses Beispiel im Angebot: youtube.com/watch?v=IqGLQeAY30U

      Das Solo im langsamen Satz (es beginnt kurz vor 27:30) finde ich einfach atemberaubend schön :clap: :spock1: :thumbsup: gespielt! Aber es lohnt sich, das ganze Andantino semplice zu hören - auch das Flötensolo zu Beginn ist ein Hochgenuss!

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      arundo donax schrieb:

      Allegro, ich finde die Balance bei dem Solo in der Bruckner-Sinfonie nicht besonders gut; die Streicher sind für meine Ohren zu laut, was natürlich auch an der Aufnahmetechnik liegen kann.
      Darauf hatte ich gar nicht geachtet - ich habe mich ausschließlich auf die Oboe konzentriert ;)

      Auf den Tschaikowsky bin ich gespannt - den gibt es nachher nach dem Üben zum Dessert :D
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Gerade habe ich festgestellt, dass es noch eine weitere Aufnahme von Tschaikowskys op. 23 mit Barenboim, Celi und Michael Helmrath gibt. Dieser Mitschnitt ist offenbar 2 Jahre früher entstanden: youtube.com/watch?v=EFxbTWYFYYA

      Den Vergleich des Oboensolos, welches hier bei ca. 25:55 einsetzt, mit dem in der Aufnahme von 1991 finde ich sehr interessant. Er bestätigt das, was Allegro eben schrieb:

      Allegro schrieb:

      ... aber wie wir alle wissen, ist das ja eh immer rohr- und tagesformabhängig ....
      Herzliche Grüße

      Bernd
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      arundo donax schrieb:

      Bei näherer Betrachtung der 91er Aufname von Dvoraks Neunter kommt mir Celibidaches Leistung übrigens mäßig bis lausig vor. Dem ersten Satz jedenfalls fehlt es für meine Begriffe ganz extrem an Bewegung und Binnenspannung - dirigiert wird das jenseits der hervorragenden klanglichen Verfassung der Holzbläser zum Einschnarchen! Langweiliger gehts kaum noch.....
      Stimmt - wenn die herrlichen Oboen- und Flötentöne nicht wären, würde ich es gerade nicht zu Ende hören wollen .... :S
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      arundo donax schrieb:



      Mahler, heute nachmittag werde ich mir Rolf Julius Joch noch mal mit dem Klughardt- Concertino anhören:

      Weißt du, ob diese Aufnahme auch mit der alten Mönnig gemacht wurde?
      Sorry fuer die spaete Rueckmeldung, war sehr beschaeftigt gegen Ende der Woche.
      Die Aufnahme hat er in seiner Berliner Zeit gemacht, damit allerhöchster Wahrscheinlichkeit Moennig.
      Er ist erst sehr spaet nochmal auf eine Buchsbaum Yamaha umgestiegen, das Instrument spielt heute ein Schueler von ihm, der es ihm abgekauft hat (einer von 2 verbleibenden Schuelern neben mir).
      Ich habe die Yamaha noch nicht gehoert, vielleicht ergibt sich die Moeglichkeit aber noch.
      Die Moennig interessiert mich mehr, da sie einen ideellen Wert fuer mich hat und der Klang etwas sehr besonderes fuer mich birgt, da ich viele Muggen mit RJK gemacht habe und er mich damit infiziert hat.
      Ich bin ohnehin der Meinung, dass einem ein Instrument und sein Klang, sein Charakter einfach am Herz liegen muss, dann kann man einfacher Musik ‚erzeugen‘.

      S-Boegen einfrieren ist bemerkenswert. Erinnert mich ehrlich gesagt ein wenig an die immer wieder lustigen Diskussionen von Menschen mit goldenen Ohren zum Thema Klangunterschiede bei Kupferkabeln... bin aber kein Experte und lerne gerne dazu...
      Trust