Oboen-Frischlinge

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    • thomasflorence schrieb:

      Zu allererst einmal hoffe ich, dass ihr alle ein paar schöne Weihnachtstage hattet. Ich musste leider arbeiten, aber immerhin gibt es dafür einen monetären Trost
      Auch ich habe an allen zurückliegenden Feiertagen jeweils den Vormittag oder Nachmittag in meiner Werkstatt verbracht; dazu kamen zwei Muggen (erst Auszüge aus dem Messias an Heiligabend, dann Schuberts-F-Dur-Messe am 1. Feiertag). Um das Honorar für die zweite Mugge muss ich jetzt kämpfen, weil die Pfarre auf die geniale Idee gekommen ist, dass jeder Musiker eine offizielle Rechnung mit laufender Nummer stellen muss - angesichts des Ärgers, den ich letztes Jahr wegen der angeblichen Umsatzsteuerpflicht im Hinblick auf meine Konzerthonorare hatte, habe ich mich erst mal geweigert, diese Rechnung (so eine Forderung ist mir in über dreißig Jahren noch nie untergekommen! :schimpf1: ) zu schreiben....mal schauen, wie es jetzt weitergeht..... :S

      thomasflorence schrieb:

      Rohrholz als Stange bekommt man für soundso viel Euro pro Gewichtseinheit. Wieviel wiegt denn eine Stange in etwa und wieviele Fassons kann man aus einer Stange herstellen?
      Mangels einer hinreichend empfindlichen Waage kann ich das gerade selber nicht überprüfen, aber bei einem Stangendurchmesser von 10 - 10,5 mm und einer Stangenlänge von 80 - 150 mm gibt die Literatur (Alain Girard, "Das Schilfrohr singt") eine Stangenanzahl von etwa 280 pro Kilogramm an. Eine Stange würde dann also im Schnitt knappe 4 Gramm wiegen.

      Wie viele Fassons man aus einer vom Material her überhaupt brauchbaren (!) Stange machen kann, hängt von der Länge und vom geraden Wuchs der Stange ab. Aus sehr langen Stangen kann man bis zu 6 Fassons machen, aber dieser Fall tritt sehr selten auf. Aus den kürzeren Stangen, welche die Regel darstellen, erhält man höchsten 3 Fassons - oft auch weniger, da nur ein Stangendrittel gerade genug ist oder einen brauchbaren Durchmesser aufweist. Und ein gewisser Teil der Stangen stellt von vorneherein Ausschuss dar (ich gebe mal einen Mittelwert von 50 Prozent an; je nach der Qualität der Lieferung ist der Prozentsatz höher oder niedriger).

      Überlegst du, selber auszuhobeln?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Und mich hatte am Samstag - sehr arbeitgeberfreundlich, da wir auch den 24.12. generell frei haben - sehr plötzlich eine heftige Erkältung überfallen, so dass ich sämtliche freie Tage ziemlich schlapp zu Hause verbracht habe .... und u.a. einen schon sehr lange geplanten Konzertbesuch (Kantaten 1 und 2 aus dem WO) sausen lassen musste :heul1:


      arundo donax schrieb:

      Um das Honorar für die zweite Mugge muss ich jetzt kämpfen, weil die Pfarre auf die geniale Idee gekommen ist, dass jeder Musiker eine offizielle Rechnung mit laufender Nummer stellen muss
      Und wenn Du die Rechnung ganz brav nächstes Jahr stellst ? Müsste das nicht gehen, da Du ja denn eh Umsatzsteuer abführst ? Die müssen die dann halt mitzahlen und das ist dann deren "Pech" ... oder sehe ich das falsch ???? :/
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Allegro schrieb:

      Und wenn Du die Rechnung ganz brav nächstes Jahr stellst ? Müsste das nicht gehen, da Du ja denn eh Umsatzsteuer abführst ? Die müssen die dann halt mitzahlen und das ist dann deren "Pech" ... oder sehe ich das falsch ????
      Nachdem ich den entsprechenden Wisch ("Äquivalenzbescheinigung") von der Bezirksregierung erhalten habe, sind meine Konzerthonorare ganz unabhängig vom Rohrverkauf auch im nächsten Jahr von der Umsatzsteuer befreit. Trotzdem sehe ich nicht ein, warum ich als Musiker anfangen soll, Rechnungen mit laufender Nummer (!) für Kirchenmuggen auszustellen. Das gab es wie gesagt noch nie - und ich möchte auch nicht, dass solch ein Blödsinn einreißt! Der evangelische Kantor, der mir mein Entgelt wie üblich gegen Quittung aushändigt, sagte, als ich ihm von der Sache erzählt habe, nur: "Was für ein Quatsch! Man kann es sich auch mit Gewalt schwer machen!" Und ich finde, er hat vollkommen Recht!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Überlegst du, selber auszuhobeln?
      Ja genau. Aber es sind einfach nur Überlegungen. Ich habe mich vor kurzem mit Ulli König (Oboist der Bremer Kammerphilharmonie) und Marc Schaeferdiek unterhalten. Beide haben gemeint, dass ich lieber mehr Zeit mit spielen, als mit Rohre anfertigen verbringen sollte. Daraufhin habe ich mich nochmal an den Rohren von Kreedo oder ReedsforOboes versucht. Habe die Rohre nachbearbeitet und sie wurden besser, aber es waren einfach nicht "meine" Rohre. Sie fühlen sich einfach anders an und ich merke einen großen Unterschied im spielen, wenn ich dann wieder meine Rohre drauf habe.

      Aus diesem Grund habe ich für mich beschlossen, dass ich natürlich häufiger spielen sollte (so wie wir alle uns das schätze ich vornehmen :D ), aber weiterhin selbst meine Rohre herstelle. Ich muss auch sagen, mir macht der Rohrbau einfach sehr viel Spaß. Die Arbeit mit dem Holz, das ausprobieren und korrigieren, das schöne Gefühl, wenn man ein sehr gutes Rohr hinbekommen hat. So kam ich dann auf den Gedanken, dass es doch toll sein muss, wenn man das Rohr wirklich von der Pike auf baut. Was mich allerdings stark zurück schreckt ist der Preis. Die Anschaffungskosten für Rohrteiler, Abschneider, Vorhobel, Innenhobel und Fassonschneider sind echt hoch. Und bei den von dir (Bernd) genannten zahlen, würde sich so eine Anschaffung erst ab 1.500 Fassons aufwärts rechnen. So viel verbrauche ich vielleicht in 30 Jahren :D

      Finanziell macht es also für einen alleine wenig Sinn ;( Ich suche nach Argumenten dafür...

      Vielen lieben Dank Bernd für das raussuchen der Zahlen :)

      Das Muggen kann ja auch zu einer guten Belastung werden. Wenn dann auch noch so nervige Herausforderungen bzgl. Finanzamt, Rechnungsformat usw. kommen, vergeht einem schnell die besinnliche Weihnachtsstimmung :trost:

      @ Allegro: Gute Besserung :)

      Liebe Grüße,
      Thomas
    • thomasflorence schrieb:

      Daraufhin habe ich mich nochmal an den Rohren von Kreedo oder ReedsforOboes versucht. Habe die Rohre nachbearbeitet und sie wurden besser, aber es waren einfach nicht "meine" Rohre. Sie fühlen sich einfach anders an und ich merke einen großen Unterschied im spielen, wenn ich dann wieder meine Rohre drauf habe.
      Mein Reden hier (und anderswo) war schon immer: Der beste Weg zum individuell passenden Rohr ist und bleibt der Eigenbau!

      thomasflorence schrieb:

      Ich muss auch sagen, mir macht der Rohrbau einfach sehr viel Spaß.
      Wenn das auch noch der Fall ist, muss ich Ulli König (den ich leider nicht kenne) und Marc Schaeferdiek (den ich gut kenne) vehement widersprechen. Die Entscheidung, deine Rohre selber zu bauen, ist die richtige Entscheidung!

      thomasflorence schrieb:

      So kam ich dann auf den Gedanken, dass es doch toll sein muss, wenn man das Rohr wirklich von der Pike auf baut. Was mich allerdings stark zurück schreckt ist der Preis. Die Anschaffungskosten für Rohrteiler, Abschneider, Vorhobel, Innenhobel und Fassonschneider sind echt hoch. Und bei den von dir (Bernd) genannten zahlen, würde sich so eine Anschaffung erst ab 1.500 Fassons aufwärts rechnen. So viel verbrauche ich vielleicht in 30 Jahren

      Finanziell macht es also für einen alleine wenig Sinn Ich suche nach Argumenten dafür...
      Ein Argument dafür ist die Tatsache, dass man auch die für den weiteren Ausgang nicht unerheblichen ersten Schritte selber kontrollieren kann (wobei man trotzdem immer wieder Rohre für die Tonne produzieren wird ;) ). Ein weiteres und für meine Begriffe starkes Argument dafür ist schlichtweg die von dir genannte Freude daran, das Rohr "von der Pike auf zu bauen. Andere kaufen sich eine sündhaft teure Uhr, weil sie Freude daran haben. Warum sollst du dir keinen Innenhobel leisten, wenn du Freude daran hast? Hobel gibt es übrigens manchmal auch gebraucht. Und wenn es doch ein neuer Hobel sein soll, kostet das sehr empfehlenswerte Modell von Rimpl rimpl-shop.de/de/maschinen-fue…innenhobel-fuer-oboe.html nicht so viel wie die Konkurrenzmodelle.

      thomasflorence schrieb:

      Das Muggen kann ja auch zu einer guten Belastung werden.

      Die Auszüge aus dem Messias waren eigentlich eine lockere Kiste - aber eben auch nur eigentlich. Auch so etwas vergleichsweise Leichtes will am Ende schön gespielt werden. Und die Schubert-Messe, die ich vorher gar nicht kannte, gestaltete sich bei komplett eingespartem Blech fast wie ein halbes Oboenkonzert - darin gab es viele sehr offene Stellen, die streckenweise intonatorisch wie dynamisch nicht unheikel waren. Glücklicherweise hatte ich eine hervorragende zweite Oboe an meiner Seite, aber mit Stress verbunden ist so eine Aufführung trotzdem. Ich muss jetzt die Gelegenheit nutzen, um noch einmal kräftig von der Mönnig 155 AM zu schwärmen: Auf dem Gerät konnte ich mal wieder Sachen machen, die mir vorher so kaum möglich gewesen wären.... :thumbsup: :spock1:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Die Vorhobelmaschine braucht es nicht, wenn du im Jahr nur 100 bis 200 Hölzer hobelst. Bei mir gehen im Jahr bestimmt 3000 Hölzer durch den Innenhobel - dann ist die Vorhobelmaschine sinnvoll, um das Messer des Innenhobels zu schonen! Aber du solltest mit dem einfachen Vorhobel locker hinkommen. Selbst den könntest du dir sparen, indem du die Kanten der Hölzer mit einem Cutter bearbeitest. Das ist vergleichsweise mühsam, aber es funktioniert auch - ich habe es anfangs im Studium nach dem Erwerb meines ersten Innenhobels nicht anders praktiziert!

      Verzichten kannst du auch auf einen Holzdreiteiler. Ralf-Jörn Köster rät sogar explizit dazu, stattdessen ein Messer zu verwenden.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Das mit dem Dreiteiler hab ich jetzt auch so in meinem Buch von Hentschel gelesen. Dann kann man sich ja echt den teuren Dreiteiler sparen und mit ein wenig Übung und dem richtigen Messer bekommt man sicherlich auch halbwegs grade Schnitte durch die Stange hin.

      Es gibt ja diverse Kriterien, nach denen gutes Holz ausgewählt wird. Die Fasern sollten nicht zu dick sein, Oberfläche sollte goldgelb glänzend sein, etc. etc. Sortieren die Händler wie Oboe-Shop etc. die Stangen schon vor oder bestellen sie auch einfach ganz plump bei den Herstellern? Es gibt ja einen ordentlichen preislichen Unterschied, wenn man direkt beim Produzenten bestellt oder die Stangen beim Händler hierzulande kauft. Auf der Seite von Rigotti finde ich Preise pro Kilo von 171€ und Oboe-Shop verlangt 229€.

      Selbst nach Frankreich zu fahren, um die Stangen auszusuchen halte ich für zu mühsam. Würde ich aber natürlich machen, wenn es einen beachtlichen Mehrwert hätte :D

      Hab Anfang des Jahres endlich Urlaub und werde die Zeit nutzen, um diverse Rohre entweder auszusortieren oder fertig zu bearbeiten. Konzertsaison ist mal wieder eröffnet und ich brauche gutes Material :D

      Liebe Grüße,

      Thomas
    • thomasflorence schrieb:

      Dann kann man sich ja echt den teuren Dreiteiler sparen und mit ein wenig Übung und dem richtigen Messer bekommt man sicherlich auch halbwegs grade Schnitte durch die Stange hin.
      Die geraden Schnitte sind dank der Laufrichtung der Fasern überhaupt kein Problem. Das bekommt jeder auf Anhieb hin. Der Einsatz des Messers ist nur zeitaufwändiger als der eines Dreiteilers; das ist der einzige Grund dafür, dass ich letzteren verwende.

      thomasflorence schrieb:

      Es gibt ja diverse Kriterien, nach denen gutes Holz ausgewählt wird. Die Fasern sollten nicht zu dick sein, Oberfläche sollte goldgelb glänzend sein, etc. etc. Sortieren die Händler wie Oboe-Shop etc. die Stangen schon vor oder bestellen sie auch einfach ganz plump bei den Herstellern?
      Die Händler sortieren normalerweise nichts vor. Bei ihnen bekommt man genauso gute oder schlechte Qualitäten wie direkt bei den Herstellern. Von denen muss man aber erst einmal beliefert werden. Bei Alliaud und MARCA habe ich schon direkt bestellt, von Rigotti habe ich noch nie eine Antwort auf meine Mails bekommen. Und wenn man kleinere Mengen ordert, sind die Portogebühren erheblich.

      thomasflorence schrieb:

      Selbst nach Frankreich zu fahren, um die Stangen auszusuchen halte ich für zu mühsam. Würde ich aber natürlich machen, wenn es einen beachtlichen Mehrwert hätte
      Vor Ort bekommt man das Holz oft noch einmal deutlich billiger, man sieht in etwa, was man kauft, und die Reise zu den Plantagen lässt sich wunderbar mit einem kleinen Urlaub an der Cote de Azur oder in der Provence verbinden. In den 90ern war ich zusammen mit einem Freund mehrere Jahre lang hintereinander vor Ort. Aber ohne fahrbaren Untersatz funktioniert es halt leider nicht mehr.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Guten Morgen :)

      Auf der Homepage von Rigotti, die ein wenig mittelalterlich wirkt, kann man Stangen ordern und direkt mit Paypal bezahlen. Ich gehe stark davon aus, dass man die dann auch geliefert bekommt. Aber wenn man natürlich selber hinfahren und ein wenig vorselektieren kann, umso besser. Ich arbeite ja bei einer Airline und könnte recht unkompliziert nach Nizza fliegen und dann dort das Holz kaufen. Sofern ich beim Zoll keine Probleme bekomme. Da müsste ich mich noch informieren. Hatte mal was gelesen, dass es bei manchen Leuten Probleme gab, als sie ihr Instrument ins Ausland genommen haben.

      Gibt es Literatur, die du zum Thema Stangenauswahl empfehlen kannst? Hast ja "Das Schilfrohr singt" erwähnt oder "Von der Holzstange zum Oboenrohr". Ich besitze bislang 2 Bücher, wo es angesprochen wird. Einmal den Hentschel:"Das Oboenrohr" und "Der Weg zum guten Oboenrohr" von David Werner.

      Bernd, hast du eigentlich auch mal in einem Orchester gespielt, das zeitgenössische Musik spielt oder in einem Blasorchester? :) Oder fühlst du dich ausschließlich in der Klassik zu Hause?

      Liebe Grüße,

      Thomas
    • Thomas, Probleme mit dem Zoll wird es innerhalb der EU wohl kaum geben, wenn du zwei Kilo Rohrholz im Koffer transportierst. Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen.

      In "Von der Holzstange zum Oboenrohr" wird die Holzauswahl sehr gründlich und gut erklärt. Es gibt dort auch etliche instruktive Fotos zum Thema "Gutes und schlechtes Holz".


      Um deine letzte Frage ehrlich zu beantworten: Vor dem Studium habe ich vier Jahre in einem Bundeswehrmusikkorps = Blasorchester gespielt. Und im Studium an der Maastrichter Hochschule musste ich auch zwei Jahre Großes Blasorchester absolvieren. Mir reicht das für den ganzen Rest meines Lebens. Wenn mir ein Blasorchester eine Mugge anbietet (was im Schnitt alle zwei Jahre vorkommt), bin ich am betreffenden Termin immer verhindert ;) .....

      ...und ich höre hundert mal lieber ein Streichquartett von Beethoven als irgendwelche Originalliteratur für Blasorchester :versteck1: .

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Heute habe ich mal wieder die d`Amore ausgepackt und auf der Suche nach den Noten für das schöne Telemann-Konzert fiel mir ein bisher nur einmal ganz kurz angespieltes Heft in die Hände und ich nahm es mir vor - es handelt sich um das d`Amore-Konzert in A-Dur von Lotti und was soll ich sagen: es lief auch gleich in flottem Tempo (okay - ein klein wenig schneller sollte es stellenweise vielleicht doch noch werden) überraschend gut und im zweiten Durchgang - nach Feslegung der Phrasiierung an einigen Stellen - machtr es nun richtig viel Spaß :grins3:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Längere Pausen

      Hallo,

      wie überbrückt ihr eigentlich während eines Konzertes längere Pausen, wenn ihr z.B. mit einem anderen Instrument weiterspielt? Das Rohr zwischenzeitlich ins Wasser stellen? Danke für eure Tipps!

      LG
      Phil

      P.S. nachdem ich jetzt einige Zeit mit der Außenhobelmaschine von Reeds n Stuff rumhantiert habe und meine Einstellungen gefunden habe, bin ich mehr als zufrieden. Die Maschine beschert mir schon einen enormen Zeitgewinn, sodass ich eigentlich nur noch an den Feinheiten arbeiten muss! :thumbsup:
    • phil schrieb:

      wie überbrückt ihr eigentlich während eines Konzertes längere Pausen, wenn ihr z.B. mit einem anderen Instrument weiterspielt? Das Rohr zwischenzeitlich ins Wasser stellen?

      Was verstehst Du unter "länger" ?

      Falls das Rohr es erfordert, kommt es nach einer längeren Pause natürlich noch mal kurz ins Wasser .... aber halt auch nicht zu lange ....
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Ins Wasser stellen wäre wahrscheinlich nicht gut. Es kommt darauf an, wie lang die Pause ist. Manchmal tue ich das Rohr kurz ins Wasser und lege es feucht auf die Ablage, aber bei längeren Pausen lasse ich es meistens austrocknen. Meistens ist das Rohr trotzdem fast sofort wieder spielbereit.

      Frohe Weihnachten, übrigens!

      Ich habe jetzt 4 von 12 (ja 12!!) Weihnachtsoratorien (Kantaten 1-3) hinter mir, und es läuft spieltechnisch ziemlich gut. Im Moment spiele ich 2. d'amore (und singe Tenor in den Chören und Chorälen, wo wir nicht dran sind); vielleicht tauschen wir ein bisschen rum irgendwann. Meinem Arm geht's mal besser, mal weniger gut; das Zittern habe ich im Moment ziemlich im Griff, so dass das Spielen streckenweise wieder Spass macht.

      Rohre müsste ich auch endlich wieder bauen...
    • tischlerin schrieb:

      Ich habe jetzt 4 von 12 (ja 12!!) Weihnachtsoratorien (Kantaten 1-3) hinter mir, und es läuft spieltechnisch ziemlich gut. Im Moment spiele ich 2. d'amore (und singe Tenor in den Chören und Chorälen, wo wir nicht dran sind); vielleicht tauschen wir ein bisschen rum irgendwann. Meinem Arm geht's mal besser, mal weniger gut; das Zittern habe ich im Moment ziemlich im Griff, so dass das Spielen streckenweise wieder Spass macht.
      Das freut mich sehr, dass es bei Dir endlich wieder besser läuft, tischlerin 8o
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Ich habe es übrigens gestern geschafft, den zwei schon total plattgeblasenen Rohren, die ich derzeit erkältungsbedingt spiele, über einer Kerzenflamme neue Spannung und Leben einzuhauchen, ohne sie zu versengen - und die Rohre waren heute wie neu 8o

      Und ich habe mir nun endlich mal ein Trainingsgerät gekauft, um das ich schon länger herumschlich; und zwar diesen Ansatztrainer hier:
      u-trainer.info/produkt/u-trainer-holz/

      Nachdem mich mein Ansatz ja oft genug im Stich lässt, hatte ich letztens mal meine Lehrerin gefragt, ob sie das Teil kennt und falls ja, was sie davon hält. Sie hat es sogar selbst und hatte es auch zeitweise - als sie mal nur wenig zum Spielen kam - genutzt und fand es ziemlich gut und effektiv.
      Nun "trainiere" ich seit Samstag auch ein- bis zweimal täglich damit und bilde mir ein, dass mein Ansatz schon profitiert hat 8)
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • @ Allegro: interessantes Trainingsgerät. Musst unbedingt von berichten, wie deine Erfahrungen damit über eine längere Zeit sind. Wenn es etwas bringt, ist es ja ziemlich ideal für den Weg zur Arbeit. Kann man ja in sein Auto packen und immer wenn man zur Arbeit fährt, kann man für paar Minuten den Ansatz trainieren :D

      Ich habe gerade Urlaub und widme mich heute meiner Rohrsammlung. Habe noch etliche Rohre im Kästchen, die ich einfach mal aussortieren muss. Mir fällt die Entscheidung was ich eventuell doch noch benutzen kann und was besser in die Tonne kommt sehr schwer. Hab beispielsweise Rohre, die gute ansprechen und deren Intonation passt, aber die Töne ab dem d3 aufwärts nicht ansprechen wollen. Zum wegwerfen sind diese Rohre einfach zu gut, für den Einsatz im Orchester problematisch - wenn die oberen Töne kommen, will ich sie ja auch spielen können :D Und ich habe eigentlich keine Lust noch ein weiteres Etui für Rohre aufzumachen. Habe 2 Etuis für Rohre, die noch zu bearbeiten sind und Rohre, die zu 99% spielfertig sind.

      Bzgl. Rohr wässern habe ich neulich im Oboe-Blog gelesen, dass Stangen, die man frisch bekommt nicht ausgiebig in einem Wasserbad gereinigt werden sollten. Durch zu langes baden im Wasser würden Mineralien im Holz weggeschwemmt werden, die wohl anscheinend wichtig für die Struktur des Holzes sind. Analog dazu könnte man auch darauf schließen, dass zu langes wässern der fertigen Rohre negative Auswirkung auf die Struktur hat und die Lebenserwartung sinkt. Also: so viel wie nötig, so wenig wie möglich :D

      Ich wünsche euch bei der Gelegenheit alles Gute im neuen Jahr und mögen viele musikalische und nicht-musikalische Ziele in Erfüllung gehen

      Liebe Grüße,
      Thomas