Oboen-Frischlinge

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    • Allegro, etliche Jahre lang habe ich ja zu Hause so gut wie gar nicht mehr geübt! Dass es mir wider Erwarten gelungen ist, nahezu täglich eine Viertelstunde Üben in meinen Tagesablauf einzubauen, ist der verfluchten (oder vielleicht doch nicht so verfluchten) Halbautomatik geschuldet. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich gar nicht erst mit der Überei angefangen.

      Und ich musste mehr als 50 Jahre alt werden, um so systematisch zu üben, wie es jetzt geschieht. Im Studium war ich leider weniger diszipliniert. Aber jetzt ist für mich klar, dass beim Üben auch richtig viel herauskommen soll. Kondition habe ich genug durch das ständige Herumhupen beim Rohrbau - dafür brauche ich nicht zu üben. Also übe ich dezidiert an technisch schweren Stücken. Neben dem Strauss-Konzert steht auch immer wieder das Mozart-Quartett auf dem Programm, damit es etwas Abwechslung gibt....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Mönnig Oboe mit seltsamer Hülse

      Hallo zusammen,
      Ich habe heute im Internetz eine Mönnig Oboe gesehen mit einer seltsamen Hülse dabei.
      Es war eine Albrecht Meyer. Die Hülse war abgeknickt. Habt ihr Kenntnis über so eine Hülse.
      Ich glaub das sich so ein Instrument viel angenehmer spielen lässt. ?( :alter1:
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      arundo donax schrieb:

      Arkon schrieb:

      ...ich habe mir allerdings aus einem alten Arbeitshandschuh einen Überzug für den besonders belasteten kleinen Finger gebastelt...

      ... ich habe noch aus Jugendtagen zwei ringförmige Lederstücke aus abgeschnittenen Fingern eines alten Leder-Fingerhandschuhs von meiner Mutter. Die ziehe ich mir über Zeige- und Mittelfinger (ich wickle mir beim Aufbinden den Faden immer nur über Zeige- und Mittelfinger, mein kleiner Finger ist also nicht belastet), aber nur über die Stelle, wo der Faden langläuft. Dadurch habe ich Feingefühl in der Hand, aber nichts schneidet ein, so dass ich keine Hemmungen habe, den richtigen, kräftigen Zug auszuüben. Damit komme ich super zurecht.

      Ansonsten ... ich werde es nicht zur Musikmesse schaffen, meine Termine laufen jetzt beruflich doch zu sehr voll. Aber ich versuche immer noch die Woche für Arosa freizuhalten. Endgültig entschieden bin ich noch nicht, ob ich hinfahre, weil es ja doch zeit- und kostenaufwendig ist. Wenn ich hinfahren würde, würde ich die Saint-Saens-Sonate als Stück mitbringen. Denn die habe ich damals nicht im Unterricht "gehabt" und deshalb nie erarbeitet. Das gäbe mir dann Motivation, sie mal ordentlich zu üben, und sie ist ja sowohl für den Ton wie für die Geläufigkeit ein gutes Stück. Sie ist nicht mein Lieblingsstück für Oboe, aber dafür für mich ganz frisch und neu, und es würde sich "lohnen", sie in der Schweiz mal mit guter Klavierbegleitung spielen zu können.

      Was meint ihr?

      Herzliche Grüße
      Sanipiano
    • Neu

      Sanipiano schrieb:

      Ansonsten ... ich werde es nicht zur Musikmesse schaffen,
      Schade :(


      Sanipiano schrieb:

      Aber ich versuche immer noch die Woche für Arosa freizuhalten. Endgültig entschieden bin ich noch nicht, ob ich hinfahre, weil es ja doch zeit- und kostenaufwendig ist. Wenn ich hinfahren würde, würde ich die Saint-Saens-Sonate als Stück mitbringen. Denn die habe ich damals nicht im Unterricht "gehabt" und deshalb nie erarbeitet. Das gäbe mir dann Motivation, sie mal ordentlich zu üben, und sie ist ja sowohl für den Ton wie für die Geläufigkeit ein gutes Stück. Sie ist nicht mein Lieblingsstück für Oboe, aber dafür für mich ganz frisch und neu, und es würde sich "lohnen", sie in der Schweiz mal mit guter Klavierbegleitung spielen zu können.

      Was meint ihr?
      Fahr hin ! ;)
      Und wenn Du diese Sonate schon immer mal können wolltest, wäre das doch prima .... andererseits könntest Du natürlich auch ein Lieblingsstück oder eines nehmen, dass Du demnächst irgendwann mal tatsächlich aufführen wollen würdest, und Dir hierfür noch Anregungen vom Profi holen ....
      Hast Du denn hier in D wieder Mitspieler oder gar ein Orchester, wo Du untergekommen bist ?
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Oboenhülse

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      Oh je, :neenee1: :versteck1: , das ist mir wirklich peinlich. Es ist eine oboe d,amore.
      Hallo Bernd wenn Du bei ebay unter Filter teuerste zuerst eingibst kommt sie sofort oben.
      Ich hatte nur Augen für das schöne Instrument. Na da habe ich mich ja schön zum Affen gemacht.
      Werde in Zukunft vorsichtiger sein. ape01 ape2 ape3 ,
      LG Arkon
    • Neu

      Arkon schrieb:

      Oh je, , das ist mir wirklich peinlich. Es ist eine oboe d,amore.

      Das Instrument habe ich jetzt gefunden! Und das, was man da abgebildet sieht, ist eindeutig keine Oboe d´amore, sondern eine "normale" Mönnig-Oboe. Aber bei der "gekrümmten Hülse" auf einem der Fotos handelt es sich um einen S-Bogen für Oboe d´ amore (oder noch wahrscheinlicher Englischhorn, wenn ich mir die Proportionen genauer anschaue!) - was der jetzt mit dem Instrument zu tun hat, ist mir völlig schleierhaft....

      Arkon schrieb:

      Na da habe ich mich ja schön zum Affen gemacht.
      Ach was - hast du nicht! Die ganze Angelegenheit ist einfach merkwürdig und verwirrend! Ganz von dem S-Bogen abgesehen frage ich mich, wer an die 9000 Euro für eine gebrauchte Mönnig (AM 150 oder 155?) auf den Tisch legen soll? Für nicht viel mehr Geld bekommt man die Oboe neu und hat Auswahl.....

      Es handelt sich um ein reichlich kurioses Angebot!

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      ich spiele ja leidenschaftlich gerne Tonleitern in allen Variationen. Jetzt habe ich mit 2 Heften von Salviani :) begonnen. Eines mit Übungen, das 2. mit Liedern für 2 Oboen. Da ich aber auch noch ein hoffnungsloser Träumer bin könntet Ihr mir das eine oder andere Notenwerk verraten das eine Oboe schön klingen lässt ??
      LG Arkon
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Bach, Bach und nochmals Bach :D
      Ganz meine Meinung! Besonders empfehlenswert finde ich die bei Boosey & Hawkes erschienenen Bachstudien von Evelyn Rothwell. Dieses Heft lag schon vor 35 Jahren ziemlich oft auf meinem Notenpult, und auch heute noch hole ich es gerne hervor, um mich z.b. mit der Sinfonia aus BWV 21 oder mit dem 1. Satz aus BWV 82 zu beschäftigen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      .... und von Telemann lohnt sich die Anschaffung der "Kleinen Kammermusik" ^^

      .... wobei ich zur Zeit dieses herrliche Vivaldi-Doppelkonzert RV 535 übe - das teilweise sogar auch alleine schon mit den 2 Oboen zusammen wunderschön ist - besonders den 2. Satz könnte man ganz ohne weitere Begleitung aufführen 8)


      Hier habe ich gerade zufällig ein interessantes Video über die "Original" Oboe da Cacchia gefunden:
      youtube.com/watch?v=cPvpyI-bmEM
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neue Erkenntnisse beim Rohrbau

      Neu

      Hallo zusammen,

      ich melde mich nach meinem langen Südafrikaurlaub wieder zurück und hoffe bei euch ist alles gut? :)

      Nach einer langen Oboenpause ging es direkt wieder richtig los. Haben mit der Rheinhessischen Bläserphilharmonie am Sonntag in Stadecken-Elsheim ein Konzert. Ist schon ziemlich schwieriges Programm und ich hoffe, wir zeigen uns von unserer besten Seite. Hatte am Probewochenende wiedermal unglaubliche Wasserprobleme und habe schon voller Verzweiflung Marc Schaeferdiek angerufen, ob er sich meine Oboe anschauen kann. Nachdem ich aber in den Archiven dieses Threads gesucht habe, bin ich auf einen Tip von Bernd gestoßen: Oberstück von der Oboe trennen, unten dicht machen und alle Klappen schließene und durch die Oboe blasen und die Oktavklappe wie beim Triller öffnen und schließen. Nachdem ich das gemacht und das ausgetretene Wasser mit Zigarettenpapier aufgenommen habe, lief es wieder einwandfrei. Lediglich Zigarettenpapier dranhalten hat nicht gereicht, aber mit dem durchpusten geht es super! Bin so dankbar für diesen Tip Bernd!! Das nimmt mir ziemlich viel Druck weg, weil ich weiß, dass ich was gegen die Wassermusik unternehmen kann :)

      Dann hab ich gestern angefangen meine neun aufgebundenen Rohre zu bearbeiten. Dabei ist mir ein Rohr besonders in Erinnerung geblieben:

      Ich habe es zunächste auf 71,5mm aufgeschnitten, um noch 0,5mm Luft zu haben. Habe es nach dem außenhobeln wie gewohnt nach meinen Maßen geschabt und beim anspielen klang das Rohr sehr trötig, intonatorisch instabil, hat aber sehr sehr gut angesprochen. Es war außerdem bestimmt 2-3 Herz zu tief. Habe es dann lediglich gekürzt ohne weitere Änderung vorzunehmen. War dann auf 71mm und auf einmal war das Rohr klanglich der absolute Traum. Ich konnte ganz frei in jeder Lage spielen, alle Töne waren weich und warm und die Oboe hat leicht vibriert, bzw. gesungen. Sowas habe ich noch nie in der Ausprägung erleben dürfen. Leider immernoch 1 Herz zu tief. Ich hatte schon Angst, weiter zu kürzen, aber es musste sein, weil ich nicht jeden Ton hochdrücken kann. Also nochmal gekürzt. Es war danach so gut wie keine Ansprache mehr vorhanden und so habe ich nachbearbeitet. Ansprache verlängert und den Übergang zur Ansprache nochmal angepasst. Und ihr ahnt es schon, es spricht gut an, aber der schöne volle und lebendige Ton war dahin. Bin dann irgendwo zwischen 70 und 70,5mm gewesen. Die Bahn ist entsprechend kürzer ausgefallen und vielleicht habe ich vorne zu viel weggenommen oder es liegt an der jetzt kürzeren Bahn.

      Was mich einfach gewundert hat ist, dass sich das Rohr durch einfaches kürzen in so ein Bombenrohr entwickelt hat, obwohl nur noch wenig Ansprache vorhanden war. Ich möchte aus dieser Erfahrung gerne meine Lehren ziehen und vielleicht etwas an meiner gewohnten Art Rohre zu bauen ändern, weiß aber nicht wo ich ansetzen soll. Anscheinend führt eine kürzere Ansprache bei einem Rohr, das gut durchschwingt zum Erfolg. Vielleicht ist das Holz auch entsprechend weicher gewesen.

      Wollte euch diese Erfahrung nicht vorenthalten :)

      Liebe Grüße,
      Thomas
    • Neu

      thomasflorence schrieb:

      Nachdem ich aber in den Archiven dieses Threads gesucht habe, bin ich auf einen Tip von Bernd gestoßen: Oberstück von der Oboe trennen, unten dicht machen und alle Klappen schließene und durch die Oboe blasen und die Oktavklappe wie beim Triller öffnen und schließen. Nachdem ich das gemacht und das ausgetretene Wasser mit Zigarettenpapier aufgenommen habe, lief es wieder einwandfrei. Lediglich Zigarettenpapier dranhalten hat nicht gereicht, aber mit dem durchpusten geht es super! Bin so dankbar für diesen Tip Bernd!! Das nimmt mir ziemlich viel Druck weg, weil ich weiß, dass ich was gegen die Wassermusik unternehmen kann
      Nix zu danken - ich hoffe nur, dass dir diese Vorgehensweise auch künftig etwas bringt! Bei der Marigaux, die ich für meine Kundenrohre verwende, hilft mir das nämlich mittlerweile auch nicht mehr richtig weiter. Wenn das Instrument einmal gründlich "abgesoffen" ist (und das passiert an den meisten Tagen nach einer gewissen Zeit), kann ich machen, was ich will: Für 2 Minuten herrscht Ruhe, und dann steht schon wieder alles extrem unter Wasser. Ich kann dann für diesen Vormittag eigentlich nur noch zu einem anderen Instrument greifen.... ;(


      thomasflorence schrieb:

      Dann hab ich gestern angefangen meine neun aufgebundenen Rohre zu bearbeiten. Dabei ist mir ein Rohr besonders in Erinnerung geblieben:

      Ich habe es zunächste auf 71,5mm aufgeschnitten, um noch 0,5mm Luft zu haben. Habe es nach dem außenhobeln wie gewohnt nach meinen Maßen geschabt und beim anspielen klang das Rohr sehr trötig, intonatorisch instabil, hat aber sehr sehr gut angesprochen. Es war außerdem bestimmt 2-3 Herz zu tief. Habe es dann lediglich gekürzt ohne weitere Änderung vorzunehmen. War dann auf 71mm und auf einmal war das Rohr klanglich der absolute Traum. Ich konnte ganz frei in jeder Lage spielen, alle Töne waren weich und warm und die Oboe hat leicht vibriert, bzw. gesungen. Sowas habe ich noch nie in der Ausprägung erleben dürfen.
      Ich arbeite viel mit hauchfeinen Schnitten. Jede Veränderung der Länge der Ansprache beeinflusst das Spielverhalten in aller Regel sehr deutlich. Leider ist es schwer, vorherzusehen, was passieren wird. Wenn ich Rohre minimal kürze, um die Höhe zu stabilisieren, geht der Schuss nicht selten auch nach hinten los, und die Höhe wird noch problematischer. Aber wenn ein Rohr zu leicht/zu instabil wirkt, muss ich ja irgendeine Maßnahme ergreifen, um es noch zu retten.

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Ich hatte diese Woche übrigens F&M angeschrieben mit der Frage, ob sie in FFM auch die "Virtuose" im Gepäck haben werden. Heute endlich habe ich eine konkrete Antwort bekommen, die da leider, leider jedoch lautet, dass sie dieses Instrument nicht im Laden haben :heul1: :schimpf1: :boese1:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Na, dann fahre ich wohl besser zu Henze. Neuss liegt ja eh viel näher als Frankfurt!

      Keine Sorge, Allegro - das war nur ein Witz! Es ist natürlich schade, dass F&M die "Virtuose" nicht im Gepäck haben werden, aber die Ausstellung im Marriott lasse ich mir auch dieses Jahr nicht entgehen. Die "Virtuose" läuft ja nicht weg; irgendwann kommt schon noch die Gelegenheit, ein solches Instrument auszuprobieren....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Es wäre Dir aber auch nicht zu verdenken, wenn Du nicht kämest .... für mich zumindest verliert die Veranstaltung dadurch enorm an Reiz und alleine würde ich da nun dieses Jahr nicht hingehen .... und es ärgert mich, dass ich das nicht eher gewusst habe - denn sonst hätte ich vor zwei Wochen die Henze-Ausstellung in Mainz besucht :heul1:
      Und ich wäre sehr an Deinem Urteil über dieses Instrument gewesen und wie Sie in Deinen Händen klingt, Bernd :(
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Und wenn Du diese Sonate schon immer mal können wolltest, wäre das doch prima .... andererseits könntest Du natürlich auch ein Lieblingsstück oder eines nehmen, dass Du demnächst irgendwann mal tatsächlich aufführen wollen würdest, und Dir hierfür noch Anregungen vom Profi holen ....
      Hast Du denn hier in D wieder Mitspieler oder gar ein Orchester, wo Du untergekommen bist ?
      Ja, ich hätte auch Gelegenheit, die Saint-Saens-Sonate aufzuführen. Bei uns in der Gemeinde gibt es einen ausgezeichneten Klavierspieler, und der hatte mich schon mal gefragt, ob wir sie im Gottesdienst spielen wollen. Die drei Sätze verteilt auf Prä-, Inter- und Postludium würde gut passen. Ich könnte ihn direkt jetzt fragen und einen Termin für Ende Juli ausmachen. Dann wäre ich so richtig motiviert, ordentlich zu üben.
      Ja, ein Orchester habe ich wieder. Das Orchester, in dem ich zuletzt gespielt habe vor der Ausreise, hat mir den Platz freigehalten bzw. ich hatte eine. ertretung organisiert. Es ist mittelgut bis gut und groß genug, um das klassische Sinfonieorchesterrepertoire zu spielen. Und wir wechseln uns mit erster und zweiter Oboe ab, was ich für Laienorchester am besten
      Liebe Grüße
      Sanipiano
    • Neu

      Sanipiano schrieb:

      Ja, ich hätte auch Gelegenheit, die Saint-Saens-Sonate aufzuführen. Bei uns in der Gemeinde gibt es einen ausgezeichneten Klavierspieler, und der hatte mich schon mal gefragt, ob wir sie im Gottesdienst spielen wollen. Die drei Sätze verteilt auf Prä-, Inter- und Postludium würde gut passen. Ich könnte ihn direkt jetzt fragen und einen Termin für Ende Juli ausmachen. Dann wäre ich so richtig motiviert, ordentlich zu üben.
      Für mich gehört die Saint-Saens-Sonate zu den besten drei Stücken, die nach der Barockzeit für Oboe und Tasteninstrument geschrieben wurden; der abgeklärte, stark reduzierte Altersstil, in dem die späten Bläsersonaten von Saint-Saens gehalten sind, spricht mich stark an. Wenn du die Gelegenheit hast, das Stück aufzuführen, nur immer ran! Allerdings solltest du die Schwierigkeit nicht unterschätzen - der 1. und der 2. Satz verlangen einem dynamisch eine Menge ab, und 3. Satz ist an ein paar Stellen manuell nicht ganz ohne.

      Allegro schrieb:

      Es wäre Dir aber auch nicht zu verdenken, wenn Du nicht kämest .... für mich zumindest verliert die Veranstaltung dadurch enorm an Reiz und alleine würde ich da nun dieses Jahr nicht hingehen ....
      Natürlich musst du nicht hingehen, weil du dich irgendwann mit mir verabredet hattest. Im Zweifelsfall besuche ich die Präsentation auch alleine.

      Was die "Virtuose" anbelangt, kann ich mir erst mal nicht vorstellen, dass sie noch besser als die Mönnig AM 155 ist. Heute bei der Oktettprobe war ich mal wieder absolut hin und weg von meinem Instrument. Ich stimme damit oben deutlich sicherer als je zuvor, und auf Tönen wie dem a2 und b2 kann ich ein Klangvolumen erzeugen, von dem ich früher immer nur geträumt habe. Dazu kommt eine vergleichsweise butterweich ansprechende Tiefe - wirklich viel Luft nach oben sehe ich da einfach nicht mehr.....

      Herzliche Grüße

      Bernd