Oboen-Frischlinge

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    • thomasflorence schrieb:

      Ja davon kann ich ein Lied singen Ich habe Marigaux mal geschrieben und ich werde wenn ich Zeit habe mal nach Paris fahren oder mein Instrument rüberschicken. Sie haben geantwortet, dass sie sicherlich etwas machen können. Weiß zwar nicht was es ist, aber den Technikern von Marigaux traue ich schon viel zu. Vielleicht verändern sie etwas an der Bohrung oder verwenden ein Mittel, das Wasser von der Bohröffnung zurückweist.
      Da bin ich mal sehr gespannt darauf, wie Marigaux das Problem angeht! An der Bohrung wird man wohl nichts verändern können, ohne gleichzeitig auch die grundsätzlichen Spieleigenschaften des Instruments zu verändern.

      Ich habe dir gegenüber ja wenigstens den Vorteil, dass ich die Oboe nicht im Konzert verwenden muss. Aber ich möchte sie schon gerne weiterhin bei der Endfertigung der Rohre einsetzen, weil nun mal viele Kunden Marigaux spielen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Und ich habe heute mal alle meine vorhandenen EH-Rohre mit dem Püchner-XL-S ausprobiert und siehe da: 5 von 8 sind damit wieder zum Leben erwacht :spock1: Da es ein 1er-S-Bogen ist, bin ich damit zwar grundsätzlich zu hoch, aber insgesamt schmiert mir auch mein Problemton, das c2, gar nicht bis deutkich weniger ab als vorher - und das bei nach wie vor den selben Rohren 8)


      Ich glaube, ich muss wirklich mal bei Püchner anfragen, ob man sich dort mal durch alle S-Bögen durchprobieren kann und dann mal einen Urlaubstag dafür hernehmen :rolleyes:


      @ Sanipiano, hast Du Dich eigentlich nun schon entschieden, ob Du nach Arosa fährst ? 8o
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Sanipiano schrieb:

      Das weißt du vermutlich besser als ich ... ich habe zwei Rohre von dir, und zwei mal im Bläsergeschäft gekauft... Mit dem Original-Bogen war das EH zu tief (440 Hz), und mit dem neuen passt es bei 443 ganz unproblematisch.
      Ich staune! Noch nie habe ich gehört, dass jemand auf einem alten Mönnig-EH mit dem originalen S-Bogen zu tief war - als Problem dieser Hörnchen gilt vielmehr allgemein die sehr hohe Grundintonation. Am 4.4. habe ich in Frankfurt noch mit Ludwig Frank genau über dieses Thema gesprochen.....

      Für meine Kundenrohre verwende ich schon lange ausschließlich die GuercioTyp B-Hülse. Damit bin ich auf den neuen Mönnig-S-Bögen ab dem h2 (gegriffen) einen Kilometer zu hoch. Beim c3 zeigt das Stimmgerät auch schnell mal ein cis (sprich fis) an, und ich kann den Ton beim besten Willen nicht so fallen lassen, dass er einigermaßen stimmt. Wenn ich es versuche, bricht er mir zusammen.

      Irgendwas scheine ich falsch zu machen, wenn ich EH spiele!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Also, das habe ich gleich mal ausprobiert und mich glaube ich wirklich geirrt. Mit dem modernen Mönnig S-Bogen Größe 2 (es steht eine 2 drauf) bin ich ziemlich exakt bei 443 oder etwas drüber (444). Dabei waren zwei Original-S-Bögen. Der kürzere ist viel zu hoch - Ludwig Frank sagte mir, das liegt daran, dass die Hülsen sich zu weit auf das Rohr schieben lassen. Der längere Original-S-Bogen ist bei den oberen Tönen deutlich zu tief und ab den Halbloch-Tönen und darunter deutlich zu hoch. Mit beiden klingt das Horn weniger gut als mit dem nach-Wende-Mönnig-Bogen. Aber mein EH ist auch aus dem allerletzten Vor-Wende-Jahr, 1988, vermute ich. Vielleicht war da dieser Fehler schon ein bisschen behoben...

      Viele Grüße
      Sanipiano
    • Sanipiano schrieb:

      Also, das habe ich gleich mal ausprobiert und mich glaube ich wirklich geirrt. Mit dem modernen Mönnig S-Bogen Größe 2 (es steht eine 2 drauf) bin ich ziemlich exakt bei 443 oder etwas drüber (444)
      Ja, das kann schon hinkommen - der 2er-S-Bogen ist der lange S-Bogen, und wenn man eher zu einer nicht so hohen Grundintonation wie ich :schaem1: neigt, dürfte das passen.

      Sanipiano schrieb:

      Der kürzere ist viel zu hoch - Ludwig Frank sagte mir, das liegt daran, dass die Hülsen sich zu weit auf das Rohr schieben lassen. Der längere Original-S-Bogen ist bei den oberen Tönen deutlich zu tief und ab den Halbloch-Tönen und darunter deutlich zu hoch. Mit beiden klingt das Horn weniger gut als mit dem nach-Wende-Mönnig-Bogen.
      Wenn man mich fragt, präsentieren sich die in den letzten dreißig Jahren vor der Wende gebauten Mönnig-Hörnchen in der Regel auch heute noch alles andere als schlecht - aber die Original-S-Bögen waren seinerzeit durch die Bank grottig! Ich habe (gerade auch während meines intensiven Kontakts mit der Firma in den 90ern) viele davon probiert, aber keinen einzigen auch nur als einigermaßen brauchbar empfunden. Mit "Fremdfabrikaten" (Lickman, Calamus - und offenbar auch Püchner Xl ;) ) erweisen sich die alten VEB-Hörnchen dagegen sehr oft als erstaunlich gute Instrumente. Ich glaube sofort, dass dein Horn mit dem neuen Mönnig-S vergleichsweise viel besser klingt als mit dem alten Vor-Wende-S-Bogen. Trotzdem passen die neuen Mönnig-EH-S-Bögen für mich nicht so gut zu den alten und neuen Mönnig-Englischhörnern wie die S-Bögen von Lickman und vor allem Calamus..... :!:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • So - ich habe gerade mit Herrn Stork von Püchner telefoniert und werde höchstwahrscheinlich am kommenden Donnerstag eine kleine Reise nach Nauheim unternehmen, um mich durch die 9 vorhandenen 2er XL-S-Bögen und den 1 vorhandenen 3er XL-S-Bogen durchzuprobieren 8o und auch mein Hörnchen bei der Gelegenheit mal einem Kurzcheck unterziehen zu lassen 8)

      Als ich Herrn Stork sagte, dass der XL-S-Bogen, den ich mir gerade geliehen habe, der bisher am besten auf mein olles Mönnig passende ist, meinte er: "Da sind Sie nicht die erste, die mir das sagt - das habe ich schon öfters gehört, dass die gut auf die alten Mönnige passen" :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Allegro schrieb:

      So - ich habe gerade mit Herrn Stork von Püchner telefoniert und werde höchstwahrscheinlich am kommenden Donnerstag eine kleine Reise nach Nauheim unternehmen, um mich durch die 9 vorhandenen 2er XL-S-Bögen und den 1 vorhandenen 3er XL-S-Bogen durchzuprobieren und auch mein Hörnchen bei der Gelegenheit mal einem Kurzcheck unterziehen zu lassen
      Mmmh, ich überlege gerade, ob ich dich bitten soll, mir auf Verdacht den deiner Meinung nach zweitbesten 2er S-Bogen mitzubringen! So richtig billig sind die Dinger ja nicht - ich lasse mir das bis übermorgen noch mal durch den Kopf gehen.....

      Karl Wentzel schrieb:

      Hat jemand einen Tip was ich mit 8 alten Oboenetuis (Sonora, Adler, Riec etc.) und einem älteren Rigoutat Doppelkoffer für Oboe und EH (mit Original Hülle - die braune wie sie früher war) anstellen könnte?
      Wie gut ist das Adler-Etui denn noch in Schuss? Eventuell hätte ich daran Interesse, da sich eine meiner Adler-Schüleroboen in einem ziemlich fragwürdigen Softcase befindet.

      Ansonsten habe ich leider auch keine Idee....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Mmmh, ich überlege gerade, ob ich dich bitten soll, mir auf Verdacht den deiner Meinung nach zweitbesten 2er S-Bogen mitzubringen! So richtig billig sind die Dinger ja nicht - ich lasse mir das bis übermorgen noch mal durch den Kopf gehen.....
      Tu das ^^
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • @ Bernd, Adler-Schüleroboen in einem ziemlich fragwürdigen Softcase

      Hallo Bernd - ich habe nun alle Etuis entsorgt, auch der Softcase meiner Adler-Schüleroboe (die ich übrigens um Klassen schlechter finde als meine raren halbautomatischen Sonoras) war in einem lausigen Zustand. Also - weg damit!
    • Hallo Karl,

      wenn der Zustand schlecht war, war die Entsorgung sicher die beste Maßnahme. Bei Thomann gibt es für um die 30 Euro neue Etuis, die durchaus brauchbar sind.

      Viele der Adler-Schüleroboen, die ich in den letzten Jahren angespielt habe, fand ich auch eher schlechter als die meisten alten Sonoras. Aber die Adler, von der ich in meinem vorhergehenden Posting gesprochen habe, ist richtig gut. Darauf könnte ich problemlos eine Mugge spielen! Und auch die Adler 4500, die ich am 4. April in Frankfurt ausprobiert habe, machte (endlich mal wieder!) einen sehr überzeugenden Eindruck.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Adler-Schüleroboen

      Genau meine Beobachtung - kann es sogar begründen: Ich stelle fest, daß die älteren Adler Schülermodelle (4000) von ihren Abmessungen her näher an den Vorwende - Mönnig Oboen lagen als an den Sonora Oboen. Diese sind länger und klangen ausgeglichener, besonder der Becher ist einfach wesentlich besser bei den Sonoras weil er etwas enger und länger ist. Mittlerweile sind aber die 4500 er Oboen von Adler HERVORRAGENDE Oboen (auch preislich ganz schön hoch). Ich spielte in Frankfurt auch auf so einer und hätte sie beinahe gekauft. Da ist wohl das ganze Bohrungsdesign überarbeitet worden - und es hat sich gelohnt! Ich verkaufe übrigens eine Adler Schüleroboe halbautomatisch für 2100 Euros - sie ist in einem sehr guten Zustand, jedoch hat die Schülerin sich für eine richtig teure Oboe entschieden.
    • Püchner XL-S-Bögen

      So - meine heutige Weltreise hat sich voll gelohnt :grins3:

      Wenn auch der 3er-S-Bogen nicht auf mein Mönnig passte (die Hülse war zu dick), so habe ich aber tatsächlich unter den 2er-S-Bögen einen gefunden, mit dem mein Hörnchen zu ganz neuem Leben erwacht ist 8)
      Wenngleich auch die Grundintonation je nach verwendetem Rohr immer noch leicht hoch ist, sind aber endlich alle Töne ausgewogen, ohne das irgendeiner herausplatzt, herausfällt oder abschmiert - auch das gegriffene c2 steht endlich total sauber da - zumindest mit Bernds Rohr :jaja1:
      Die Ansprache ist duchweg problemlos - und leise kann man mit dem Teil sogar auch spielen :D Der Klang ist auch schön ...
      Und das war am Ende auch der S-Bogen, den Herr Stork ebenfalls für den besten und schönsten auf meinem Hörnchen hielt ...

      .... und mein Hörnchen und meine Oboe sind nun auch neu eingestellt, sprechen wieder in allen Lagen super an und ich werde mich dann gleich mal dem neuen Spielgenuss hingeben :grins3:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Es ist einfach irre - ein komplett neues Spiel- und Hörgefühl mit meinem Hörnchen :spock1:
      Ich habe Herrn Stork übrigens mal gefragt, woran es liegt, dass S-Bögen immer so unterschiedlich ausfallen, obgleich es dafür doch auch exakte Schablonen usw. gibt. Die Antwort war: es liegt an der Versilberung, die zwar nur hauchdünn, aber dennoch nie gleich ist .... 8|
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Und mit diesem S-Bogen sind soeben noch mal 3 meiner ollen EH-Rohre wieder auferstanden 8)

      Und auch mein Oböchen spielt sich auf einmal sooooo leicht wie schon sehr lange nicht mehr :grins3: Und auch hier sind soeben die letzten als abgeblasen weggelegten Rohre allesamt wieder prima spielbar ..... :spock1:

      Man sollte sein Instrument doch öfter mal in fachkundige Hände geben zum neu einstellen und nicht nur alle paar Jahre mal :whistling:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neu

      Was das zunächst vielversprechende erste Rohr, welches ich mit der Varcol-Fasson von Reeds 'n Stuff gebaut habe, anbelangt, muss ich nun doch vermelden, dass es dieses Rohr nicht bis zum Verkauf an einen Kunden geschafft hat :( . Am Ende wurden leider meine Vorurteile gegenüber einer zu "straight", nämlich nahezu bauchlos verlaufenden Fassons bestätigt - es stehen jetzt noch zwei, drei weitere "Varcol-Fasson-Rohre" zum Test an, und danach geht die Schablone wahrscheinlich an Reeds 'n Stuff zurück. --

      In den Weiten des Internets bin ich eben auf dieses Zusatzgerät zum Bucher-Außenhobel gestoßen: arundomax.com

      Mit zunächst noch mal knapp 1500 Euro (ohne die offenbar immer mal wieder zu wechselnden Druckluftkartuschen, die weitere Nebenkosten verursachen) handelt es sich nicht unbedingt um ein billiges Vergnügen. Angesichts der Tatsache, dass der Bucher-Hobel laut Bucher-Werbung eh schon extrem präzise Ergebnisse liefert, drängt sich mir die Frage auf, inwieweit die Oboenwelt jetzt noch auf ein derartiges Teil gewartet hat?

      "Die elektronischen Bahnkontrolle "EASE" (Electronically Automated Surface Enhancement) erhält Informationen von einem hochauflösenden Umdrehungssensor und sorgt dafür, dass die parallelen Hobelbahnen beim Hin- und Herbewegen jeweils exakt um eine halbe Spurbreite versetzt positioniert werden. Zusätzlich sorgt ein Dämpfungsmechanismus dafür, dass auch bei höheren Geschwindigkeiten keine durch Vibrationen bedingten Scharten am Bahnbeginn entstehen...." heißt es auf der Arundomax-Website. Ich kapiere das erst mal nicht so ganz - inwiefern bieten denn diese parallelen, aber jeweils um eine halbe Spurbreite versetzten Hobelbahnen einen entscheidenden Vorteil? Kann sich das jemand von euch vorstellen und mir genauer erklären?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Der Artikelbeschreibung entnehme ich, dass das Gerät für den Außenhobel ist - nicht für den Innenhobel - oder habe ich da was überlesen ?

      Da ich jedoch keine Ahnung habe, wie genau ein "üblicher" Außenhobel arbeitet, kann ich natürlich nicht mal was näheres zu dem arundaMAX auch nur vermuten .... außer, dass ich bisher dachte, dass das Hobeln grundsätzlich bei allen Hobeln sowieso in parallelen Bahnen verläuft :pfeif:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Der Artikelbeschreibung entnehme ich, dass das Gerät für den Außenhobel ist - nicht für den Innenhobel - oder habe ich da was überlesen ?
      Ja, natürlich für den Außenhobel - von Bucher gibt es ja gar keinen Innenhobel! Ich habe mich da zu später Stunde vertan und den Fehler gerade ausgebessert. Danke für den Hinweis, Allegro!

      Allegro schrieb:

      .... außer, dass ich bisher dachte, dass das Hobeln grundsätzlich bei allen Hobeln sowieso in parallelen Bahnen verläuft
      Das dachte ich bislang auch..... :pfeif: :pfeif:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Bernd und alle anderen Interessenten: Ich kann es erklären, es ist durchdacht und basiert auf Erfahrungen mit dem Bucher Aussenhobel. Bin aber gerade mit Reisevorbereitungen für bdrs.org.uk/handel/ berschäftigt, wo ich am Samstag die Händelsche Feuerwerksmusik spielen werde. Danach, kommende Woche kann ich gerne den Arundomax mit seinen Feinheiten erklären. Gruß an alle Oboistinnen und Oboisten!