Oboen-Frischlinge

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    • arundo donax schrieb:

      Den "kleinen, zaghaften Ton" würde ich nach dem, was ich von dir immer in Frankfurt gehört habe, nicht bestätigen wollen.
      Oh - dieses Dein Urteil freut mich aber sehr 8o

      Aber wie das halt immer so ist mit dem Vorführeffekt ... und im Prinzip stimmt das schon - zumindest für mein alltägliches Üben .... meine Lehrerin meinte im letzten Jahr auch, dass ich den schönen, vollen Klang, den ich nach meinem ersten Kurs bei Simon Fuchs hatte, häufig nicht mehr hätte :schaem1:

      Mein Problem ist halt: man selber hört sich ja erstens ganz anders als andere einen hören; und zweitens traue ich mich eigentlich nie wirklich, mit viel Power zu spielen wegen der Nachbarn ;( Heute hat sich zwar niemand beschwert, aber wirklich viel gespielt haben wir heute ja auch nicht ....

      Übrigens: mein neuer Lehrer spielt eine Bulgheroni und klingt darauf wirklich schön ^^
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • @Allegro
      Das klingt ja vielversprechend. Drücke die Daumen dass es auch gut weitergeht :thumbsup:


      @Karl Wentzel
      Möglicherweise lebe ich hier in paradiesischen Zuständen bzw. meide auch suboptimale Settings, weil ich es selbst leid bin. Als Amateurin kann ich mir das erlauben, wenn man von Musik lebt, sieht das natürlich anders aus. Allerdings kenne ich es tatsächlich so, dass der Kantor für größere Projekte die Musiker nicht selbst einzeln zusammensucht, sondern ein Ensemble engagiert. Dieses hat dann jemanden, der die Orga macht und sich dafür (hoffentlich) einen entsprechenden Honoraranteil einplant. Wer dann konkret im Orchester sitzt entscheidet das Orchestermanagement. Da wird i. d. R. auch abgesprochen, welches Material verwendet wird und wer es beisteuert. Ich habe es durchaus schon erlebt, dass das Orchester eigenes Material hat und auch nutzen möchte. Bei den Streichern müssen ja auch die Striche eingetragen werden und das ist - dort wo ich rumkomme - Job der jeweiligen Stimmführer.

      Ansagen im Stil von: "jetzt bitte 1 Takt nach "blüht die Natur" gehen tatsächlich nicht und da bin ich beim Bashen mit dabei!

      Im Chor ist es in der Tat üblich, dass die Sänger sich ihren Klavierauszug privat kaufen. Wer gar kein Geld hat, kauft evtl. nur die Chorstimme, sofern verfügbar. Mittlerweile gibt es die ersten Klavierauszüge in "Großdruck" - hat mich fast vom Stuhl gehauen, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, aber der Markt scheint da zu sein. Die Haare der Choristen werden grauer und die Scheitel breiter.

      In meinem aktuellen Projekt wurde tatsächlich länger überlegt, ob das beim Orchester vorhandene Material zu der frischen Neuausgabe, die Chor und Dirigent nutzen passt. Aber aus rein wirtschaftlichen Überlegungen. Der Orchesternotensatz kostet 500EUR, die nicht mal eben locker flockig drin sind. Die Etats bei den Kirchenmusikern sind oft lächerlich niedrig. Selbst auf großen (A) Stellen reicht der von der Gemeinde getragene Finanzierungsbeitrag gerade aus, um 1x im Jahr einen Kantatengottesdienst machen zu können. Alles darüber muss anderweitig finanziert werden. Im Unterschied zu den freien Chören sind immerhin die Leitung und ein Probenraum gesichert. Das war es aber auch, wenn man nicht Sponsoren (Dekanat, Kulturamt der Stadt, freie Wirtschaft, Privatspender) auftut.
    • Die einschlägigen Verbände haben oftmals Notenbibliotheken, es kommt meist darauf an, ob und wo der Veranstalter Mitglied ist.

      Beim Verband deutscher Konzertchöre bzw. den jeweiligen Landesverbänden könntest du schauen.

      Bundesverband deutscher Liebhaberorchester

      Die evangelische Kirche hat üblicherweise in jeder Landeskirche ein Amt für Kirchenmusik mit Notenbibliothek, hier mal beispielhaft ein Link nach Hessen-Nassau. Bei den Katholiken weiß ich nicht, wie es um die Organisation bestellt ist.

      Möglicherweise hilft in der Praxis nur netzwerken und wissen, wen man fragen könnte. Wir hatten für ein - allerdings bis dato nicht verlegtes Werk - mal Glück und konnten tasächlich vom RIAS ausleihen.
    • Neu

      Mal eine kurze Wasserstandsmeldung zu meinen beiden Mönnig-155 AM-Oboen: Die im April 2019 erworbene Mönnig 2 aus Grenadill hat tatsächlich im Moment gegenüber der Mönnig 1 aus Veilchenholz die Nase ein wenig vorne. Sie klingt noch etwas voller und komplexer; außerdem ist der Stand der Töne in der Höhe (insbesondere betrift das meinem Angstton a2) eine Spur stabiler. Diese Vorteile überwiegen die Nachteile, die in einem leicht anfälligeren f2 (auch die Mönnig 1 neigt auf diesem Ton im Fortissimo zum Eiern, aber bei der Mönnig 2 bricht das f2 schon früher aus, wenn man Gummi gibt) und in einem tendenziell zu hohen d3 (dem aber durch Abdecken mit der C-Klappe ganz gut beizukommen ist) bestehen.

      Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung der beiden Instrumente in den nächsten Jahren! Fakt ist in jedem Fall, dass ich zuvor noch nie etwas vergleichbar Gutes in den Händen hatte - von irgendwelchen Marigauxen will ich gar nicht erst reden, und die Cocobolo-Adler klang (klingt) zwar sehr schön, aber hatte (hat) dann doch gravierende Schwächen (schlechtere Ansprache in der Tiefe, im piano problematisches g1).

      Verbesserungsbedürftig bei der Mönnig 155 AM ist aus meiner Sicht nur das tendenziell etwas zu tiefe und zu instabile f2. Vielleicht wäre es eine vernünftige Maßnahme, die Oboe serienmäßig mit F-Resonanz-Klappe zu bauen..... :alte1: .... denn damit nachrüsten lassen möchte man ein ansonsten exquisites Instrument ja auch wieder nicht so gerne.... :alter1:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Das ist ja wirklich interessant ... da bin ich auch gespannt auf die weitere Entwicklung .... :rolleyes:

      Was ich Dich noch fragen wollte: wenn Du demnächst ein Stück vom WO mitaufführen darfst (wie ich einem Posting von Dir im Weinforum entnahm ^^ ) - darfst Du dann an die 1. oder 2. d`Amore ? Und kommt dann Dein herrliches delSol-Instrument zum Einsatz ? 8o
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Am 4. Advent sitze ich beim WO 1-2-3-6 "nur" am Englischhorn, was mir angesichts des vergleichsweise viel geringeren Stressfaktors- man denke an die Nummer 3 der 1. Kantate! - aber durchaus sehr lieb ist! Bis auf die Anfahrt (es geht ca. 100 Kilometer in die tiefste Eifel) wird das eine vergleichsweise gemütliche Angelegenheit....

      Und an Heiligabend spiele ich zwar 2. Oboe d´ amore, aber lediglich in der 5. Kantate, die ja im Gegensatz zur 1., 3., und 6. Kantate keine mit zwei d´ amoren begleitete Arien aufweist. Der Eingangschor ist zwar nicht so ganz ohne, wenn er in einem fetzigen Tempo (wovon ich ausgehe) interpretiert wird, aber im WO gibt es genug Nummern, die ich als weitaus heikler empfinde (Stichwort Echoarie :D :S ).

      Das delSol-Instrument neigte zwischenzeitlich auch mal zum Schwächeln - aber dazu schreibe ich künftig mehr.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Tipp für locker sitzendes EH-Rohr

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      Hallo Leute,
      hier mal eine Frage an die erfahreneren Englischhornist(inn)en unter Euch. Nach langer Pause (letztes EH 2006 ausgeliehen und gespielt) bin ich vor einigen Monaten mit einem eigenen gebrauchten EH wieder eingestiegen. Es ist ein Graessel EH mit Vollautomatik (ein wirklich schön und richtig intonierendes Instrument). Dabei waren zwei S-Bögen, ein originaler (sehr alt, sehr kurz und hoch intonierend) und ein 3er von FOX, mit dem sich gut spielen lässt. Leider sitzt nun eines meiner Rohre sehr locker auf und am Ende des ersten Solos "Aus der neuen Welt" geht es regelmäßig vom S-Bogen ab mit "Absturzgefahr". Hat einer von Euch einen erpobten Trick, um auch dieses schöne Rohr verwenden zu können. Dachte schon an dünnes Isoband, aber wollte mal bei den Spezialisten anfragen :-).
      LG
      "Music is the voice of the all - the divine melody - the cosmic rhythm - the universal harmony." aus Music for all of us (Stokowski, 1943)
    • Tipp für locker sitzendes EH-Rohr

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      Meine Lösung des Problems (welches ich bei Verwendung eines Lickman-S-Bogens auf meinem alten Mönnig-EH hatte) bestand darin, dass ich den S-Bogen an der Spitze mit Schmirgelpapier etwas angerauht habe.

      Zuvor habe ich es mit einem Stück Schlauch oboe-shop.de/de/abdichtungsschlauch-543.html , welches über die Hülse und den S-Bogen gezogen wird, versucht. Um den Schlauch verwenden zu können, muss man aber den bei den Guercio-Hülsen vorhandenen Korken entfernen. Und insgesamt ist das Hantieren mit dem Schlauch so umständlich, dass sich diese Methode in der Praxis für mich nicht bewährt hat.

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Lieber Bernd,
      danke für die Tipps. Werde es mal mit dem Anrauhen probieren. Trotzdem ist das mit dem Schlauch auch eine interessante Lösung.
      LG
      "Music is the voice of the all - the divine melody - the cosmic rhythm - the universal harmony." aus Music for all of us (Stokowski, 1943)
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      Ich hatte es mit dem Schlauch auch schon versucht - und es ist eine sehr elende Frickelei ... ich habe ihn dann 1 oder max. 2 x verwendet und bin dann auch zum Schmiergelpapier übergegangen ....
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés