Oboen-Frischlinge

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    • Melione schrieb:

      Solange ein Musikstück das Leben auch nur eines Menschen bereichert, so ist es, meine ich, gut.
      Ich sehe das genau so.

      Es mag objektive Kriterien geben, nach denen man Musik beurteilen kann (Komplexität, Originalität, ...). Aber diese Kriterien können nie zu einer objektiven Bewertung als "gut" oder "schlecht" führen.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • AlterOboist schrieb:

      Die Herren Spohr, Onslow und Klughardt haben musikalisch ja nicht so den "Footprint" hinterlassen.

      Kennt jemand die Kompositionen genauer?
      Das Klughardt-Quintett habe ich schon mehrfach im Konzert gespielt. Neben den Quintetten von Nielsen und Förster halte ich es für das Beste, was jemals für Bläserquintett geschrieben wurde. Und das Onslow-Quintett kenne ich auch sehr gut aus der eigenen Praxis. Auch das ist ein schönes Werk.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      AlterOboist schrieb:

      Die Herren Spohr, Onslow und Klughardt haben musikalisch ja nicht so den "Footprint" hinterlassen.

      Kennt jemand die Kompositionen genauer?
      Das Klughardt-Quintett habe ich schon mehrfach im Konzert gespielt. Neben den Quintetten von Nielsen und Förster halte ich es für das Beste, was jemals für Bläserquintett geschrieben wurde. Und das Onslow-Quintett kenne ich auch sehr gut aus der eigenen Praxis. Auch das ist ein schönes Werk.

      Herzliche Grüße

      Bernd
      Das klingt ja dann vielversprechend.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Neu

      Ob das Klughardt-Quintett etwas für Allegro ist, weiß ich nicht. In der langsamen Einleitung des Finales wagnert es ordentlich....

      Onslow gehört eher in die frühromantische Schublade. Zu Lebzeiten war der Komponist für seine Streicherkammermusik sehr bekannt; mittlerweile ist sein Ruhm (womöglich etwas zu Unrecht) deutlich verblasst. Das Bläserquintett verfügt über einen sehr ausdrucksvollen langsamen Satz, der allerdings für den Oboisten aufgrund der vielfach sehr tiefen Lage nicht leicht zu meistern ist. ---

      Mittlerweile hat auch eine gute Bekannte/Freundin/Kollegin ihre von Frank & Meyer generalüberholte Marigaux zurückerhalten. Generell ist sie sehr zufrieden, aber auch bei ihr gibt es ein kleines Detail-Problem, welches die Cis-Klappe betrifft. Um was es genau geht, habe ich am Telefon nicht ganz kapiert, aber morgen habe ich Gelegenheit, das Instrument, welches wahrscheinlich ebenfalls nach Berlin zurückgehen wird, auszuprobieren.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Ob das Klughardt-Quintett etwas für Allegro ist, weiß ich nicht. In der langsamen Einleitung des Finales wagnert es ordentlich....
      Das kommt ganz darauf an, ob es nach Ring oder Tristan wagnert oder nach Holland oder Nürnberg :D
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Sanipiano schrieb:

      Ja, das habe ich auch mal gespielt; wirklich überraschend schön und romantisch, richtig gute Musik.
      Freut mich sehr, dass du das auch so siehst!

      Von Klughardt gibt es ja zudem noch die "Schilflieder" für Oboe, Bratsche und Klavier. Auch diese Komposition halte ich für richtig gute Musik. Dagegen kommen mir die Sinfonien des Meisters ziemlich platt vor - während mir das Streichquintett op.62 (ich habe mich in den letzten zwei Jahren etwas eingehender mit Klughardts Werken beschäftigt) wiederum sehr gut gefällt.

      Alles in allem handelt es sich um einen Komponisten, der zweifelsohne mehr Aufmerksamkeit verdient hätte!

      Allegro schrieb:

      Das kommt ganz darauf an, ob es nach Ring oder Tristan wagnert oder nach Holland oder Nürnberg
      Puh, in welche Richtung es wagnert, vermag ich nicht so ohne weiteres zu sagen. Der Tristan und die Meistersinger hängen ja in ihrer Gegensätzlichkeit an den Enden zusammen - besonders evident wird das angesichts des wunderbaren Orchester-Selbstzitats, zu dem Hans Sachs im dritten Akt der Meistersinger die Worte "Mein Kind, von Tristan und Isolde kenn ich ein traurig Stück...." singt. Und welche der beiden Opern mich am Ende mehr begeistert, weiß ich nicht. Der diatonische Meistersinger-Optimismus übt eine genauso gewaltige Faszination auf mich aus wie der chromatische Tristan-Pessimismus. Für das überragende Genie Wagners spricht es, dass er die beiden Kehrseiten der Medaille mit der gleichen musikalischen Überzeugungskraft gestalten konnte.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Ich lasse mich einfach überraschen ^^

      Ich höre gerade aus der aktuellen, noch frei zugänglichen Playlist der Berliner Philharmoniker eine Mozart-Arie (Dirigent Claudio Abbado) und da hat die Oboe eine deutliche Solorolle 8o - aber den Oboisten kenne ich nicht 8|
      An der zweiten Oboe sitzt Dominik Wollenweber und an der ersten Flöte Emmanuel Pahud ... aber der 1. Oboist ist keiner der bekannten Verdächtigen ?( Hat jemand eine Ahnung, wer das ist ? Die Aufführung ist von 2011.

      digitalconcerthall.com/de/playlist/23#
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Ich lasse mich einfach überraschen ^^

      Ich höre gerade aus der aktuellen, noch frei zugänglichen Playlist der Berliner Philharmoniker eine Mozart-Arie (Dirigent Claudio Abbado) und da hat die Oboe eine deutliche Solorolle 8o - aber den Oboisten kenne ich nicht 8|
      An der zweiten Oboe sitzt Dominik Wollenweber und an der ersten Flöte Emmanuel Pahud ... aber der 1. Oboist ist keiner der bekannten Verdächtigen ?( Hat jemand eine Ahnung, wer das ist ? Die Aufführung ist von 2011.

      digitalconcerthall.com/de/playlist/23#

      Hier: lucasmaciasnavarro.com/home

      Holliger-Schüler.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Neu

      Heute abend um 19.00 Uhr gibt das hr-Sinfonieorchester bei seinen Stage@sevenLivestream-Konzerten Folgendes:

      Antares-Ensemble
      hr-Sinfonieorchester
      Semyon Bychkov
      , Dirigent

      Richard Strauss
      Serenade Es-Dur op. 7 für 13 Bläser

      Ludwig van Beethoven
      2. Sinfonie

      hr-sinfonieorchester.de/livest…s-stage-at-seven-110.html

      Der Stream ist übrigens auch anschließend noch auf der website abrufbar (und einige Tage später auch auf youtube).

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      Und wer mal was ganz ohne Doppelrohrblatt ;) , stattdessen mit Orgel und Streichern hören mag, dem empfehle ich das Stage@seven-Konzert vom 24.5.; da gab es u.a.

      Johann Sebastian Bach/Antonio Vivaldi
      Concerto a-Moll (nach BWV 593)
      (Transkription für Orgel und Streicher von Marcel Dupré)

      Georg Friedrich Händel
      Orgelkonzert B-Dur op. 4 Nr. 6

      mit Iveta Apkalna an der Orgel und die beiden Stücke gefallen mir ausnehmend gut :verbeugung2:

      hr-sinfonieorchester.de/media/…en-18-24-05-2020-100.html


      (der Bach beginnt bei ca. Min. 1:10 und der Händel bei ca. Min. 42.10)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Und wer mal was ganz ohne Doppelrohrblatt , stattdessen mit Orgel und Streichern hören mag, dem empfehle ich das Stage@seven-Konzert vom 24.5.; da gab es u.a.
      Wiederum mit Doppelrohrblatt konnte man vor ein paar Tagen den jungen Solofagottisten des Orchesters Theo Plath mit Mozarts Fagottkonzert hören, auch das wie alle diese Konzerte noch bei Youtube verfügbar!
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Ja - das habe ich auch schon zweimal genossen ^^
      Ich auch ^^
      Dieses Fagottkonzert ist sicher nicht eine von Mozarts stärksten Eingebungen, sagen auch die Fagottisten, aber wir können froh sein, dass Mozart ein Konzert für Fagott geschrieben hat. Und ich kann es immer wieder mit Vergnügen hören. :)
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Neu

      Im Februar habe ich den Fagottisten Bram van Sambeek mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und diesem Mozart-Fagottkonzert live gehört, ich habe hier im Forum kurz darüber berichtet. Da die NWD mit dem Programm eine Konzertreise nach Holland unternommen hat, kann man eine Aufnahme davon finden:
      nporadio4.nl/concerten/9320-bram-van-sambeek-in-mozart
      Obwohl ich das Konzert ganz gut kenne und schon sehr oft gehört habe, hat van Sambeek mich damals überrascht - und das ist schon sehr viel bei diesem Konzert, das sich, wie gesagt, beim Hören vielleicht ein Bisschen schneller abnutzt als die allerbesten und allerberühmtesten späteren Werke von Mozart. Ich müsste die Aufnahme nochmal hören, aber in meiner Erinnerung an den Live-Eindruck hat van Sambeek stark aus dem Geist der Historischen Aufführungspraxis heraus gespielt, mit markanter Artikulation, viel Energie und Schwung (den brauchen die Ecksätze definitiv!) und als Solist ungewöhnlich stark ins Tutti zurücktretend. Theo Plath, dessen Auftreten ich unheimlich sympathisch und natürlich finde, und bei dem ich bewundere, wie schnell er schon wie weit gekommen ist [Ist es nicht irgendwie unfair, es so jung schon so weit gebracht zu haben? Der Mann ist fünf Jahre jünger als ich, habe ich ergoogelt, sieht noch jünger aus, gewinnt Preise und ist Solofagottist in einem Rundfunkorchester. Jetzt möchte ich nicht Solofagottist in einem Rundfunkorchester sein, aber es geht um´s Prinzip... ich fühl mich alt! :P ], Theo Plath also spielt demgegenüber für meine Ohren absolut tadellos, sehr sicher, mit schönem Klang, aber überhaupt nicht ohrenöffnend.

      Edit: Hier ist der Link zu Plaths Aufnahme, falls jemand mithören und mitvergleichen möchte: youtube.com/watch?v=QfhxZMUy9DU
      Und wenn es für angebracht gehalten wird, können die letzten Beiträge auch gerne in den Thread zu Mozarts Fagottkonzert geschoben werden, vielleicht bekommt der ja dadurch eine kleine Wiederbelebung. :) ;)
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Neu

      Cherubino schrieb:

      aber wir können froh sein, dass Mozart ein Konzert für Fagott geschrieben hat.
      :thumbsup:

      Cherubino schrieb:

      Und ich kann es immer wieder mit Vergnügen hören.
      Ich auch :D

      Cherubino schrieb:

      aber überhaupt nicht ohrenöffnend.
      Darunter kann ich mir nun nicht allzuviel vorstellen - wie genau meinst Du das ?


      Theo Plath spielt eben übrigens auch gerade mit bei der Serenade für 13 Bläser .......... und an der 1. Oboe steht wieder Juan Luis Garcia Vegara (schon die ersten Töne sind wieder traumhaft schön :love: ) und an der 2. Michael Höfele - diesmal wieder mit einer noch anderen Oboe als das letzte Mal :/
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
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      Cherubino schrieb:

      Dieses Fagottkonzert ist sicher nicht eine von Mozarts stärksten Eingebungen, sagen auch die Fagottisten, aber wir können froh sein, dass Mozart ein Konzert für Fagott geschrieben hat.
      Um mal wieder eine Minderheitenmeinung :versteck1: ;) zu vertreten: Von allen Bläserkonzerten Mozarts gefällt mir das Fagottkonzert mit Abstand am besten! Das Rondo/Menuett kann ich immer wieder hören, ohne dass es zu Abnutzungserscheinungen kommt, während mir das Finale des Klarinettenkonzerts mittlerweile regelrecht auf den Zeiger geht.

      Cherubino schrieb:

      Im Februar habe ich den Fagottisten Bram van Sambeek mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und diesem Mozart-Fagottkonzert live gehört, ich habe hier im Forum kurz darüber berichtet.
      Die Aufnahme mit Bram van Sambeek und der Nordwestdeutschen Philharmonie habe ich kürzlich auf einem niederländischen Klassiksender verfolgt. Mir gefiel sie - von ein paar für meine Ohren dann doch zu hippen Details abgesehen - sehr gut. Van Sambeek macht schon richtig was los.

      Herzliche offtopische Grüße

      Bernd
    • Neu

      Nun habe ich mir die Aufnahme mit Bram van Sambeek auch angehört und ja: das ist einiges mehr an Ausdruck und Schwung da als bei Theo Plath - wenngleich mir da mal wieder zu viel Vibrato ist ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés