Oboen-Frischlinge

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    • Zwielicht schrieb:

      Das ist Giorgi Gvantseladze, seit 10 Jahren einer der beiden Solooboisten des Bayerischen Staatsorchesters. Den hat Petrenko für sein erstes Konzert nach seiner Berufung zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker quasi aus München mitgebracht.

      staatsoper.de/biographien/deta…/gvantseladze-giorgi.html

      :wink:
      Vielen Dank für die Info und die Aufklärung des Rätsels.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Ich habe mir die Haffner-Symphonie-Aufnahme noch mal ganz genau angeschaut. Auch Giorgi Gvantseladze muss offenbar auf seiner Marigaux M2 das g2 mit B-Klappe und das fis2 mit es-Klappe permanent intonatorisch tiefer drücken.
      Typisches Marigaux-Problem, von dem ich dachte, dass es eigentlich durch das Design der M2 behoben sein sollte ;(
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Aber er klingt ganz wunderbar und spielt sehr, sehr schön :verbeugung2:
      Ist ja auch ein Leleux-Schüler :D


      Wobei ich denke, dass es das wirklich perfekte Instrument eh nicht gibt ... also mindestens einen Schwachpunkt hat jedes Instrument ....
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Aber er klingt ganz wunderbar und spielt sehr, sehr schön
      In der Tat. Und das ist nicht zuletzt auch der M2 zu verdanken. Sie klingen halt schon prima, die Marigauxen :) weshalb ich auch meine niemals hergeben würde.
      Irgendwie auch lustig, dass in dieser Konstellation Hartmann an der 2. Oboe klanglich genau diametral ist. Die Differenzen in der Klangschönheit hört man manchmal recht deutlich durch.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Allegro schrieb:

      also mindestens einen Schwachpunkt hat jedes Instrument ...
      Das ist sicher richtig, aber Marigaux wollte ja eigentlich mit dem neuen M2 Design die Tonlöcher endlich dahin setzen können, wo sie hingehören, und damit auch die Intonation "richtiger" hinbekommen.

      Was ich bisher gehört habe, stimmen manche M2 schlechter als die 900/2000-Modelle, was schon ein bisschen merkwürdig ist.

      Ich habe mit meiner 2001 ziemlich Glück gehabt, die stimmt recht gut.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Ich habe mir das video eben noch mal angesehen - das Rohr, an dem er da arbeitet, nimmt er nur für einen ersten Krähtest in den Mund :rolleyes: also an 5 Minuten bis zum wirklich fertigen Rohr glaube ich nicht .... noch dazu, wo die Schabeszene im Viedeo nur wenige Sekunden dauert ....


      Ich habe gestern mal wieder das Klughardt-Concertino rausgekramt und muss sagen: jetzt macht es langsam richtig Spaß :D
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Ich habe mir das video eben noch mal angesehen - das Rohr, an dem er da arbeitet, nimmt er nur für einen ersten Krähtest in den Mund :rolleyes: also an 5 Minuten bis zum wirklich fertigen Rohr glaube ich nicht .... noch dazu, wo die Schabeszene im Viedeo nur wenige Sekunden dauert ....


      Ich habe gestern mal wieder das Klughardt-Concertino rausgekramt und muss sagen: jetzt macht es langsam richtig Spaß :D
      Es gibt auch ein längeres Video hier: go.platformpurple.com/shop/2538?e=leapingbrain
      Da spielt er wirklich drauf, und gar nicht schlecht.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Dieses vollständige Video kannte ich in der Tat noch nicht 8o
      Das ist ja echt der Hammer, wie er da tatsächlich in 5 Minuten ein schon fast perfektes Rohr hinschabt :verbeugung2: - noch dazu ohne jegliche Messgeräte :D Er weist zwar ausdrücklich darauf hin, dass es in den nächsten Tagen eingespielt und weiter feinbearbeitet werden muss - aber das Ausgangsrohr klingt schon echt gut :spock1:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Dieses vollständige Video kannte ich in der Tat noch nicht 8o
      Das ist ja echt der Hammer, wie er da tatsächlich in 5 Minuten ein schon fast perfektes Rohr hinschabt :verbeugung2: - noch dazu ohne jegliche Messgeräte :D Er weist zwar ausdrücklich darauf hin, dass es in den nächsten Tagen eingespielt und weiter feinbearbeitet werden muss - aber das Ausgangsrohr klingt schon echt gut :spock1:
      Was insbesondere erstaunlich ist, wenn man die Nahaufnahme des Rohres sieht. Die Schabung ist ziemlich unsymmetrisch.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Hallo miteinander
      An dieser Stelle möchte ich mich als bisher stiller Mitleser des Threads einschalten. Giorgi Gvantseladze hat vor kurzem auf seiner Instagram-Seite folgendes Video veröffentlicht:
      youtu.be/78vCbcdgiNE

      Ziemlich vergleichbar mit Leleux's Art und Weise (auch von der Dauer der Herstellung...), aber viel anschaulicher und genauer gezeigt.

      Ich werde mich bei Gelegenheit immer mal wieder zuschalten ^^ Schönen Tag euch noch.
    • Herzlich willkommen hier im Thread, d8s99cc!

      In 5 Minuten kann man kein dauerhaft gutes Rohr bauen. Das ist meiner Erfahrung/Auffassung nach völlig unmöglich.

      Ich melde mich im Laufe der Woche noch mal ausführlicher zum Thema - momentan bin ich anderweitig in Anspruch genommen...

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Das wird spannend.

      Leleux sagt ja auch, dass er ein so begonnenes Rohr über mehrere Tage nacharbeitet. Es ist also nach 5 min keineswegs fertig. Ich würde sein 5 Minuten-Rohr eher mit einem Zustand vergleichen, wie es von einem Aussenhobel kommen würde.

      Sowohl Leleux als auch Gvantseladze spielen meines Erachtens mit einem beneidenswert schönen weichen und vollen Ton, der mir persönlich besser gefällt als z. B. der von Albrecht Mayer, insofern würde mich ihre "unorthodoxe" Rohrbautechnik und die Gründe dafür durchaus interessieren. Die Methode scheint ja offenbar für zumindest zwei Profis gut zu funktionieren.

      Knackpunkt scheint die relativ einfach erreichbare "W"-Schabung zu sein.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • AlterOboist schrieb:

      Sowohl Leleux als auch Gvantseladze spielen meines Erachtens mit einem beneidenswert schönen weichen und vollen Ton, der mir persönlich besser gefällt als z. B. der von Albrecht Mayer
      Ja - mir geht das ganz genauso. Leleuxs Klang ist für mich persönlich einfach nur der Oboenhimmel :love:

      Was Leleux auch betont hat, ist die Verwendung seiner ganz eigenen Fassonform, wobei er natürlich keine Details verrät :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      AlterOboist schrieb:

      Sowohl Leleux als auch Gvantseladze spielen meines Erachtens mit einem beneidenswert schönen weichen und vollen Ton, der mir persönlich besser gefällt als z. B. der von Albrecht Mayer
      Ja - mir geht das ganz genauso. Leleuxs Klang ist für mich persönlich einfach nur der Oboenhimmel :love:

      Was Leleux auch betont hat, ist die Verwendung seiner ganz eigenen Fassonform, wobei er natürlich keine Details verrät :rolleyes:

      Sicher? In seinem Video erwähnt er, dass er die "alte" Rigoutat -2 Fasson verwendet, 47mm Hülsen von Rigotti/Marigaux (= Chiarugi Typ 2) sowie relativ dickes Holz (>= 58/100mm).
      Ich denke aber, Holzqualität und Schabeart geben am meisten Ausschlag.
      Die "W"-Form soll ja recht flexible Rohre ergeben.
      Viele Grüße
      Bernhard
    • Sicher ? Nein - nur soweit mein englisch reicht, um das von einem Franzosen gesprochene zu verstehen ^^
      Dann hast Du wohl mehr verstanden als ich, wenn Du die Fassonform benennen kannst ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Leleuxs Klang ist für mich persönlich einfach nur der Oboenhimmel :love:
      Da dieser Oboist hier schon des öfteren positiv erwähnt wurde, könnte dieser Konzerthinweis interessant sein:

      Dienstag, 20.04.2021, 20:00 Uhr
      Ludwigshafen, BASF-Feierabendhaus

      "À la française“

      Les Vents Français:
      Emmanuel Pahud, Flöte; François Leleux, Oboe; Paul Meyer, Klarinette; Gilbert Audin, Fagott; Radovan Vlatković, Horn; Eric Le Sage, Klavier

      Programm:
      Camille Saint-Saëns: Caprice op. 79 für Flöte, Oboe, Klarinette und Klavier
      Paul Hindemith: Kleine Kammermusik op. 24/2
      W. A. Mozart: Quintett Es-Dur KV 452 für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier
      August Klughardt: Quintett für Bläser C-Dur op. 79
      Francis Poulenc: Sextett C-Dur op. 100 für Bläser und Klavier

      basf.com/global/de/who-we-are/…musik/a-la-francaise.html

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann