Oboen-Frischlinge

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    • Allegro schrieb:

      Nun kann ich vermelden, dass auch die 3. dieser kleinen de-Fesch-Sonaten sehr, sehr hübsch ist
      Dass es diese Sonaten gibt, wusste ich (schon lange). Aber bisher habe ich aus welchen Gründen auch immer (Vorurteil? :schaem1: ) keinen Anlass dafür gesehen, mich näher mit ihnen zu befassen. Deshalb bedanke ich mich noch einmal besonders für den Hinweis - vermutlich handelt es sich um Literatur, die gerade auch im Unterricht gut einsetzbar ist...

      Wie bereits mehrfach gesagt: Auch ich kann aus unserem Austausch immer wieder etwas lernen! :thumbup:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      vermutlich handelt es sich um Literatur, die gerade auch im Unterricht gut einsetzbar ist...
      Auf jeden Fall.

      Ob sie Dir auch gefallen werden oder ob Du sie musikalisch interessant findest, kann ich allerdings nicht beurteilen. Da wäre ich natürlich auf Deine Rückmeldung zu gegebener Zeit sehr gespannt :rolleyes:


      Übrigens habe ich eben mal gesucht und die Noten dazu tatsächlich auf imslp gefunden - zwar leider nicht in einer Qualität, die sich zum ausdrucken eignet, aber doch für einen ersten Eindruck:
      imslp.org/wiki/6_Violin_Sonatas%2C_Op.8a_(Fesch%2C_Willem_de)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Vor einigen Monaten hatte ich hier nach Erfahrungen mit Oboespiel und Zahnspange gefragt. Mittlerweile kann ich sagen: Alles gut und im Rahmen! Nach dem Einsetzen bzw. auch nach Regulierungen ist ein gewisser Anpassungszeitraum erforderlich, aber insgesamt war es kein kein Grund, das Spielen komplett einzustellen - im Gegenteil. Inzwischen ist ein Englischhorn (Leihinstrument) hier eingezogen und erfreut die Ohren. Anlass ist das nächste Orchesterprojekt der Musikschule, wenn sie denn endlich wieder proben dürfen. Das ist leider nach wie vor ein trauriges Kapitel. Unterricht läuft ja schon länger wieder auch in Präsenz. Für Ensembles gibt es ganz praktisch das Problem, dass zwar die Beschränkung der Teilnehmerzahl (max. 20) aufgehoben zu sein scheint, aber gar keine ausreichend großen Räume zu Verfügung stehen um die erforderlichen Mindestabstände einhalten zu können.
    • Wie schön, dass es sowohl mit der Zahnspange als auch dem Englischhorn geklappt hat :thumbup: Weiter so 8)


      Ich habe mir soeben das 2. Heft mit den Sonaten 4 - 6 von Willem de Fesch vorgenommen - die haben es stellenweise ganz schön in sich, was die Tonarten betrifft :schwitz1:
      Es gibt zwar nur Kreuze, aber im letzten Satz der 6. Sonate ist man zwischendurch irgendwann mal bei fünfen angelangt und darf die auch noch alle in einem Takt spielen, was natürlich eine hervorragende Übung für so Tonleiter-Muffel wie mich ist :D

      An der 4. Sonate merkt man, dass das eigentlich eine Violinsonate ist (an den Läufen, die ewig nur aus sechzehntel-Sprüngen bestehen); und auch ein tiefes a kommt einmal vor ... dieser Satz ist sicher auf der Violine auch schöner als auf der Oboe; aber die restlichen sind auch auf der Oboe recht schön.

      Bei der 5. Sonate musste ich einen Satz komplett auslassen (zu viele schwarze Balken mit vielen Wechseln zwischen 16tel und 32tel im flotten alla-breve-Takt ;( - also was zum auseinanderklabüstern und langsamen und gründlichen üben ) und in einem Satz musste ich die Verzierungen weglassen, da mir der Trillergriif cis2 nach dis2 nicht mehr einfiel :huh:

      Dafür hatte ich bei allen drei Sonaten heute überhaupt keine Probleme mit der Phrasierung; die ist hier immer sehr klar erkennbar. 8o
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Ich habe mir soeben das 2. Heft mit den Sonaten 4 - 6 von Willem de Fesch vorgenommen - die haben es stellenweise ganz schön in sich, was die Tonarten betrifft
      Es gibt zwar nur Kreuze, aber im letzten Satz der 6. Sonate ist man zwischendurch irgendwann mal bei fünfen angelangt und darf die auch noch alle in einem Takt spielen, was natürlich eine hervorragende Übung für so Tonleiter-Muffel wie mich ist
      Wie ich hier irgendwann schon mal bemerkt habe: Bei barocker und frühklassischer Musik hat man es meistens mit ziemlich bequem in den Fingern liegenden Tonarten zu tun, aber Puccinis Lieblingstonart war Ges-Dur...

      Bei meinen Schülern erlebe ich immer wieder, dass ab spätestens drei Vorzeichen massive Lese- und Griffprobleme auftreten. Ich selber tue mich mit G-Dur natürlich auch leichter als mit Fis-Dur; nahezu unüberwindlich scheinende Hindernisse hat mir das Spielen vorzeichenreicher Tonarten aber nie geboten. Mein erster und letztendlich bester Lehrer hat im Unterricht sehr früh mit dem Arbeiten an Orchesterstudien angefangen, und da ging es dann oft genug kreuz und quer durch den Quintenzirkel...und darüber hinaus habe ich ja auch nach einem guten Jahr Unterricht in einem Laienorchester, welches sich gerne mit Operetten- und Musicalkram beschäftigte, mitgespielt - vielleicht liegt es daran, dass ich zwar immer noch hinreichende (das linke Es/Dis liegt als Griff nun mal sehr bescheiden), aber nicht so extreme Schwierigkeiten mit diversen Vorzeichen habe.

      Langer Rede kurzer (und eigentlich banaler :schaem1: Sinn): Zu einem nicht geringen Teil handelt es sich um eine Frage der Gewohnheit. Üben hilft!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Danke an Bernd für die Ausführungen. Ich kann das so bestätigen.
      Einige Zeit habe ich in einem Anfängerblasorchester gespielt, um Routine zu kriegen, Auftrittsängste abzubauen etc. Die Literatur wurde vom Leiter für die Saxofon- und Posaunenanfänger ausgewählt, ohne Rücksicht auf Querflöten und mich. Vier Bs waren eigentlich Standard, vom Blatt spiele ich das aber immer noch nicht, ich muss mir linke Griffe eintragen, damit es flutscht.
      Hilfreich finde ich übrigens die Salviani-Studien (ab Band 2), da findet man nicht nur Tonleitern, sondern auch Übungen zu Terzen, Dreiklängen usw. Ich nehm die gern zum Einspielen.
      Liebe Grüße
      Jori :verbeugung2:
    • Hier gibt es eine traumhaft schön gespielte Händel-Arie von Leo Duarte auf der Barockoboen zu hören - meiner Meinung nach übrigens auch für Nicht-Fans der Barockoboe hörenswert ^^ :
      youtube.com/watch?v=HATEkFyz0Z8

      Hat den Namen schon mal jemand gehört ? Ich bisher nicht - werde ihn mir aber nun merken 8)


      Und hier Nick Deutsch und der phantastische Chor VOCES8 mit "Jesu bleibet meine Freude":
      youtube.com/watch?v=T5Df7f_BLU8

      Eine Musterdarbeitung für Permanentatmung :verbeugung1:
      Viele Grüße - Allegro

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    • Aber das Lebrun-Konzert war mal wieder ein Träumchen :love:

      Diesmal hat er weitgehend auf Show-Gehabe verzichtet; lediglich am Anfang kam sein Auftritt ziemlich lässig rüber.
      Seine Tempi waren heute ziemlich "normal" und er hat alles schön ausgespielt. Die Kadenz im 1. Satz war kurz, passend und ebenfalls ohne jegliche Allüren.
      Technisch natürlich wieder vom Allerfeinsten; aber auch gestalterisch für mich ein Hörgenuss. Besonders der zweite Satz :love:
      Viele Grüße - Allegro

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    • Der o.g. link funktioniert übrigens noch - das Lebrun-Konzert beginnt bei Min. 48.30 ....

      Die zuletzt gespielte Beethoven Symphonie (die 2.) war übrigens auch wunderbar gespielt, wie ich fand ....
      Viele Grüße - Allegro

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    • Allegro schrieb:

      Aber das Lebrun-Konzert war mal wieder ein Träumchen :love:
      Gerade habe ich mir den ersten und den zweiten Satz angehört. Manche Passagen finde ich sensationell ausdrucksvoll gespielt, manche stelle ich mir dagegen völlig anders vor (das betreffende Lebrun-Konzert war Bestandteil meines Zwischenprüfungsprogramms, weshalb ich es einigermaßen gut kenne).


      Allegro schrieb:

      Diesmal hat er weitgehend auf Show-Gehabe verzichtet...
      Hmm, Show-Gehabe sehe ich hier schon zur Genüge. Allerdings denke ich, dass ein Musiker von Leleux´Format auf der Bühne fast machen kann, was er will.

      Allegro schrieb:

      Technisch natürlich wieder vom Allerfeinsten; aber auch gestalterisch für mich ein Hörgenuss. Besonders der zweite Satz

      Am Ende des 1. Satzes gibt es ein paar kleine Unsauberkeiten, die für Leleux eher untypisch sind (ansonsten sind sie nicht der Rede wert).

      Den zweiten Satz finde ich deutlich zu schnell beziehungsweise zu sehr "nach vorne" gespielt. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

      Ungemein gut gefällt mir dagegen die Interpretation des Finalsatzes! Noch fetziger kann man das nicht gestalten.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Danke Bernd 8o - da werde ich morgen doch mal vergleichen .... ich wollte auch gerade schon nach ein paar detaillierten Beispielen fragen ...

      Man könnte auch mal Leleuxs Aufnahme von vor drei Jahren direkt mit seiner aktuellen vergleichen - das habe ich demnächst auch mal vor:

      youtube.com/watch?v=hD9ESQ4Y8Bc

      :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

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    • Neu

      Rückmeldung nach längerer Zeit - wie läuft es denn so mit euren Ensembles zu Corona-Zeiten?

      Hallo in die Runde! Ich war ja seit August nicht mehr hier, vor allem aus familiären Gründen. Aber ich habe im September etwas sehr Vergnügliches mitgemacht: eine Bläserkammerorchester-Woche in der Toscana mit dem Anbieter Musica Viva und dem Dozenten Michael Kratzsch, einem Klarinettisten mit guter Klezmer-Band.

      Für mich war das ein perfekter Urlaub - wunderbares Wetter, täglich morgens und nachmittags drei Stunden Proben, ein sehr abwechslungsreiches Programm von Dowland bis Swing, und in der Mittagspause zwei Stunden am Pool. Das Ganze völlig Corona-frei (wir haben uns dort alle entschieden, Corona samt Masken wegzulassen, weil wir uns ja sowieso täglich stundenlang mit Aerosolen zugedampft haben) und italienisch-entspannt. Das musikalische Niveau war ziemlich gut, keine Herausforderung für mich, aber sehr vergnüglich. Ich hatte ja letztes Jahr den Oboen-Meisterkurs in Arosa mitgemacht, und das war bereichernd, aber für mich zu wenig Erholung. Dagegen fand ich den Toscana-Kurs perfekt - ganz viel Musik, gutes Essen, nette Leute und kein Stress. Ich habe musikalisch eine Menge mitgenommen. Mein Highlight war, mit einem Sopran-Saxofon zusammen auf dem Englischhorn Swing-Jazz-Solos zu spielen bei einer Bigband-Nummer. Das klang richtig gut, mein EH wusste gar nicht, wie ihm geschah, weil es so etwas noch nie gespielt hatte...

      Und jetzt sitze ich wieder im Corona-Schlamassel fest. Meine beiden Orchester proben nicht. Im einen haben wir zwei Kammermusik-Ensembles organisiert (Bläser, Streicher), um die Abstandsregeln einzuhalten, aber bei den Bläsern haben jetzt die ersten aus Corona-Angst schon wieder abgesagt. Das finde ich so bedrückend. Ich werde vermutlich demnächst ein coronafreies privates Kammermusik-Ensemble aufmachen müssen, weil ich sonst musikalisch und auch sonst vertrockne.

      Wie geht es euch mit dieser Corona-Zwangs-Musikpause? die noch so lange dauern soll...

      Herzliche Grüße
      Sanipiano
    • Neu

      Hallo Sanipiano,

      schön, von Dir zu hören.

      Die Musica Viva - Angebote hatte ich mir vor Jahren auch schon mal mit großem Interesse angesehen.Gut zu hören, dass die tatsächlich gut sind. 8)

      Das mit den Orchestern ist natürlich sehr bedauerlich - wenn auch verständlich.
      Wobei ich ja schon seit drei Jahren ohne Orchester und seit einem Jahr auch ganz ohne Lehrer und ohne jeglichen Musizierpartner einsam vor mich hintröte :S - aber es macht mir trotzdem noch Spaß. ^^

      Aber Deine Idee mit dem eigenen kleinen Ensemble klingt doch gar nicht so schlecht; Du kennst doch bestimmt genug Musiker, unter denen Du vielleicht den einen oder anderen Mitspieler finden könntest ...

      So bedauerlich das für uns Hobby-Musiker auch ist; wirklich schlimm finde ich diese Situation für Berufs-Musiker, die keine sichere Festanstellung haben. ;(
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Sanipiano schrieb:

      Und jetzt sitze ich wieder im Corona-Schlamassel fest. Meine beiden Orchester proben nicht. Im einen haben wir zwei Kammermusik-Ensembles organisiert (Bläser, Streicher), um die Abstandsregeln einzuhalten, aber bei den Bläsern haben jetzt die ersten aus Corona-Angst schon wieder abgesagt. Das finde ich so bedrückend. Ich werde vermutlich demnächst ein coronafreies privates Kammermusik-Ensemble aufmachen müssen, weil ich sonst musikalisch und auch sonst vertrockne.

      Wie geht es euch mit dieser Corona-Zwangs-Musikpause?
      Mit dem weniger professionellen meiner beiden Quintette probe ich schon seit Ende Mai wieder in unregelmäßigen Abständen. Und mit dem Oktett haben wir immerhin im September eine erste Probe seit dem Beginn der Corona-Zeit hinbekommen. Die beiden anderen Ensembles (das zweite Quintett und das Nonett) liegen brach, ohne dass eine Wiederbelebung in Sichtweite ist..... :heul1:

      Mir fehlt die Kammermusik schon sehr - weit mehr als die Muggen!

      Für den 1. November plant der evangelische Hauptkantor unserer Stadt die Aufführung einer Bach-Kantate mit zwei Gesangssolisten, 2 Oboen, Streichern und Chor. Zudem soll dann noch ein doppelchöriges Orchesterkonzert von Bach (Transkription von Walter Hindermann), bei dem wir Oboen auch beteiligt sind, gespielt werden. Wie das angesichts des jetzigen Stands der Dinge vor sich gehen soll, ist mir völlig unklar. Bislang ist noch keine Absage gekommen, aber ich warte jeden Tag darauf.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Solange das der Veranstaltung zugrundeliegende Hygiene-Konzept noch genehmigt bleibt, können m.W. nach Konzerte weiter veranstaltet werden.
      Vielleicht habt Ihr ja wirklich "Glück" und dürft tatsächlich spielen - ich drücke Dir die Daumen, Bernd ;)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés