Oboen-Frischlinge

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    • Allegro schrieb:

      auch wenn ich nicht verstehe, wie dieser "Tonwechsel" eines einzigen Tones einfach nur mit einer Verlängerung ohne neues Tonloch zustande kommen soll
      Wenn alle Tonlöcher geschlossen sind (wie beim tiefsten Ton H, nehme ich an), ist das Roher doch einfach nur verlängert, so dass nun ein B entsteht. Bei den Tönen dadrüber hört die Rohrlänge ja schon beim offenen Tonloch auf, so dass diese Töne weiterhin gespielt werden können. (Dass die Verlängerung diese Töne aber tatsächlich nicht beeinflusst, muss man in der Praxis erst noch beweisen, aber es scheint ja zu funktionieren. Weiss aber nicht, wie es beim Überblasen, also eine Oktave höher, ist.)

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • maticus schrieb:

      Wenn alle Tonlöcher geschlossen sind (wie beim tiefsten Ton H, nehme ich an), ist das Roher doch einfach nur verlängert, so dass nun ein B entsteht. Bei den Tönen dadrüber hört die Rohrlänge ja schon beim offenen Tonloch auf, so dass diese Töne weiterhin gespielt werden können.
      Das klingt plausibel - daher glaube ich Dir das einfach mal ^^
      Vielen Dank, dass Du dieses Rätsel für mich (vermutlich) aufgelöst hast, maticus 8)

      Solch ein Teil finde ich für die Praxis absolut unpraktisch; ich persönlich würde das nicht verwenden wollen.
      Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man das für Original-Literatur (egal ob EH oder d`Amore) wirklich "braucht" - auch nicht als Profi .... denn wenn es im genannten Beispiel der Bach-Kantaten hier einfach "nur" um die colla parte gesetzten Stimmen geht, lebt die Musikwelt schließlich schon seit 300 Jahren damit, dass diese paar wenigen Töne dann nicht wie vorgeschrieben auf diesen Instrumenten gespielt werden können ... und der Komponist hat das ja auch selbst in Kauf genommen .... :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Solch ein Teil finde ich für die Praxis absolut unpraktisch; ich persönlich würde das nicht verwenden wollen.
      Das sehe ich erst mal so ähnlich.


      Allegro schrieb:

      Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man das für Original-Literatur (egal ob EH oder d`Amore) wirklich "braucht" - auch nicht als Profi .... denn wenn es im genannten Beispiel der Bach-Kantaten hier einfach "nur" um die colla parte gesetzten Stimmen geht, lebt die Musikwelt schließlich schon seit 300 Jahren damit, dass diese paar wenigen Töne dann nicht wie vorgeschrieben auf diesen Instrumenten gespielt werden können ... und der Komponist hat das ja auch selbst in Kauf genommen ....
      In Bach-Kantaten habe ich die Möglichkeit, auf dem E-Horn oder der Oboe d´amore ein (gegriffenes) tiefes b zu spielen, noch nie wirklich vermisst. Dort oktaviert man halt oder spielt je nachdem die Quinte oder lässt den Ton weg.

      Im EH-Concertino von Ermanno Wolf-Ferrari wird ein tiefes b verlangt, und da fällt es dann schon weit deutlicher auf, wenn der Ton nicht machbar ist. Da ich bei der Anschaffung meines Hörnchens nicht davon ausgegangen bin, dass ich dieses (gar nicht leichte) Stück jemals öffentlich aufführen werde, habe ich auf das B-Zwischenstück verzichtet.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      In Bach-Kantaten habe ich die Möglichkeit, auf dem E-Horn oder der Oboe d´amore ein (gegriffenes) tiefes b zu spielen, noch nie wirklich vermisst. Dort oktaviert man halt oder spielt je nachdem die Quinte oder lässt den Ton weg.
      Eben :rolleyes:


      arundo donax schrieb:

      Im EH-Concertino von Ermanno Wolf-Ferrari wird ein tiefes b verlangt, und da fällt es dann schon weit deutlicher auf, wenn der Ton nicht machbar ist. Da ich bei der Anschaffung meines Hörnchens nicht davon ausgegangen bin, dass ich dieses (gar nicht leichte) Stück jemals öffentlich aufführen werde, habe ich auf das B-Zwischenstück verzichtet.
      Und dafür gäbe es ja dann noch das "normale" Zwischenstück, das am Instrument dranbleiben kann - zumindest für Dein Mönnig-EH ^^
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Ermuntert durch den Auftritt und eure ermutigenden Worte @Bernd und @Allegro habe ich mir als Vorsatz für 2021 vorgenommen, wieder regelmäßig Oboenunterricht zu nehmen und dadurch diesen endlosen Lockdown und die fehlenden Orchesterproben auszugleichen. Gleich gestern hatte ich eine Stunde. Meiner Lehrerin hatte ich vorher auch die Aufnahmen aus der Kirche geschickt, um ihr daran zu zeigen, woran ich arbeiten will. Insgesamt - sie kennt mich ja jetzt seit fünf Jahren, wobei ich nur ganz sporadisch mal eine Stunde genommen habe - fand sie, dass mein Spiel und besonders mein Ton sich sehr schön entwickelt hätten in den letzten Jahren, "das hat man doch nur ganz selten bei Erwachsenen". Das hat mich natürlich riesig gefreut!! und jetzt bin ich wirklich motiviert zum Üben und sehe den nächsten Lockdown-Monaten mit mehr Gelassenheit entgegen, weil ich etwas habe, was mich bei der Stange hält und den Alltag schön macht in diesem Einerlei von Arbeit und Zu-Hause-Hocken.

      Das sind die Themen, an denen ich arbeiten will:
      - Ton und Klang (Dauerbrenner...)
      - Vibrato (dass ich mich mehr traue dabei)
      - Verzierungen für Barock-Stücke

      Auf bestimmte Stücke kommt es mir weniger an, aber vielleicht werde ich mal durch meine Bestände blättern, ob es da etwas gibt, was ich immer mal spielen wollte und bisher noch nicht gespielt habe. Wobei mich die fingertechnischen Herausforderungen aktuell deutlich weniger interessieren als die bläserischen.

      Und dann habe ich mir noch ein Vorfreude-Event geschaffen (mit allen Unsicherheiten, ob es stattfindet). Ich war ja letztes Jahr bei dem Musica-Viva-Bläserworkshop in der Toscana, der mir sehr viel Freude gemacht hat. Aber ich wollte das nicht gleich wiederholen und habe mich deshalb für eine Erwachsenen-Orchesterfreizeit (international) in Südfrankreich angemeldet: da-capo-travel.eu Da waren die Oboen noch frei. Ich bin sehr gespannt, ob das wirklich stattfinden kann und wie es wird. Egal wie, habe ich jedenfalls jetzt schon etwas für die Oboe, worauf ich mich im Sommer freuen kann.

      Herzliche Grüße
      Sanipiano
    • Tolle Idee, Dir wieder Unterricht zu gönnen - wenn man dann auch noch einen guten Lehrer zur Hand hat :D

      Und auch die Orchesterfreizeit ist sicher toll - dann wünsche ich Dir mal, dass die am Ende auch wirklich stattfinden kann.
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      wenn man dann auch noch einen guten Lehrer zur Hand hat
      ...ja, da bin ich in Berlin Oboe-mäßig natürlich richtig privilegiert: gute LehrerInnen um die Ecke und mit Frank&Meyer eine super Oboenwerkstatt mit Riesenauswahl an Instrumenten zum Ausprobieren... der Nachteil ist, dass die Konkurrenz um die Laienorchester-Oboen-"Stellen" größer ist als woanders. Hoffentlich belebt sich "mein" kleines Orchester nach dieser langen Zwangspause wieder und ist nicht einfach verschwunden. Und was im Sommer stattfindet, kann man im Moment auch noch nicht wissen, nur hoffen.

      Herzlich Sanipiano
    • Oboen, d´amore und/oder EH - Verlängerungen

      Ich wollte mich nur eben mal kurz wieder melden zum o.g.Thema: Ja, es ist so: Wenn alle Tonlöcher geschlossen sind, ist das Rohr einfach nur verlängert, so dass nun ein B entsteht. Entsprechend auf dem Englischhorn oder der d´amore. Wenn es von der Mechanik her nicht schon vorbereitet ist (wie bei Mönnig) geht es nicht anders.
      Ich verkaufe übrigens ein EH welches "von Haus aus" ein klingend tiefes Es mit kompletter Mechanik hat, also gegriffen tief h und tief b:
      ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeig…h-horn/1599850416-74-8862
      Es ist tiptop in Ordnung. Ich brauche es nicht (mehr), habs beim Holzblasdoktor überholen lassen und ihm von Ronny Schlegel (klawus.de/index.php?gapath=Deu…glisch_Horn&CID=14&RID=25) ein nagelneues maßgefertigtes Etui gegönnt.
      Bei Interesse einfach eine Nachricht an mich.
    • Bach-Kantaten-Noten für d´Amore und EH

      Ich hatte ja am 24.11. den erneuten Versuch gestartet, an diese Notenhefte vom (nicht mehr) existenten Möseler-Verlag zu kommen .... und jetzt am Wochenende mal dezent nachgerfragt, ob das noch was wird .... und heute einen sehr netten Anruf des Händlers (notenPunkt) bekommen: die Noten sollen tatsächlich irgendwann kommen; sie müssen nur erst noch gedruckt / kopiert werden ^^

      Nun kriege ich aber wenigstens die anderen noch mitbestellten Noten vorab zugesandt :thumbup:

      Ich werde berichten, wenn die anderen dann endlich auch kommen :rolleyes:

      @ Jorinde, hast Du schon was von Deiner Bestellung gehört ?
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • :wink: Hallo allerseits und ein gesundes neues Jahr allen! Mögen wir bald wieder frei und in Gruppen tröten und singen können.

      @Allegro
      Ich habe die Noten auch noch nicht, sie werden mittlerweile auch wieder als „nicht lieferbar“ gelistet. Ich habe allerdings auch noch keine Absage.

      Ich greif mal ein paar zurückliegende Themen auf, die mich irgendwie bewegen/betreffen.

      Albrecht Mayer: Das Konzert ist ja nun leider ausgefallen, ich hätte ihm gern eine zweite Chance gegeben. Wie gesagt, ich war vor ca. 5 Jahren in einem seiner Solokonzerte und fand ihn schlichtweg unprofessionell. Er war wohl etwas erkältet. Das erklärte er uns Publikum vor und nach jedem Stück mit dem Zusatz „ich weiß nicht, wie lange ich das hier noch durchhalte“. Es tut mir leid, aber von einem Profi erwarte ich, dass er eine Entscheidung treffen kann: Entweder ist er zu krank um zu spielen, ja, das ist blöd für‘s Publikum, aber allemal besser, als die ganze Zeit herumzujammern, oder er zieht das durch.
      Einige Zuhörer fühlten sich dadurch wohl befleißigt, extra oft zu klatschen und zu jubeln. Ich fand es einfach nur megapeinlich!

      Aufnahmen: Es gibt genau eine, aber nicht online. Ich fand sie sehr hilfreich, um mich selbst mal zu hören und zu analysieren und eklatante Fehler abzustellen. Falls ich mal irgendwann (und die Chance ist ja da) eine Aufnahme z.B. aus einem Gottesdienst habe, lass ich es euch wissen (aber nur, wenn sie nicht zu schlimm ist!).

      Die Möglichkeit, durch ein zusätzliches Teilstück eine d‘amore oder ein EH zu verlängern, um einen tieferen Ton zu spielen, finde ich spannend, aber sie kommt mir auch nicht so richtig praktikabel vor. Ich selber habe das Problem nicht, da meine d‘amore das gegriffene tiefe B von Hause aus hat.

      Nach einigen Wochen Oboenpause (man hat ja doch viel um die Ohren und ohne Ziel auch mal keine Lust) arbeite ich nun, um in der Passionszeit einen Gottesdienst zu spielen. Fix ist da noch nichts, aber die Gemeinde freut sich immer über Angebote, vor allem, solange Gemeindegesang verboten ist.
      Liebe Grüße
      Jori :verbeugung2:
    • Neu

      Liebe Oboist(innen),
      nachdem ich mich lange nur lesend hier beteiligt habe, wollte ich auch mal wieder hier mitschreiben. Orchestermäßig sitzen wir ja alle wirklich im selben Boot. Auch bei mir findet da aktuell nichts statt und man kann sich als Orchester nur ab und zu zum zwischenmenschlichen Austausch in Zoom treffen (gemeinsames Spielen hat bei uns mit über 30 Leuten wegen "lags" leider nicht funktioniert). Allerdings habe ich die Zeit genutzt, mit einem befreundeten Pianisten seit langem mal wieder Duett zu spielen. Aktuell sind wir beiden an den Schumann-Romanzen, der Hindemith-Sonate und einer Bearbeitung der Pavane von Ravel mit EH dran. Macht in diesen Zeiten wirklich Freude!
      Bezüglich der Verlängerungsstücke bei unseren Nebeninstrumenten fand ich die Diskussion interessant. Bei meinem Graessel-EH ist tatsächlich ein zweiter Fuß für das Es (gegriffen b) dabei, mit dem man auch sehr gut alle Stücke ohne Wechseln mit sauberer Intonation spielen kann.
      LG und bis bald,
      Scherchen
      "Music is the voice of the all - the divine melody - the cosmic rhythm - the universal harmony." aus Music for all of us (Stokowski, 1943)
    • Neu

      scherchen schrieb:

      Liebe Oboist(innen),
      nachdem ich mich lange nur lesend hier beteiligt habe, wollte ich auch mal wieder hier mitschreiben.
      Schön, mal wieder etwas von dir zu lesen!


      scherchen schrieb:

      Bei meinem Graessel-EH ist tatsächlich ein zweiter Fuß für das Es (gegriffen b) dabei, mit dem man auch sehr gut alle Stücke ohne Wechseln mit sauberer Intonation spielen kann.
      Die (teilweise guten) Oboen von Graessel kenne ich ja (eine von ihnen befindet sich nach wie vor in meiner Sammlung), aber ein Englischhorn dieser Marke hatte ich leider noch nie in der Hand. Wenn ich mal wieder (nach Corona) in deine Gegend gelange, würde ich wirklich sehr gerne bei dir vorbeikommen, um das Instrument zu testen!


      Jorinde schrieb:

      Nach einigen Wochen Oboenpause (man hat ja doch viel um die Ohren und ohne Ziel auch mal keine Lust) arbeite ich nun, um in der Passionszeit einen Gottesdienst zu spielen. Fix ist da noch nichts...
      Ich habe schon wieder eine Gottesdienstmugge für den 7. März in Aussicht. Der evangelische Kantor einer Nachbarstadt ist nicht nur ein menschlich sehr angenehmer Zeitgenosse, sondern er zeigt auch und gerade jetzt ein bemerkenswertes Engagement... :top:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Lieber Bernd,
      wir hatten ja schon lange mal ein Treffen vor! Jederzeit gerne! Ich hoffe nur, dass im Sommer mal wieder etwas Normalität, u. a. beim Musizieren, einkehrt. Das Graessel EH ist ein sehr schönes Instrument. Weiter oben wurde ja bereits eine d´amore von Graessel von Jorinde schon sehr lobend erwähnt. Übrigens spiele ich meine Graessel Oboe inzwischen fast liebe als die Marigaux. Sie intoniert gerade oben sehr sicher und frei und hat einen ganz anderen Sound. Außerdem empfinde ich das Gefühl des Luftstroms an den mit den Fingerkuppen gedeckten Ringklappen als angenehm. Man fühlt richtig, wie bei guter Intonation die Luftsäule "schwingt". Zusätzlich zwingt dieses Instrument mich zu einem saubereren Spiel mit den Fingern bei Trillern und Läufen, also neudeutsch kein "lazy fingerwork".
      LG,
      scherchen
      "Music is the voice of the all - the divine melody - the cosmic rhythm - the universal harmony." aus Music for all of us (Stokowski, 1943)
    • Neu

      scherchen schrieb:

      Übrigens spiele ich meine Graessel Oboe inzwischen fast liebe als die Marigaux. Sie intoniert gerade oben sehr sicher und frei und hat einen ganz anderen Sound.
      Die Graessel-Oboen, die ich kenne, bieten oben in der Tat mehr Sicherheit als alle Marigauxen, die ich bislang in den Händen hatte. Ich weiß, dass ich mich beim Lästern :schaem1: wiederhole, aber wenn ich tagtäglich auf der Marigaux, die ich ich zur Feinabstimmung der Rohre für die Kunden verwende, ein a2 oder gar b2 spiele, frage ich mich beständig, warum sich gerade diese Oboenmarke so gnadenlos durchgesetzt hat....??

      scherchen schrieb:

      Außerdem empfinde ich das Gefühl des Luftstroms an den mit den Fingerkuppen gedeckten Ringklappen als angenehm. Man fühlt richtig, wie bei guter Intonation die Luftsäule "schwingt".
      Auch das kann ich nur bestätigen; sobald ich meine Ringklappen-Adler zur Hand nehme, geht es mir genau so wie dir! Aber leider, leider gibt es mittlerweile im High-End-Bereich nur noch Oboen mit Deckelklappen - der Teufel weiß, warum eigentlich....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      scherchen schrieb:

      Liebe Oboist(innen),
      nachdem ich mich lange nur lesend hier beteiligt habe, wollte ich auch mal wieder hier mitschreiben. Orchestermäßig sitzen wir ja alle wirklich im selben Boot. Auch bei mir findet da aktuell nichts statt und man kann sich als Orchester nur ab und zu zum zwischenmenschlichen Austausch in Zoom treffen (gemeinsames Spielen hat bei uns mit über 30 Leuten wegen "lags" leider nicht funktioniert). Allerdings habe ich die Zeit genutzt, mit einem befreundeten Pianisten seit langem mal wieder Duett zu spielen. Aktuell sind wir beiden an den Schumann-Romanzen, der Hindemith-Sonate und einer Bearbeitung der Pavane von Ravel mit EH dran. Macht in diesen Zeiten wirklich Freude!
      Bezüglich der Verlängerungsstücke bei unseren Nebeninstrumenten fand ich die Diskussion interessant. Bei meinem Graessel-EH ist tatsächlich ein zweiter Fuß für das Es (gegriffen b) dabei, mit dem man auch sehr gut alle Stücke ohne Wechseln mit sauberer Intonation spielen kann.
      LG und bis bald,
      Scherchen
      Bei diesem Grässel-EH würde mich die reale Ausführung interessieren ... vielleicht ist es möglich ein paar aussagekräftige Bilder dieses Zusatz-Fußes hier einzustellen ...?
      Schöne Grüße sendet
      Heiko
    • Neu

      Ihr Glückspilze: Musizierpartner :heul1: ... Auftritte ... was ist das ??? ^^


      Interessanterweise spüre ich die Vibrationen der Luftsäule auch hin und wieder durch die Klappen durch 8|


      Heute hatte ich mal Lust auf was "Neues" und so griff ich zur Zelenka-Sonate Nr. 1, die ich vor Jahren wohl mal versuchte anzuspielen .... und wunderte mich sehr, dass mir das Werk so absolut überhaupt unbekannt vorkam - auch vom Hören her ?(
      Des Rätsels Lösung war: ich hatte mir die Stimme, die ich aus dem Notenheft gefischt hatte, nicht näher angesehen - und als ich es dann doch tat, stellte ich fest, dass es die der 2. Oboe war :herrje1:
      Also wechselte ich irgendwann im 2. Satz zur 1. Oboe und stellte dann fest: die 2. Stimme gefiel mir viel besser :rolleyes:
      Also habe ich dann doch mit der 2. weitergemacht :D
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Heute hatte ich mal Lust auf was "Neues" und so griff ich zur Zelenka-Sonate Nr. 1, die ich vor Jahren wohl mal versuchte anzuspielen .... und wunderte mich sehr, dass mir das Werk so absolut überhaupt unbekannt vorkam - auch vom Hören her
      Des Rätsels Lösung war: ich hatte mir die Stimme, die ich aus dem Notenheft gefischt hatte, nicht näher angesehen - und als ich es dann doch tat, stellte ich fest, dass es die der 2. Oboe war
      Also wechselte ich irgendwann im 2. Satz zur 1. Oboe und stellte dann fest: die 2. Stimme gefiel mir viel besser
      Also habe ich dann doch mit der 2. weitergemacht
      Die 1. Zelenka-Sonate habe ich (im Gegensatz zu den Sonaten 2 - 6) schon im Konzert aufgeführt. Zweimal mit größerem zeitlichen Abstand, und in beiden Fällen habe ich die 1. Stimme gespielt, wobei die 2. Stimme tatsächlich meine Lieblingsstelle in der ganzen Sonate enthält. Ich rede vom Takt 112 mit Auftakt im 2. Satz - da kann man richtig viel Emphase entwickeln! :spock1:

      Und insgesamt handelt es sich bei den Zelenka-Sonaten um unglaublich tolle Musik, die kontrapunktisch extrem kunstvoll gestrickt und gleichzeitig höchst expressiv ist. Ich glaube, nach Corona gehe ich mal mit Freunden die 4. Sonate an. Wenn nur die schnellen Sätze etwas leichter wären :schaem1: ....aber dann habe ich mal was anderes als Strauss zum täglichen Üben....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      wobei die 2. Stimme tatsächlich meine Lieblingsstelle in der ganzen Sonate enthält. Ich rede vom Takt 112 mit Auftakt im 2. Satz - da kann man richtig viel Emphase entwickeln!
      ... dann werde ich mir diese Stelle demnächst mal genauer ansehen ... habe es heute halt nur mal versucht, durchzuspielen (ohne den 4. Satz natürlich ^^ )
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Neu

      Allegro schrieb:

      ... dann werde ich mir diese Stelle demnächst mal genauer ansehen ... habe es heute halt nur mal versucht, durchzuspielen (ohne den 4. Satz natürlich )
      Ich meine natürlich nicht nur den Takt 112, sondern die gesamte Passage, in deren Entwicklung sich die Spannung im Verlauf von Takt 114 bis zur Eins in 115 wieder beruhigt, um in der aufsteigenden Linie ab 115 erneut zuzunehmen, in 117 an den nächsten Höhepunkt zu gelangen, wieder abzuflauen, bis dann ab 122 auf der Drei der Beginn des triumphal kadenzierenden Endes dieser langen Phrase erreicht ist.

      Möglicherweise ist die enorme Schlagkraft der Stelle nicht richtig zu spüren, wenn man die zweite Stimme ganz alleine spielt...

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Ich meine natürlich nicht nur den Takt 112, sondern die gesamte Passage ...
      Das war mir schon klar ^^

      arundo donax schrieb:

      Möglicherweise ist die enorme Schlagkraft der Stelle nicht richtig zu spüren, wenn man die zweite Stimme ganz alleine spielt...
      Das könnte natürlich sein - dann muss ich mir mal eine Aufnahnme davon anhören ... hättest Du eine persönliche Referenzaufnahme davon, Bernd ?
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés