Welche sind die "größten Regisseure" bis 1960?

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    • Welche sind die "größten Regisseure" bis 1960?

      Ich glaube zwar kaum, dass hier viele mitmachen, aber ich frage trotzdem in die Runde. Regeln gibt's keine (Anzahl z.B.). OK: Es geht nicht um die Körpergröße.

      Anlass sei die neue Bestenliste (gibt's alle 10 Jahre) von Sight & Sound, bei der Kritiker und Regisseure die 10 besten Filme küren ... vor 1960 finden sich diesmal Filme von Friedrich Wilhelm Murnau, Carl Theodor Dreyer, John Ford, Jean Renoir, Dziga Vertov, Alfred Hitchcock, Vittorio De Sica, Ozu Yasujiro und Orson Welles.

      Bin ich der einzige, dem Fritz Lang, Sergej Eisenstein, Luis Buñuel und Ingmar Bergman abgehen? Und der nicht versteht, was John Ford da zu suchen hat?

      Welche sind die "Großen" in dieser vorpostmodernen :D Zeit?
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Bin ich der einzige, dem Fritz Lang, Sergej Eisenstein, Luis Buñuel und Ingmar Bergman abgehen?
      Nein, bist Du nicht. Auch wenn mir viele bedeutende Filmregisseure höchstens namentlich bekannt sind (und ich mich daher nicht für kompetent halte, eine Liste aufzustellen): Diese Vier gehören sicher dazu, wobei Buñuel und Bergman natürlich auch nach 1960 Großes geschaffen haben und vielleicht deshalb nicht auf der Bestenliste aufgeführt werden.
      Ich glaube zwar kaum, dass hier viele mitmachen [...]
      Warum das? Hier gibt's doch sicher einige Kenner, nehme ich an...

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Diese Vier gehören sicher dazu, wobei Buñuel und Bergman natürlich auch nach 1960 Großes geschaffen haben und vielleicht deshalb nicht auf der Bestenliste aufgeführt werden.

      Nein, diese Listen gehen immer über den gesamten Zeitraum, in dem Filme gemacht wurden - zumindest theoretisch: in der diesjährigen Liste ist der jüngste Film aus 1979.
      Alle Listen kann man hier einsehen:
      "http://de.wikipedia.org/wiki/Sight_%26_Sound"
      Buñuel scheint tatsächlich NIE auf, ebenso Lang. Eisenstein, Kurosawa und Bergman schon. Aber vielleicht ist das ein Problem der absurden Beschränkung auf 10 Filme.
      :wink:
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    • Ich halte das Medium Film generell für überbewertet. Von daher würden mir auch drei Filme aus dieser Zeit reichen. Als Regisseure fallen mir als erstes Lang und Hitchcock ein. Allerdings habe ich von dieser Materie wenig Ahnung und halte ich es für schwierig, Stumm- und Tonfilmzeit nicht zu trennen. "Warum nicht John Ford?", frage ich mich. Hat wohl was Pärtisches.
    • putto schrieb:


      Bin ich der einzige, ...der nicht versteht, was John Ford da zu suchen hat?

      Welche sind die "Großen" in dieser vorpostmodernen :D Zeit?
      Vielleicht nicht der Einzige, wohl aber offenbar etwas uninformiert. Ich zitiere nur die ersten drei Titel unter den 100 "besten" Filmen: THE SEARCHERS (DER SCHWARZE FALKE), THE MAN WHO SHOT LIBERTY VALANCE und MY DARLING CLEMENTINE. MIndestens der Stummfilm THE IRON HORSE gehört auch in diese Kategorie, aber den kennt leider kaum jemand.

      Mir gehen da eher Leute wie Howard Hawks, Billy Wilder und Marcel Carné ab, aber die Liste der Fehlenden ließe sich leicht auf 100 erweitern. Um nur mal, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit und ohne die bereits Genannten,die natürlich alle dazu gehören, zehn pro 20 Jahre zu nennen:

      Stummfilm:
      Frank Borzage
      Charles Chaplin
      Abel Gance
      D.W.Griffith
      Buster Keaton
      G.W.Pabst
      Wsewolod Pudowkin
      Walter Ruttmann
      Victor Sjöström
      Erich von Stroheim

      30er und 40er:
      Frank Capra
      René Clair
      George Cukor
      John Huston
      Grigori Kosinzew
      Max Ophüls
      Roberto Rossellini
      Preston Sturges
      Josef von Sternberg
      William Wyler

      50er und 60er:

      Federico Fellini
      Jean-Luc Godard
      Elia Kazan
      Jean-Pierre Melville
      Vincente Minnelli
      Kenji Mizoguchi
      Arthur Penn
      Pier Paolo Pasolini
      Francois Truffaut
      Luchino Visconti

      Und jetzt werden mich alle meine anderen Lieblinge im Schlaf heimsuchen, die ich auf die Schnelle übersehen habe, obwohl sie es nicht weniger verdient gehabt hätten (selbst wenn man mal verdrängt, dass Filme nicht nur von Regisseuren gemacht werden).

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • putto schrieb:

      Bin ich der einzige, dem Fritz Lang, Sergej Eisenstein, Luis Buñuel und Ingmar Bergman abgehen?
      Nein, bist du nicht.

      putto schrieb:

      Bin ich der einzige [...] Und der nicht versteht, was John Ford da zu suchen hat?
      Ja, allerdings.

      Knulp schrieb:

      Ich halte das Medium Film generell für überbewertet. [...] Allerdings habe ich von dieser Materie wenig Ahnung und halte ich es für schwierig, Stumm- und Tonfilmzeit nicht zu trennen.
      :boese:
      Nicht mehr und nicht weniger, als es die Klassische Musik auch ist.


      Wer wäre den wichtig? Mal sehen:

      Georges Méliès
      David Wark Griffith
      Friedrich Wilhelm Murnau
      Sergej M. Eisenstein
      Carl Theodor Dreyer
      Fritz Lang
      Ernst Lubitsch
      Charles Chaplin
      Orson Welles
      John Ford


      Und ich habe noch verdammt viele ausgelassen: Alfred Hitchcock, Howard Hawks, Frank Capra, Yasujirô Ozu, Henri-Georges Clouzot, Marcel Carné, Abel Gance, Jean Renoir, Jacques Tati, Buster Keaton, Erich von Stroheim, Walt Disney [auch wenn er eher als Produzent betrachtet wird, er hatte sehr starken künstlerischen Einfluß auf die Animationsfilme seines Studios] ..... .....


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • calisto schrieb:

      Wer wurde von Sight & Sound noch vergessen:
      [...]
      Andrej Tarkowski

      Nein, der wurde nicht vergessen, genannt ist "Spiegel" (leider der FIlm, den ich am wenigsten "verstanden" habe, aber im Laufe der nächsten Wochen werde ich wieder die Chance haben, ihn im Kino zu sehen!)
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    • Rideamus schrieb:

      putto schrieb:


      Bin ich der einzige, ...der nicht versteht, was John Ford da zu suchen hat?

      Welche sind die "Großen" in dieser vorpostmodernen :D Zeit?
      Vielleicht nicht der Einzige, wohl aber offenbar etwas uninformiert. Ich zitiere nur die ersten drei Titel unter den 100 "besten" Filmen

      Ja - ich bitte um Information, was das für eine Liste ist!
      Mir gehen da eher Leute wie Howard Hawks, Billy Wilder und Marcel Carné ab, aber die Liste der Fehlenden ließe sich leicht auf 100 erweitern.

      Ja, Billy Wilder hat auch meine Uninformiertheit sehr überzeugt.
      ;+)
      Danke für die Listen! Zum Glück kenne ich ja auch da den einen oder anderen.
      Ich nominiere noch ferner

      Olexandr Dowschenko
      Joris Ivens
      Jean Vigo
      Robert Bresson

      bin mir aber der starken Lückenhaftigkeit meiner Kenntnisse bewusst - und außerdem meinem offenbar nicht normalen Unverständnis gegenüber der Hochschätzung einiger Hollywood-Regisseure gegenüber, z.B. John Ford.
      :D
      Kann man wegen seiner Rechteckfilme bei Hans Richter eigentlich von einem Regisseur sprechen?
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    • Wenn ich mich auf meine top-ten-Filme bis 1960 beschränkte, tauchten in jedem Fall Ernst Lubitsch ("Sein oder Nichtsein"), John Huston ("Der Schattz der Sierra Madre", "Gangster in Key Largo") und Alfred Hitchcock ("Die 39 Stufen", "Der Mann, der zuviel wusste" (1956), "Der unsichtbare Dritte", "Vertigo") auf, was zweifellos eine sehr subjektive Sichtweise wäre.
    • putto schrieb:



      Ja - ich bitte um Information, was das für eine Liste ist!
      Mir gehen da eher Leute wie Howard Hawks, Billy Wilder und Marcel Carné ab, aber die Liste der Fehlenden ließe sich leicht auf 100 erweitern.

      Ich finde die Liste nicht mehr, aber hier ist eine mit allen im Rahmen der Umfrage von Kritikern und Regisseuren nominierten Filmen: "http://old.bfi.org.uk/sightandsound/polls/topten/poll/list.php?list=films"

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Bob Fosse bitte nicht vergessen, denn ich halte Cabaret für einen absolut genialen Film. Selten wurde Musik und Bild so gemial zusammen gebracht.

      und St Kubrick.

      Aber ich die sind wohl alle primär deutlich über 1960 hinaus. (meine Zeit ist mehr ab 68 / 69)

      vor 1960 sollte man E Lubitch nicht vergessen
      Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
      In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
      ----------------------------
      Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)
    • putto schrieb:

      calisto schrieb:

      Wer wurde von Sight & Sound noch vergessen:
      [...]
      Andrej Tarkowski

      Nein, der wurde nicht vergessen, genannt ist "Spiegel" (leider der FIlm, den ich am wenigsten "verstanden" habe, aber im Laufe der nächsten Wochen werde ich wieder die Chance haben, ihn im Kino zu sehen!)

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      Alle seine Filme entstanden NACH 1960...
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato