Das Capriccio-Wir suchen die drei besten Aufnahmen eines Dirigenten-Spiel

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    • Carlos Kleiber:
      Neujahrskonzert 1989
      Neujahrskonzert 1989
      Neujahrskonzert 1989


      Harnonocurt:
      Monteverdi - Orfeo
      Mozart - Violinkonzerte & Sinfonie concertante - [oder doch das Requiem (die erste)?]
      Schubert - Die Unvollendete (Concertgebouw, nicht Wr. Symphoniker)

      Karajan: (Strauss hin oder her)
      Mahler Sinfonie Nr. 6
      Debussy La Mèr 1964
      Sibelius Die Sinfonien

      Bernstein:
      Sibelius Sinfonie Nr. 7 (DGG)
      Milhaud Orch.Nat.De France (EMI)
      Mahler Sinfonie Nr. 9 (Berliner PO)

      Rattle:
      -
      -
      -
      Gruß a.b.

      ----

      In der Musik geht es nicht um Perfektion, sondern um die Freiheit, zu zeigen, wer man wirklich ist.
    • Claudio Abbado

      Die Beschränkung auf drei Einspielungen fällt bei Abbado sehr schwer. Zumal so was wie der Oe1-Radio-Mitschnitt von Schumanns Symphonie Nr. 2 mit Orchestra Mozart vom 21. November 2012 in Wien auch zugerechnet werden müsste bzw. die Brandenburgischen Konzerte 1-3 mit gleichem Orchester von 2007, die mal vom Arte-TV ausgestrahlt wurden.

      Auch der Verzicht auf die Einspielung von Debussys Pelleas ist nicht leicht....


      Weil z.B. das Orchester in höchst engagiert und passioniert feinste Klangverästelungen im Wozzeck hörbar werden lässt..


      Weil man sich die streng gefügten Webernschen Orchestervariationen mit höchster Klangsinnlichkeit reinziehn kann.


      Extrem süffige Gruppen (Stockhausen) durch die Berliner in Zusammenarbeit mit Friedrich Goldmann & Marcus Creed.
      (Ein vergleichbares „Gruppenkunststück“ gelang den Berlinern am 20.09.2008 in Tempelhof unter Michael Boder, Daniel Harding & Simon Rattle, wie es ein Radiomitschnitt dokumentiert.)
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      (Ein vergleichbares „Gruppenkunststück“ gelang den Berlinern am 20.09.2008 in Tempelhof unter Michael Boder, Daniel Harding & Simon Rattle, wie es ein Radiomitschnitt dokumentiert.)


      Am selben Tag wurde es auch in Strasbourg gespielt (vom Orchestre Philharmonique de Liège Wallonie-Bruxelles), - ich war damals in diesem Konzert und es war klasse!

      Einen guten Videomitschnitt des Stückes gibt es ferner von Rattle, Harding und John Carewe, zu sehen bei youtube:

      "https://www.youtube.com/watch?v=A-9tJOwxBN8" (nur der erste Teil)

      und
      "
      "https://www.youtube.com/watch?v=lW1JWE5zzDU" (falsches Format, deswegen merkwürdig "dünne" Musiker etc...;) ).

      Laut Wikipedia handelt es sich um das City of Birmingham Symphony Orchestra, die Aufzeichnung ist von 1996.
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Vom hier bereits häufig genannten Carlos Kleiber halte ich folgende 3 Einspielungen für großartig (wenn auch die Auswahl sehr schwer fällt, da bei diesem Dirigenten das Verhältnis von Sternstunden zum Gemamtverfügbaren größer ist als bei jedem anderen):

      R. Strauss: "Der Rosenkavalier" Aufnahme aus der Wiener Staatsoper mit Felicity Lott, Anne-Sofie von Otter und Barbara Bonney

      Gegenüber dem Mitschnitt aus München noch eine Spur aufregender, vor allem wegen der traumhaften Damenbesetzung

      J. Brahms: Sinfonie Nr.4

      Absolut perfekte Aufnahme in jeder Hinsicht

      F. Schubert: Sinfonie Nr. 3 (zusammen mit Nr.8)

      Wunderschöne Einspielung von großer Gelöstheit


      Noch nicht genannt:

      John Elliott Gardiner

      L. van Beethoven: Missa Solemnis

      Ich habe diese Einspielung nach einem Konzert in Salzburg in fast identischer Besetzung gekauft. Die Tempi sind teilweise sehr forsch (wie häufig bei Gardiner), aber die kontemplativeren Teile (z.B. Benedictus, Agnus Dei) von großer Eindringlichkeit. Der Monteverdi Choir ist für mich absolute Weltklasse und das Orchestre Revolutionaire et Romantique ebenfalls eine Klasse für sich.

      H. Purcell: King Arthur

      Großartige Wiedergabe eines viel zu selten zu hörenden Meisterwerks

      L. van Beethoven: Die Sinfonien

      Für mich eine der 3 besten mir bekannten Einspielungen. Man kann sicher unter weiteren 50 Einspielungen immer wieder andere Facetten finden, aber als Zyklus ist diese Einspielung perfekt


      Ebenfalls noch nicht genannt:

      George Szell

      L. van Beethoven: Die Sinfonien

      Mein Favorit in Sachen Beethoven (auch bei den Klavierkonzerten)

      J.Brahms: Die Klavierkonzerte mit Leon Fleisher

      Hier gibt es heftige Konkurrenz (auch bei Szell selber), aber es handelt sich zweifellos um einen Geniestreich zweier kongenialer Partner

      R. Schumann: Die Sinfonien

      Immer noch meine persönliche Referenz (wenn es denn Schumanns Sinfonien sein sollen)

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Mich wundert es, dass bisher noch niemand hier Fritz Reiner, Daniel Barenboim oder Günter Wand aufgelistet hat. Nun, ich versuche mich mal bei Wand und Barenboim.

      Günter Wand :

      1. Anton Bruckner : Hier gäbe mehrere Varianten. Einmal natürlich die GE der Sinfonien mit dem WDR-SO Köln. Dann aber auch einzeln die Sinfonien 4,5 + 7-9 mit den Berliner Philharmonikern
      weitere Alternativen, die man nicht unterschätzen darf: Sinfonien Nr.4-6 + 8-9 mit den Münchner Philharmonikern

      2. Franz Schubert : GE der Sinfonien WDR-Sinfonie-Orchester Köln
      3. Beethoven : GE der Sinfonien NDR-SO Hamburg

      4. Brahms : GE der Sinfonien von 1982 oder 1996-1997, jeweils mit dem NDR-SO Hamburg

      Weitere hervorragende Einspielungen von ihm wären die Tschaikowsky-Sinfonien Nr.5 & 6 mit dem NDR-SO Hamburg, Schuberts Sinfonie Nr.9 mit den Berliner Philharmonikern oder Die Sinfonien Nr,3-4 mit dem NDR-SO Hamburg.

      Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, was er wo und warum platziert. Man möge mir hier die größere Auswahl nachsehen, aber es ist einfach sauschwer und der Qualität seiner Interpretationen ungerecht, hier noch Abstufungen vorzunehmen.


      Weiter geht es mit Daniel Barenboim:

      1. Furtwämgler : Sinfonie Nr. 2 Chicago SO Orchestra
      2. Beethoven : GE der Sinfonien Staatskapelle Berlin
      3. Mahler : Sinfonie Nr.7 Staatskapelle Berlin

      Barenboim hat, ähnlich Herbert von Karajan, sicher auch viel eingespielt, aber auch so Einiges "in den Sand gesetzt", wie man so schön sagt. Über seinen Bruckner oder Mahler lässt sich famos streiten, aber ich denke, bei den drei von mir gewählten Einspielungen dürfte ich nicht falsch liegen.

      Bei Reiner tue ich mir etwas schwerer.

      1. Doch bei dem Paket "Fritz Reiner conducts Strauss" dürfte es keine Diskussionen geben. Man könnte sich es jetzt ganz einfach machen, und einfach als Ganzes die kompletten RCA-Einspielungen nennen, doch das
      möchte ich so einfach mir dann doch nicht machen.

      2. Living Stereo : Vienna Die Musik des großartigen Johann Strauß,jr.
      3. Living Stereo : Mahler: Sinfonie Nr.4

      Alternativen gäbe es zu genüge : Aus der Serie "Living Stereo" z.B. Respighi/Debussy, Tschaikowsky (Slawischer Marsch, Ouverture Solenelle 1812), Rainer conducts Wagner, Mussorgsky (Bilder einer Ausstellung)......
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • EinTon schrieb:


      Am selben Tag wurde es auch in Strasbourg gespielt (vom Orchestre Philharmonique de Liège Wallonie-Bruxelles), - ich war damals in diesem Konzert und es war klasse!
      Welches „Trio“ hat’s geleitet ? Gab’s da auch Wiederholung zwecks Umsetzen der Gruppenjunkies wie in Berlin-Tempelhof oder in der Bochumer Jahrhunderthalle ?

      Ich habe mir letztes Jahr beim Now-Festival in Bochum die Gruppen zum 1. Mal richtig live reingezogen.
      Das war auch alles vom Feinsten, nämlich Ensembles Musikfabrik NRW, Bochumer Sinfoniker und Essener Philharmoniker unter Johannes Kalitzke, Lucas Vis und Manuel Nawri

      Stockhausens Gruppen kamen voll geil rüber !

      EinTon schrieb:

      Laut Wikipedia handelt es sich um das City of Birmingham Symphony Orchestra, die Aufzeichnung ist von 1996.
      Ich vermute, noch ein paar Jährchen früher.
      Die gemeinsamen Trockenübungen von Rattle, Harding und Carewe am Notentext waren in der Doku dazu lustig an zu sehn. Rattle gestand seinen Mitstreitern dabei ohne Weiteres zu, mit dem Werk vertrauter zu sein, als er selbst.


      Um beim Thread-Thema wieder anzudocken

      George Szell

      Eusebius schrieb:



      George Szell
      ....
      Mein Favorit in Sachen Beethoven (auch bei den Klavierkonzerten)
      => ich wähle daraus KK5 mit dem Cleveländer und Gilels, obwohl bloß Studiokonserve: brillanter Klang, deutlich und höchst spannungsreich.

      Eusebius schrieb:

      J.Brahms: Die Klavierkonzerte mit Leon Fleisher
      Hier gibt es heftige Konkurrenz (auch bei Szell selber), aber es handelt sich zweifellos um einen Geniestreich zweier kongenialer Partner
      Ja, vor allem KK 2



      Und als 3. im Bunde das Schumannsche KK, auch mit dem Cleveländer und Leon Fleisher, als super-tollen Tastenquäler. Für mich z. Zt. konkurrenzlos, weil bisher noch keine Alternative/Ergänzung dazu gefunden, nicht mal als Live-Mitschnitt.

      [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/A1HSJ-rQE6L._SX355_.jpg]

      Maurice schrieb:

      Weiter geht es mit Daniel Barenboim:
      Bei Barenboim gibt es keine Studio-Konserven, die ich hervorzuheben wüsste. Aber um so mehr Radio-Livemitschnitte, wie z.B. der konzertante 1. Akt der Walküre vom 2008 aus Revello ....

      Barenboims unermüdlicher Einsatz für die Moderne ist mal zu unterstreichen.
      Daher folgende Mitschnitte, die mir besonders hohen Fetzigkeitsgrad rüberwachsen lassen:

      Schönberg: Orchestervariationen op. 31. mit dem WEDO vom 12.08.08 aus Stockholm

      Schönberg: Violinkonzert op. 36 mit den Wienern und Michael Barenboim vom 24.05.12

      Sowie sein super-tolles Elliott-Carter-Konzert mit der Staatskapelle Berlin vom 13.09.2008 in der Berliner Philharmonie. Vom jungen Altmeister Carter, der in jenem Jahr 100 wurde und mit Barenboim befreundet war, wurden aufgeführt:

      Soundings für Klavier und Orchester (2005)
      Of Rewaking für Mezzosopran und Orchester (2002)
      Horn Concerto für Horn und Orchester (2006)
      Symphonia: sum fluxae pretium spei (1993-96)


      Daniel Barenboim, Leitung und Klavier
      Michelle de Young, Mezzosopran
      Ignacio Garcia, Horn
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Und als 3. im Bunde das Schumannsche KK, auch mit dem Cleveländer und Leon Fleisher, als super-tollen Tastenquäler. Für mich z. Zt. konkurrenzlos, weil bisher noch keine Alternative/Ergänzung dazu gefunden, nicht mal als Live-Mitschnitt.
      Oh ja! Bei Szell ist es verdammt schwer sich für nur 3 Aufnahmen zu entscheiden. Da fallen mir noch seine Mozart Konzerte mit Casadesus ein und und und ..
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Knulp schrieb:

      Pro Beitrag darf nur ein Vorschlag gemacht werden und jeder Vorschlag muss kurz begründet werden.
      Nachtrag: Ich glaube, die Beschränkung auf einen Vorschlag pro Beitrag ist Quatsch. Macht, wie ihr wollt.

      :-OOOO- Wenn ich mir die vorgesehenen Spielregeln für diesen Thread in Beitrag 1 von Thomas ansehe, dann ist hier inzwischen einiges durcheinander geraten. Zu einer Abstimmung ist es kaum mal gekommen.

      Da jetzt die Diskussion über Szell entfacht ist möchte ich dazu meine BestOf-Aufnahmen von Szell vorstellen. Es sollte ja pro Beitrag nur Ein Dirigent sein (und nicht vier Dirigenten mit je drei Aufnahmen in einem Beitrag u.v.a.). Und dann zuletzt eine Zusammenfassung der Diskussion aus drei Aufnahmen erfolgen !
      Den bereits hier von amfortas genannten Szell-Aufnahmen der Brahms - KK mit Fleisher (SONY) und genau so dem Schumann- KK mit Fleisher (CBS) möchte ich mich anschliessen. Vergesst das Grieg- KK auf gleicher CD nicht !


      :angel: Für mich ist die Prokofieff - Sinfonie Nr.5 die Szell - Hammeraufnahme !
      So straff, voller Spannung, bei Wahrung aller Detailabeit. Da kommen selbst die ansonsten von mir so hochgeschätzten russischen Aufnahmen nicht mit.
      In diesem Thread wurde Karajan mit Prokofieffs Fünfter (DG) nominiert. Gut, ich bin kein Karajan-Verächter - ganz im Gegenteil, das ist bekannt. Für sich genommen ist das ja auch eine ordentliche und brauchbare Aufnahme - aaaber im Vergleich zu Szell ist das nichts anderes als ein laues Süppchen, was Karajan da kocht.

      Hier ist dieser CD-Edelstein:

      SONY, 1959 (5te), 1965 (Bartok), ADD

      Nebenbei noch ein paar Worte zum Bartok-KfO auf der CD:
      Das ist eine gute äußerst präzise Szell-Int, die ich gewiss ins obere Drittel der verfügbaren Aufnahmen einordnen würde --- aber mir gefällt total nicht, das Szell hier immense Kürzungen im Final-Satz vorgenommen hat und als Verbindungspassage dazu noch eigene Taktspielereien zugefügt hat. Diese Kürzung fehlt mir beim Hören deutlich - ich finde - ein NoGo !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Knulp schrieb:

      Nachtrag: Ich glaube, die Beschränkung auf einen Vorschlag pro Beitrag ist Quatsch. Macht, wie ihr wollt
      Das war der Nachsatz bei der Threaderöffnung :wink:

      And so we did

      Aber die Abstimmung ist irgendwie auf der Strecke geblieben. Es stehen pro Dirigent am Ende eine Vielzahl von Einspielungen im Raum.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Klemperer (immer die verbreiteten EMI_Stereo-Aufnahmen gemeint)

      Beethoven: Missa Solemnis
      Brahms: Ein deutsches Requiem
      Mozart: Sinfonie Nr. 25 g-moll
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Amfortas09 schrieb:

      Welches „Trio“ hat’s geleitet ?


      Pascal Rophé, Jean Deroyer und Lukas Vis.

      Vgl.: "http://festivalmusica.org/repertoire/oeuvres/2344/gruppen"

      Amfortas09 schrieb:

      Gab’s da auch Wiederholung zwecks Umsetzen der Gruppenjunkies wie in Berlin-Tempelhof oder in der Bochumer Jahrhunderthalle ?


      Nein, nach 1x war Schluss. Ich hätte da auch nicht mehr bleiben können, denn sonst hätte ich den letzten Zug nach Heidelberg verpasst. (Zeit für das sehr leckere und kostenlose (bzw. im Kartenpreis einbegriffene) Buffet in der Vorhalle war aber noch da! :wink: )
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Otto Klemperer

      Kater Murr hat 3 Klemperer-Aufnahmen in Beitrag 90 nominiert.

      Meine besten Klemperer-Aufnahmen wären die Brahms-Sinfonien/Ouvertüren:

      Brahms: Sinfonie Nr.1-4 / Philharmonia Orchestra (EMI, 1956 - 1957, ADD)
      Meine erster Brahms mit allen 4 Sinfonien waren damals auf 4LP genau diese Klemperer Aufnahmen. Die LP´s verschweigen das Aufnahmedatum - es war mir nie genau bekannt. Vom EMI- Klang her war ich auf LP nie begeistert, da die den hohen Streichern und Bläser recht quäkig klangen. Welch eine Wonne und Wohltat, als diese Aufnahmen später auf CD von Solti (Decca) abgelöst wurden.
      Aber dieses Jahr habe ich mir auf CD die günstige und wirklich TOP remasterte EMI-Box zugelegt und war erneut nach mehr als 30Jahren begeistert, wieder diesen "in Stein gemeisselten" Brahms zu hören. Überrascht war ich jetzt endlich die Aufnahmedaten zu lesen und trotzdem einen so sauberen Stereoklang vorzufinden. Für Klemperer sind die Tempi sogar recht zügig (was ich ganz vergessen hatte). :angel: Heute die Sinfonien Nr.1-4 in diesem sehr gut aufbereitetem Klanggewand zu hören ist nicht nur ein Hörspass, sondern ein Erlebnis, bei diesen grossen fulminaten Interpretationen.

      In der Box findet sich auch das von Kater Murr nominierte Deutsche Requiem (Aufnahme 1961).


      EMI, 1954-1961, ADD


      Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit den Wagner-Ouvertüren und Zwischenspielen aus div.Opern mit Klemperer/Philharmonia Orchestra auf EMI-LP´s. Auf der Doppel-LP fürchterlich stumpf; aber Jahre später auf CD, wirklich brauchbar.
      Aber das nur nebenbei (keine Nominierung).
      Sicher ist Klemperer ein grosser Wagner - Dirigent. Aber Wagner kenne und schätze ich zu wenig (das ist halt nicht ganz 100% meine Welt), als dass ich schlüssig beurteilen könnte ob dies wirklich grosse Klemperer-Aufnahmen sind.
      ;+) Meine Solti-Wagner-CD´s sind jedenfalls für meine eher unwichtigen "Wagner-Bedürfnisse" auch voll OK.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Sicher ist Klemperer ein grosser Wagner - Dirigent.
      Das war er ganz sicher gewesen.



      Bei mir waren es diese beiden CDs, die ich persönlich als hervorragend bezeichnen möchte. Es dürften die gleichen Aufnahmen gewesen sein, die Du als LP hattest, schätze ich mal.

      Ebenfalls sehr gut waren seine Bruckner-Einspielungen :



      Ich habe jetzt mal diese beiden Einspielungen reingesetzt. Links mit dem SO des BR, rechts als sehr günstige Box die Sinfonien 4-9 mit dem (New) Philharmonia Orchestra London
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Die Wagner-Orchesterstücke mit Klemperer sind auch sehr gut. (An solche Auschnitte denke ich aber meistens nicht, wenn ich über solche Nominierungen nachdenke) Ich habe eher spontan drei CDs genannt. Dabei sogar eine herausragende Aufnahme wie das Lied von der Erde vergessen.

      (Das Brahms-Requiem hat leider Schwarzkopf, was den entsprechenden Abschnitt ungenießbar macht)
      Bruckner 4 wäre noch ein Kandidat, Mahler 2 oder 9, Schuberts 8. (die 9. ist mir zu "monumental"). Die Brahms-Sinfonien gefallen mir ebenfalls, ich fand sie aber nie so außergewöhnlich, habe sie aber auch länger nicht gehört.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Rafael Kubelik

      Schönberg Violinkonzert

      Das war die erste Begegnung mit dem Schönbergschen Violinkonzert. Es gibt inzwischen fetzigere Radiolivemitschnitte z.B. unter Eötvös, Boulez, Barenboim, Gielen. Aber der Funke dieser hammer-geilen Mucke zündete durch diese Einspielung. Deshalb sei sie weiterhin in Ehren gehalten.

      Dvorak: Slawische Tänze

      Auf einer CD mit Dvoraks 9. mit dem IPO unter Lenny (kommerziell, live) gibt als es als Fill-Up hinreißend gespielte Slawische Tänze Nr. 1, 3 und 8. Lange währte die Suche nach einer Komplett-Einspielung mit vergleichbarem Elan und Transparenz.
      Beim SO des Weißwurst-Kanals unter Kubelik wurde man fündig.

      Pfitzner: Palestrina


      Diese Einspielung fixte schon manchen Hörer an und führte zu dessen Tranformation zum Palestrina- bzw. Pfitzner-Junkie.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Otmar Suitner ( 1922 – 2010)


      Alternative zu Kubeliks Palestrina, weil’ s Orchester deutlich rüberkommt, ohne dabei den grüblerischen Duktus der Pfitzner-Mucke zu unterschlagen, die sie quasi zum Antipoden zur Strauss-Mucke macht .....


      Mit einigen haarsträubenden Übersetzungsklopfern; z.B. das „Oh Engel verzeihe“ am Ende geht gar nicht, aber tolle Studiokonserve; einfach geil, vor allem was Suitner und die Dresdner Staatskapelle an Drive, Brillianz und Klarheit entfalten. Erinnert z.B. an eine Nozze im Niedersächsischen Staatstheater unter Rainer Mühlbach vom 28.02.10.


      gehört m.E. mit zu der schönsten Mucke Dessaus (1894 -1979) (z.B. neben seinen fetzigen Streichquartetten oder dem Quattrodramma für 4 Celli, Klaviere und Schlagzeug). Suitner selbst hob 1979 das bisher kaum gespielte, unbekannte und zarte Meisterwerk der Moderne aus der Taufe.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • um diesen Thread mal wieder aufzumöbeln......

      Phillipe Jordan

      3 Radiomitschnitte

      France Musique; Wagner: Tristan und Isolde
      Orchestre et Choeur De l’Opéra national de Paris
      vom 08.04.2014 (ohne Cut)

      Oe1; Anton Webern: Orchestervariationen op. 30
      Wiener Symphoniker
      Villach, 26.08.15

      BR-Klassik; Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll
      Münchner Philharmoniker
      vom 24. März 2021 in der Philharmonie im Münchner Gasteig
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann