Joyce Di Donato - Furore!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Joyce Di Donato - Furore!

      Schaut man sich dieser Tage nach Mezzosopranistinnen um, dürfte so manchem der Name Joyce DiDonato in den Sinn kommen. Vor knapp einer Woche ist das neue Album der Amerikanerin erschienen. "Drama Queens" - Begleitet von Alan Curtis und I Complesso Barocco porträtiert Joyce DiDonato Königinnen aus barocken Opern, von Monteverdi bis Haydn; von Alcina bis Rossane. Dramatisch: das charakterisiert Joyce Di Donato recht gut: in ihren Aufnahmen entfaltet sie oft einen regelrechten Sturm, "Furore" - so ist auch eines ihrer Alben mit barocken Arien überschrieben:





      Joycye di Donato ist aber keineswegs "nur" im Barock zu Hause:, auch wenn hier mit Sicherheit einer ihrer Schwerpunkte liegt, Rossini liegt ihr ebenfalls bestens in der Kehle:



      Eine meiner Lieblingsaufnahmen mit der Sängerin ist ihre persönliche Liebeserklärung an Spanien:




      Einige biographische Fakten:

      Geboren wurde Joyce DiDonato 1969 im US-Bundesstaat Kansas. Ihr Gesangsstudium absolvierte die Sängerin Wichita. Zunächst strebte DiDonato keine Bühnenkarriere an, dieser Wunsch entwickelte sich erst während ihres Gesangsstudiums. Ihre berufliche Laufbahn begann sie in der Saison 1998/99. Ihr Debut an der Met erfolgte 2005/06 als Cherubino. Weitere Engagements an großen Häusern folgten. Eine bemerkenswerte Geschichte ereignete sich in der Saison 2008/09: Bei einer Aufführung des "Il barbiere di Siviglia" brach sich die Sängerin während des ersten Aktes das Bein und sang dann den Rest der Aufführung auf Krücken. In den folgenden Aufführungen gab DiDonato ihren Part dann von einem Rollstuhl aus. ;+)

      So, jetzt seid Ihr dran! ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Lieber Christian,
      ich habe keine CD dieser Sängerin, aber ich habe sie erst vor einigen Wochen live im Berliner Konzerthaus gesehen und war auch sehr begeistert von ihrer Stimme (und großartigen Bühnenpräsenz).
      Daher kopiere ich meinen Bericht aus dem Klassikforum hier mal her:

      ***** Zitat
      Konzerthaus Berlin, 7.11.2012
      Il Complesso Barocco
      Dmitry Sinkovsky Leitung (also nicht Alan Curtis wie auf der CD, worüber ich nicht traurig war)
      Joyce DiDonato Mezzosopran

      "Drama Queens" - Königliche Arien aus Opern von Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Johann Adolph Hasse, Giuseppe Maria Orlandini, Antonio Cesti, Geminiano Giacomelli und Giovanni Porta sowie Instrumentalmusik von Antonio Vivaldi, Domenico Scarlatti und Christoph Willibald Gluck

      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:
      Jetzt weiß ich (wieder), was für Stimmen wir an den Berliner Opern NICHT haben :(
      Diese Frau im großen Saal zu hören - unglaublich, diese Präsenz. Wo dieses zarte Persönchen diese Stimme hernimmt; z.B. diese ansatzlos schönen Einsätze, oder wunderbar fließenden Verzierungen, ich dachte "wann atmet die???" Und dann sang sie neben den herrlich hysterisch-dramatischen Arien auch noch zum Sterben schöne langsame, z.B. aus meinem geliebten Cesare das "piangero", ans Herz gehend. Dazu kommt, sie ist eine Schauspielerin vor dem Herrn - gestaltete das lange Programm mit allen Facetten, spielte mit dem Publikum und den Musikern .... da hat das Zusehen ebenso Spaß gemacht wie das Zuhören. Ich habe selten ein Barockpublikum so toben gehört am Schluss; 3 Zugaben, nach fast 2,5 Stunden noch ein voller, applaudierender Saal.

      Zudem war das ein ganz entzückendes Programm abseits vom Mainstream, sparsam mit Originalinstrumenten begleitet, was will man mehr? Kleine Nebenbemerkung: Neben mir die Frau sagte (nachdem der Geiger ein sehr süffiges, lebendiges Solo spielte: Fast wie "David Garret" - ich wäre fast vom Stuhl gefallen vor Lachen). Glücklicherweise war es ein sehr sehr diszipliniertes Publikum, also nicht wie bei Kaufmann wohl nur wegen Starrummel dort.

      Ich fürchte, ich werde eine geraume Weile lang keine Barockoper in Berlin mehr richtg genießen können, wenn ich an diesen Abend denke.
      *****

      Außerdem erinnere ich mich sehr gut an eine MET im KINO - Übertragung von Rossinis Le Comte Ory, wo sie (neben Florez und Damrau) ganz hinreißend sang und spielte.
      „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)
    • Caesar73 schrieb:

      Eine bemerkenswerte Geschichte ereignete sich in der Saison 2008/09: Bei einer Aufführung des "Il barbiere di Siviglia" brach sich die Sängerin während des ersten Aktes das Bein und sang dann den Rest der Aufführung auf Krücken. In den folgenden Aufführungen gab DiDonato ihren Part dann von einem Rollstuhl aus. ;+)

      So, jetzt seid Ihr dran! ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Diese Darbietung wurde auch auf DVD festgehalten, und dabei kam sogar die mit Abstand beste (von vielen guten) Aufzeichnung eines BARBIERE heraus, die ohne jede Einschränkung zu empfehlen ist:



      Aber auch diese DVD, die andernorts hier schon ausführlich gewürdigt wurde (s. MASSENET: CENDRILLON - Das andere Aschenputtel) ist in hohem Maße empfehlenswert:


      , und auch die von Heike erwähnte Aufzeichnung von Rossinis LE COMTE ORY mit Juan Diego Florez und Diana Damrau gibt es zum Glück noch zu erwerben:



      Und schließlich: wer ein wenig über den Tellerrand hinaus schaut, wird feststellen, dass sich Joyce Di Donato auch immer wieder für zeitgenössische Werke ein gesetzt hat. Ein Zeugnis dafür ist diese charmante DVD:



      Aber auch das ist alles nur der Anfang, dessen bin ich sicher. In einer Zeit, in der wir uns nachgerade an einer Überfülle hervorragender Mezzosopranistinnen erfreuen dürfen (Bartoli, Graham, Garanca, um nur einige zu nennen), gehört sie dennoch zu den größten - übrigens auch als Schauspielerin.

      :wink: Rideamus


      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Rideamus schrieb:


      Zitat von »Caesar73«



      Eine bemerkenswerte Geschichte ereignete sich in der Saison 2008/09: Bei einer Aufführung des "Il barbiere di Siviglia" brach sich die Sängerin während des ersten Aktes das Bein und sang dann den Rest der Aufführung auf Krücken. In den folgenden Aufführungen gab DiDonato ihren Part dann von einem Rollstuhl aus.

      So, jetzt seid Ihr dran!



      Christian
      Diese Darbietung wurde auch auf DVD festgehalten, und dabei kam sogar die mit Abstand beste (von vielen guten) Aufzeichnung eines BARBIERE heraus, die ohne jede Einschränkung zu empfehlen ist:


      auch wenn sie nicht werktreu ist ?
      In der Tat glaube ich, daß das Wort "Werktreue" bei Rossini für Amüsement und geistreiche Äußerungen gesorgt hätte
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Ich bewundere die "Kolorateusen" sowieso maßlos und bei Rossini darf man auch - fast - alles machen, aber ich bevorzuge trotzdem Ewa Podles .

      :wink: :wink:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)

      ACHTUNG, hier spricht Käpt´n Niveau: WIR SINKEN!! :murg: (Postkartenspruch)
    • Ulrica schrieb:

      Ich bewundere die "Kolorateusen" sowieso maßlos und bei Rossini darf man auch - fast - alles machen, aber ich bevorzuge trotzdem Ewa Podles .


      Kann man nicht vergleichen. Joyce DiDonato ist eher ein soprano drammatico d'agilità, während Ewa Podles ein contralto ist.
      Dazu war Joyce DiDonato knappe 13 Jahre alt, als Ewa Podles' Karriere begann ...
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Die Stimmen im Timbre sicher nicht, aber das Repertoire überschneidet sich, sodass ich die Interpretationen vergleichen kann. Da gefällt mir die Contralto - Version einfach besser, vielleicht auch, weil individueller. Ist aber ein reines geschmacks-, kein Qualitätsurteil.

      Übrigens: Könnte das ein Dreher sein? M.E. ist Ewa Podles die deutlich Ältere. Sie ist ja seit einiger Zeit auf schwere Fächer gewechselt.

      :wink: :wink:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)

      ACHTUNG, hier spricht Käpt´n Niveau: WIR SINKEN!! :murg: (Postkartenspruch)
    • Anmerkung:

      Ich hatte ja in meinem Eingangsposting das Spanien-Recital von Joyce DiDonato erwähnt, den folgenden Beitrag habe ich allerdings in einem anderen Forenleben verfasst ;+)




      Der Name von Joyce DiDonato´s Album "Pasion" ist Programm. Die CD ist eine temperamentvolle Liebeserklärung an ein Land und sein Bewohner- wie die Sängerin im Vorwort erklärt: "Those pages [die Texte der eingespielten Lieder] were a wide-open window in the proud, colorful, mournful and jubilant world of Spain."

      Passenderweise entstand die Produktion auch in Spanien: In der kleinen katalanischen Stadt Jafre. DiDonato singt Lieder Fernando Obradors, Enrique Granados, Joaquin Turinas, Manuel de Fallas und Xaviers Montsalvage. Granados und de Falla waren mir ein Begriff. Obrador? Turina? Nie gehört. Alleine schon deswegen ist die CD jeden Cent wert. Joyce DiDoantos Stimme deckt ein ganzes Panorama von Emotionen ab. Leise melancholische Töne gehören ebenso dazu wie die leidenschaftliche Attacke. Man meint die Zuneigung zu Spanien in jedem Ton zu hören:

      "I hope you will enjoy each and every one of these songs as I have, and that you will be able to have a little taste of the beauty that is Spain as you listen." schreibt DiDonao am Ende ihres Vorworts- also bei mir hat´s funktioniert.

      Die meisten Stücke, mit Ausnahme einiger Stücke de Fallas´und Montsalvages waren für mich Neuland, besonders die Stücke Fernando Obradors. Immer wieder scheinen bei ihm die Rhythmen der spanischen Folklore durch:

      "El vito" aus den Canciones clásicas espanolas, beispielsweise. Ein wirbelnder Flamenco für menschliche Stimme und den Flügel gesetzt. Da sitzt jeder Ton.

      In Granados "La maja dolorasa I" beginnt das Klavier mit wuchtigen, schweren, auf- und ab schreitenden Akkorden. Joyce DiDonato beginnt setzt ebenso schroff ein- um dann ihre Stimme leise, Schritt für Schritt zurückzunehmen, fast bis zur Unhörbarkeit und doch ist jeder Ton noch im Pianissmo klar artikuliert.

      Ein Lob auch für die Aufnahmetechnik: Man meint direkt neben der Sängerin und ihrem Begleiter, Julius Drake, zu stehen, wenig Hall. Überhaupt ist Julius Drake ein Begleiter im besten Sinne. Nicht nur ein Accessoire im Schatten des Sängers, sondern ein gleichberechtigter Partner, dem die Qualität dieser CD mindestens ebenso zu danken ist. Bestes Beispiel: die einfühlsame, sanfte Begleitung zu Obrados "De caballo mas sutil".
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Hallo zusammen!

      Habe am 3.11. Joyce di Donato in Baden-Baden gehört und kann nur eins dazu sagen wow.......
      Welch ein Powerfrau ( nichts gegen Simone Kermes ?????)

      Aber was ich eigentlich dazu sagen wollte ist , wenn man so Barock Musik singen kann dann klappt das auch mit Mozart .

      Man hoehre Ihre Donna Elvira im neuen Don GIOVANNI für mich eine Sensation.

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Philbert schrieb:

      Dazu war Joyce DiDonato knappe 13 Jahre alt, als Ewa Podles' Karriere begann ...


      Ulrica schrieb:

      Könnte das ein Dreher sein? M.E. ist Ewa Podles die deutlich Ältere. Sie ist ja seit einiger Zeit auf schwere Fächer gewechselt.


      Nun, Philberts Aussage widerspricht Deiner Beobachtung nicht... :D

      Ich bin auch eine große Bewunderin von Joyce diDonato. Ihre Rossini-CD gefällt mir sehr.

      Und diDonato ist auch ein Hauptgrund, mir manchmal die doch recht teuren Met-Kinokarten zu kaufen. Welch Vergnügen - musikalisch und darstellerisch - war der Comte Ory! Einer der amüsantesten Opernabende, die ich erlebt habe. Das Zusammenspiel der drei Akteure diDonato/Floréz und Damrau war eine Augen- und Ohrenweide!

      Auch das doch ziemlich umstrittene Barock-Pasticcio aus der Met "The Enchanted Island" hat diDonato für mich sehenswert gemacht.

      Ich freue mich jedenfalls schon auf ihre nächste Rolle in einer Met-Übertragung am 19.1. in Donizettis "Maria Stuarda".

      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • Ich finde das Pasticcio "The Enchanted Island" spannend. Die Wiederbelebung einer in der Barockzeit (und weit darüber hinaus) geläufigen Gattung, die Verquickung zweier Stoffe zu einem wahrlich barocken Labyrinth an Handlung, die exzellente Ausführung.

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Irgendwie bin ich noch nicht dazugekommen Joyce Di Donatos neues Album zu hören, aber vielleicht hat ja schon jemand anderes erste Eindrücke sammeln können? ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Lieber Caesar, so ein Zufall, die CD hatte ich heute Vormittag im Player! ;+)
      Für einen ersten Eindruck reicht es also hoffentlich - allerdings bin ich eine gnadenlos subjektive Fürsprecherin. Ich mag DiDonatos Stimme sehr und in diesen Arien kann sie alle Aspekte ihres Könnens zeigen: das Wilde, das Zarte und auch das Traurige. Die Auswahl der Stücke, von denen mir viele nicht bekannt waren, finde ich sehr gelungen. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Gefühlslagen macht, dass man nicht übersättigt wird.

      Was soll ich also sagen? Zumindest zu Weihnachten solltest Du Dir diese CD wünschen. Wenn Du noch so lange warten kannst... :D

      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • amelia grimaldi schrieb:

      Für einen ersten Eindruck reicht es also hoffentlich - allerdings bin ich eine gnadenlos subjektive Fürsprecherin.


      Das ist eine lässliche Sünde, liebe Renate ;+)

      amelia grimaldi schrieb:

      Was soll ich also sagen? Zumindest zu Weihnachten solltest Du Dir diese CD wünschen. Wenn Du noch so lange warten kannst... :D


      Ich habe mich vorhin missverständlich ausgedrückt - die CD liegt schon bei mir auf einem der Stapel, nur irgendwie hat mir bisher die rechte Muße gefehlt ;+) Herzlichen Dank für Deine Eindrück! :thumbsup:

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Erinnerungen

      Neu

      Ihr Lieben,

      zu den Zeiten, als man Opernhäuser noch bis auf den letzten Platz mit dicht an dicht sitzenden lebenden Menschen füllen durfte (vulgo: mit Publikum), gab Joyce DiDonato ein Konzert in der Lütticher Oper - eine Kollegin und ich pilgerten dorthin und ließen uns encharmieren. Es war wirklich großartig. Wir hörten letztlich nichts anderes als man auf diversen CDs der Sängerin auch zu hören bekommt, so wie auf dieser hier:



      aber das Live-Erlebnis war schon ganz besonders. Und die Sängerin scheint auch eine Menschen zugewandte Persönlichkeit zu sein, jedenfalls war die Kommunikation mit dem Publikum sehr nett. Zum Abschluß gab's, wie auf der CD, "Somewhere over the rainbow" - ein Gänsehautmoment.

      Von Joyce DiDonatos Opernauftritten gibt es zum Glück auch zahlreiche Aufnahmen. Einige DVDs haben für mich Ewigkeitswert:

      eine zu Herzen gehende Maria Stuarda

      eine Norma in einer inspirierten Inszenierung

      und eine in der Inszenierung verstörende, stimmlich aber überragende Inszenierung der Capuleti .

      Ich hoffe sehr, daß es demnächst noch einmal eine Gelegenheit geben wird, diese große Sängerin live zu hören und zu sehen - operabase kündigt immerhin Theodora von Händel auf verschiedenen europäischen Bühnen an.

      Grüße!

      Honoria Lucasta
      "...and suddenly everybody burst out singing." (Busman's Honeymoon)
    • Neu



      Joyce DiDonato Cenerentola
      Jose Manuel Zapata Don Ramiro
      Paolo Bordogna Dandini
      Bruno Pratico Don Magnifico
      Patricia Cigna Clorinda
      Martina Horst Tisbe
      Luca Pisaroni Alidora
      SWR Radio Orchestra Kaiserslautern Alberto Zedda

      Das war meine erste Begegnung mit Joyce DiDonato in Bad Wildbad 2004 .
      Danach ist sie mein absoluter Lieblingsmezzo geworden, und ich habe mich in vielen Begegnungen übermäßig an ihrem Gesang erfreut!

      In der Spielzeit 2000/01 gab sie als Angelina in der Oper La Cenerentola ihr Debüt an der Mailänder Scala.

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Neu

      Dies....

      Joyce DiDonato "Stella di Napoli"

      01 Stella di Napoli, Part I: “Ove t’aggiri, o barbaro” (Stella, Marta) Pacini
      02 Adelson e Salvini, Act 1: “Dopo l’oscuro nembo” (Nelly) Bellini
      03 Le nozze di Lammermoor, Act 2: “L’amica ancor non torna… Oh, di sorte crudel” (Lucia) Carafa
      04 Zelmira, Act 2: “Riedi al soglio” (Zelmira, Polidoro, Ilo) Rossini
      05 La vestale, Act 2: “Se fino al cielo ascendere” (Giunia) Mercadante
      06 Elisabetta al castello di Kenilworth, Act 3: “Par che mi dica ancora” (Amelia) Donizetti
      07 I Capuleti e i Montecchi, Act 2: “Tu sola, o mia Giulietta… Deh! tu, bell’anima” (Romeo) Donizetti
      08 Il sonnambulo, Act 1: “Lasciami… Se il mar sommesso mormora” (Adele, Sofia) Valentini
      09 Maria Stuarda, Act 3: “Io vi rivedo alfin… Deh! Tu di un’umile preghiera” (Maria) Donizetti
      10 Saffo, Act 3: “Flutto che muggi… Teco dall’are pronube… L’ama ognor qual io l’amai” (Saffo, Faone, Climene, Alcandro) Pacini

      ....ist eine der außergewöhnlichsten CDs im Belcanto Repertoire überhaupt!


      Classical Source schrieb:

      Der Begriff "Galacticos" ist in letzter Zeit sehr in Mode gekommen und bezieht sich auf die exklusive Gruppe hochqualifizierter Fußballer, die den Profifußball in Europa in den letzten fünfzehn Jahren dominiert haben. Denken Sie an Zidane, Beckham, Cristiano Ronaldo, Messi. Als ich Joyce DiDonatos neuestes Recital anhörte und es in den Kontext ihrer anderen thematischen Aufnahmen und Bühnenauftritte stellte, konnte ich nicht umhin zu denken, dass sie, wenn es einen solchen Club für klassische Sänger gäbe, unbestreitbar dazu gehören würde.
      Ich musste schmunzeln ^^ ! Aber es ist schon zutreffend!


      fabiuskulturschockblog schrieb:

      Stella di Napoli widmet sich die Künstlerin der – na eben!- goldenen Epoche des neapolitanischen Belcanto im ersten Drittel de Ottocento. In ihren persönlichen Geleitworten im Booklet vergleicht di Donato die Atmoshäre Neapels mit seinen Opernhäusern, Salons, Soireen, Galas, aber auch Konservatorien und Musikakademien mit dem Paris der 1920er und dem New York der 1960er Jahre; eine vor Kreativität, Lebensfreude und Entdeckerlust vibrierende künstlerische Metropole.
      Ich habe diesen Abend mit dem Programm am 29.9.2014 in Essen mit allergrößter Freude und Enthusiasmus erlebt, man hat beim Schlussapplaus gedacht die Essener Philharmonie stürzt ein! :clap:

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong