Eure Lieblingskünstler?

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    • Ich führe hier mal meine kleine Verehrungsreihe weiter, diesmal nach einigen alten Meister ein bisschen was Modernes :

      Edward Kienholz (wahlweise auch zusammen auch mit seiner Frau Nancy Reddin Kienholz) 1927 - 1994

      Die Beiden verarbeiteten Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, Fundstücke von Trödelmärkten und Abfälle von Schrotthändlern und Mülldeponien in überwiegend raumgreifenden Installationen. Dem Alltäglichen nahe stehen im Zentrum ihrer Arbeit Themen wie Diskriminierung, Oberflächlichkeit, Doppelmoral und Verschwendung. Darüber hinaus sprachen sie damalige Tabuthemen wie Vergewaltigung, Krieg, ältere, kranke und behinderte Menschen an. Sie arbeiteten gegen die Ungerechtigkeit der Welt und zeigten Abgründe der Gesellschaft auf.
      Kienholz galt seinerzeit als großer Kunstrebell, vielfach reagierte das Publikum verstört.
      Eine Freundin meinte einmal beim durchblättern eines Kienholz-Kunstbandes zu mir, sie fände seine Werke seltsam unheimlich bis gruselig.
      Neben dem rein handwerklichen Aspekt, fasziniert besonders der Aspekt des Mülls, des Schrott, der hier zu einem neuen Nutzen gelangt und zugleich Sinnbild unserer Zeit wird. Ein Sammelsurium an Altbekannten und bereits Verrottetem bildet viele Aspekte eines Supermarkts der Ideen, die heute so verbreitet sind (ohne, dass ich das gleich bewerten würde, aber man wird aufmerksam).

      Interessant vielleicht dieser kleine Trailer zu einer Retrospektive :
      "http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Ir5_3Or4skk

      Zu empfehlen der dazugehörige Ausstellungskatalog :

      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Hier einmal ein Künstler unserer Zeit, der erst kürzlich verstorben ist. Paul Wunderlich wurde 1927 in Eberswalde geboren, 1960 bekam er einen Lehrauftrag an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Im selben Jahr wurde ein Zyklus durch die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Pornographie-Verdacht beschlagnahmt. Ab 1968 war er Professor für Grafik und Malerei. 1970 Goldmedaille der Grafik-Biennale Florenz. 1978 Goldmedaille der Grafik-Biennale Listowell, Irland. 1981 Zweitwohnsitz in der Provence mit seiner Frau, der Fotografin Karin Székessy.1986 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. 2007 Eröffnung des Paul Wunderlich Hauses in Eberswalde unter Beisein von Angela Merkel. 2010 starb Wunderlich in seinem Haus in Südfrankreich.
      "In Wunderlichs expandierendem Universum haben die Grenzen des Metiers keine Bedeutung. Auch ist er ein Meister des Capriccios. Darunter verstand man zu Goyas Zeiten alle freien Phantasiespiele, die sich selbst die Regeln setzen, erfinderische Kombinationen, irreguläre Wort- und Bildspiele, aber auch gewisse Formen des Realismus". ;+)



      :wink: