Opernübertragungen im Kino - eine Alternative zum Opernhaus?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Opernübertragungen im Kino - eine Alternative zum Opernhaus?

      Heute hat mir ein lieber Mensch Opernkarten angeboten, nicht fürs Opernhaus, sondern fürs Kino: Wagner: Parsifal, Live-Übertragung aus der MET New York am 2.3.2013 (mit Katarina Dalayman, Jonas Kaufmann, Peter Mattei und René Pape, Dirigent: Daniele Gatti, Produktion: François Girard).

      Da ich zwar schon oft in Opernhäusern war, aber noch nie einer Opernaufführung im Kino beigewohnt habe, frage ich mich, welche Vorteile diese Aufführungsform bieten könnte. Klar: Es bietet die Möglichkeit, Opernabende zu erleben, die wegen der räumlichen Entfernung ansonsten nicht möglich wären.

      Andererseits: Was ist mit der Akustik? Mit dem Publikum? ...?

      Darum meine Frage in die Runde, zuvörderst an die, die so etwas bereits erlebt haben: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Oper im Kino gemacht, negative wie positive? Freuden, Risiken, Nebenwirkungen...? ;+)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Darum meine Frage in die Runde, zuvörderst an die, die so etwas bereits erlebt haben: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Oper im Kino gemacht, negative wie positive? Freuden, Risiken, Nebenwirkungen...?

      Ich war bisher erst einmal bei sowas, bei dem bekannten "MET im Kino"-Reihe, auch weil ich neugierig war wie das so sein würde im Kino.
      Ich habe im Oktober 2012 Donizetti "L'Elisir d'Amore" mit der Netrebko angesehen, hauptsächlich aber auch wegen Mariusz Kwiecien als Belcore. Dirigent war Maurizio Benini.
      Also für mich war das schon ein schönes Erlebnis, allein, weil ich sonst ja nie in die Oper komme, auch wenn es sicher nicht das gleiche Gefühl ist. Der Sound war sehr gut, die meisten Kinos in denen die Reihen laufen, verfügen über recht gute Anlagen und die Musik mal so von allen Seiten und laut zu hören (was man sonst zu Hause kaum ao aufdrehen kann) hat schon was für sich.
      Was ich positiv fand, aber andere mögen das anders sehen, war, dass ich fast allein im Kino war, höchstens eine Handvoll andere Zuschauer, da halten sich Störungen in Grenzen, man hat seine Ruhe und fühlt sich wie zu Hause, nur mit mehr Komfort und Technik ;+)
      Zum besagten Parsifal wollte ich im Übrigen auch gehen, wenn es mein Geldbeutel zulässt, denn ist ja immer noch teuerer als wenn man in einen normalen Film geht (was ich ebenso negativ finde).
      Trotzdem sehe ich das nicht zwingend als Alternative, ich würde lieber mal richtig ins Opernhaus gehen.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Hallo Gurnemanz,

      ich hab zwar noch keine Opernübertragung im Kino gesehen, die Berliner Philharmoniker machen sowas aber auch. Da hab ich mir letztes Jahr Albrecht Mayer mit dem Strauss(ß?-sorry) Konzert angeschaut. Auch hier war der Saal ziemlich leer also ich glaube vor Popcorn Attacken braucht man keine Angst zu haben. Der Ton war nicht komplett korrekt mit dem Bild syncronisiert, wäre mir aber nie aufgefallen bis es mein Nebensitzer gesagt hat. Am störendsten finde ich noch das man nicht dahin schauen kann wo man will sondern das sieht was die Kamera aufnimmt. Vorteilhaft ist dass man nicht blöd angeschaut wird wenn man in Jeans und Turnschuhen auftaucht.

      Anfang März hab ich vor wieder hin zu gehen. Die fachkundigeren Teilnehmer waren auch begeistert und kommen wohl wieder mit.

      Wenn ich es mir aussuchen könnte und es mit dem gleichen Aufwand verbunden wäre würde ich natürlich auch live vorziehen...

      Um die Pause zu überbrücken gab es noch zusätzliche Moderationen die ich total lustig fand.



      Liebe Grüße,

      binchen TrbOb
    • Lieber Gurnemanz,

      ich hab so etwas bisher ein einziges Mal besucht, die Thais-Übertragung aus der MET, weil ich sonst ja nie an eine Aufführung dieser Oper rankomme (besonders gut besucht war das übrigens auch nicht, vielleicht 30 Leute - im Grazer Opernhaus sind durchschnittlich sicherlich 1000 Leute oder mehr pro Vorstellung). Wenn es so etwas Spezielles ist, dann würde ich es wahrscheinlich wieder machen, aber ansonsten wüsste ich keine Vorteile.

      Mir ist es vor allem auch zu teuer, die Kino-Karte kostete damals 30 Euro (!), Studentenermäßigung gab es nicht; in die Grazer Oper komm ich schon um einen Bruchteil dieses Geldes hinein und könnte mir um die 30 Euro nicht nur einen Platz in der allerteuersten Kategorie, sondern auch noch ein Glas Prosecco und ein Lachsbrötchen in der Pause leisten. Und Sound und Atmosphäre sind im Opernhaus schon ganz anders.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Danke für Eure Antworten! :) :) :)

      Das, was mich bislang am meisten bedenklich stimmt, ist einmal der "Sound" (weiß nicht, was da so künstlich aufbereitet ist und wie sich das dann anhört, zuhause habe ich vertraute Hörbedingungen, mit denen ich zufrieden bin) und dann das Publikum (Gespräche der popkornfutternden Nachbarschaft - aber störende Mitmenschen gibt's natürlich auch im Opernhaus, wurde hier ja schon ausführlich besprochen).

      :wink
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hallo Gurnemanz,

      auch ich gehöre zu denen, die sich einmal darauf eingelassen haben, bei mir war es das aktuelle "Rheingold" der MET. Da die Vorführung eine "Wiederaufnahme" war, war das Ticket mit 18,50 erheblich günstiger als bei der ersten Übertragung. Damals waren mir die 30 Euro echt zu viel. Wie Areios schon sagte: Da komm ich günstiger in die "echte" Oper und hab mehr Atmosphäre. Wenn man nicht besonders an der Inszenierung ("Rheingold" war in dieser Hinsicht eine schwere Enttäuschung) oder den Sängern (die waren sehr gut) interessiert ist, dann ist für mich der einzige Vorteil des Kinos, dass man bei schauspielerisch sehr begabten Sängern mehr von der Mimik mitbekommt als ihm Opernhaus (außer man hat dort sehr gute/teure Plätze). Und wenn man auf dem "Land" wohnt und kein Opernhaus in der Nähe ist, sondern nur ein Kino, dann ist das sicherlich auch eine Möglichkeit, Oper zu erleben (wobei man in diesem Fall mit einem guten Fernseher auch zu Hause bleiben und sich das gute Geld sparen kann).
      Das Nürnberger Staatstheater hat im Oktober ja auch seinen neuen "Tristan" deutschland- und österreichweit ins Kino übertragen - sogar die Premiere! (die MET überträgt da immer "nur" eine der späteren Folgevorstellungen) Ich hab's aber nicht gesehen ...
      Also wenn ich nicht sehr an der Inszenierung oder den Sängern interessiert bin, dann werde ich - zumindest bei diesen Preisen - so schnell nicht mehr Oper im Kino machen ...

      DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • ReBeitr.5/Z.3

      äääääähhhh mangels Erfahrung i.F. nix zum Thema "Oper im Kino", umsomehr über dortige "popkornfutternde Nachbarschaft"......

      Ich hab da scheints n`gutes Näschen - soll heissen gerate fast nur in Kinovorstellungen ohne eine solche... ...die ca. 5mal in den letzten Jahren, in denen es anders war, haben (auf meine wahrlich nie besonders freundlich getönte Frage "Kann ich jetzt bitte in Ruhe den Film sehen?") die Futternden ihr Gefuttere derart komplett eingestellt, dass ich für den langen Rest des Films gedanklich teilweise eher bei der (jetzt: "hungernden") Nachbarschaft war als beim Geschehen auf der Leinwand.....
      Nee im Ernst...war echt n`paarmal SEHR verblüfft darüber, wie erfolgreich ich da interveniert hatte.....
      ...ist freilich jeweils in irgendwelchen Schachtelkinos passiert - mag sein, dass in diesen postmodernen Multiplexxen etc. (in die ich nur selten mal einen Fuss setzte!) die Sitten entsprechend rauher sind...

      `zeihung ergebenst für die halberte Themaverfehlung :)
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki
    • Ende des vergangenen Jahres sah ich im Kino die Maskenball-Übertragung aus der Met. Besonders gestört hat mich die seltsame distanzlose Kameraführung. Ich möchte den Sängern und Sängerinnen weder minutenlang auf's Maul noch in's Maul schauen. So geht natürlich auch ein Teil der Inszenierung flöten. Nun habe ich in Berlin genügend Auswahl, so daß ich mir weitere Opernkinobesuche sparen kann.

      calisto
    • calisto schrieb:

      Nun habe ich in Berlin genügend Auswahl, so daß ich mir weitere Opernkinobesuche sparen kann.

      calisto


      Liebe Calisto,

      will Dich zwar zu nichts drängen, aber für ein zwei Worte über die Tosca würde ich mich doch sehr freuen. Befürchte aber fast, es war schrecklich, sonst hätte ich sicher hier schon etwas lesen können, oder habe ich was übersehen? Kann dann natürlich in einem passenderen Thread sein.

      Liebe Grüße aus dem winterlichen Bayernland
      Ingrid

      PS. Noch passend zum Thema kann ich sagen, dass ich immer die bequemen Sessel und die gute Sicht sehr genieße. Für Abos wäre es mir aber dann doch zu teuer, denn die Fahrt nach München ist ja, anders als bei einem Opernbesuch, nicht dabei. Das Livegefühl kommt aber schon mehr als bei normalen Kinovorstellungen auf und meist wird auch applaudiert. Einen Opernbesuch kann ein Kino aber nicht voll und ganz ersetzen.
    • Ingrid schrieb:

      will Dich zwar zu nichts drängen, aber für ein zwei Worte über die Tosca würde ich mich doch sehr freuen

      Mache ich gerne, liebe Ingrid. Wo finde ich denn den passenden Faden? ;(

      Ingrid schrieb:

      Livegefühl kommt aber schon mehr als bei normalen Kinovorstellungen auf

      Ich fand die Vorstellung eher künstlich. Nee, Oper im Kino ist nichts für mich. Dann doch tausendmal lieber Tarantino. Außerdem störte mich die überlaute Musik.

      calisto
      calisto
    • Inzwischen ist es ein Riesengeschäft geworden. Die MET macht es seit Jahren, nun kommt die Opera du Paris, wann die Scala oder die Wiener Staatsoper.
      Die Lucia sahen ca. 1 Million Menschen auf der Welt, seit Russland dabei ist, und man russische SängerInnen sehen und hören kann, wird sich der Kreis noch vergrössert haben.

      Popcorn ist da niemand. Es ist ein anderes Publikum, die für 30 Euro ins Kino gehen. In den Pausen kann man Sekt und Häppchen geniessen.

      Der Kinobetreiber findet es auch gut, für eine Vorstellung bis zu 1000 Karten zu verkaufen.

      Lohnt es sich?

      Von den Inscenierungen ist die MET eher konventionell. Seit Levine nicht am Pult ist, sind die Aufführungen eher mittelmässig. Die Zeiten, in denen mehrere Stars auftreten, scheinen auch vorbei. Meist ein TOP-Stars, da herum die MET Besetung, die natürlich sehr gut ist.

      Der Klang ist nicht optimal. Die Kino-Anlagen sind auf Oper nicht ausgelegt. Jeden Mist kann man surround hören, Opern teilweise nur von vorne.

      Nochmals, lohnt es sich?

      Vielleicht. Jedenfalls werde ich mit meinem Partner am Wochenende Maria Stuarda sehen, weil es davon zwar grossartige Aufnahmen, aber doch eher mittelmässige DVDs gibt.
    • Gestern konnte man den dankbaren Levine sehen, er dirigiert wieder. Er dirigiert mit viel Brio. Das hat er mit seinen 71 Jahren nicht eingebüßt.

      Cosi

      eine seiner bevorzugten Werke.

      Der Klang ist inzwischen nur noch frontal zu hören. Surround haben sie wohl abgeschaltet.

      Und die Aufführung? Die Inscenierung nicts Besonderes.Die Sänger und Sängerinnen gut ( klar, es ist die MET). Aber im Vergleich zum vorhandenen Angebot allenfalls guter Durchschnitt.
    • Ich überlege momentan, ob ich mir in diesem Monat nicht mal (zum ersten Mal) eine Live-Opernübertagung im Kino anschauen sollte. Habe soeben mal nachgeschaut: für diese Aufführung (Andrea Chénier, Royal Opera House London, mit Jonas Kaufmann) sind noch knappt die Hälfe der Tickets verfügbar. Es wundert mich ja ein wenig, dass bereits so "viele" Tickets verkauft wurden. Hätte eher angenommen, dass die Nachfrage nicht so groß ist, da man ja pro Ticket knapp 29 Euro zahlt. 8| Na, mal schauen.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • So, ich habe mir nun ein Ticket reservieren lassen. Hoffe, das Wetter spielt mit. Es sind übrigens doch noch nicht so viele Tickets verkauft worden. War wg. der farblichen Kennzeichnung der Plätze irritiert. Hätte mich auch gewundert ... Ich hoffe, es wird keine extremen Special Effects geben. Werde daher vorsichtshalber meine Ohrstöpsel (Konzert-Gehörschutz) mitnehmen. Freue mich nun erst mal auf diese Vorstellung. Ich verstehe jedoch nicht, weshalb sie die Ticketpreise nicht mal ein wenig senken, um solche Vorstellungen attraktiver zu gestalten.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Ich könnte mir einen solchen Besuch durchaus vorstellen. Die Preise finde ich allerdings grotesk: eine MET-Aufführung im Münchner „Cinema“ kommt auf € 35,50 8| ; Stehplatz in der Münchner Oper gibt’s ab € 11,50 – klar nicht dasselbe, aber dennoch ein Missverhältnis.

      Was bei mir allerdings vollkommen flöten gehen würde, ist das „Live“-Gefühl. Ob es sich nun um eine Direktübertragung oder die Wiedergabe einer Konserve handelte, wäre mir dann ziemlich egal. Wenn eine entsprechende Nachbearbeitung einen optimalen Schnitt und Klang herstellte, würde ich Letzteres sogar bevorzugen.

      Probleme mit aufgezeichneten Opernaufführungen bleiben natürlich ganz unabhängig vom Abspielort, potenzieren sich auf einer großen Leinwand vielleicht sogar noch. Opern-Gestik und Mimik, Konventionen der Darstellung sind eine andere als die des Films und wirken durch die Nähe der Kamera und die Vergrößerung „verzerrt“. Klar: Was im Kino oft Kamera-Einstellung und Schnitt übernehmen, leisten auf der Bühne allein die Darsteller. Abgefilmt, muss eine solche Darstellung oft wenig subtil wirken. Die Beleuchtung ist eine ganz andere, z.B. in der MET haben alle Hauptdarsteller ständig einen Spot auf ihrem Gesicht, selbst in dunklen Szenen – das begrüßen die zahlungskräftigen, oft älteren und sehschwachen Fördermitglieder im Publikum natürlich, welche die teuer eingekauften Stars auch erkennen wollen – aber hier fehlt natürlich jegliche Stimmung oder „Geheimnis“, die ein kompetenter Bildgestalter im Film auf die Gesichter legen könnte. Und so fort …

      Kurzgesagt, „Alternative“ im Sinne von „Ersatz“ für einen Opernbesuch sicherlich nicht, aber ein durchaus interessantes anderes Medium, das ein paar Gefahren birgt, aber künstlerisch auch noch großes Potential zur Weiterentwicklung hat.
    • Hallo,

      ich gehe seit Jahren ins Münchner Cinema, zuletzt zum Preis von Euro 33,-- (anscheinend wird es wieder teurer) und freue mich schon auf Samstag, wo einer meiner absoluten Lieblingssänger - Sir Thomas Allen - in "The Merry Widow" als Baron Zeta mitwirkt.

      Ich habe schon ganz tolle Aufführungen pseudolive von der Met ansehen können, wie z.B. im OKtober "Le Nozze di Figaro" mit einem umwerfenden Peter Mattei als Graf Almaviva.

      Ich möchte diese Veranstaltungen nicht missen, mir gefallen gerade die Nahaufnahmen, die ich zu solch einen Preis in der Bayerischen Staatsoper nicht bekomme, wie soll es auch gehen. Für einen Platz weiter vorne im Parkett zahle ich ein Mehrfaches von 35 Euro.

      Die Besetzungen der Met sind zum größten Teil Weltklasse und zwei großartige Sänger habe ich nur so entdeckt, eben Peter Mattei und Ildar Abdrazakov.

      :wink: :wink: :wink:

      Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Ich hab den Vorverkaufspreis (spontane Karten direkt „vor Ort“, wie sonst beim Kino üblich, werden ausdrücklich nicht ausgegeben) von € 2,48 dazu gezählt, aber vielleicht kann man den umgehen (an der Kasse direkt?).

      Nein wirklich, ich möchte niemandem den Spaß verderben, auch mir selbst nicht. Und ja, diese Großaufnahmen und die Nähe sind irgendwie toll. Dennoch glaube ich, dass die Opern-„Erfahrenen“ davon mehr profitieren als das junge, unerfahrene Publikum, das diese Art der Darstellung nun als noch potenziert exaltiert wahrnehmen muss, als eine Art von Stummfilm mit Musik „auf Speed“. Aber vielleicht nehmen sie gerade durch diese Vergrößerung wahr, dass es sich um eine andere Art von schauspielerischer und filmischer Darstellung handeln muss.

      Nicht nur in der kulturellen Diaspora -- diese Art der Präsentation kann sehr viel mit sich bringen.
    • Lieber Musenginst,

      mir kannst Du wirklich nicht den Spaß verderben, lächel. Ich bin da überzeugt.

      Meine jüngere Tochter und meinen Schwiegersohn (der sich nur für deutschen Rock interessiert) habe ich so zur Oper gebracht. Meine Tochter war mit mir schon im Nationaltheater, aber das war damals eine häßliche Aufführung von "Die verkaufte Braut", die bei uns beiden nicht ankam. Für eine erste Live-Bekanntschaft mit der Oper, die es für sie war, war das gar nicht überzeugend.
      Es hat Jahre gedauert, ehe sie sich wieder für Oper interessierte.

      Eine Übertragung des "Don Carlo" mit Roberto Alagna hat es dann geschafft. Die beiden freuen sich jedes Jahr auf ein paar Aufführungen aus der Met.

      Für mich kann ich nur sagen, daß mich außer der schönen Stimme auch das Spiel sehr interessiert, es hat großen Stellenwert. Und das kann ich bei den Nahaufnahmen besonders gut verfolgen.

      :wink: :wink: :wink: Kristin

      P.S. Ich gehe auch in und wieder in die BSO.
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)