Vivaldi, Antonio: Die Sonaten & Konzerte RV 1-585 & 741ff.

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    • 6 Konzerte mit 1-2 Soloinstrumenten (RV 425-548) - Korchin



      (P) 1993 Sony "Digital Focus" QK 57244 [63'42"]
      EAN: 5099705724422

      Chamber Orchestra "Renaissance"
      D: Leo Korchin


      Anfang der 1990er Jahre veröffentlichte Sony eine Budget-Reihe mit Aufnahmen von Künstlern, die in St. Petersburg ansässig sind. Es handelt sich in der Regel um Mainstream-Repertoire wie Mozarts Klavierkonzerte oder Beethoven-Sonaten, die laut Cover digital aufgenommen wurden.

      Auf dieser CD sind sechs Konzerte vorhanden:

      • RV 532 - Konzert für 2 Mandolinen, Streicher & b.c. in G-Dur
      • RV 548 - Konzert für Violine, Oboe, Streicher & b.c. in B-Dur
      • RV 531 - Konzert für 2 Violoncellos, Streicher & b.c. in g-moll
      • RV 497 - Konzert für Fagott, Streicher & b.c. in a-moll
      • RV 425 - Konzert für Mandoline, Streicher & b.c. in C-Dur
      • RV 536 - Konzert für 2 Oboen, Streicher & b.c. in a-moll

      Hier handelt es sich natürlich nicht um eine HIPpe Lesart. Das Kammerorchester ist mittelgroß besetzt und spielt gewiß nicht mit historischem Instrumentarium. Die Solisten führen ihre Solos mit jenem Mindestmaß an Virtuosität aus, die Vivaldis Musik nicht ruiniert, sie aber auch nicht übermäßig glänzen läßt. Der Gesamtklang ist geschlossen, aber auch sehr gleichförmig - so, wie es mir schon bei Robl begegnet ist.

      Die Klangqualität soll digital sein - ich erlaube mir, das anzuzweifeln. Selbst die schlechtesten Ostblock-Digitalaufnahmen der 1980er Jahre hatten mehr Dynamik und Klarheit aufzuweisen als hier. Ich denke, daß es noch Analogaufnahmen sind, vermutlich in den 1970er Jahren entstanden - und als solche sind sie ganz gut anhörbar.

      Fazit: zum Kennenlernen ganz schön, aber wie bei Robl würde ich auf Besseres zurückgreifen. Akzeptabel.


      Links:
      "http://www.discogs.com/Vivaldi-The-Italian-Baroque-Great-Concertos/release/5020518"


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 10 Violinkonzerte (RV 170-391 & 432R) - Casazza

      Welch Kontrastprogramm:



      (P) 2010 dhm 88697842772 (2 CDs) [103'19"]
      EAN: 886978427724

      La Magnifica Comunità
      Violine & D: Enrico Casazza


      Der Violinist Enrico Casazza hat auf dieser Veröffentlichung sechs Konzerte eingespielt, die sich den menschlichen Leidenschaften widmen. Auf CD1 finden sich:

      Konzerte für Violine, Streicher & b.c.
      • RV 277 - in e-moll "Il Favorito" (Der Favorit)
      • RV 234 - in D-Dur "L'Inquietudine" (Die Sorge)
      • RV 271 - in E-Dur "L'Amoroso" (Der Liebhaber)
      • RV 199 - in c-moll "Il Sospetto" (Der Argwohn)
      • RV 387 - in h-moll "Per Signora Anna Maria"
      • RV 761 - in c-moll "Amato bene" (Geliebtes Wesen)

      Auf CD2 gibt es vier weitere Konzerte, die eigentlich unvollständig waren und von Pablo Queipo de Llano vervollständigt wurden:

      Konzerte für Violine, Streicher & b.c.
      • RV 378R - in B-Dur
      • RV 320 - in g-moll
      • RV 432R - in e-moll [eigentlich für Traversflöte komponiert]
      • RV 322 - in g-moll

      Diese vier Rekonstruktionen sind hier erstmalig aufgenommen worden.

      Hier herrscht aber ein ganz anderer Klang vor: ein HIP-Ensemble (6 Violinen, 2 Violen, 1 Violoncello, 1 Violone, 1 Cembalo & 2 Theorben) mit Transparenz und Esprit, klanglich fein austariert und mit vorzüglicher Präzision aufgezeichnet. Casazza spielt mit Gefühl und exzellenter Technik, und die Abstimmung zum Ensemble ist vorzüglich. Klasse...
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      -----

      Ich bin ganz ehrlich perplex, was ich in den letzten Jahren an Aufnahmen italienischer Interpeten und Ensembles höre, denn trotz der desolaten kulturellen Situation in ihrem Lande spielen sie unverdrossen auf höchstem Niveau weiter. Labels wie dhm oder Brilliant Classics profitieren permanent davon und bringen immer wieder herrliche Aufnahmen heraus. Und wir Hörer können uns verwöhnen lassen - wie hier in diesem Fall mit Vivaldi, dem alten Haudegen... :D


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Heute endlich habe ich diese oben empfohlene CD



      gehört und kann sie auch nur weiterempfehlen - sehr hübsch :P und es gibt auch einiges zum Schmunzeln zu hören :D
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • 9 Konzerte für Streichorchester (RV 109–169) - I Musici

      Heute dazugekommen:



      (P) 1983 Philips 6514 371 (1 LP)
      EAN: 028941103529

      I Musici


      Im typischen Breitwandsound erklingen hier neun Konzerte, die man allgemein als concerti a quattro bezeichnet, also vierstimmig gesetzte Streicherkonzerte ohne Soloinstrument. Gespielt wird:

      Konzerte für Streicher & b.c.
      • RV 152 - in g-moll
      • RV 166 - in B-Dur
      • RV 127 - in d-moll
      • RV 145 - in G-Dur
      • RV 121 - in D-Dur
      • RV 133 - in e-moll
      • RV 161 - in a-moll
      • RV 142 - in F-Dur
      • RV 151 - in G-Dur "Concerto alla rustica"


      I Musici spielen klangschön und geschlossen, verschmelzen den Klang zu jener Einheit, die ihr Markenzeichen seit jeher darstellt. Die Ecksätze sind flott, die langsamen Sätze mit viel Sinn für Zartheit. Die Klangqualität ist sehr nah und präsent. Gut... :thumbup:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
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      Jean Paul
    • 6 Konzerte für Violine & Streichorchester (RV 170–391) - Carmignola / Marcon



      Late Vivaldi Concertos - Volume 2

      (P) 2002 Sony Classical SK 87733 [71:49]
      EAN: 5099708773328

      Giuliano Carmignola (Violine)
      Venice Baroque Orchestra
      D: Andrea Marcon


      Konzerte für Violine & Streichorchester:
      • RV 386 - in h-moll
      • RV 235 - in d-moll
      • RV 296 - in F-Dur
      • RV 258 - in Es-Dur
      • RV 389 - in h-moll
      • RV 251 - in Es-Dur


      Carmignola gestaltet die Solos mit seiner typischen lyrischen und farbigen Qualität, die die Konzerte zwar nicht spektakulär, aber würdig wirken lassen. Das Orchester - 19 Personen stark, mit historischem Instrumentarium ausgestattet und HIP spielend - unterstützt ihn dabei mit perfekter Abstimmung und Intonation. Dazu eine vorzügliche Aufnahmequalität. Da bleibt nur noch zu sagen: sehr empfehlenswert... :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


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      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
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      Jean Paul
    • 19 Konzerte für Flöte & Streichorchester u.a. (RV 426-445) - Rampal / Scimone



      (P) 1966 Erato Disques STU 70303/04/05 (3 einzelne LPs)
      (C) 1989 CBS "Maestro" M2YK 45623 (2 CDs) [149:48]
      EAN: 5099704562322

      Jean-Pierre Rampal (Querflöte)
      I Solisti Veneti
      D: Claudio Scimone

      Beginnend mit op. 10 (1728) hat Rampal 19 Konzerte eingespielt, soweit sie für Flöte geschrieben wurden. Dabei sind auf dem Cover und im Booklet die Werknummern nach Pincherle angegeben - ich schreibe die RV-Nummer dazu:

      Konzert für Querflöte & Streicher op. 10
      Nr. 1 - in F-Dur RV 433 "La tempesta di mare"
      Nr. 2 - in g-moll RV 439 "La notte"
      Nr. 3 - in D-Dur RV 428 "Il gardellino"
      Nr. 4 - in G-Dur RV 435
      Nr. 5 - in F-Dur RV 434
      Nr. 6 - in G-Dur RV 437

      Konzert für Querflöte & Streicher
      P 205 - RV 429 - in D-Dur
      P 080 - RV 440 - in a-moll
      P 203 - RV 427 - in D-Dur
      P 140 - RV 436 - in G-Dur
      P 440 - RV 441 - in c-moll
      P 118 - RV 438 - in G-Dur
      P 141 - RV 438/1a - in G-Dur
      P 139 - RV 431 - in e-moll (unvollständig)
      P 142 - RV 432 - in e-moll (unvollständig)

      Konzert für Piccolo-Flöte & Streicher
      P 079 - RV 443 - in C-Dur
      P 078 - RV 444 - in C-Dur

      Konzert für 2 Querflöten & Streicher
      P 076 - RV 533 - in C-Dur

      Konzert für Querflöte & 2 Violinen
      P 077 - RV 108 - in a-moll


      Tatsächlich sind inzwischen einige mehr Konzerte dazugekommen (RV 426, 430, 442 & 445), die hier nicht eingespielt sind. Doch als die Aufnahmen entstanden - im Januar 1966 in der Basilica di San Giorgio Maggiore in Venedig - , waren sie wohl noch nicht berücksichtigt.

      Rampal spielt mit unglaublicher Virtuosität und Präzision, entwickelt dabei eine sehr feine Klanglichkeit, die ich selten gehört habe; das Orchester hat die übliche Kammerstärke und spielt sehr violinenseelig und hell; Scimone findet immer eine gute Balance zwischen Soli und Tutti, läßt auch dem Orchester eine schwungvolle Note übrig, das es gern für sich einlöst. - Klanglich sind die Aufnahmen recht gut für das Alter.

      Insgesamt eine sehr gute traditionelle Einspielung mit viel Schwung und Drive - zwar liegt mir HIP auch hier mehr, aber was kann man schon gegen virtuose Klasse einwenden?... ;)

      Fazit: sehr gut... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Violinenkonzerte op. 3 "L'estro armonico" (RV 109-585) - I Musici (1984)

      Gut zwanzig Jahre nach der ersten Einspielung folgte die digitale Neuaufnahme durch I Musici:

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      (P) 1984 Philips 412 128-1 (2 LPs) [108:15]
      rec. August 1983 (La-Chaux-de-Fonds, Schweiz)

      Solisten:
      (I) Pina Carmirelli [1-12], (II) Anna Maria Cotogni [1/4/7-8/11],
      (III) Claudio Buccarella [1/2/4/7/10] & (IV) Pasquale Pellegrino [1/4/5/7/10] (Violine)
      Francesco Strano [2/7/10-11] (Violoncello)

      I Musici


      In den zwanzig Jahren hat sich tatsächlich nur wenig verändert: ein breiter und geschlossener Klang mit zwölf Musikern, die mit virtuoser Technik und feinem Ausdruck interpretieren. Anders dagegen ist das Tempo: es ist deutlich schneller als früher (insgesamt 12 Minuten weniger für das ganze op. 3) und nimmt den Konzerten ihre frühere Gravität. Dadurch wirkt diese Einspielung auch heute noch etwas frischer als die ältere. Verbunden mit einer sauberen Klangqualität hat man hier ein feines Update vorhanden. Sehr gut... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Flötenkonzerte op. 10 (RV 426-440) - Petri / Brown

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      (P) 1981 Philips 9500 942 [49:26]
      rec. Juli 1980 (London)

      Michala Petri (Blockflöte)
      Academy of St. Martin-in-the-Fields
      D: Iona Brown


      Hier sind die sechs Konzerte mit Blockflöte eingespielt worden. Michala Petri spielt mit großer Virtuosität und präzisem Ton, die Academy begleitet mit Verve und würdiger Dynamik. Die Mittelsätze sind stets sehr lyrisch vorgetragen, die Außensätze bleiben durch einen flotten Duktus immer lebendig. Die Klangqualität erweist sich als sehr gut. Eine gute Interpretation der eher traditionellen Schule... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Flötenkonzerte op. 10 (RV 426-440) - Nicolet / I Musici



      (P) 1987 Philips 420 188-1 [50:16]
      rec. Juli 1986 (La Chaux-de-Fonds, Schweiz)

      Aurèle Nicolet (Querflöte)
      I Musici


      Interessant, direkt nach Petri/Brown diese Einspielung zu hören: I Musici klingt ein bißchen fülliger im Ausdruck und Nicolets Spiel ein bißchen zarter, doch die Klanglichkeit und Phrasierung unterliegt ganz anderen Prinzipien. Von der Ausführung her meint man, eine Einspielung aus den 1960er Jahren zu hören, wenngleich noch etwas schneller temporiert. Die Klangqualität zeigt aber deutlich, daß es bereits eine Digitalaufnahme ist. Insgesamt eine gute Einspielung, die jedoch stark der traditionellen Aufführungspraxis unterliegt. Gut... :thumbup:

      Petri/Brown wirkt dagegen deutlich schlanker und moderner, obwohl die Aufnahme sechs Jahre älter als diese hier ist. Tja, so verändern sich die Zeiten... :/
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 5 Cellokonzerte (RV 398-424) - Schiff / Brown



      (P) 1984 Philips 411 126-1 [46:45]
      rec. Juni 1983 (London)

      Heinrich Schiff (Violoncello)
      Academy of St. Martin-in-the-Fields
      D: Iona Brown


      Folgende Konzerte sind vorhanden:

      Konzert für Violoncello, Streicher & b.c.
      • RV 411/412 - in F-Dur
      • RV 418 - in a-moll
      • RV 424 - in h-moll
      • RV 413 - in G-Dur
      • RV 401 - in c-moll



      Schiffs Instrument ist wie ein Monolith vor der Academy platziert, dennoch ist die Abstimmung sehr gut ausgefallen. Das Orchester begleitet mit gutem Tempo und klarem Duktus, Schiff spielt straff und elegant. Die Klangqualität fällt gut aus, mit geschlossenen Klang und guter Dynamik. Fein... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 5 Gitarrenkonzerte (RV 87-585) - Los Romeros / Brown



      (P) 1985 Philips 412 624-1 [47:38]
      rec. Juni 1984 (London)

      Los Romeros (Gitarren)
      Academy of St. Martin-in-the-Fields
      D: Iona Brown

      Diese fünf Konzerte sind für Gitarre bearbeitet worden; die RV-Nummer gibt die ursprünglichen Konzerte an:
      • RV 580 - Konzert für 4 Gitarren, Streicher & b.c. in h-moll [op. 3 Nr. 10]
      • RV 532 - Konzert für 2 Gitarren, Streicher & b.c. in G-Dur
      • RV 356 - Konzert für Gitarre, Streicher & b.c. in a-moll [op. 3 Nr. 1]
      • RV 425 - Konzert für Gitarre, Streicher & b.c. in C-Dur
      • RV 93 - Konzert für Gitarre, Streicher & b.c. in D-Dur


      Vivaldis Konzerte eignen sich ja recht gut für Bearbeitungen, und in diesem Fall liegen die Romeros genau richtig: die Stücke klingen sehr überzeugend auf dem Zupfinstrument. Ihr Spiel ist lyrisch in den Mittelsätzen und von feiner Virtuosität in den Ecksätzen. Dazu stimmt die Academy besonders lebendig und vehement ein und bildet einen herrlichen Kontrast zu den Gitarren. Die Klangqualität ist besonders klasse: dynamisch, geradezu wuchtig und von feiner Detailzeichnung, die den Philips-Aufnahmen der damaligen Zeit manchmal etwas abgehen. Hier summiert sich alles zu einer geglückten Veröffentlichung. Toll... :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 5 Konzerte (RV 87-585) - Scimone (1982)

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      (P) 1982 Erato NUM 75009 [46:05]
      rec. Mai 1981 (Église Notre-Dame du Liban, Paris)

      Guy Touvron & Serge Boisson (Trompeten)
      Maurice Allard (Fagott)
      Jacky Magnardi & André Both (Hörner)
      Jürgen Hübscher (Laute)

      I Solisti Veneti
      D: Claudio Scimone


      Inhalt:
      • RV 537 - Konzert für 2 Trompeten, Streicher & b.c. in C-Dur
      • RV 484 - Konzert für Fagott, Streicher & b.c. in e-moll
      • RV 539 - Konzert für 2 Hörner, Streicher & b.c. in F-Dur
      • RV 564 - Konzert für 2 Violinen, 2 Violoncelli, Streicher & b.c. in C-Dur
      • RV 93 - Konzert für 2 Violinen, Laute & b.c. in D-Dur


      Diese fünf Konzerte sind hübsch anzuhören, sind sie doch in jenem breitbandigen, geschöhnten Klang interpretiert, in dem Claudio Scimone schon damals gut zwanzig Jahre musizieren ließ. Recht flott in den Ecksätzen, lieblich in den Mittelsätzen, mit sehr guten Solisten und einem sauber aufspielenden Orchester in Kammergröße. Nichts Weltbewegendes, aber als Hintergrundmusik sehr gut geeignet. Dazu eine saubere Klangtechnik. Gut... :)
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 6 Fagottkonzerte (RV 466-504) - Thunemann / I Musici (1986)



      (P) 1986 Philips 416 355-1 [55:55]
      rec. Juli 1985 (Schweiz)

      Klaus Thunemann (Fagott)
      I Musici


      Konzerte für Fagott, Streicher & b.c.

      • RV 485 - in F-Dur
      • RV 503 - in B-Dur
      • RV 483 - in Es-Dur
      • RV 497 - in a-moll
      • RV 473 - in C-Dur
      • RV 492 - in G-Dur


      Thunemann spielt mit feiner Virtuosität und einer gehörigen Portion Klangschönheit und wird dabei perfekt von I Musici begleitet. Die Ecksätze werden mit gutem Tempo dargeboten, die Binnensätze zeigen eine lyrische Stimmung im Ausdruck. Die Klangqualität ist sehr detailliert und wirkt dennoch geschlossen. Eine sehr gute Einspielung... :thumbsup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 6 Konzerte für Viola d'amore (RV 392-397) - Paris / I Musici (1988)

      [Blockierte Grafik: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81je9j1WdpL._SL300_.jpg]

      (P) 1988 Philips 422 051-1 [73:20]
      rec. Juli 1986 & Juli 1987 (La Chaux-de-Fonds, Schweiz)

      Massimo Paris (Viola d'amore & Dirigent)
      I Musici


      Konzerte für Viola d'amore, Streicher & b.c.
      • RV 392 - in D-Dur
      • RV 393 - in d-moll
      • RV 394 - in d-moll
      • RV 395 - in d-moll
      • RV 396 - in A-Dur
      • RV 397 - in a-moll


      Hier sind sämtliche sechs Konzerte eingespielt worden, die Vivaldi für die Viola d'amore als Soloinstrument komponiert hatte. Erstaunlich ist die Fragilität, die die Viola d'amore ausstrahlt: hier muß das Orchester sehr genau dosieren, damit das Soloinstrument nicht untergeht. Massimo Paris weiß aber die Viola gut zu handhaben, und sie wirkt sehr zart und lyrisch in den Binnensätzen, während sie in den Ecksätzen virtuos ihre Läufe absolviert. Die Klangtechnik unterstützt die Abstimmung zwischen Soli und Tutti, so daß man hier ein einwandfreies Erlebnis hat; ich gebe aber zu bedenken, daß im Konzert die Viola d'amore vermutlich nicht so klar herausstechen könnte mit einem Kammerorchester auf modernen Instrumenten im Rücken.

      Aber die Konzerte sind toll komponiert, die höre ich gerne... :thumbsup:

      Fazit: fein... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 5 Oboenkonzerte & 1 Doppelkonzert (RV 446-465 & 545) - Holliger / Thunemann / I Musici (1976/1982)



      (P) 1982 Philips 6514 167 [RV 452, 454, 446 & 545]
      rec. August 1981 (La Chaux-de-Fonds, Schweiz)
      (P) 1976 Philips 9500 044 [RV 463 & 447]
      rec. Juli 1975 (La Chaux-de-Fonds, Schweiz)

      Heinz Holliger (Oboe)
      Klaus Thunemann (Fagott)
      [RV 545]
      I Musici


      Konzerte für Oboe, Streicher & b.c.
      • RV 452 - in C-Dur
      • RV 454 - in d-moll
      • RV 446 - in C-Dur
      • RV 463 - in a-moll
      • RV 447 - in C-Dur
      RV 545 - Konzert für Oboe, Fagott, Streicher & b.c. in G-Dur


      Hier spielt Holliger sechs Konzerte, davon eines zusammen mit Thunemann am Fagott - insgesamt eine schöne Auswahl aus den entsprechenden Konzerten Vivaldis. I Musici spielt wie gewohnt mit breiten, aber präzisen Pinselstrich und ermöglicht so den Solisten ihre feine Leistung. Die Oboe trällert virtuos, das Fagott quäkt anheimelnd. Die Ecksätze haben ordentlichen Schwung, die Binnensätze erhalten eine lyrische Stimmung. Die Klangqualität ist nah, klar und detailreich. Feine Aufnahme... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 6 Doppelkonzerte (RV 532-564) - Marriner (1983)



      (P) 1983 Philips 6514 379 [50:31]
      rec. November 1982 (London)

      Michael Laird & William Houghton (Trompete)
      Iona Brown (Violine)
      Timothy Brown & Nicholas Hill (Horn)
      James Tyler & Douglas Wootton (Mandoline)
      William Bennett & Lenore Smith (Flöte)
      Celia Nicklin & Barry Davis (Oboe)
      Graham Sheen (Fagott)

      Academy of St. Martin-in-the-Fields
      D: Neville Marriner


      Konzerte für verschiedene Solo-Instrumente:
      • RV 563 - für 2 Trompeten, Violine, Streicher & b.c. in D-Dur
      • RV 539 - für 2 Hörner, Streicher & b.c. in F-Dur
      • RV 532 - für 2 Mandolinen, Streicher & b.c. in G-Dur
      • RV 533 - für 2 Flöten, Streicher & b.c. in C-Dur
      • RV 536 - für 2 Oboen, Streicher & b.c. in a-moll
      • RV 545 - für Oboe, Fagott, Streicher & b.c. in G-Dur


      Marriner dirigiert hier eine Auswahl aus den Konzerten, die mindestens zwei Solo-Instrumente aufweisen; eins davon war aber für eine andere Besetzung gedacht gewesen: ursprünglich wurde RV 563 für 2 Oboen und Violine komponiert.

      Wie immer gelingen die Ecksätze sehr schwungvoll, die Binnensätze erklingen in ruhiger, lyrischer Manier. Die Solisten spielen virtuos und mit feinem Gespür für die Klanglichkeit der Konzerte. Die Klangqualität ist sehr gut: recht nah, detailreich, fein abgestimmt. Fein... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul