BIBER, Heinrich Ignaz Franz: Die Rosenkranz-Sonaten

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    • zwoelftonapostel schrieb:

      Wirklich hochinteressant all Deine Ausführungen hier zu diesem Thema - vielen Dank dafür :yes: :yes: :yes:
      Lieber Peter!

      Vielen Dank, dass ihr sie so sehr mögt!

      Für mich ist es eine Erleichterung, was mich interessiert mit Anderen zu besprechen, zu teilen - das das für euch noch Spaß macht oder gar euch anregt diese Werke kennen zu lernen, ist für mich wie ein Geschenk! :yes: :yes: :yes:

      Liebe Grüße
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • robert schrieb:

      ich vermute mal daß der Begriff "Skordatur" vom Italienischen "scordare" kommt, was "verstimmen" heißt, im Gegensatz zu "accordare", was "Stimmen" wäre.
      so ist es.
      s- ist die italienische Verkürzung der lateinischen Vorsilbe dis-, die dem deutschen "ver-" vergleichbar ist.
      Wobei ich mich gerade frage, ob scordare von corda "Saite" oder von cor "Herz" (Wortstamm cord-) herzuleiten ist ?( .
      Lateinisch discordare bedeutet nämlich (zufällig?) "nicht übereinstimmen", kommt aber wohl von cor (?).

      Romanisten vor!
      :wink: Khampan
    • im Italienischen hat scordare zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen: (Garzanti Linguistica)

      scordare 1: etwas vergessen, wobei mit "dis cor" Herz Kopf Hirn gemeint ist, also von core
      scordare 2: eine Saite (corda) falsch stimmen, oder ver stimmen.

      Robert
    • Dagmar Glüxam schreibt zur Skordatur im Vorwort zur Edition der Rosenkranz-Sonaten:

      "Der Begriff "Chorda", der in der mittelalterlichen exegetischen Literatur mehrfach beschrieben wurde, kann sich sowohl auf auf den Darm, die Darmsaite oder auch als Oberbegriff auf alle Saiteninstrumente beziehen. Die verschiedenen Auslegungen enthalten mehrere Aspekte, darunter auch die Grundbedeutung der Saiteninstrumente [...] als das Symbol des Menschen bzw. seines Körpers." Die Spannung der Saiten bedeute hernach "den Zustand des Gekreuzigtseins sowie die geistige Anspannung und rechte Intention zum Leben". Demnach sei es kaum zufällig, dass "in jenen Sonaten, die den fünf Geheimnissen des schmerzhaften Rosenkranzes entsprechen, auch die höchsten Skordaturen der ganzen Sammlung" zu finden seien:
      VII. Sonate: c'-f'-a'-c"
      VIII. Sonate: d'-f'-b'-d"
      IX. Sonate: c'-e'-a'-e"
      Man liest weiter: "Der scheinbar rein mechanische und inhaltslose Vorgang des Saitenumstimmens zeigt eine Parallele mit dem seelischen und körperlichen Zustand des gepeinigten Menschen: so wie sich das Leiden Christi bis zum Unerträglichen steigert, so werden auch die Saiten des Instruments buchstäblich bis zum "Zerreißen" hochgestimmt."

      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Apropos Mystik.

      Ich bin fast überzeugt, dass die Rosenkranz-Sonaten genauso zur Barockmystik gehören, wie die Schriften eines Johannes Schefflers (aka Angelus Silesius). Überhaupt: in den Werken von Biber wird eine Mystik greifbar, die ich in den Werken seiner Zeitgenossen (so sehr ich sie auch schätze) nicht finde. Erst bei Bach und bei Zelenka findet man Aenliches.

      Weiter oben hab' ich schon die Erfahrung der Violinisten erwähnt, dass die Skordatur dadurch, dass der Geiger aus einer Griffnotation spielt, und sich nicht vorbereiten kann, was für ein Ton erklingen wird, zum "Loslassen" aufgefordert; und denkt man nicht gleich an Stellen wie:

      "Der sich zemale lieze einen ougenblik, dem würde zemale gegeben. Und waere ein mensche zweinic jar gelazen, naeme er sich selben wider einen ougenblik, erenwart noch nie gelazen." (Meister Eckhart: Predigt Q 12; I;202-203)

      oder:

      "Die Gelassenheit.
      So vil du GOtt gelaest / so vil mag Er dir werden /
      Nicht minder und nicht mehr hilfft Er dir auß beschwerden."
      (Angelus Silesius: Cherubinischer Wandersmann, I; 22)

      Tamás (oder einfach Tscha)
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Lieber Tschabrendeki,

      die Rosenkranz-Sonaten geisterten so durch das Forum bis ich mich heute quasi "durchgerungen" habe - ohne diesen Thread vorher zu lesen - in mein Klassik-CD-Geschäft einzufallen. Ich habe da mehr oder weniger nach Gefühl eine Aufnahme mit nach Hause genommen und bin jetzt schon seit fast einer Stunde wie betäubt ob der Schönheit dieses Werkes.

      Ach ja, es ist die Aufnahme mit John Holloway. Nun hast Du beschrieben, dass für Dich diese Einspielung irgendwie sehr "ausgleichend", nicht zu schnell, nicht zu langsam ist - und mit nicht eingehaltenen Versprechungen.

      Schon jetzt giere ich nach einer zweiten Aufnahmen davon und möchte gerne Deine Meinung hören welche für meinen Geschmack am besten zugeschnitten wäre.

      Ich gehe davon aus, dass Du auch die eine oder anderee Version der Quattro Stagioni zu Hause hast. Meine absolute Lieblingsaufnahme davon ist die des "Il Giardino Armonico", gefolgt von der Concentus-Musicus - Einspielung. Also so richt "fetzig" und "dreckig"...

      Ich bin für jeden Tipp dankbar - und wenn's zwei sind - was soll's :P

      Liebe Grüße aus Wien,

      Berkshire
      Nunc est bibendum !!!
    • Hallo Berkshire,

      mit der Holloway-Einspielung hast einen IMO schon sehr guten Griff getan. Holloways Spiel ist irgendwie entspannt, zurückgenommen, ganz in den Dienst des Werks gestellt. Bei ihm finden sich keine Showeffekte, keine exaltierten Gebärden – sondern eine intime Gestik, die in ein durchdachtes rhetorisches Ganzes eingebunden ist. Man höre nur einmal, wie er in der 6 Sonate die Violintöne zu formen weiß, wie Furcht, Unsicherheit und Trauer nicht allein in diese Töne gegossen, sondern in diesen Tönen hörbar gestaltet und sinnlich erfahrbar werden – und dies auf eine sehr feine, ja, verinnerlichte Art und Weise.

      Eine ganz wundervolle, seeeeehr meditativ angelegte Interpretation. Da die Holloway-Einspielung aktuell überaus günstig zu haben ist, würde ich diese Einspielung eigentlich immer unbedingt als Einstiegsdroge in die Welt des Biberschen Rosenkranzes empfehlen!


      Tscha wird Dir ergänzend dann sicher folgende Aufnahmen vorschlagen:



      Beide fraglos exzellent, im Ansatz aber ziemlich different (Manze eher meditativ verinnerlicht, Letzbor ziemlich effektvoll, extrovertiert und fast ein bissel theatralisch). Da soll der Tscha aber besser selbst was zu schreiben.

      Ich würde diese beiden empfehlen:




      Ensemble Sine Titulo
      Odile Edouard (Barock-Violine, Maggini [Italien, spätes 17. Jhdt.]; Aegidius Klotz [1767])
      Alain Gervreau (Violoncello)
      Pascale Boquet (Theorbe)
      Angélique Mauillon (Harfe)
      Freddy Eichelberger (Orgel / Clavecin-pédalier)


      Odile Edouard spielt Bibers »Rosenkranz-Sonaten« beschwingt, mit einer expliziten Geste der Theatralik, die allerdings niemals so exaltiert daherkommt, wie dies IMO etwa in Gunar Letzbors Interpretation der Fall. Frau Edouard gelingt stets eine doch sehr versonnene und, ja, entrückte Stimmung aufrechtzuerhalten. In diese versonnene Grundhaltung brechen dann die von ihr überaus akzentuiert gestalteten Wechsel der Affekte mit einer beinahe physisch spürbaren Expressivität. Beispielsweise habe ich die auf das Kreuzmotiv zu Beginn der Sonate Nr. 10 (»Der Du für uns gekreuzigt worden bist«) folgenden martellato-Akkorde bisher niemals in einer so ans Szenische gemahnenden Theatralik musiziert gehört – ohne daß das Ganze dabei etwa vordergründig theatralisch wirken würde.

      Die abwechslungreich besetzte und somit sehr farbig wirkende Continuo-Gruppe improvisiert den Part in den schnelleren Sätzen recht verspielt ohne aufdringlich zu wirken, während in den eher meditativ-langsamen Sätzen sehr zurückgenommen musiziert wird.

      Aufgezeichnet wurden die Sonaten ist der L’Eglise Priorale de Saint-Quirin (Moselle), wobei der (gemäßigte) Hall zu einer wundervollen, natürlich-sakralen Atmosphäre beiträgt.

      Herrliche Einspielung!

      Meine Leib-und-Magen-Einspielung ist dann aber diese:




      Alice Piérot, Violine
      Marianne Müller, Viola da Gamba
      Pascal Monteilhet, Theorbe
      Elisabeth Geiger, Claviorganum

      Alice Piérot spielt den spirituell-meditativen Charakter der Rosenkranzsonaten wundervoll und überaus suggestiv aus und gestaltet die Sonaten dabei zugleich virtuos-dynamisch. Sie wählt die Tempi für meinen Geschmack sehr teffend (eher moderat aber mit einem deutlich vorwärtsdrängendem Drive), sie hat einen bezaubernd sinnlichen, sehr farbigen, glutvoll-strahlenden, dabei niemals vordergründig brillianten, immer unaufdringlichen Violinton voll verhaltener Schönheit. Begleitet wird sie von einer (im Kontext der Einspielungen der Rosenkranzsonaten) mittelgroßen Continuo-Gruppe, bestehend aus Viola da Gamba, Theorbe und Claviorganum (letzteres ist ein ziemliches Exotikum: ein – wie ich mir angelesen habe – von der Frührenaissance bis ins 17. Jahrhundert nicht unübliches Hybridinstrument aus Cembalo und Orgelpositiv - der Klang, in dem eben Cembalo und Pfeifenorgel kombiniert werden können, ist wirklich überaus mysteriös). Die Continuobesetzung gewährleistet dabei eine große Farbigkeit ohne aufgeblasen und überbesetzt oder zu sehr zurückgenommen zu wirken.

      Auf wunderbare Weise gelingt es Piérot, die virtuosen wie auch die kontemplativ-religiösen Momente des Werks mit einander zu vermitteln und den Rosenkranz geradezu einem sinnlichen Ereignis zu machen. Wenn Frau Piérot in der Auferstehungssonate das »Surrexit Christus hodie« intoniert möchte man tatsächlich gläubig werden.... Alice Piérot und ihr Ensemble »Le Veilleurs de Nuit« präsentieren das Mysterium der Rosenkranzes als ein klanggewordenes, sehr, sehr sinnliches Gebet.

      Unter den mir bekannten Aufnahmen (es sind inzwischen derer insges. 16) bietet Piérot für meinen Geschmack die Ideallösung.

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Lieber Berkshire,

      Algabal schrieb:

      Tscha wird Dir ergänzend dann sicher folgende Aufnahmen vorschlagen:



      Beide fraglos exzellent, im Ansatz aber ziemlich different (Manze eher meditativ verinnerlicht, Letzbor ziemlich effektvoll, extrovertiert und fast ein bissel theatralisch). Da soll der Tscha aber besser selbst was zu schreiben.
      Ganz richtig! :thumbsup:

      Sogar würde ich - wenn du es fetzig magst :thumbup: (unter uns: die Stagioni sind auch mit Europa Galante erste Sahne) - in erster Linie Letzbor empfehlen. Da geht wirklich die Post ab: energiegeladen, aber die Künstler wissen auch diese Energie umzuleiten, aufzustauen auf allen möglichen Ebenen hervorbrechen zu lassen... und dazu ein Klang, das man seinen Ohren kaum glaubt. Und sie fürchten sich auch nicht inne zu halten.

      Algabal hat schon recht, es ist fast schon theatralisch - wenn aber, dann in positivem Sinne. Programmusik eben.

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • im September 2010 erschienen:


      Daniel Sepec (Jakob Stainer-Violine) ,Hille Perl (Viola da gamba), Michael Behringer (Cembalo+Orgel), Lee Santana (Laute)
      Die Schnipsel hören sich ganz ausgezeichnet an. Trotz hochkarätiger Continuo-Gruppe drängt sich die Begleitung nicht so stark in den Vordergrund wie bei Pierot (was mich bisher davon abgehalten hat, diese Aufnahme zu kaufen, vielleicht zu Unrecht). Daniel Sepec variiert bei Wiederholungen auf sehr ansprechende Weise.
      Stimmton 415 Hz.
      So eine Aufnahme hat mir noch gefehlt.

      Lieben Gruß,
      Khampan
    • Danke, Khampan, für die dezidiert ausgesprochene und nachvollziehbar inllustrierte Empfehlung...

      Ich liebe die Piérot-Aufnahme, auch und gerade wegen ihres beinahe unkonzertanten Ensemblespiels. Aber man kann wirklich nie genügend gute Aufnahmen bekommen.

      "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

    • Julia Wedman

      Spielt die so, wie das Cover aussieht? :faint:

      Sowas kann mich echt vom Kauf abhalten, da muss ich immer sofort an David Garrett oder Vanessa Mae denken. :shake:

      LG
      Juli
      "Eine Semmel enthält 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000 Kalorien,
      diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen. Aber wozu?"
      (Loriot)
    • RE: Julia Wedman

      Juli schrieb:

      Spielt die so, wie das Cover aussieht? :faint:

      Sowas kann mich echt vom Kauf abhalten, da muss ich immer sofort an David Garrett oder Vanessa Mae denken. :shake:
      Um Himmels Willen, nein! Ich hatte zuerst das gleiche befürchtet, aber kurzes googeln hat mich eines besseren belehrt: Julia Wedman ist Mitglied bei Tafelmusik und einigen anderen hochkarätigen Ensembles.
      Man darf also gespannt sein.

      Die Sepec (-Perl-Santana-Behringer)-Aufnahme habe ich heute gerade wieder mal ganz gehört. Mit einer Beurteilung tue ich mich noch immer schwer, zumal ich nur zwei Vergleichseinspielungen kenne (Letzbor, Manze).
      Nur kurz: technisch und klanglich brilliant, das Continuo aus "nur" drei Spielern (auf fünf Instrumenten) äußerst abwechslungsreich gestaltet, mitunter sogar regelrecht durchkomponiert: Nr. 14 ist in dieser Beziehung schlichtweg genial und sicher der Höhepunkt der Aufnahme.
      Das scheint mir gleichzeitig das Problem zu sein: schon bei Nr. 15 fällt die Spannung deutlich ab, und der bei der abschließenden Passacaglia allein gelassene Daniel Sepec vermag nichts entsprechendes mehr anzufügen. Sie wirkt eher (sehr zügig) durchexerziert denn meditiert.
      Ansonsten fällt Sepec, obwohl m.E. Manze durchaus ebenbürtig, weniger durch eine persönliche Deutung der Stücke auf, sondern eher durch das kongeniale Zusammenwirkung mit dem Ensemble. Manches wirkt fast schon zu gut einstudiert. Als Konzertmitschnitt wäre die Aufnahme vielleicht unschlagbar (und Nr. 14 in ihrer "Bearbeitung" wäre die ultimative Zugabe).

      Fazit: Manze bleibt mein Favorit. Im Vergleich mit Letzbor würde ich aus klanglichen und philologischen Gründen Sepec vorziehen.

      Gruß,
      Khampan
    • Khampan schrieb:

      Manches wirkt fast schon zu gut einstudiert.

      Diesen Eindruck hatte ich bei Sepec auch oft. Was ich Manze und Letzbor so mag, die Unmittelbarkeit ihres Spiels, fehlt mir her sehr: obwohl ich weder technisch, noch klanglich oder irgendwie sonst Schwächen bei ihm entdecken kann.

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Khampan schrieb:

      Um Himmels Willen, nein! Ich hatte zuerst das gleiche befürchtet, aber kurzes googeln hat mich eines besseren belehrt: Julia Wedman ist Mitglied bei Tafelmusik und einigen anderen hochkarätigen Ensembles.
      Man darf also gespannt sein.

      Ihre Photos bei ihrem Ensemble "I Furiosi" sind auch nicht ohne - wenn ihr Spiel (wie die Hörbeispiele zeigen) nicht das Rockige eines Il Giardino oder Europa Galante haben.
      ifuriosi.com/


      LG
      Tamás
      :wink:
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      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Eigentlich ziemlich grauslich das; die sehen aus als ob sie gerne "Mittelalter"-Metal spielen würden. Wirklich grauslich. - Der Photograph ist auch verdammt schlecht . . . . .


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans