OFFENBACH: Les contes d'Hoffmann – Märchenhafte Episoden oder postmodernes Drama?

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    • Musikalisches Fest in Košice

      An diesem klassischen Hoffmann muss einem einfach alles gefallen. Sehr guter Gesang in allen Rollen, überragt von einer Stella, die nicht besser sein könnte. Von glockenreiner Koloratur der Olympia über eine dramatische Giulietta bis zur lyrischen Antonia beherrscht Michaela Várady alle Stimmcharakteristiken. Das Orchester spielte fehlerlos und wurde richtig dirigiert, der Chor meisterte auch souverän das schwierige Lob auf Olympias Augen, und der ungarische Regisseur Imre Halasi hatte Hoffmanns Leben und Leiden richtig interpretiert.
      Ein Besuch in der interessanten Stadt Kosice kann noch bis Juni mit einem Hoffmann gewürzt werden.
      Sa. 11stündige Rückreise nach München, und hoffentlich bis Dienstag oder Mittwoch Ende der Besprechung, die wegen einer auf der Reise eingefangenen Erkältung mw. etwas länger dauert. "http://www.myway.de/hoffmann/1718-kosice.html"
    • Endlich wieder ein Hoffmann

      Nach über drei Monaten Pause hat am kommenden Sonntag um 14:30 ein Hoffmann in Amsterdam Premiere. "https://www.operaballet.nl/en/opera/2017-2018/show/les-contes-d-hoffmann"
      Der Regisseur Tobias Kratzer aus dem niederbayerischen Landshut und die Besetzung mit John Osborn (Hoffmann) und Erwin Schrott (Widersacher und Ex-Mann von Anna Netrebko) wecken hohe Erwartungen.
      Seit Beginn meiner Hoffmaniaden vor 11 Jahren ist das nun mein erster in Benelux. Opernexperte Herbert begleitet mich und wird sachkundig beobachten. Abendkritik wie üblich hier.
      Ob ich im September nach Dublin reise, ist offen. Die Oper dort hat auf meine Anfrage bisher nicht reagiert. Das kenne ich aus Lateineuropa. Siehe zuletzt Metz. "http://www.myway.de/hoffmann/1617-metz.html"
    • Ideenreicher und avantgardistischer Hoffmann nahe an der Perfektion

      Eine Inszenierung, die einen nur begeistern konnte. Zahlreiche wirklich neue Ideen, die neue Aspekte auf diese Oper ermöglichten, ohne die Botschaft dieses Werks zu verfremden. Fantasievolles Bühnenbild mit in Kästen aufgeteilten drei Ebenen. Das Orchester spielte perfekt, besonders auch die Streicher, fantasievoll geleitet, ein mächtiger Chor. Von den Sängern her lauter Topbesetzungen: John Osborn (Hoffnann) und Erwin Schrott (Widersacher), Nina Misayan als Olympia, Ermonela Jaho als Antonia, Christine Rice als Giuletta und Irene Roberts als Muse. Das Ganze in einem relativ neuen Theater, das architektonisch und technisch für Musiktheater ideal gestaltet wurde.
      Im MIttelpunkt standen die psychologischen Verstrickungen Hoffmanns, die eindrucksvoll analysiert wurden. Es gab großen Applaus auch für das Regieteam, angeführt von Tobias Kratzer aus Landshut/Niederbayern. Kein einziges Buh für diese doch unkonventionelle aber eben auch intelligente Interpretation.
      Das Publikum war begeistert, nach einer Minute standen die ersten Zuschauer auf, nach 4 Minuten spendete das Publikum stehend Applaus, insgesamt 10 Minuten, der gewaltsam durch Licht-Aus beendet wurde.
      Nach meiner persönlichen Einschätzung absolute Spitzengruppe. Von den bisher besuchten 106 Hoffmännern einer der fünf besten. (Ich vermeide es, die Frage nach dem besten zu beantworten.)
      Am 26. Juni kommt ein Livestream auf Operavision, den man nicht versäumen sollte.
      Morgen Heimreise, Dienstag und Mittwoch schreiben, und hoffentlich Mittwoch Abend fertig.
    • Link zu Amsterdam

      So, die Bilder sind auch drin. hoffmannserzählungen.de oder über den Direktlink: myway.de/hoffmann/1718-amsterdam.html
      Es dauerte diesmal etwas länger, weil mein Open Office, mit dem ich meine Texte schreibe, gleich zu Beginn den Dienst verweigerte. Eine halbe Nacht lang zunehmend verzweifelnd alle möglichen Tasten und Knöpfe gedrückt, bis die Chose endlich wieder lief. Sollte mir Computerlaien jemand dabei helfen können, wäre ich höchst dankbar.
    • Nochmal Kosice

      Nachdem mir die Stadt und der Hoffmann gefallen hatten, fahre ich zur letzten Vorstellung nochmal hin. Im Februar war es dunkel und kalt, deswegen will ich zum Spielzeitende nochmal in die Ostslowakei. "http://www.sdke.sk/sk/opera/jacques-offenbach-hoffmannove-poviedky
    • Amsterdam verfügbar

      Bis Dezember wird der grandiose Amsterdamer Hoffmann auf operavision.eu verfügbar sein. Operavsion ist eines der wenigen noch funktionierenden und sinnvollen Projekte der EU. "https://operavision.eu/en/library/performances/operas/les-contes-dhoffmann
      Falls der Link nicht funktioniert, auf "www.operavision.eu gehen, dann in der Zeile auf Performances, dann auf Operas, dann sieht man schon Les Contes ... Die aufnahme ist gut gemacht und entspricht dem, was ich auch im Theater sah. Oft sind ja Aufzeichnungen so geschickt gemacht, dass sie Schwächen einer Inszenierung verbergen, oder aber diese noch verstärken.
      Ich war inzwischen nochmal in Košice/Kaschau, nachdem mir die Stadt im kalten und dunklen Februar spontan so gut gefallen hatte. Jetzt konnte ich sie im Sommer erleben, und es gab auch wieder den vorläufig letzten Hoffmann. Die vielseitige Nicola Proksch sang eine wunderschöne Stella. "https://www.nicola-proksch.at/
      In dieser Stadt hinter der Hohen Tatra fühlte ich mich spontan so wohl wie selten in einer Großstadt. Ein verkehrsberuhigtes Stadtzentrum, darin die östlichste gotische Kathedrale, daneben das vergoldete Theater, und dazwischen ein kleiner Park mit Fontänen und klassischer Musik. Rundherum gemütliche und schicke Lokale. Eine Pizzaschnitte bekommt man schon für 50 Cent. Allerdings verdient man z.B. als Chorsänger am Theater gerade mal 350 Euro im Monat. Aber das ist in den umliegenden Ländern Ungarn und Polen nicht anders. Sonstige Preise sind oft fast auf unserem Niveau.

      Bei frühzeitiger Buchung kann man mit der Bahn von Süddeutschland für 50 Euro hinfahren. Die Fahrt durch die teilweise grandiose Landschaft zieht sich aber hin. Kulturell ist viel los. de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice und "https://kosicednes.sk/kultura/#