Parsifal Salzburg live 23. März 2013 (Schulz/Thielemann)

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    • Parsifal Salzburg live 23. März 2013 (Schulz/Thielemann)

      Heute, am 23. März 2013, sendet 3sat eine Neuinszenierung des Parsifal von Richard Wagner durch Michael Schulz.

      Die TV-Übertragung ist nicht ganz live, sondern zeitversetzt.

      Es singen und spielen:

      Parsifal - Johan Botha
      Gurnemanz - Stephen Milling
      Amfortas - Wolfgang Koch
      Titurel - Milcho Borovinov
      Klingsor - Wolfgang Koch
      Kundry - Michaela Schuster

      Blumenmädchen - Eva Liebau, Annika Sophie Ritlewski, Theresa Holzhauser, Bele Kumberger, Chiara Skerath, Carolin Neukamm
      Zwei Gralsritter - Thomas Ebenstein, Derek Welton
      Vier Knappen - Annika Sophie Ritlewski, Carolin Neukamm, Mauro Peter, Attilio Glaser
      Stimme aus der Höhe - Rachel Frenkel

      Sächsische Staatskapelle Dresden
      Sächsischer Staatsopernchor Dresden
      Chor der Bayerischen Staatsoper
      Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor

      Christian Thielemann

      Dieser Thread möge den Beobachtern am heimischen TV als Blog dienen - auf lebhafte Diskussion!

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Die Besucher im Festspielhaus, die zwischen €70,- und €490,- bezahlt haben, erleben Thielemann zunächst in typischer Biergartenpose, zurückgelehnt dirigierend. Danach, beim Glaubensthema, ist dann sein charakteristisches Dirigat zu sehen: mit betonten Schlägen in Aufwärtsbewegung. So dirigiert einer, für den noch nicht mal die Gesetze der Schwerkraft gelten ...
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Die Anzüge der Gralsritter (außer Gurnemanz) erinnern mich an Raumfahrer. Passen dazu die zylindrischen raumhohen Glasröhren in Mannesbreite (nicht für Pavarotti), die an Vorrichtungen zum Beamen oder für Kälteschlaf bem Überbrücken kosmischer Distanzen erinnern.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Furchtsames Rückwärts-Ringelreihn vor Kundrys Ankunft um Gurnemanz herum - den belustigt dies nur. Verständlich.

      Kundry sieht aus, als ob sie morgens um drei erfolglos aus einer Hotelbar kröche.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Dennoch sind Kundry und Gurnemanz der Gesichtsfarbe nach die einzigen gesunden Wesen auf der Bühne - abgesehen von einem androgynen Tanzwesen im Hintergrund.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Ich bin einem Parsifal immer besonders auf den Gurnemanz gespannt - und möchte anmerken, dass Stephen Milling mich ganz und gar nicht überzeugt: Er gibt sich darstellerisch Mühe, bleibt aber dennoch blass, die Stimme ist zu hell, er hat Schwierigkeiten, Tonhöhen zu halten, die Intonation ist saumäßig - eine Indisposition vielleicht?
      »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
      Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter
    • palestrina schrieb:

      Bis jetzt ist das sehr langweilig , auch vom Dirigat !

      Ja, stimmt ... viereinhalb lange Stunden können das werden. Da rettet auch der Jesus mit Dornenkrone nichts.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Den "Röhrenwald" und die unterkühlte Sci-Fi-Optik finde ich eigentlich recht interessant ... mal sehen wie das noch wird!

      DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Für mich ist bisher Michaela Schuster am besten - man kann ja über Johan Bothas Gesang definitiv nicht viel (wenn überhaupt) Negatives sagen, dass er die schauspielerische Ausstrahlung einer Tüte Trockenobst hat, ist unbestreitbar...
      »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
      Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter
    • Basti schrieb:

      Ich bin einem Parsifal immer besonders auf den Gurnemanz gespannt - und möchte anmerken, dass Stephen Milling mich ganz und gar nicht überzeugt: Er gibt sich darstellerisch Mühe, bleibt aber dennoch blass, die Stimme ist zu hell, er hat Schwierigkeiten, Tonhöhen zu halten, die Intonation ist saumäßig - eine Indisposition vielleicht?

      "Bemüht" ist wohl das treffende Wort - man hört das Bemühen und auch, wie weit das Ergebnis hinter dem Bemühen zurückbleibt. Da singt Botha seinen Parsifal souveräner.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Nie erklang das Gralsglockenmotiv in den Pauken brutaler und destruktiver als unter Thielemann.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Ho, ho, ho - hab ich das gerade richtig gehört, hat da einer "Armer Wagner!" gerufen?

      "Regisseur Michael Schulz ist sowieso der Ansicht, dass der Parsifal sich allen eindeutigen Deutungen entzieht" - ja, dann lass es doch sein! :faint:
      »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
      Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter
    • Koch ist ein Lochtblick, das ist wahr. Auch, wenn "Erbarmen!" schon glühender gesungen wurde.
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Botha ist schon 'ne ganz spezielle Nummer. Wie Basti bereits anmerkte kann man gesanglich nicht viel aussetzen, aber schauspielerisch ist das geradezu grotesk stoisch ... :faint: Dagegen ist Chuck Norris ein Charakterdarsteller ...

      DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Zumal ich mich auch frage, wer ihm diese depperte Jacke verpasst hat - der sieht ja aus wie eine Kreuzung aus dem Kassenwart des Johannesburger Karnevalsvereins und Thomas Gottschalk an einem ganz besonders heftigen "Wetten, dass..?"-Abend 8|
      Ich wart jetzt noch bis "Und - lachte!", und dann leg ich mich ins Bett. Vielleicht wach ich ja nochmal auf, bevor die Sache vorbei ist.
      »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
      Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter
    • Nein, auch Wolfgang Koch und die tolle Michaela Schuster können das nicht mehr retten: Herr Botha singt zwar toll, aber Mimik und Gestik sind wahrscheinlich eine Leihgabe vom Kiefersfelder Bauerntheater - das kann man sich nicht angucken...
      »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
      Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter