HiFi-Zettelkasten - Nachrichten und Sonstiges zum Thema HiFi

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    • Hallo maticus,

      dass der Fehler am Verstärker eventuell mit der Steckdosenleiste oder allgemein mit der Stromversorgung zusammenhängt, halte ich zumindest für denkbar.
      Zwei leicht mögliche Tests könnten Klarheit oder sogar Abhilfe schaffen:
      1. den Verstärker direkt ohne die schaltbare Steckdose ans Stromnetz anschließen.
      Falls der Fehler mit der Steckdose zusammenhängt (Korrosion an den Kontakten), sollte das helfen. Auch wenn ich das für unwahrscheinlich halte, möglich ist es nach der geschilderten Vorgeschichte schon.

      2. Mein zweiter Vorschlag gilt generell für alle Audiogeräte: Polarität der Netzverbindung optimieren
      Den Verstärker und alle angeschlossenen Geräte so ans Stromnetz anschließen dass möglichst wenig Leckströme auftreten. Dazu braucht man ein Spannungsmessgerät und folgendes Prozedere:
      - alle Audio-Verbindungskabel entfernen
      - Messgerät auf Wechselspannung stellen
      - Spannung messen zwischen Nullleiter (oder Erdung) und Gehäuse-Masse (z.B. an einer Cinch-Buchse; wenn vorhanden ist auch eine Gehäuseschraube ein praktischer Messpunkt). Die gemessene Spannung hängt üblicherweise stark davon ab, ob das Gerät ein- oder ausgeschaltet ist, und wie herum der Netzstecker eingesteckt ist. Mir sind schon Werte über 100 V begegnet.
      - Ziel ist, dass im eingeschalteten Zustand der Spannungswert möglichst niedrig ist.

      Diese Methode reduziert die nutzlosen und belasteten Ströme zwischen den Geräten und kann auch für den Klang mitunter Wunder wirken. Eventuell könnte ein an den Verstäker angeschlossenes Gerät eine sehr hohe Gehäusespannung aufweisen, die dann den Verstärker zum Abschalten motiviert. Möglich ist immer alles. Hifi-Geräte sind auch nur Menschen :)
    • Mal sehen, was der NAD C 356BEE so bringt. Konnte ihn eben noch in Empfang nehmen, kann aber erst in 4 Tagen richtig damit rumspielen. Ist als Auslaufmodell inzwischen günstig zu haben. Macht einen etwas höherwertigen Eindruck als der C 326, von der Leistung (die ich nicht brauche) mal abgesehen.

      Den C 326 werde ich sicherlich reparieren lassen und dann wahrscheinlich verkaufen. (Hat hier jemand Interesse?) Bei diesen Relais-Schaltern bin ich ja generell skeptisch, was die Lebensdauer angeht. Der C 356 hat die natürlich auch, aber ich versuche es nochmal. Der C 326 geht jedenfalls definitiv in den Schutzmodus. Warum auch immer. Als er heute nach 10 Minuten wieder ausging (wie erwartet), ich ihn ganz ausschaltete, kurze Zeit wieder an, dann wieder auf Betrieb, schaltete er sich schon nach Sekunden wieder ab. Der Schutzmodus bestand also immer noch, den hat er sich "gemerkt". Weiss nicht, welcher Mechanismus dahinter steckt. Vermutlich ist es mit dem Austausch eines elektronischen Bauteils getan.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Ehrlich gesagt, glaube ich nicht daran, dass sich Marken in Fragen der Qualität großartig unterscheiden; meine realistisch-pessimistische Einschätzung geht davon aus, dass da alle nicht mehr die Qualität von Geräten haben, wie man es von früher kennt. (Von irgendwelchen Edelschmieden mit Exponentialpreisen rede ich jetzt nicht.) Mit Qualität meine ich in erster Linie die Haltbarkeit, Wertigkeit, Nachhaltigkeit etc. Viele Marken scheinen mir selbst in "konstanten" Produktlinien nach Jahren dazu überzugehen, billig in Billiglohnländern zu produzieren, so dass oftmals nicht einmal "ein und dasselbe" Produkt im Laufe der Zeit eine referenzierbare Qualität besitzt. Das mag sehr pauschal klingen, aber ich glaube, dass es weitgehend stimmt.

      Mit dem NAD C 326BEE war alles gut: Klang (besonders im Zusammenspiel mit meinen NuLines), Power, schlichtes Design, einfache Bedienbarkeit, viele Anschlussmöglichkeiten. Nur in Fragen der Qualität, in dem obigen Sinne, konnte man seine Zweifel haben. Die wurden auch in manchen Kundenrezensionen geäußert. Zum C 356BEE fallen diese negativen Urteile schonmal deutlich geringer aus.... kostet jetzt kaum mehr, als damals der 326er.... Schaunmermal....

      maticus

      P.S. Welche Hifi-Marken könnt Ihr denn guten Gewissens empfehlen?
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    • maticus schrieb:

      P.S. Welche Hifi-Marken könnt Ihr denn guten Gewissens empfehlen?
      Da bin ich ebenso skeptisch wie Du. Mein Receiver von Yamaha ist jetzt gerade mal ein Jahr alt. Läuft gut, aber zur Haltbarkeit kann man da noch nix sagen.

      Die Hauptlautsprecher, die dran hängen, sind von Arcus aus Berlin und ungefähr 30 Jahre alt. Kann ich bedenkenlos empfehlen, gibt's aber heute nicht mehr.

      Der Kombiplayer für Blu-rays, SACD u. a. kommt von Cambridge. Ist gebraucht gekauft, so um die fünf Jahre alt und macht bisher einen guten Eindruck.

      Im Geschäft, in dem ich den Yamaha erstanden habe, haben sie auch Cambridge und auch noch deutlich edlere Sachen. NAD haben die angeblich wegen vieler Mängel aus ihrem Sortiment genommen (ich hatte auch einen NAD als Alternative erwogen und sie danach gefragt). Aber das ist natürlich nicht repräsentativ. Dort behaupten sie auch, Marantz und Denon hätten dramatisch an Qualität eingebüßt. Keine Ahnung.

      Vermutlich ist wie bei vielen anderen Dingen auch im HiFi-Bereich die Philosophie heute oft nicht mehr, auf jahrzehntelange Lebensdauer hinzuarbeiten, sondern den Bedarf nach Neuem durch die Vergänglichkeit des Alten sanft zu unterstützen.