HiFi-Zettelkasten - Nachrichten und Sonstiges zum Thema HiFi

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    • Andreas schrieb:

      Mein erster war 1984 ein SABA CDP380:

      radiomuseum.org/r/saba_cdp380cdp_38.html
      Der stammt originär von Hitachi, und es gab ihn in vielerlei umgelabelten und optisch leicht modifizierten Varianten. Meiner hört zum Exempel auf den Namen Dual CD 120:

      zonebattler.net/2014/01/18/tiefstapler/#comment-38041

      Das schöne an diesen frühen Geräten ist die heutzutage ungewöhnliche Bauform (hier: »Brotkasten«) mit Einblick, der es erlaubt, der silbernen Scheibe beim sich Drehen zuzusehen. Das hat noch einen Rest von sinnlicher Erfahrung, von der die Liebhaber analogen Vinyls so schwärmen. Die in dieser Hinsicht eher drögen Schubladen-Spieler haben sich halt rasch durchgesetzt, weil deren Gehäuse stapelbar und damit leichter mit anderen Komponenten (Verstärker, Tuner, Tape-Deck etc.) kombinierbar ist.

      Grundsätzlich sind die CD-Player der ersten (und zweiten) Generation sehr solide gebaut, weil anfällige Billigkonstruktionen die schnelle Akzeptanz und Marktdurchdringung der neuen Gerätegattung gefährdet hätten, aber heute - knapp 40 Jahre später - leiden auch die solidesten dieser Geräte an alterstypischen Gebrechen (verharzte Schmiermittel, kaputte Riemen, evtl. eingetrocknete Elektrolytkondensatoren, kratzende Potis). Vieles davon kann man selbst beheben, sofern man ein Mindestmaß an technischem Verständnis und keine zwei linke Hände hat, aber es bleibt Liebhaberei mit einem Restrisiko: Kein Consumergerät ist jemals auf eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten konstruiert worden, wer (wie ich) trotzdem mehrere immer noch funktionierende Oldtimer im Einsatz hat, hat schlichtweg Glück gehabt!

      Beste Grüße,
      Ralph
      »Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen, wo einzig Heilung lindert!« (Gurnemanz)
    • Josquin Dufay schrieb:

      zonebattler schrieb:

      Gerade der Philips CD 100 [1] ist eine zickende Diva ersten Ranges!
      Sieh mal an - da hätte ich aber mehr erwartet... :(

      Aber es erklärt vielleicht die Problematik von ersten Modellen generell ganz gut: sie können doch noch Konstruktionsfehler aufweisen, weil man keine Erfahrung mit der neuen Technik hat. Den allerersten VHS-Rekorder würde ich heute auch nicht mehr verwenden... :D

      Bewährte Technik braucht tatsächlich eine Anlaufzeit. Warum sollte es bei einem CD-Player anders sein... :/
      Es sind weniger Konstruktionsfehler als die unvermeidbare Alterung von Bauteilen, die heutzutage zu Problemen führt (siehe meine Antwort eins weiter oben).

      Jüngere CD-Player sind in der Regel weniger anfällig, weil deren Integrationsniveau höher ist, sprich weniger Bauteile schon rein statistisch weniger Probleme machen als Platinengräber samt vielen Kabelbäumen. Die ersten Maschinen waren/sind rappelvoll mit Innereien, in den späten Playern ist dagegen mehr Luft als feste Materie. Als regelbestätigende Ausnahmen seien die ganz edlen Top-of-the-Line-Geräte erwähnt, die - weil abgehoben teuer - natürlich auch ein eindrucksvolles Innenleben vorzuweisen haben müssen. Aber die solideste Mechanik (»für die Ewigkeit gebaut«) kann nicht ohne die dazugehörige Elektronik spielen, und da sind wir wieder beim unvermeidbaren Älterwerden...

      Beste Grüße,
      Ralph
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    • Josquin Dufay schrieb:

      Mein erster CD-Player war der:

      JVC XL-V311

      gekauft 1989. Leider inzwischen außer Betrieb (Laufwerk dreht nicht mehr).
      Aufschrauben, sämtliche internen Steckverbinder abziehen und vorsichtig/sorgfältig wieder draufstecken (beseitigt oxydationsbedingte Kontaktprobleme). Erschlaffte/versprödete Riemen (sofern vorhanden) provisorisch durch haushaltsübliche Gummiringe leidlich passender Länge ersetzen. Anschalten und Ausprobieren: Mit hoher Wahrscheinlichkeit tut er dann wieder. Falls nicht, ist er auch nicht kaputter als vorher! ;)

      Beste Grüße,
      Ralph
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    • Josquin Dufay schrieb:

      zonebattler schrieb:

      Gerade der Philips CD 100 [1] ist eine zickende Diva ersten Ranges!
      ...

      Ich bin froh, daß ich nicht auf solche Geräte versessen bin - das Stichwort "alltagstauglich" trifft es da ganz gut.
      Na ja, die Liebhaberei für altes Geraffel hat schon auch nachvollziehbare Gründe.Vor allem das äußere Design, welches von ca. 1965 bis 1985 sehr herstellerspezifisch war und nicht mit dem späteren »Einheitsbrei« vergleichbar ist. Viele lieben die dicken Receiver aus den 1970ern mit massiven Alu-Frontplatten und Vollmetallknöpfen, allein die Haptik und Wertigkeit des Materials war eine ganz andere als das heutige Plastikzeugs. Ich selbst mag weniger die »Dickschiffe« als vielmehr die kleinen, aber dennoch schicken Geräte, die man für ein Handgeld im Gebrauchtwarenkaufhaus findet oder gar für lau aus dem Sperrmüllhaufen ziehen kann. Zum Beispiel:

      Bang & Olufsen Beomaster 901
      zonebattler.net/2014/01/18/tiefstapler/

      ITT Schaub Lorenz SRX 75 hifi professional
      zonebattler.net/2006/12/02/funde-im-fundus-11/

      Grundig MXV 100 / MT 200:
      zonebattler.net/2006/04/02/funde-im-fundus-2/

      Generell ist es einfacher, rein elektronische Komponenten am Laufen zu halten als solche mit viel Mechanik (Bandmaschinen, Kassettendecks, DAT, Minidisc etc.), weil da halt Verschleiß (Abrieb), Schmiermittelverharzung und Justagenotwendigkeiten für eine Vielzahl von Problemen sorgen können. Schön für jene, die das als Hobby betreiben und die reingesteckte Zeit und Mühe unter kreativem Freizeitvergnügen verbuchen können...

      Beste Grüße,
      Ralph
      »Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen, wo einzig Heilung lindert!« (Gurnemanz)
    • Übrigens befindet sich bei mir noch ein Receiver mit CD-Player von Bang&Olufsen. Nennt sich "beosystem 9500" und wird hier nicht mehr benötigt. Gibt es unter den Liebhabern für "altes Geraffel" jemanden, der etwas dazu sagen kann?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • zonebattler schrieb:

      Na ja, die Liebhaberei für altes Geraffel hat schon auch nachvollziehbare Gründe. [...]
      Unbestreitbar - nur ich bin kein Bastler. Um meinen CD-Player aufzuschrauben und ein paar Kontakte zu ziehen, reicht es noch, aber wenn es komplizierter wird, stoße ich schnell an Grenzen.

      zonebattler schrieb:

      Grundsätzlich sind die CD-Player der ersten (und zweiten) Generation sehr solide gebaut, weil anfällige Billigkonstruktionen die schnelle Akzeptanz und Marktdurchdringung der neuen Gerätegattung gefährdet hätten, aber heute - knapp 40 Jahre später - leiden auch die solidesten dieser Geräte an alterstypischen Gebrechen (verharzte Schmiermittel, kaputte Riemen, evtl. eingetrocknete Elektrolytkondensatoren, kratzende Potis).
      Gut, das klingt doch noch anders. Ich hatte jetzt gedacht, das sind Probleme, die schon damals auftraten... :cursing:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Gurnemanz schrieb:

      Übrigens befindet sich bei mir noch ein Receiver mit CD-Player von Bang&Olufsen. Nennt sich "beosystem 9500" und wird hier nicht mehr benötigt. Gibt es unter den Liebhabern für "altes Geraffel" jemanden, der etwas dazu sagen kann?

      Unbedingt! B&O hat eine Menge Liebhaber, eben wegen des avantgardistischen und unverwechselbaren Designs. Technisch gelten die Geräte als eher mittelprächtig und schwer reparierbar (weil umständlich zu zerlegen), aber die Marke hat ihre Fans und es gibt auch Spezialisten mit großer Reparaturerfahrung. Im Old-Fidelity-Forum gibt es einen laaaaangen B&O-Thread, eventuell kannst Du den auch ohne eigenen Benutzer-Account einsehen:

      old-fidelity.de/thread-398.html

      Dort würdest Du sicherlich am ehesten kompetente Hilfe finden, wobei Du Dir vorher überlegen solltest, worauf es hinauslaufen soll (selbst weiternutzen oder in wertschätzende Hände weitergeben)...

      Beste Grüße,
      Ralph
      »Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen, wo einzig Heilung lindert!« (Gurnemanz)
    • Dank Dir, lieber Ralph! Dem Link gehe ich mal nach, lesen kann ich das dort auch ohne Registrierung.

      Mir gehts eher um wertschätzende Hände, die sich des Geräts annehmen möchten. Selbst benötige ich es nicht mehr.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Dank Dir, lieber Ralph! Dem Link gehe ich mal nach, lesen kann ich das dort auch ohne Registrierung.

      Mir gehts eher um wertschätzende Hände, die sich des Geräts annehmen möchten. Selbst benötige ich es nicht mehr.

      :wink:

      Verstehe, dann kann ich Dir noch meine vermittelnde Hilfe anbieten, was interforale Geschäftsanbahnung angeht: Als Wanderer zwischen den Forenwelten konnte ich schon einmal zwei Kollegen glücklich machen (ein hiesiger wollte seine Tonbandkassettensammlung loswerden, ein drübiger hat sie mit Kußhand dankbar genommen). Schick mir ein, zwei Fotos, Zustandsbeschreibung, Deine Preisvorstellung (und sei es nur das Porto) und Deine Mailadresse, dann biete ich Dein B&O-Gerät im anderen Forum an und vermittele Interessenten per PN an Dich weiter... Mein Lohn besteht dann in der Freude, ein schönes Gerät durch Weitervermakelung vor der Tonne gerettet zu haben.

      Beste Grüße,
      Ralph
      »Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen, wo einzig Heilung lindert!« (Gurnemanz)