Pink Floyd

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    • Was genau ist eigentlich an Sgt. Pepper's "sinfonisch"? Oder inwiefern haben die Songs ein gemeinsames Thema oder erzählen eine Geschichte? (Oder falls beides nicht notwenidg ist, was macht dann das Konzeptuelle an einem "Konzeptalbum" aus?)

      Kater Murr
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Bei Sgt Pepper ist der Zusammenhang zwischen den einzelnen Stücken nicht so ohne weiteres zu erkennen. Streng genommen wird der Ringschluss über den Eröffnungssong und seiner kurz vor dem Schlusstück stehenden Reprise (nach dem Hahnenschrei und Ringos grandiosem Schlagzeugeinsatz) hergestellt. Auch eine gewisse "Jahrmarktsathmosphäre" wie sie in besagtem Titeltrack, seiner Reprise und auch im meines Erachtens mit für die Genialität des Albums verantwortlichen sagenhaften Welcome To The Benefit Of Mr. Kite" von John Lennon immer wieder vorkommt trägt zur stückübergreufenden Einheit bei. Wird der Zyklus mit der Reprise zu Sgt Pepper quasi geschlossen stellt der unglaubliche Schlussong ein nachgelagertes riesiges Finale dar. Dieser Schlussong gehört in meinen Augen zu einem der grossartigsten Musikstücke des letzten Jahrhunderts.

      Sorry fürs OT - hier geht es ja um Pink Floyd, aber der Zusammenhang hierzu erlaubt mal den kurzen Exkurs.
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Pink Floyd geschnitten erst geniessbar

      Pink Floyd hat so einiges geschaffen was als Vorreiterrolle für die später leider hier bei CAPRICCIO sehr unterschätzte NewAge-Szene diente.

      So sind den Meisten hier die Meisterwerke von Tangerine Dream, Dancing Fantasy, Interface, Ron Boots und ... man könnte noch viele weitere aufzählen, leider unbekannt.

      Ganz Aktuell auch SCHILLER, der in Deutschland vollbesetzte Live-Konzerte füllt.

      Hier bei capriccio kennt ihn kaum einer ! Oder ?



      Pink Floyd fand ich in den 80ern mal ganz interessant von den Sounds her. Nur wenn einer von den Jungs an zu Singen anfing, dann bekam ich Zahnschmerzen _ einfach nur schrecklich. ;( Ich kanns einfach nicht hören !

      Ich hatte in der Zeit sehr viel mit meinem Tonband-Gerät aufgenommen und experimentiert. Ein Freund hatte eine riesen Pink Floyd-LP-Sammlung. Diese habe ich genutzt und sämtliche LP´s auf Tonband so geschnitten, dass sämtliche Gesangseinlagen gecancelt wurden. Da die Musik nicht soooo Komplex ist, waren/sind nicht einmal die Schnittpunkte hörbar (gut hinbekommen !).



      :D Ich kann mir vorstellen, dass viel PinkFloyd-Fans jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber so waren die genialen Sounds für mich eben erst nach der Bearbeitung voll geniessbar.



      Ich hatte mir später auch das erwähnte THE WALL-Album zugelegt. 8| Davon war ich bis auf ein paar Ohrwürmer sehr enttäuscht - da gibt es wenig zu schneiden, weil der "Ätzgesang" dort vorherschend gegeben ist --- weglegen - abhaken - sich vernünftiger Musik zuwenden, konnte nur noch die Konsequenz sein ....
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Pink Floyd geschnitten erst geniessbar

      teleton schrieb:


      So sind den Meisten hier die Meisterwerke von Tangerine Dream, Dancing Fantasy, Interface, Ron Boots und ... man könnte noch viele weitere aufzählen, leider unbekannt.

      Für mich die Helden meiner Jugend:
      Klaus Schulze, Tangerine Dream etc...
      Gerade weil es sich um Instrumentalmusik handelte, und außer Klassik gabs das ja kaum,
      daß man Musik hören konnte, ohne daß einer singt und einem irgendwelche Botschaften überhelfen will...
      Immerhin eine deutsche Tradition, die sich im Techno wieder erneuert hat...
      Pink Floyd: okay, für mich immer etwas halbseiden, weil da noch sehr viel Rockklischees bedient werden,
      vom Gesang bis zu den E-Gitarrensoli.
      Aber schöne Sounds, und manchmal geht ja der Gesang auch Wege, die nicht mehr weit weg sind von interessanter Melodieführung...

      Ganz Aktuell auch SCHILLER, der in Deutschland vollbesetzte Live-Konzerte füllt.

      ist der nicht etwas kitschig?

      Ich hatte in der Zeit sehr viel mit meinem Tonband-Gerät aufgenommen und experimentiert. Ein Freund hatte eine riesen Pink Floyd-LP-Sammlung. Diese habe ich genutzt und sämtliche LP´s auf Tonband so geschnitten, dass sämtliche Gesangseinlagen gecancelt wurden. Da die Musik nicht soooo Komplex ist, waren/sind nicht einmal die Schnittpunkte hörbar (gut hinbekommen !).

      hört sich interessant an!

      Gruss
      Herr Maria
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      Zitat

      Ganz Aktuell auch SCHILLER, der in Deutschland vollbesetzte Live-Konzerte füllt.


      ist der nicht etwas kitschig?


      Hallo Herr Maria,



      es kann durchaus sein, dass einem das Eine oder andere Stück (ich schreibe nie gerne Song) schonmal in Richtung Kitschig abgleitet. Aber allgemein ist Schiller mit sehr viel Athmosphäre ausgestattet, bei der mir das Wort Kitsch nie in den Sinn käme.



      Ich habe gerade einen neuen Schiller-Thread eingestellt.

      :S ;+) Aber als Kitschig würde ich gewisse ander Formationen bezeichnen, an der auch Pink Floyd nicht spurlos vorbeikommt.





      Ein Beispiel was ich wirklich für Kitsch halte:

      In den 90ern habe ich mal in Schwingungen (die bekannte WDR- New Age-Sendung) ein Stück von Kitaro mitgeschnitten. Ich war sehr angetan und kaufte mir die CD in der Hoffnung weitere Leckerbissen in der Art zu hören.

      :thumbdown: Was den Rest der CD angeht und wie ich dann folgend auch gecheckt habe, ist das was Kitaro abliefert wirklich ein Beispiel für absoluten Kitsch !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      Pink Floyd fand ich in den 80ern mal ganz interessant von den Sounds her. Nur wenn einer von den Jungs an zu Singen anfing, dann bekam ich Zahnschmerzen _ einfach nur schrecklich. ;( Ich kanns einfach nicht hören !


      Ich finde Pink Floyd immer noch hörenswert, aber nur in geringen Dosen, um mich an den atmosphärischen Sounds und deren Wiedergabe durch meine Anlage zu erfreuen. Mit dem Gesang habe ich auch so meine Probleme. "The dark site of the moon" geht immer mal wieder, und sogar sehr gut, aber in "The Wall" kann ich nur kurz reinhören bevor ich genug habe. Es ist interessant für mich, dass ich mit der Beurteilung des Gesangs nicht allein stehe.

      Hudebux
    • Hudebux schrieb:

      aber in "The Wall" kann ich nur kurz reinhören bevor ich genug habe. Es ist interessant für mich, dass ich mit der Beurteilung des Gesangs nicht allein stehe.

      The Wall geht für mich wegen der Arrangements:
      Allein die Posaunen in "Comfortably Numb" sind immer wieder toll, neben der wirklich farbigen Harmonik...

      und "the final cut" finde ich auch sehr gelungen,
      auch wenn das nichts psychedelisches mehr hat, sondern eher politische Melancholie verbreitet...

      Gruss
      Herr Maria
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    • @ Extraktion von nichtvokalen Passagen:



      Ist eine sehr interessante Sache, die - vorausgesetzt man sorgt für feine Übergänge - den geziehlten Blick auf das intrumentale und kompositorische Können des Interpreten lenken kann.



      So hatte ich seinerzeit so etwas mal bei Prince für meine Begriffe recht erfolgreich exerziert. Da habe ich ganz geziehlt Intros und Gitarrensoli zu einer - naja sagen wir mal Suite - zusammengesetzt. Die macht auch heute noch richtig Spass!



      Viele mögen meinen, das wäre Fledderei. Wenn man aber die Musik genau kennt kann man beim Hören des Extraktes immer zum Ganzen gedanklich ergänzen. Somit fehlt dann letztendlich für den Hausgebrauch nichts. Man hört eben einfach zeitlich gesehen schneller. Oops bei Prince habe ich zwar fast immer Lust auf seine Musik, nicht aber unbedingt immer auf seine Stimme. Da tun sich schon Parallelen zu oben Gesagtem auf ... :D
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    • Aquarius schrieb:

      So hatte ich seinerzeit so etwas mal bei Prince für meine Begriffe recht erfolgreich exerziert. Da habe ich ganz geziehlt Intros und Gitarrensoli zu einer - naja sagen wir mal Suite - zusammengesetzt. Die macht auch heute noch richtig Spass!

      Kann man das irgendwo hören? :klatsch:
      Viele mögen meinen, das wäre Fledderei.

      Das nennt man "postmodernes Kunstwerk"!
      Oops bei Prince habe ich zwar fast immer Lust auf seine Musik, nicht aber unbedingt immer auf seine Stimme.

      Kann ich verstehen. War aber auch nicht einfach mit der Discomucke vor der Wiedergeburt der unterhaltsamen Instrumentalmusik im Techno! Komisch, mit Jacko wär mir das nie eingefallen, singt der instrumentaler???
      Bei Pink Floyd jetze hätte ich aber die Gitarrensoli unbedingt auch rausgeschnitten!

      Gruss
      Herr MAria
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    • philmus schrieb:


      ... Kann man das irgendwo hören? :klatsch:

      ... Bei Pink Floyd jetze hätte ich aber die Gitarrensoli unbedingt auch rausgeschnitten!

      Gruss
      Herr MAria

      Nun, das lässt sich sicherlich mittelfristig über die "7 Freunde - Regel" ermöglichen - ich muss DAS nur noch in einer heute verträglichen Klangqualität reproduzieren - hatte ich sowieso schon seit Längerem vor...



      Aber wer wird denn die Gitarrensoli bei Pink Floyd kategorisch herausschneiden: Sind es nicht gerade die, die es wert sind in instrumentale Extrakte mit rübergenommen zu werden? Sicher: Ich würde so eine Suite mit dem Intro von Shine On Your Crazy Diamonds beginnen lassen - danach vielleicht den fetten Sound vom Intro zu Time usw. Aber spätestens danach würde bei mir ein erstes Gitarrensolo folgen.
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    • Aquarius schrieb:


      Aber wer wird denn die Gitarrensoli bei Pink Floyd kategorisch herausschneiden: Sind es nicht gerade die, die es wert sind in instrumentale Extrakte mit rübergenommen zu werden? Sicher: Ich würde so eine Suite mit dem Intro von Shine On Your Crazy Diamonds beginnen lassen - danach vielleicht den fetten Sound vom Intro zu Time usw. Aber spätestens danach würde bei mir ein erstes Gitarrensolo folgen.

      Okay, da bin ich eigen; spiele schon zu lange selber psychedelische Gitarre, um mir das anhören zu können. Also dieses Rockgegniedel meine ich jetzt!
      bei besagtem Intro ist ja schon ne gute Gitarre dabei! Aber auf dem Gebiet hat sich einfach sooo viel getan...
      Ging mir bei den alten Tangerine-Sachen nie so, da hört man jedem Sound an, daß er liebevoll selbst zusammengeschraubt wurde. Aber das war ja dann mit der Erfindung der Presets auch vorbei :(
      Aber sach ma Bescheid, wenn Du Deine Prince-Suite hörbar hast!

      Habe früher mal versucht, so Mixe aus Klassikschnipseln zu machen... war sehr aufwändig, mit Plattenspieler und Kassettenrec.... leider hab ichs nie weiterverfolgt - war ne sehr modulationsreiche Angelegenheit, und ich musste feststellen, daß über ca 5 Takte pro Schnipsel hinaus die Eigendynamik der Stücke zu stark wurde...

      Gruss
      Herr Maria
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    • Pink Floyd live - gestern (na ja, fast ...)

      Ihr Lieben,
      habe mir gestern (Sonntag) die Australian Pink Floyd Show in Hannover angehört - interessant. Da ich das Original nie live gesehen habe (war für mich in den 80ern als Student zu teuer, schnief) dachte ich, das wär mal was 8+)



      Nun ja, der Klang, die Spielweise, also auf die Musik reduziert - gut!

      Das Licht und die Show - na ja ... Alles super bunt. Die Musiker waren fast nie gut oder auch nur angemessen von vorne beleuchtet, manchmal dachte ich, da steht ja gar keiner auf der Bühne. Aber von hinten volles Licht ins Publikum - was sollte das? Dann so ein paar pseudo-schicke Spielereien wie 3 Laser (anfangs dachte ich "hei, wie fein, lange nicht gesehen, wie in den 90ern"), aber dann hat für den ersten Einsatz wohl der Praktikant die Dinger programmiert und diese 10 Sekunden kamen dann im Stück 6 bis 7 mal, ich konnt's nicht mehr sehen ;( Im 2. Teil (die anderen älteren Mitmenschen neben mir und ich bekamen doch tatsächlich eine Pause spendiert, obwohl wir alle Sitzplätze hatten 8| ) wurd's dann super modern: 3D-Projektion auf den großen runden Schirm hinter der Bühne; na ja, musste nicht wirklich sein, ich war gerade in TRON legacy, das hat mir 3D-mäßig gereicht. Die Videos waren alle sehr stark an Pink Floyd-Videos angelehnt, auch nicht so prickelnd. Und wieder: Wiederholungen von Videoschnipseln zuhauf. Weniger wäre mehr gewesen.

      Aber musikalisch war's sehr schön. Allein für das meiner Meinung nach wohl beste Popstück aller Zeiten "Wish you were here" hätte sich die Fahrt gelohnt! Und viele andere tolle Sachen von "Arnold Lane" (!) über die Time CD bis viel später (leider auch "The Wall" - what a waste of time and effort, das ist eine so unsäglich platte Platte ...), die uns alle um 20-30 Jahre zurück reisen ließen.
      Aber auf solchen Konzerten merkt man, wie alt man ist ^^
    • Dieses Konzert aus Pompeii halte ich für ein ganz großen Moment. Besonders diese Version von "Echoes" ist derart dicht, fett und einfach so perfekt musiziert, daß es fast nicht möglich erscheint, daß das eine Live-Aufnahme sein soll. Ich finde keine andere Version von "Echoes" annähernd überzeugend. Gilmours Solos sind einfach zum Niederknien, und das ganze Ensemble spielt einfach perfekt zusammen. Was für einen mächtigen, orchestralen Klang die Vier hinbekommen konnten, fasziniert mich im zweiten Teil des Stückes immer wieder. Und auch der Gesang ist hier astrein. Gilmour und vor allem Waters sind ja live nicht immer ganz tonsicher, aber hier ist alles makellos.

      Ansonsten finde ich neben WYWH, Meddle und Ummagumma (bin kein sonderlich großer Fan von DSOTM) auch die Filmmusik sehr gelungen. More und Obscured by Clouds sind tolle Alben, und auch die Musik zu Zabriskie Point ist klasse (und vielleicht sogar besser als der Film... Antonioni war ja, wie Mason in seiner Pink-Floyd-Geschichte schreibt, von der Musik gar nicht begeistert - er fand sie für den Film zu dominant, zu stark).

      Für mich hört Pink Floyd bei Animals auf - das ist schon eine fast 100%ige Waters-Platte, und dieser zynische Waters-Sound ist meine Sache nicht. Alles vor Animals höre ich immer wieder gerne. Ich fand übrigens auch das späte (und ohne Waters gemachte) A momentary lapse of reason gar nicht so schlecht, wie es meistens gemacht wird.

      :wink:

      M.
      "To me, Eurotrash is Zeffirelli." Graham Vick
    • Live At Pompeji ist wirklich ein großartiger Konzertfilm - ich sehe ihn immer wieder mit Vergnügen an. Allerdings die 60-Minuten-Fassung; dieser Director's Cut auf der Universal-DVD ist echt furchtbar: er zerrupft die Geschlossenheit des Films total.

      Ich kann dich gut verstehen, Mengelberg: The Wall und The Final Cut sind sehr eigenwillig und eigentlich untypisch für Pink Floyd. Ich mag die Alben dennoch, einfach weil ich sie für großartig komponiert halte, aber ja - das ist eher Waters als PF.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      The Wall und The Final Cut sind sehr eigenwillig und eigentlich untypisch für Pink Floyd. Ich mag die Alben dennoch, einfach weil ich sie für großartig komponiert halte,
      Geht mir auch so; ist halt ein ganz anderer Stil... Aber das etwas orchestrale von "The Wall" find ich sehr gut: Mehr Rockoper als Psychedelic. Mein Favorit: "Comfortably Numb". Die Posaunen in der 2.Strophe. Man kanns auch kitschig finden, aber ich liebe es.
      Und "The final cut" sowieso - wieder ganz anders. Natürlich war das auch die Zeit, mit Friedensbewegung und so. Aber als ich vor 2 Jahren mal wieder reingehört habe, war ich beglückt ob der Texte und Musik. Und für gute Streicherarrangements in solcher Musik hab ich eh ne Schwäche...

      Mengelberg schrieb:

      Ich fand übrigens auch das späte (und ohne Waters gemachte) A momentary lapse of reason gar nicht so schlecht, wie es meistens gemacht wird.
      ging mir auch so. Obwohl da auch irgendwie schon abzusehen ist, daß das wirklich eigene "Pink Floyd"-Ding vorbei war - das hat für mich in "Wish You Were here" (nicht der Song, aber der Rest...), DSOTM und vor Allem "Atom Heart Mother" seine Höhepunkte.

      Gruss
      herr Maria
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      daß Alles für Freuden erwacht
    • Algabal schrieb:

      kombiniert mit Gilmours glattem und immergleich effektbeladen-sterilem Gitarrensound
      Da habe ich gerade erst diesen Thread entdeckt...

      Einspruch, Euer Ehren! :D Gilmour spielt durchaus verschiedene Stile, so etwa den berühmt-berüchtigten glasklaren Sound (den Du wohl als steril ansiehst), er kann aber auch Blues inkl. dirty play. Wenn wir über Gitarristen mit immergleichem Sound reden wollen, deren Spiel so variabel wie die Sexualmoral der katholischen Kirche ist, so müßte man wohl den lieben Keith Richards ins Spiel bringen...

      Algabal schrieb:

      bei Wish you were here (1975) bleibt kein Auge trocken, keine Pelle ohne Gänsehaut und kein melancholisch dreinblickendes Teeniemädel ungeküsst.

      Du hast aber schon die ganze Platte gehört und nicht nur das Titelstück, oder? :D Was an "Shine on...", "Welcome to the machine" und "Have a cigar" Heul-Schmusemucke sein soll, erschließt sich mir nämlich nicht. Besonders "Have a cigar" ist doch wunderbar böse und sarkastisch und enthält außerdem Gitarrenarbeit von Meister David, die einfach nur noch geil ist. Ich habe in meiner Teeniezeit jedenfalls kein Mädel getroffen, die dazu geknutscht hätte...

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • thdeck schrieb:

      Mit 17 bin ich von Popmusik auf Klassik umgestiegen. Und doch gibt es Gruppen, deren Musik ich in den letzen 20 Jahren immer mal wieder auflege. Dabei höre ich laut Statistik Pink Floyd am meisten. Ebenfalls laut Statistik habe ich von den Jungs die meisten Aufnahmen, was Pop-Musik betrifft:

      A Nice Pair (The Piper at the Gates of Dawn + A Saucerful of Secrets)
      Soundtrack from the Film "More"
      Ummagumma
      Atom Heart Mother
      Meddle
      The Dark Side of the Moon
      Whish You Were Here
      Animals
      The Wall
      The Final Cut
      A Momentary Lapse of Reason

      Damit wird die Zeit von 1967 bis 1987 abgedeckt, also satte 20 Jahre.

      Wenn jemand Lust hat könnte er die Stilentwicklung in der Zeit beschreiben.

      Ebenfalls interessant wäre: Fehlen da noch wichtige Aufnahmen?
      Zum Kauf von "Relics" (1971) und "Obscured by Clouds" (1972) bin ich irgendwie nie gekommen. Und 1994 entstand "The Division Bell", um die ich mich nie gekümmert habe, zumal ich da längst auf Klassik umgestiegen war.
      A Nice Pair (Piper At The Gates Of Dawn+A Saucerful of Secrets) war ganz einfach ein Reissue der ersten beiden Alben.
      Piper: Liegt irgendwie zwischen Pop und Psychedelic
      Saucerful ebenfalls so in dem Dreh
      Soundtrack from the Film "More": Ein mehr oder weniger psychedlischer Soundtrack zu einem Film mit und um Drogen
      Ummagumma: Halb Studio, halb Live Album, leicht psychedelisch, genial
      Atom Heart Mother: Langsame annäherung an spätere epische Stücke (Titeltrack), gutes Album
      Meddle: Echoes ist der wohl längste Track der Floyd-Geschichte und wohl epischste (alleinstehende)
      Obscoured By Clouds: Erneut ein geiler Soundtrack
      The Dark Side Of The Moon: Ganz einfach DER Alben-Klassiker, über die Menschlichen Sehnsüchte
      Wish You Were Here: Ein Album ganz aus der Sicht der Band über die Plattenindustrie (Welcome To The Machine, Have A Cigar) und über Syd Barrett (Wish You Were Here)
      Animals: Animal Farm musikalisch, die Band beginnt zu brökeln (tolles Album ist es trotzdem)
      The Wall: Another Brick In The Wall (II) kenn wohl jeder, ist das wohl umstrittendste Floyd-Werk, es ist, naja... etwas zu lang
      The Final Cut: Das letzte Waters Album, leider gings danach mit Floyd bergab (bin Water's Fan, Amused To Death ist das wohl beste Album das ich seit langem hören durfte!), ein Album über Rogers Vater und den Krieg
      A Momentary Lapse Of Reason: Ein Gilmour-Solo-Album, solala. Nur einmal gehört, hab ehrlich gesagt, kein Verlangen danach es demnächst mal zu tun
      The Division Bell: Wie sein Vorgänger eher mau.
      The Endless River: Sehr schönes, sentimentales instrumental Album
    • Dark Side of the Moon fand ich mit 16 sehr beeindruckend, mittlerweile hab ich mich daran totgehört. Vieles an dem Album ist auf Effekt aus. Berühmt ist es ja dafür, eines der ersten "Konzeptalben" zu sein, wobei man diesen Begriff auf Dark Side finde ich nur bedingt anwenden kann. Mein Lieblingsstück ist dasjenige, das am öftesten als unnötiger "Filler" bezeichnet wird, nämlich "Any Colour You Like", das tatsächlich unglaublich farbig klingt.

      Wish You Were Here ist schon ein ganz anderer Brocken. Der Titeltrack ist für mich eines der schönsten Stücke Musik überhaupt, und die "Shine On"-Suiten sind auch genial. "Shine On" handelt übrigens ebenfalls von Syd Barrett, der während der Aufnahme zufällig und unbemerkt ins Studio kam und zuhörte. Die anderen Bandmitglieder erkannten ihn erst gar nicht, weil er mittlerweile eine Glatze und stark zugenommen hatte. Nach einem Take sagte einer der Musiker, "let's hear it again" und Syd sagte, "why hear it again? You only just played it."

      Animals und The Wall hab ich auch, aber schon lange nicht gehört, kann ich gerade nicht bewerten.

      Die ganzen frühen Sachen find ich aber noch viel interessanter als ihre Prog-Rock-Phase. Mein Lieblingsalbum ist bei weitem The Piper at the Gates of Dawn. Und die Leute denken, Sgt. Pepper wäre für 1967 revolutionär gewesen :D (Ich mach natürlich Spaß, die Beatles sind immer noch meine Lieblingsband.) Muss man natürlich unbedingt in mono gehört haben, mit der ursprünglichen Tracklist inklusive "Astronomy Domine" und "Interstellar Overdrive". "See Emily Play" ist auch ein geiles Stück, gehört aber eigentlich nicht auf das Album, sondern war eine Single.

      A Saucerful of Secrets, More und Meddle sind ebenfalls geil und für mich interessanter, als die Prog-Rock-Geschichten. Ummagumma, Atom Heart Mother und Obscured by Clouds stellen noch Lücken in meinen Pink-Floyd-Kenntnissen dar... :wink:
    • One of these days war und ist eines meiner Lieblingsstücke des Rock :thumbup:

      Melione schrieb:


      Wish You Were Here ist schon ein ganz anderer Brocken. Der Titeltrack ist für mich eines der schönsten Stücke Musik überhaupt, und die "Shine On"-Suiten sind auch genial.
      l-l l-l l-l







      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)