Donizetti - "La fille du Régiment" - an der Wiener Staatsoper 2013

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    • Donizetti - "La fille du Régiment" - an der Wiener Staatsoper 2013

      Meine Lieben!

      Ich habe heute, sehr günstig, für den 4. Mai 2013, eine Logenkarte bekommen.

      Also ich gehe nicht nur in die "Tosca" wie man vielleicht, fast unrichtigerweise, behaupten könne.

      Am meisten freue ich mich aber, trotz der etwas ungewöhnlichen Inszenierung, auf Dame Kiri te Kanawa als Herzogin.

      Bericht folgt nach, falls gewunschen wird.

      Euer Peter aus Wien. :wink: :wink:

      Regie: Laurent Pelly
      "http://db-staatsoper.die-antwort.eu/performances/37542"
      (Ergänzt von AlexanderK am 17.6.2014 zwecks Einordnung in die Liste der Regisseure)
    • Wie schön, das freut mich sehr, lieber Peter, und ich erwarte selbstverständlich ausführlichste Berichterstattung!

      :thumbsup:
      „Orchester haben keinen eigenen Klang,den macht der Dirigent"
      Herbert von Karajan


      „nicht zehn Prozent meiner Musikleute verstehen so viel von Musik wie diese beiden Buben“.
      Karajan nach einem Gespräch mit den Beatles George Harrison und Ringo Starr.
    • Am Samstag, den 4. Mai 2013, in der Wiener Staatsoper.

      Gaetano Donizetti - "La Fille du Régiment"
      und wie man dem Programmheft entnehmen konnte ist ja diese Inszenierung um die halbe Welt gereist und hat nichts an Charme eingebüßt. Sie ist jezt als Fixpunkt in Wien angekommen und soll da bleiben und das ist ein Glück. Den gerade "Die Regimentstochter" war bis 1972 war, in Wien, an verschiedenen Häusern [in Theatern die man heute, teilweise, nur mehr dem Namen nach kennt, wie Ringtheater, Carltheater, Kai-Theater / Treumann-Theater und Theater an der Josefstadt] - aber auch der Volksoper, damals 1972 mit Reri Grist als temperamtenvoller Marie, Adolf Dallapozza als Tonio, Irmgard Seefried als Marquise von Berkenfield, Oskar Czerwenka als Sulpice und Ljuba Welitsch als Herzogin von Grakenkorp zu hören und zu sehen. Doch war diese Aufführung, bedingt durch die beiden Hauptprotagonisten, leider nicht allzulange am Programm, bis eben zur französischen Neuinszenierung am 1. April 2007.

      Aber leider war dieser Inszenierung das Schicksal eines Schubertliedes aufgeprägt "Das Wandern ist der Marie Lust" [oder auch nicht] und sie kam Anfang Mai 2013 nach Wien zurück, um sich sofort in die Herzen des Publikums festzusetzen.

      Seit 2007 hat sich manches geändert nur der Sulpice von Carlos Álvarez blieb gleich, eine präsente Bühnenerscheinung, damals wie heute, mit großer Lust am Spiel und auch am Gesang - und mit einer vom Herzen kommenden Fröhlichkeit. Alle anderen Partien waren neu und anders besetzt, und das war, fast immer, kein Nachteil. Aleksandra Kurzak singt jetzt, statt Natalie Dessay, die Marie und sie ist ein Temperamtbündel mit gestochenen klaren Spitzentönen und mit enormer Spielfreudigkeit, sympathisch und liebenswürdig. Ihr Tonio ist John Tessier und der hat es zu Juan Diego Florez schon schwieriger, sein Tenor, mit den sicheren Cs in der Bravourarie, ist etwas kehliger aber das Zusammenspiel mit allen Darstellern ist bedeutend aufgelockerter, denn er kann seinen Jünglingscharme rüberbringen, was ja kein Nachteil ist. Aura Twarowska hat die Marquise de Berkenfield übernommen und sich nicht übernommen, ringsum Sympathie und mit Marcus Pelz als Hortensio Charme und Komödiantik an der die Gesangsnummern nicht leiden. Dann noch Dame Kiri te Kanawa als Duchesse de Crakenkorp, damenhaft und [bei den Autogrammen, später äußerst zurückhaltend - sie kam zu ihrem Publikum gleich gar nicht] mit großer Spielfreude [ganz anders als Montserrat Caballé] diese, jetzt, war eben mit Humor und Charme bewaffnet.

      Der Dirigent des blendend spielendem Orchester der WStO ist Giuellemo Garcia Calvo und der war auch am Bühnentürl der Temperamt- und Charmebolzen, der für diese Oper unersetzlich ist [und dem die Damenwelt, draußen zu Füßen lag, denn er schaut wirklich gut aus], es klappte alles und es hatte alles noch mehr Spielfreude als damals 2007.

      Man sieht also, dass man, mit richtiger Stückauswahl, volle und vor allem zufriedene Häuser machen kann [dazu möchte ich nur sagen, der Stehplatz auf der Galerie, war für mich in der 2. Rangloge 13, 2. Reihe, Sitz 5, nur knapp einsichtbar und nicht ausverkauft]. Das Wiener Stehplatz-Publikum ist auch nicht mehr das was es einmal war. Zu jeder "Tosca" war es ausverkaufter.

      Ich dachte es mir ja gleich, da kann kein Verriss rauskommen, es war alles bis ins kleinste Detail, so goldrichtig besetzt, dass auch das etwas gewöhnungsbedürftige Bühnenbild des 1. Aktes einen kaum mehr vom Stockerl reißt, dafür ist das vom 2. Akt origineller.

      Euer, diesmal, völlig zufriedener Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Lieber Peter,

      das klingt ja nach einem rauschenden Opernabend, wie schön, danke für Deinen Bericht.

      liebe Grüße

      :wink:
      „Orchester haben keinen eigenen Klang,den macht der Dirigent"
      Herbert von Karajan


      „nicht zehn Prozent meiner Musikleute verstehen so viel von Musik wie diese beiden Buben“.
      Karajan nach einem Gespräch mit den Beatles George Harrison und Ringo Starr.