"Tödlicher Genuß" Tanztheater Staatstheater Darmstadt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • "Tödlicher Genuß" Tanztheater Staatstheater Darmstadt

      "Tödlicher Genuss

      Tanzkrimi von Mei Hong Lin | Uraufführung

      Ein Mann, der das Essen liebt und ein wahrer Feinschmecker ist, führt
      ein Doppelleben. Er lässt er sich gleichzeitig von zwei Frauen bekochen
      und genießt das heimliche Hin- und Herpendeln zwischen Ehefrau und
      Geliebter. Als die Ehefrau herausfindet, dass ihr Göttergatte Küche und
      Bett nicht nur mit ihr teilt, schmiedet sie einen teuflischen Plan und
      macht die ahnungslose Geliebte zur Mittäterin in einem perfiden
      Rachefeldzug.


      In Mei Hong Lins neuem Tanzstück Tödlicher Genuss mit
      Live-Musik von Michael Erhard wird die Küche zum Schauplatz eines
      Beziehungsthrillers. Es ist ein als in zwei Teilen konzipierter
      kulinarischer Krimi, der mit schmackhaften Zutaten wie Erotik, Verrat,
      Eifersucht und Rache gewürzt ist. Der erste Teil Tödlicher Genuss ist
      ein in sich geschlossener Tanztheaterabend, der die Dreiecksgeschichte
      aus der Sicht der Geliebten erzählt."



      Leitungsteam

      Choreografie | Inszenierung Mei Hong Lin
      Musik Michael Erhard
      Bühne Dirk Hofacker
      Kostüme Bjanka Ursulov

      Ensemble

      Sven Gettkant (Mann), Andressa Miyazato (Ehefrau), Mireia González Fernández (Geliebte), Celedonio Indalecio Moreno Fuentes (Der Tod), Christian Dupont (Koch) sowie in wechselnden Rollen: Rie Akiyama, Lee Bamford, Christopher Basile, Damián Cortes Alberti, Julio Andrés Escudero, Wout Geers, Nuria Gimenez Villarroya, Sabra Johnson, Trung Pham Bao, Geoffroy Poplawski, Pavel Povrazník, Sabine Prokop, Ana Sánchez Martínez, Laura Witzleben

      Musiker

      Michael Erhard (Tasteninstrumente), Jens Hunstein | Stephan Völker (Saxophon, Klarinette, Querflöte), [b]Dieter Kociemba [/b](Gitarre), Wolfgang Ritter | Christian Spohn (Bass), Robert Strobel | Max Sonnabend (Perkussion)


      Ich war heute in der Premiére des oben genannten Stückes und kann nur sagen: REINGEHEN!!
      Ein emotional sehr bewegendes Tanztheater mit fantastischen Körperbildern und dazu eine mehr als passend arrangierte Musik, welche live gespielt wird. Insbesondere Andressa Miyazato überzeugt durch ihren emotionalen Ausdruck und hat mich manches mal die Augen abwenden lassen, weil ihr Intensität fast schon unerträglich war. Chapeau!! Die Ausdrucksfähigkeit und Kraft der ganzen Tanztruppe hatte mich vom ersten Augenblick an gefangen genommen.
      Es wirkt zunächst sehr modern und abstrakt, doch nach wenigen Minuten erschliessen sich einem die getanzten Bilder und ich war fasziniert davon, dass man auch im Tanz mit solch starken Metaphern arbeiten kann, wie ich sie sonst nur aus der Literatur kannte.
      Es wird eine Geschichte erzählt, in der die Hauptakteurin (Andressa Miyazato) die emotionale Innenschau verkörpert, während in auf der Bühne parallel dargestellten Tanzbildern die äussere Handlung klar dargelegt wird.
      Der Tod (ein Tänzer in einem anfänglich schwarzem Anzug, später nur noch mit einer schwarzen Hose mit Hosenträgern) greift immer wieder handlungsführend ein. Es werden viele Tierparabeln bemüht, welche die Gesamtmetaphorik abrunden. Gegen Ende findet ein kunterbunter Technotanz statt, den viele sehr erheiternd fanden, ich empfand ihn jedoch als Darstellung des Realitätsverlustes der Hauptakteurin und konnte nicht lachen. Vielleicht kann mir ja der eine oder andere nach Besuch des Stückes seine Sichtweise dieses Szenenabschnittes erzählen. Apropos, es gab viel Redebedarf danach, da jeder andere Bilder als sehr tief empfand und so viele Details vorhanden waren, daß sie oftmals unterschiedlich wahrgenommen wurden.

      Ich liebäugle damit, mir dieses Stück nochmal anzusehen, damit ich selber alle Details entdecken kann...

      LG Lotte

      P.S. die obige Beschreibung des Stückes, entnommen aus der Homepage des Staatstheaters Darmstadt, wird ihm meines Erachtens in keiner Weise gerecht. Nachdem ich das durchgelesen hatte, hätte ich nie und nimmer das eben Dargebotene erwartet...