Dirigentinnen ?

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    • music lover schrieb:

      Wer Alondra de la Parra noch nicht kennt, sollte vielleicht morgen abend mal arte einschalten. Um 23.10 Uhr läuft dort ein ein 52-minütiges Porträt dieser Dirigentin. Bereits heute schon ist dieses Porträt in der arte-Mediathek abrufbar:
      Ein schöner Film. Danke dafür.

      Ja, die Frau (Alondra) ist klasse. Und wie sie mit ihrem Temperament die "steifen" Hamburger in der Elphi mit einbezieht.

      Auch über Mirga gab es vor etwa einem Jahr eine schöne Doku auf Arte. Ebenfalls eine energiereiche Frau. Wirkt bei beiden ansteckend.

      Wer nach diesen Beispielen noch glauben sollte, dass Dirigieren Männersache wäre, dem ist nicht zu helfen.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • music lover schrieb:

      Mirga Gražinytė-Tyla

      music lover schrieb:

      Alondra de la Parra
      Nachdem ich nun beide Dirigentinnen innerhalb von 6 Wochen in der Elbphilharmonie live erleben konnte, möchte ich folgendes Fazit ziehen: Beide sind großartig! Beide sind völlig zu Recht dort, wo sie stehen. Wenn man mir aber die Pistole auf die Brust setzt und mich fragt, wer mir besser gefiel, dann war das ganz eindeutig Alondra de la Parra. Und das ist in keiner Weise abwertend gegenüber Mirga Gražinytė-Tyla gemeint, die ebenfalls heute abend Großartiges geleistet hat. Nicht umsonst aber gab es bei ihr heute keine standing ovation, während es bei Alondra de la Parra im Dezember keinen einzigen Menschen im Saal mehr auf seinem Sitz gehalten hat. Sie wurde abgefeiert wie nichts Gutes, und das völlig zu Recht. Alondra de la Parra vermag, mit ihrer Musik und ihrem Dirigat Menschen (Orchestermusiker wie Publikum) für sich einzunehmen, einen Saal zum Kochen zu bringen. Sie hat so etwas Herzerfrischendes. Und gleichzeitig eine solche Ernsthaftigkeit und Hingabe. Ich glaube, mit Alondra de la Parra wird es noch sehr, sehr weit gehen auf der Karriereleiter. Und mit Mirga Gražinytė-Tyla natürlich auch. Es würde mich nicht wundern, wenn eines fernen Tages eine der beiden Nachfolgerin von Kirill Petrenko bei den Berliner Philharmonikern wird. Sie sind beide so verdammt gut. Wenngleich ich - Stand jetzt - Alondra de la Parra um einiges charismatischer einstufe.
    • maticus schrieb:

      Wer nach diesen Beispielen noch glauben sollte, dass Dirigieren Männersache wäre, dem ist nicht zu helfen.
      So lange es rein nach der Qualität geht, dürfte das so ziemlich jeder Musiker auch so sehen. Es wird nur dann problematisch, wenn man sich auch hier für eine "Frauenquote" einsetzen würde.

      Ich selbst habe noch nie unter einer Frau gespielt, da sich erst in den letzten 10 Jahren bei uns in der Gegend überhaupt Frauen am Pult sehen ließen. Und es wird mir auch nicht passieren, da ich den Bereich komplett verlassen habe, wo das eintreffen könnte.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ja, diese Doku wird am 06.02.19 um 05:00 Uhr wiederholt und ist bis 04.03.19 in der Arte-Mediathek verfügbar:
      Alondra de la Parra

      In dem Zusammenhang interessant ist das ebenfalls in der Arte Mediathek verfügbare Konzert mit Barbara Hannigan als Solistin und Dirigentin mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, siehe hier.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Mirga Gražinytė-Tyla hat - laut einer Mitteilung des Gramophone - einen exklusiven Langzeitvertrag mit der DGG abgeschlossen, als erste Dirigentin überhaupt. Im Mai soll die erste CD herauskommen mit Weinbergs letzter vollendeter Symphonie Nr. 21 "Kaddish". Diese CD ist praktisch schon bestellt. Eine weitere CD gilt der Musik der Landsmännin Raminta Serksnyte. Sehr erfreulich das alles.
    • Alondra de la Parra, die ich übrigens bis zum 12. Januar 19 nur dem Namen nach kannte, dirigierte an dem Abend im Konzerthaus mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin folgendes Konzert:
      Maurice Ravel, Rapsodie espagnole
      E.W. Korngold, Violinkonzert op. 35 (Arabella Steinbacher)
      D. Milhaud: Le Boeuf sur le toit
      M. Ravel: Daphnis et Chloé

      Das Orchester spielte wie im Rausch. Das Publikum war hingerissen. Ich verließ das Konzerthaus sehr beschwingt, obwohl ich ja eigentlich eher ein bißchen dröge bin.

      Am 31. Januar 20 dirigiert sie das Orchester der KOB, Solist Jan Vogler,
      Claude Debussy, Prélude à l'après-midi d'un faune
      C. Saint-Saens, Konzert für Violoncello a-moll op.33
      E.W. Korngold, Filmmusik zu The Adventures of Robin Hood
      G. Gershwin, Ein Amerikaner in Paris

      Ein Kärtchen habe ich schon erworben. :clap:
      calisto
    • calisto schrieb:

      Alondra de la Parra
      kann man in Berlin auch von September bis Dezember 2019 in verschiedenen Vorstellungen von Mozarts "Die Zauberflöte" an der Staatsoper Unter den Linden sowie im Februar und März 2020 in verschiedenen Aufführungen von Tschaikowskys "Dornröschen" an der Deutschen Oper live erleben.

      calisto schrieb:

      Am 31. Januar 20 dirigiert sie das Orchester der KOB, Solist Jan Vogler
      Viel Spaß dabei!
    • Made my day. Fast wie ein Groupie (mit umgekehrten Vorzeichen)..... :love:

      Heute im Fahrstuhl im Berliner Hauptbahnhof stieg eine Frau zu. Ich dachte noch einen Moment, dass sie mir bekannt vorkommt. Und dann, klick. Es war ausgerechnet meine Lieblingsdirigentin MGT. Obwohl mit Kinderwagen beim Umsteigen im vollen Fahrstuhl wirkte sie völlig ruhig und gelassen. Ich fragte sie ganz doof, da mir spontan ihr genauer Name nicht einfiel, ob sie die "berühmte Dirigentin" sei, um sie überhaupt irgendwie anzusprechen. Sie lächelte, und sagte sowas wie "weiss nicht, ob berühmt". Ich äußerte meine Bewunderung für ihre Arbeit, besonders Weinberg, und meine Hoffnung, dass es noch viele weitere Weinberg-Aufnahmen von ihr geben wird. Sie bedankte sich und bei Weinberg kam mehr Leben in ihre Augen, und sie hoffe das auch. Beim Aussteigen wünschte sie mir einen schönen Tag.

      maticus
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    • Wurde Oksana Lyniv schon genannt? Sie war vier Jahre Assistentin von Kirill Petrenko in München. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Chefdirigentin der Oper Graz. Im Februar 2020 dirigiert sie an der Staatsoper in München "JUDITH: KONZERT FÜR ORCHESTER / HERZOG BLAUBARTS BURG" von Béla Bartók.
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Ich sehe gerade, dass es am 13.10.2019 in ttt einen Beitrag zu Mirga Gražinytė-Tyla gab.

      daserste.de/information/wissen…inyte-tyla-video-100.html

      Und dort muss "ich Honk" :hammer1: lesen, dass sie vorgestern ein Konzert im Konzerthaus Berlin gab. Mit Gidon Kremer. Unter anderem mit Musik von Weinberg und Schostakowitsch. Da hätte ich reingehen können, wenn ich es gewusst hätte... :heul1: Ich sollte Konzertangebote demnächst mal systematischer recherchieren....


      maticus
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