Erkki-Sven Tüür (geb. 1959)

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    • Erkki-Sven Tüür (geb. 1959)

      Die Online-Ausgabe der NMZ schreibt: „Der 1959 auf der estnischen Ostseeinsel Hiiumaa geborene Komponist Erkki-Sven Tüür ist wahrlich kein Unbekannter oder ‚Geheimtipp‘ mehr, sondern schon seit Jahren ein ganz Großer seiner Zunft.“ Zahlreiche Aufführungen seiner Werke und eine stattliche Verfügbarkeit derselben auf Tonträgern belegen seinen Ausnahmestatus ebenso wie eine lange Liste von Auftragskompositionen prominenter Sponsoren, teilweise aus dem Baltikum und aus Skandinavien, aber auch aus dem übrigen Europa, aus den Vereinigten Staaten und Australien.

      Tüür schrieb sich 1976 in der Musikschule Tallinn für Schlagzeug ein. Nach eigener Aussage deswegen, weil man für dieses Fach ohne besondere Vorbereitung aufgenommen werden konnte. Später kam die Flöte hinzu. Im Jahr 1980 wechselte er an die Estnische Musikakademie in Tallinn, wo er bis 1984 Komposition bei Jan Rääts studierte . Dieser machte Tüür mit der Musik von Boulez, Stockhausen, Nono, Xenakis, Ligeti sowie skandinavischen Komponisten wie Per Nørgård und Arne Nordheim bekannt, ferner mit balinesischer Gamelanmusik und traditionellen Musiken aus Indien, China und Japan. Privatunterricht nahm er bei Lepo Sumera. Experimente mit elektronischer Musik in Karlsruhe rundeten die Ausbildung ab.

      Im Jahr 1979 gründete er die Rockgruppe „In Spe“, in der er als Flötist, Perkussionist, Sänger und Komponist wirkte. 1984 verließ er die Gruppe, um sich ganz der Komposition zu widmen, lehrte jedoch von 1991 bis 1993 Komposition am Konservatorium von Tallinn. Seine einzige Schülerin in jener Zeit war Helena Tulve (geb. 1972).

      Nach seinen eigenen Worten kann man sein bisheriges Schaffen in zwei Phasen einteilen:

      Phase I – „Metasprache“

      In dieser Phase versuchte der Komponist, musikalische Gegensätze einander gegenüberzustellen und zu kombinieren: Tonalität und Atonalität; reguläre, sich wiederholende Rhythmen und irreguläre komplexe Rhythmen; stille Meditation und explosive Theatralik. – Als am ehesten repräsentativ für diese Phase benennt Tüür auf seiner Webseite die folgenden Werke: „Zeitraum“ (1992), „Architectonics VI“ (1992), „Crystallisatio“ (1995) und „Symphony Nr. 3“ (1997).

      An anderer Stelle fand ich folgende Beschreibung seines Schaffens: "Eine Synthese aus Minimal Music und Serialismus, wobei er beide 'nie ideologisch, sondern immer nur als Material' betrachtet hatte, als Materialien von ganz unterschiedlicher Konsistenz, aus denen man dennoch ‚durch logische Planung ein stabiles Haus bauen‘ könne. Dieses Bild findet seine Entsprechung im Namen der frühen Werkreihe „Architectonics“, sieben von 1984 bis 1992 entstandenen Werken kleinerer Besetzung.

      Phase II – „Vektorielle Methode“

      Den Übergang zu einem neuen Stil markiert die spektakuläre Sinfonie Nr. 4 („Magma“, 2002). Seitdem komponiert er nach einem Verfahren, das er „vektorielle Methode“ nennt. Ein ganzes Stück ist dabei in einem Quellcode angelegt, einem „Gen“, wie er es selbst nennt, das bei seinem Wachstum und bei seinen Mutationen die Punkte im Gewebe des Werkes miteinander verbindet. Ausgangspunkt dabei sind Zahlenfolgen, die nicht für Töne, sondern für Intervalle stehen, die augmentiert und diminuiert werden können. Musikalische Ereignisse werden so wie mathematische Kurven konzipiert. Der Komponist legt großen Wert auf die Feststellung, dass er diesem System nicht sklavisch folgt, sondern die Ergebnisse des mutierten und skalierten Gens bei Bedarf frei auslegt.

      Das erste Werk, das vollständig nach dieser Methode entstand, war das „Oxymoron“ (2003) für kleines Ensemble. Bei allen folgenden Werken wie „Aqua“, „Meditatio“, den Sinfonie Nr. 5 und Nr. 6 usw. machte Tüür davon Gebrauch.

      Durchbruch mit der Perestroika

      Der internationale Durchbruch für Erkki-Sven Tüür wurde durch die Perestroika möglich. Im Jahr 1989 wurde sein Werk „Insula deserta“ in Finnland vom Ostbottnischen Kammerochester (Ostrobothian Chamber Orchestra) unter Juha Kangas uraufgeführt. Dies zog einen Kompositionsauftrag für das Folgejahr nach sich („Searching for roots“, Hommage à Sibelius) zum 125. Geburtstag des finnischen Komponisten, dem viele weitere internationale Aufträge folgten.

      Zu Sibelius sagt er: „Ich habe immer gemocht, wie Sibelius in seinen Sinfonien das musikalische Material behandelt, wie es bei ihm mehrere Metamorphosen durchläuft.

      Das Dreigestirn

      Johann Sebastian Bach, Gustav Mahler und György Ligeti benennt der Komponist als sein Dreigestirn. Nochmal die NMZ: „Bach ist für ihn das Synonym für kompositorische Perfektion, von Mahler übernimmt er den Anspruch auf Welthaltigkeit der Musik und Ligeti liefert ihm die besessene Detailarbeit beim Ausfeilen der Partitur bis in den Mikrobereich.

      Die meisten der Werke Tüürs sind zwischen sieben und gut dreißig Minuten lang, jedoch gibt es auch eine gut neunzigminütige Oper („Wallenberg“, 2001).

      Preise und Auszeichnungen

      Bereits die frühen Werke erhielten zahlreiche Auszeichnungen. So wurden das Oratorium "Ante finem saeculi" (1985), die 2. Sinfonie (1987), die Messe "Lumen et canto" (1989) und das Orchesterwerk "Zeitraum" (1992) mit Musikpreisen in Estland ausgezeichnet. Das Requiem (1994) gewann 1995 den ersten Preis unter zehn Empfehlungen auf dem internationalen Komponistenpodium der UNESCO in Paris. Der Estnische Kulturpreis wurde Tüür in den Jahren 1991 und 1996 verliehen, im Jahre 2000 der "Orden des weißen Sterns" zweiter Klasse.

      Eine Biographie oder eine umfassende Darstellung von Leben und (bisherigem) Werk scheint noch nicht verfügbar zu sein, jedenfalls nicht auf Englisch oder Deutsch.
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      Quellen:
      Online-Ausgabe der NMZ: „http://www.nmz.de/online/wiedergeburt-erwachen-aufbruch-erkki-sven-tueuers-neues-chorwerk-aerkamine-in-berlin“
      Die Wikipedien dieser Welt, vor allem auf Englisch und Deutsch
      Die ausgezeichnete Webseite des Komponisten: „http://www.erkkisven.com“
      Interview in FonoForum April 2007
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • An Einspielungen der Werke Tüürs herrscht kein Mangel, ein großer Teil seines Schaffens ist auf Tonträger zu haben. Vieles ist auf ECM erschienen, anderes auf Ondine oder BIS. Das bedeutet leider fast immer Hochpreis. Allerdings ist der Komponist auch auf youtube gut vertreten und propagiert die Links teilweise auf seiner eigenen Webseite.

      Eine dankbare Ausnahme bildet diese Niedrigpreis-CD mit einigen Frühwerken:



      Darauf finden sich:

      - Symphony Nr. 2 (1987)
      - Architectonics III (1990)
      - Architectonics IV (1990)
      - Conversio (1994)
      - Lighthouse (1997)

      Meine Erstbegegnung (außer „Meditatio“, einem Werk für Chor und Saxophonquartett, das ich bei einem Chormusik-Sampler „Baltic Voices III“ ungewollt mit erwarb) war die spektakuläre Sinfonie Nr. 4 „Magma“ für Schlagzeug und großes Orchester (2002), welches der blinden Schlagzeugerin Evelyn Glennie gewidmet ist:



      Neben diesem äußerst kurzweiligem Werk, in dem zumindest stellenweise Tüürs Vergangenheit als Rockmusiker zu erkennen ist, sind noch enthalten:

      - „Inquiétude du fini“ für Kammerchor und Orchester (1992)
      - „The Path and the Traces“ für Streicher (2005)
      - „Igavik“/„Eternity“ für Männerchor und Orchester (2006)
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Neues aus Tallinn

      2011 war meine Frau auf Delegationsreise in Tallinn im Zuge der Städtepartnerschaft Kiel-Tallinn.
      Ich gab ihr auf, mal nach CDs von Tüür zu suchen.
      Und so geschah es. Sie fragte im Geschäft nach CDs eines Komponisten "Tüerr", keine Antwort. Nachdenken beim Personal, dann "Oh, do you mean "TüüüüüüRRRRR?"
      Man wies auf ein komplett gefülltes REGAL! mit Einspielungen hin.
      Und so begann es: 2CD von ECM bildeten den Grundstock. Da hat der Herr Eicher sich verdient gemacht.
      = Sinfonie Nr. 6 und Noesis
      sowie Hier dirigiert sein alter Bandkollege Paavo Järvi mit Isabelle van Keulen: Das Violinkonzert sowie Aditus und Exodus
      Ich kann jedem empfehlen, sich mit Tüür zu beschäftigen Es lohnt sich.
      MB hat ja schon so Einiges dankenswerter Weise beschrieben
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Doc Stänker schrieb:

      Ich kann jedem empfehlen, sich mit Tüür zu beschäftigen Es lohnt sich.

      Lieber Doc Stänker,

      das kann ich nur bestätigen. Für einen prima Einstieg halte ich nach wie vor die 4. Sinfonie, aber auch "Architectonics III" gefällt mir immer besser.

      Noch zwei wichtige Links:

      Das 1982er Album von Tüürs Rockgruppe "In Spe" mit der "Symphony for Seven Performers" gibt es auf YouTube: "http://www.youtube.com/watch?v=46cmRkT6BCk".

      Hier die Informationen zu Erkki-Sven Tüür von der Webseite des "Informationszentrums für Estnische Musik": "http://www.emic.ee/erkki-sven-tuur"
      Das Werkverzeichnis ist vollständiger als das auf der Homepage des Komponisten ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Inzwischen ist auch Erkki-Sven Tüür bei den ominösen 9 Symphonien angekommen. Bis einschliesslich Nr. 8 liegen sie alle auf Tonträger vor, wobei ich keine Aufnahme der 1. finde.

      Die 8. entstand 2010, ein reines Orchesterstück knapp unter einer halben Stunde lang, wiederum eine reine Klangkomposition, die aber immer wieder mit "neuen, ungehörten" Klängen aufhorchen lässt, viel ge-tune-te Perkussion dabei (Marimba und Co.). Die Tapiola Sinfonietta unter Olari Elts klingen wie ein Riesenorchester und der Sound von Ondine ist vom Feinsten.

    • Wieland schrieb:

      Inzwischen ist auch Erkki-Sven Tüür bei den ominösen 9 Symphonien angekommen. Bis einschliesslich Nr. 8 liegen sie alle auf Tonträger vor, wobei ich keine Aufnahme der 1. finde.
      Ich habe dunkel im Hinterkopf, dass Tüür seine 1. Sinfonie zurückgezogen hat, müsste das aber nochmal recherchieren.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Empfehlenswert finde ich



      Klarinettenkonzert "Peregrinus Ecstaticus" (2012), 3 Sätze, ca. 25 Min.
      "Le poids des vies non vécues" (2014), ca. 11 Min.
      Konzert für Violine, Klarinette und Orchester "Noēsis" (2005), 3 Sätze, ca. 20 Min.
      (rec. Helsinki Music Centre, Finland, 4/2015, 5/2015, 8/2016)


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • Mauerblümchen schrieb:

      Wieland schrieb:

      Inzwischen ist auch Erkki-Sven Tüür bei den ominösen 9 Symphonien angekommen. Bis einschliesslich Nr. 8 liegen sie alle auf Tonträger vor, wobei ich keine Aufnahme der 1. finde.
      Ich habe dunkel im Hinterkopf, dass Tüür seine 1. Sinfonie zurückgezogen hat, müsste das aber nochmal recherchieren.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Auf der oben von Dir, werter MB, verlinkten Seite des Informationszentrums für estnische Musik gibt es aber sogar eine Klangprobe dieser ersten Sinfonie. Ob sie (bequem) zu erwerben ist, habe ich (noch) nicht recherchiert.

      Danke für Deine Einführung! Mittlerweile besitze ich eine Handvoll CDs des Komponisten, finde ihn durch die Bank interessant und schöpferisch integer und würde der 4. Sinfonie ("Magma") die Krone aufsetzen.

      Jüngste Bestellung meinerseits ist das soeben von maticus verlinkte Klarinettenkonzert, das ich bereits über eine Konzertaufzeichung auf yt hören und sehen konnte.

      Wer den Komponisten am bequemsten kennenlernen möchte, kann dies über eine Komposition wie Action - Passion - Illusion, für Streichorchester, tun, denn hier zeigen sich Tüürs post-minimalistisch-tonale Anfänge bei bereits klar erkennbarer Impulsivität und Energetik. Die folgende CD war auch meine erste mit Musik des Esten; Kaufanlass war damals allerdings die Melodram-Fassung der Sibelius'schen Waldnymphe.



      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Auf der oben von Dir, werter MB, verlinkten Seite des Informationszentrums für estnische Musik gibt es aber sogar eine Klangprobe dieser ersten Sinfonie. Ob sie (bequem) zu erwerben ist, habe ich (noch) nicht recherchiert.

      Ok, danke für den Hinweis.

      In FonoForum 4/2007 heißt es:

      " ... Die erste [Sinfonie] war, wie diejenige Schostakowitschs, seine Abschlussarbeit am Konservatorium, er hat sie nach der Uraufführung zurückgezogen, plant aber eine Revision. ...

      Ok, das ist nun über elf Jahre her ... mag sein, dass die Revision mittlerweile tatsächlich durchgeführt wurde.

      andréjo schrieb:

      würde der 4. Sinfonie ("Magma") die Krone aufsetzen.

      Mit. Wobei auch das Requiem nicht schlecht ist ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • maticus schrieb:

      Empfehlenswert finde ich



      Klarinettenkonzert "Peregrinus Ecstaticus" (2012), 3 Sätze, ca. 25 Min.
      "Le poids des vies non vécues" (2014), ca. 11 Min.
      Konzert für Violine, Klarinette und Orchester "Noēsis" (2005), 3 Sätze, ca. 20 Min.
      (rec. Helsinki Music Centre, Finland, 4/2015, 5/2015, 8/2016)


      maticus
      Empfehlenswert - in der Tat! Auch klanglich ganz exquisit!

      Ich habe diese Neuanschaffung heute mit dem Doppelkonzert von 2005 zu hören begonnen. Die von MB beschriebene vektorielle Methode scheint mir hier besonders unmissverständlich verwirklicht. Im ersten Satz sind es wellenförmige Kaskaden, die sich immer wieder ergießen, wobei Tüür die beiden Soloinstrumente in ihrem Wesen genial verschmilzt. Der langsame Satz erscheint ruhig, beinahe romantisch, der knappere dritte drängend und ein wenig tänzerisch. Wie aus der Ferne verklingt das Konzert am Ende. Was wohl auf der Hand liegt, allein aufgrund des Kompositionsprinzips, ist die ausgeprägte motivische Ähnlichkeit aller drei, attaca verknüpften Abschnitte.

      Das Werk von 2012 kenne ich (wie oben schon erwähnt) bislang durch eine Live-Aufnahme auf yt, wobei es sich - wenn ich mich nicht sehr täusche - um die gleichen Interpreten handelt. Ich habe es - sehr vage - bezüglich der Solo-Klarinette als äußerst virtuos und sehr selbständig hinsichtlich des Apparats in Erinnerung, wobei das Orchester eher einen Klangteppich zu legen scheint. Diesen Eindruck hatte ich von dem früher entstandenenen Doppelkonzert heute weniger. (Siehe EDIT).

      Das Booklet habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt, werde dies aber nachholen.

      (Die Booklets zu Tüür sind im Allgemeinen informativ, aussagekräftig und nachvollziehbar. Dennoch sehe ich mich bezüglich des philosophischen Überbaus bzw. recht vager Abstraktion bisweilen überfordert; das gilt stärker für einen anderen wichtigen Namen: Per Nörgard auf dacapo - siehe übernächsten Absatz. :P )

      Was mir schon länger klar ist: Absolut eigenwillige Musik, dieser Tüür, mag die Platitüde "Postmoderne" auch irgendwie greifen, so dass ich Lust bekomme, das Werk des Esten, soweit auf CD vorhanden, allmählich zu vervollständigen.

      (Eine für mich vielleicht noch interessantere Entdeckung im Bereich der (Post-)Moderne waren in den letzten Monaten alle Sinfonien von Per Nörgard, dessen Musik aber nicht so leicht zu erfassen ist. Dies nur nebenbei - einen Thread gibt es ja noch nicht. Vielleicht hat Mauerblümchen als Kenner Lust? Oder jemand anderer? Ich traue mich nicht so recht ...)

      :cincinbier: Wolfgang

      EDIT: Nach Wiederhören des Klarinettenkonzerts Peregrinus Ecstaticus erscheint mir meine obige Minimalcharakterisierung dann doch unzulänglich. Auch ähneln sich die beiden Konzerte mit Solo-Klarinette stärker, als ich gestern noch dachte - ich würde das im besten Sinne einen markanten Personalstil nennen.

      Möge sich der Liebhaber moderner, aber nicht wirklich avantgardistischer Klänge sein eigenes Urteil bilden! Die CD ist meines Erachtens auch zum Einstieg in Tüürs Schaffen bestens geeignet.
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.