Haydn, Joseph: Streichquartette op. 33

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    • Kleine Korrektur

      Ich hab noch mal in die Sendung hineingehört und muss mich dahingehend korrigieren, dass das spanische Cuarteto Casals nicht nur so klingt, sondern schlicht auf Originalinstrumenten spielt. So zumindest die Ansage der Autorin.
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Was mich betrifft, hat mich die weitere HIP-Produktion mit den Mosaiques anhand der Beispiele eher enttäuscht, da merkwürdig zäh.
      Ich habe heute noch einmal in die Sendung reingehört, und diesmal nicht am Computer-Lautsprecher, sondern vor der Stereoanlage. Da hört man doch deutlich mehr. Vorher hat’s keinen rechten Spaß gemacht. Ja, das Cuarteto Casals wäre unter den vorgestellten Formationen auch mein Favorit. Was das Quatuor Mosaïques angeht, so finde ich das gar nicht übel, wenn man sich mal darauf einlässt. Das hat schon was, aber eher als Ergänzung. Ich glaube nicht, dass ich das gegen Appónyi oder Casals eintauschen möchte.
      Das ist mein größter Einwand gegen Musik, dass Österreicher darin exzelliert haben.
      (Arno Schmidt: Das steinerne Herz)
    • Dieter Stockert schrieb:

      Was das Quatuor Mosaïques angeht, so finde ich das gar nicht übel, wenn man sich mal darauf einlässt.
      Es kann durchaus sein, dass ich im größeren Zusammenhang auch mehr Interesse an den Aufnahmen finden würde, denn ich bin keineswegs ein Prinzipienreiter zügiger Tempi.

      Nur bin ich mittlerweile bei dieser Formation wegen der späten Beethoven-Quartette vorsichtig geworden. Die haben durch die Bank keine Ecken und Kanten - mit der Langsamkeit hat das gar nicht so viel zu tun. Da war ich oben vielleicht nicht präzise genug im Formulieren.

      Ich werde es bei den beiden Einspielungen auf CD wohl belassen und lieber von einem der besonders wichtigen Sechser-Sets noch Alternativen kaufen. Opus 76 besitze ich etwa ausschließlich mit Buchberger - dies dürfte an Schande grenzen ... und gehört ohnehin nicht hierher. (Woanders hin auch nicht ...)

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Das Cuarteto Casals ist zwar ähnlich "schlank" im Klang (wenn auch wohlklingender) wie und teils noch hektischer als das Apponyi (=erste Pulte des Freiburger Barockorchesters), aber es sind moderne Instrumente: Ich schreibe das jetzt nicht ab, aber die Geigenbauer und Daten stehen im Booklet. Nur die Viola stammt aus dem 17. Jhd, aber da alle anderen 20./21. Jhd. Instrumente spielen, ist die sicher im modernisierten Zustand.
      Das Cuarteto Casals spielt brillant, aber sie sind mir manchmal etwas zu "getrieben". Der Anfang op. 33/3 ist mir einfach zu hektisch.
      Ich habe mehr Aufnahmen von op.33 als von fast allen anderen Haydn-Quartetten (von einigen einzelnen wie "Lerche" abgesehen), aber 100% glücklich bin ich mit keiner... Angeles in der Box, Casals, Apponyi, Auryn, Weller (Buchberger hatte ich auch noch, die habe ich abgegeben).

      Die neueste HIP-Einspielung ist wohl mit dem London Haydn Quartet (Hyperion). Diese Reihe wurde durchweg sehr gut rezensiert, aber ich habe noch keine davon gehört. Das dürfte die zweite "komplette" (ab op.9) Einspielung auf alten Instrumenten nach der Festetics werden.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Schon seltsam. Jedenfalls Dank an Kater Murr für die Klärung!

      Das Booklet besitze ich nicht, da ich mir die mp3-Dateien heruntergeladen habe. Die Autorin sprach irgendwann eindeutig von historischen Instrumenten. Ich frage mich gerade, wieso ich zunächst auf die Idee gekommen bin - die ja wohl richtig ist -, dass das Ensemble sehr hip-nah auf modernen Instrumenten spielt.

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Du hast recht. Meines Wissens hat das spanische Ensemble nie etwas mit hist. Instrumenten zu tun gehabt.

      Es gibt noch das schweizerische "Casal-Quartett" (ohne s, evtl. typographisch auch noch anders). Die spielen auf histor. Instrumenten und haben zwei oder drei Anthologien zur Entwicklung des Streichquartetts eingespielt, darunter auch einzelne Haydn-Werke, aber meines Wissens nichts aus op.33, jedenfalls nicht komplett.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Habe vor ein paar Tagen nochmal op.33 komplett mit dem Cuarteto Casals angehört (allerdings ohne Vgl. mit einer anderen Interpretation) und was ich oben etwas kritisch anmerkte, sollte nicht zu negativ verstanden werden. Das ist ohne Zweifel eine Spitzenaufnahme und sehr empfehlenswert, nur mir stellenweise ein bißchen eindimensional auf Schlankheit und Tempo getrimmt. Gerade bei dem (für mich) Spitzenwerk op.33/3 ist mir nicht nur der Kopfsatz zu hektisch, sondern auch der "verhangene" Charakter des 2. Satzes (mit der ungewöhnlich tiefen Lage) wird nicht so recht getroffen. Die "spritzigeren" Stücke 5+6 sind aber sehr gut getroffen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)