Prokofjew: Die Sinfonien - Diskografische Empfehlungen

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    • Prokofjew: Die Sinfonien - Diskografische Empfehlungen

      Wenn ich das recht überblicke, gibt es zu Prokofjews sinfonischem Schaffen bislang nur einen einzigen Thread (5. Sinfonie). Von der orchestralen Filmmusik kommend, haben mir Leute immer mal wieder nahegelegt, mich mit den Sinfonien von Prokofjew zu beschäftigten. Die würden mir gefallen, hieß es. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin eine Filmmusik-CD von "Ivan der Schreckliche" und konnte mich wage daran erinnern, dass das ja "der mit Peter und der Wolf" war. Irgendwann habe ich mir dann mal die Brilliant-Box mit den Aufnahmen von Walter Weller zugelegt - und war tatsächlich begeistert! Vor allem die 2.,3. und 5. haben mich vom Fleck weg mitgerissen. Da aber meine Eindrücke noch recht frisch sind, starte ich hier erst mal "nur" einen Thread für diskografische Empfehlungen, eine allgemeine Einführung zu Komponist und Werk muss noch warten, bzw. kann gern jederzeit von jemand anderem übernommen werden.

      So, wie gesagt, dieses hier war meine erste Aufnahme der Sinfonien, Walter Weller mit dem LSO:



      Dann kam noch diese kleine Box mit Leinsdorf-Aufnahmen dazu, in der sich u.a. die Sinfonien 2,3,5 und 6 befinden:



      Mir gefallen beide Aufnahme soweit sehr gut (bei Leinsdorf gibt es z.B. herrlich scharfes Blech in der 2., beide sind von den Tempi her glaub ich eher auf der schnellen Seite), bin aber neugierig, diese tolle Musik auch noch in anderen Interpretationen kennen zu lernen! Was habt ihr für Aufnahmen, bzw. was sind Eure Favoriten?

      DiO :beatnik:
    • Bei Prokofieff würde ich mal zu dieser Aufnahme greifen. Ich habe sie unter einem anderen Cover, doch es ist das gleiche Label.




      Vorteil hier ist, dass Rostropowitsch natürlich hier in seinem Element ist. Auch preislich ist die Aufnahme im budgetfreundlichen Bereich anzusiedeln. Die Weller-Einspielung kenne ich nicht, aber die Bewertungen nach muss sie sehr gut sein. Mal schauen, sie könnte auch bei mir passen....

      VG,Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Hallo,

      einer der besten Prokofiew-Zyklen wurde von Roschdestwenski eingespielt:

      [IMG:http://ecx.images-amazon.com/images/I/61mVxCijawL._SX300_.jpg]


      Roschdestwenski geht mit Verve an die Sache ran und hält das von der ersten bis zur letzten Sinfonie durch.

      Ebenfalls ein sehr guter Zyklus ist der schon genannte von Järvi. Besonders die 3. Sinfonie wird da regelrecht zelebriert und ausgekostet.
      Der Weller-Zyklus spielt ebenfalls in dieser Liga, wobei bei dem besonders die 7. herausragt
      Rostropowitsch hat auch einen sehr guten Zyklus hingelegt, jedoch ist selbiger für meinen Geschmack etwas zu homogen. Die Sinfonien Nr. 2 und 3 kommen mir etwqs zu zahm daher und sind vom Klang her irgendwie den späteren Sinfonien angeglichen, mit dem Ergebnis, dass der ganze Zyklus auf mich einen retroperspektiven Eindruck macht, derweil bei Roschdestwenski, Järvi und Weller die einzelnen Sinfonien deutlich unmittelbarer rüberkommen.

      Viele Grüße
      Spartacus
      Für Monika
    • Spartacus schrieb:


      Rostropowitsch hat auch einen sehr guten Zyklus hingelegt, jedoch ist selbiger für meinen Geschmack etwas zu homogen. Die Sinfonien Nr. 2 und 3 kommen mir etwqs zu zahm daher


      Diesen Eindruck kann ich (bedingt) bestätigen. Hatte vor ein paar Tagen in die 2. aus dem Rostropowitsch-Zyklus reingehört und das hatte mir im Vergleich zu Weller und Leinsdorf zu wenig Biss. Es war aber nur ein Hörschnipsel und ich will den Zyklus nicht schon aufgrund dessen vorverurteilen. Bei Gelegenheit werde ich nochmal ausgiebiger reinhören.

      DiO :beatnik:
    • Kitaenko / Moskauer PH

      Spartacus schrieb:

      Roschdestwenski geht mit Verve an die Sache ran und hält das von der ersten bis zur letzten Sinfonie durch.

      Ebenfalls ein sehr guter Zyklus ist der schon genannte von Järvi. Besonders die 3. Sinfonie wird da regelrecht zelebriert und ausgekostet.
      Der Weller-Zyklus spielt ebenfalls in dieser Liga, wobei bei dem besonders die 7. herausragt

      Im wesenlichen kann ich mich hier Spartacus anschliessen.
      Es gibt wenige Aufnahmen, die über Roshdestwensky (Melodiya/Eurodisc) gehen. Lieder habe ich den Zyklus "nur" als Eurodisc-LP-Box.

      Järvi (Chandos) besticht klanglich; kommt aber bei den mittleren Sinfonien etwas ungewohnt ( ;+) die Prägung durch Roshdestwensky spielt da bei mir die starke Rolle).

      Weller (Decca) gefällt mir auch (stimmt die 7 ist herausragend) und da habe ich nicht den "Eindruck des Ungewohnten", wie bei Järvi, gehabt.

      Das ich mir Roshdestwensky aber noch nicht auf CD angeschafft habe, liegt aber an einer anderen russischen Aufnahme mit absolutem Biss und überrumpelnder Klangtechnik. Die originalen russischen Melodiya-CD´s mit für mich unlesbarem Textheft ( wurden mir voriges Jhd in der Russ.Botschaft (als die noch in Bonn war) angeboten:

      :thumbup: Es ist der Kitaenko -Zyklus (Melodiya, 1985-1989, DDD) mit der Moskauer PH. Leider hatten die nur die 3 CD´s mit den Sinfonien Nr.1 - 5 (für 5DM/pro CD). Als GA nicht im Progamm; nur in Einzel-Cd´s.

      [IMG:http://ecx.images-amazon.com/images/I/61RYG13liEL._SL500_SX450_.jpg] -->

      Melodiya, 1985-1989, DDD

      8o Die Sinfonie Nr.2 ist hier der Hammer und an Härte des Zugriffes nicht mehr zu überbieten.

      Die deutsche Melodiya-Ausgabe sieht so aus und ist offenbar anders gekoppelt:



      Melodiya, 1986/7, DDD



      OT, weil ich jetzt auf eine Einzelaufnahme abhebe:

      ;+) Ganz nebenbei möchte ich erwähnen, dass mich eigendlich nach :thumbsup: Szell/Cleveland Orchestra keine andere Aufnahme der Sinfonie Nr. 5 wirklich noch interessiert
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:



      Die deutsche Melodiya-Ausgabe sieht so aus und ist offenbar anders gekoppelt:



      Melodiya, 1986/7, DDD


      Jaja, immer stecken sie die 1. mit drauf! Die mag ich am wenigsten! :wut2: 2 und 5 oder 2 und 3 wäre eine feine Kombi für mich! :thumbup:

      Von Kitaenko gibt es noch einen zweiten Zyklus, aufgenommen mit dem Gürzenich-Orchester Köln:

      [IMG:http://ecx.images-amazon.com/images/I/519KkJYR65L._SL500_AA240_.jpg]

      Kennt den jemand?

      DiO :beatnik:
    • RE: Kitaenko

      Diabolus in Opera schrieb:

      Von Kitaenko gibt es noch einen zweiten Zyklus, aufgenommen mit dem Gürzenich-Orchester Köln

      Hallo DiO,

      von Kitaenko im Westen bin ich meist nicht so begeistert. Es ist das Gleiche wie bei Swetlanow - der alte Biss ist hier im Westen meistens verflogen. Von dem "knackigen" Klang der russischen Orchester ist auch nichts mehr zu spüren.
      Bei aller Wertschätzung für beide Prokofieff-KK-Zyklen: Aber vergleiche mal Krainew/Kitaenko mit der Mokauer PH (Melodiya) und mit dem Frankfurter RSO (APEX) ... dann ist auch diese Frage beantwortet.

      Ich kann mir daher schwer vorstellen, dass der zweite Sinfonien-Zyklus in Köln da mithalten kann. Andererseits habe ich aber heute mal in die Hörschnipsel reingehört und festgestellt, dass Kitaenko hier vielleicht gar nicht so über sein könnte. Auch wenn das Gürzenich Orchester Köln nicht den umwerfenden Klang einer Moskauer PH hat.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Also Wolfgang!

      Wenn ich Deine sehr lesenswerten Eindrücke so bewerte, dann kommt es mir vor, als hätten russiche Dirigenten im Westen alle literweise Weichmacher getrunken.
      Kann es nicht sein, dass sie, Kitaenko und andere, bei den Möglichkeiten mal ohne "Volle Pulle" spielen zu müssen, völlig neue Ausdrucksformen gefunden haben?
      So mal als Idee, auch wenn es Dir nicht in Dein Klangbild passt.

      Am Wochenende ist übrigens Wacken!
      Mein Schwager schenkt Bier aus im "Trash Metal" Zelt. Was immer das sein mag,. Ich habe ihm Bilsom Watte empfohlen.
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Doc Stänker schrieb:

      "Trash Metal" Zelt.
      Thrash Metal, lieber Doc. Bitte, bitte Thrash Metal. Wenn Du diesen Begriff in diesem Forum richtig schreibst, wärst Du schon der dritte (nach Kermit und mir). Siehe hier:
      Eben krass gehört, ey
      Für Rapper ist das Wort "ficken" dasselbe wie für Schlümpfe das Wort "schlumpfen". Es ersetzt einfach alle anderen Tu-Wörter. "Alter, hab' ich voll gefickt, ey" kann auch heißen: "Die Überweisung ist gestern bei uns rausgegangen."
      (Dieter Nuhr)
    • RE: Kuchar // und // Die guten alten russischen Orchester

      Doc Stänker schrieb:

      Wenn ich Deine sehr lesenswerten Eindrücke so bewerte, dann kommt es mir vor, als hätten russiche Dirigenten im Westen alle literweise Weichmacher getrunken.
      Kann es nicht sein, dass sie, Kitaenko und andere, bei den Möglichkeiten mal ohne "Volle Pulle" spielen zu müssen, völlig neue Ausdrucksformen gefunden haben?

      Hallo Hans,

      wenn die Ausdrucksformen, wie Du es nennst, sich aber zu langweilig ohne Biss verändert haben, dann ist dass ein deutlicher Rückschritt. Das hat eigendlich mit "Ausdrucksformen" nichts mehr zu tun und auch nicht mit meinen Klangvorstellungen. Es geht auch nicht um volle Pulle, sondern um den Klangeindruck, den gebotenen Klaneindruck, den die Moskauer Ph nunmal mitbringt ... so ganz anders als das Gürzenich Orchester Köln.
      Russische Dirigenten kannst Du, gemäss meiner Worte, auch nicht verallgemeinern: 8+) Ich kenne nur gerade bei Swetlanow und Kitaenko krasse Beispiele, die nunmal eindeutig für die guten alten russischen Orchesteraufnahmen sprechen.

      Ist da nicht tatsächlich was dran ? Hat die neue Zeit und Russen im Westen die Leute nicht verändert. Da ist der Luxus in anderer Form gegeben und wirkt gemäss einiger gehörter Beispiele bei den im Westen ansässigen Dirigenten Kitaenko und seinerzeit Swetlanow tatsächlich wie ein Weichmacher ?
      Aber im Prinzip ist der entscheidende Faktor dann weniger der Dirigent, sondern der spezifisch typische zupackende Klang der russischen Orchester, der das Hörerlebnis eindeutig bestimmt.



      RE: Theodore Kuchar

      Hallo DiO,

      weil ich auf CD wie berichtet seinerzeit nur die Sinfonien Nr.1-5 mit Kitaenko bekommen konnte, hatte ich mir als Ergänzung die NAXOS-CD mit Kuchar von der Sinfonie Nr.6 op.111 zugelegt; diese CD ist gekoppelt mit der kompletten Walzer-Suite op.110 in 6 Sätzen. Ich finde die Aufnahmen beider rundum Werke gut und kann nicht meckern. Das Natioanl SO of Ukraine hat schmiss ! Auch klanglich ordentlich von 1994. Selbst wenn mir die 6te nicht gefallen würde müsste ich die CD behalten, weil ich op.110 nicht in einer weiteren Aufnahme habe. Ich könnte jetzt bei der Sinfonie Nr.6 keine entscheidenden Vorteile bei Weller (Decca) oder auch Roshdestwensky (Eurodisc) benennen. Ob er diesen positiven Eindruck z.Bsp auch bei der 2 und 5 hält kann ich nicht beantworten.

      Kuchar ist mir bei wenig eingespielten russischen Werken (z.Bsp. Schostakowitsch-Suiten) bereits mehrfach positiv aufgefallen.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Kuchar ist mir bei wenig eingespielten russischen Werken (z.Bsp. Schostakowitsch-Suiten) bereits mehrfach positiv aufgefallen.
      Und der ist doch tatsächlich Amerikaner.1963 in New York City geboren....Und war zuvor u.a. in Cleveland und Helsinki als Konzertmeister/1.Violine tätig.Studierte u.a. bei Bernstein,Sir Colin Davis,Seiji Ozawa und André Previn.....1992-2000 beim National Symphony Orchestra of Ukraine als Gastdirigent,dann Chefdirigent tätig.Dort zum Ehrendirigent ernannt. 1995-2006 Chefdirigent beim Boulder Philharmonic Orchestra. Dort auch Direktor/Professor der University of Colorado and Boulder. Seit 2005 Chef der Janacek Philharmonie in Ostrava, ab 2011 Chefdirigent des Sinfonieorchesters von Venezuela....

      VG,Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Theodore Kuchar (Aussprache Kutschar) ist ukrainischer Abstammung und Enkel des ukrainischen Komponisten Roman Pridatkewitsch.
      Ich hätte ihm eine tschechische Abstammung zugemutet, denn er war Dirigent in Ostrava und in Tschechien ist der Name Kuchař geläufig. Er bedeutet "Koch" und das ch wird wie das deutsche ch ausgeprochen, während das "ch" des Dirigenten aus der englischen Transkribierung des Kyrillischen resultiert.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Ich hatte den Zyklus von Ozawa, aber seite einigen Jahren nur noch den von Rostropowitsch. Weller hat auch eine GA vorgelegt, Roshdestvensky auch.







      Neeme Järvi hat vor vielen Monden auch mal eine GE vorgelegt.



      Da ich aber nicht zuhause bei Prokofieff bin, kann ich mich zu der Qualität der einzelnen GE nicht groß äußern. Weller wird bei amazon sehr gut bewertet (immerhin 6 Bewertungen), aber vielleicht haben wir hier ja Fans und erfahren mehr darüber.

      VG, Maurice :wink:











      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Von Kitaenko gibt es noch einen zweiten Zyklus, aufgenommen mit dem Gürzenich-Orchester Köln:



      Kennt den jemand?


      Nicht alle Sinfonien in gleichem Maße, aber zumindest die expressionistischen (Nr. 2 und Nr. 3) sind entwaffnend scharf und transparent in der Darstellung und auch glänzend aufgenommen. Da lasse ich nichts drauf kommen! :jub:

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Hallo Maurice,

      eigendlich sollte man nicht den Gnazen Zyklus bewerten, sondern gerde bei den Prokofieff-Sinfonien die einzelnen Sinfonien betrachten.
      Ich habe Roshdestwensky auf LP (Eurodisc-LP-Box), Kitaenko / Moskauer PH (Melodiya), Weller (Decca), N.Järvi (Decca).

      Eigendlich möchte ich Succubus in Beitrag 4 zustimmen, dass Roshdestwensky insgesamt die stärksten Int sind. Leider fallen meine Eurodisc-LP´s klanglich gegen den Rest total ab. Wie gut das Remastering auf CD gelungen ist, weis ich nicht.
      Daher gleich meine Frage: Wie klingen die Melodiya-Aufnahmen von Roshdestwensky heute auf CD ?
      :thumbup: Da ich aber von den Kitaenko-Aufnamen mit der Moskauer PH (Melodiya, 1985-1989, DDD) so beindruckt bin, was den packenden Zugriff angeht und auch die Klangqualität wirklich gut ist, habe ich dann nicht weiter für die alten Roshdestwensky-Aufnahmen auf CD interessiert.
      Was Kitaenko später im Westen in Köln angeht, dazu habe ich beriets in Beitrag 8 meinen Senf abegegeben. Interessieren würde die GA mich dennoch um den genauen Vergleich Moskauer PH und Gürzenich " :D Karnevalisten"Köln zu haben (und nicht nach Hörschnipseln zu beurteilen).

      Klanglich ausgezeichnet ist auch N.Järvi (Chandos). Allerdings kann ich mich von der Int nicht mit allen Sinfonien anfreunden. Der Zyklus ist recht uneinheitlich. Schön das von der Sinfonie Nr.4 beide Fassungen enthalten sind ! Am Besten finde ich hier noch die weniger gespielten Nr.3,4 und 6.

      Bei Weller / LSO (Decca) vermisse ich oft die letzte Emotion, aber ansonsten ist das eine gute saubere GA der Mitte; :thumbup: aber die vielgeschmähte Sinfonie Nr.7 gehört mit Weller zu meinen Lieblingsaufnahmen dieses Werkes. Er liefert hier eine unheimlich gespannte Int, die das Letzte aus der Partitur herausholt.
      :vv: Ich schätze die Sinfonie Nr.7 übrigens sehr und schliesse mich der allgemeinen "geschmähten" Beurteilung nicht an !


      Was die Sinfonie Nr.5 angeht, so bin ich eigendlich nicht mehr an anderen Aufnahmen interessiert:
      Keiner macht das besser und liefert das Werk so megastraff und spannend, bei Wahrung aller Details, wie Szell / Cleveland Orchestera (SONY). Da sind selbst die russsischen Aufnahmen aussen vor. Es gibt mit Szell nur die Nr.5 !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang