Prokofjew: Die Sinfonien - Diskografische Empfehlungen

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    • Derzeit scheint bei Onyx Classics mit Kirill Karabits und dem Bournemouth Symphony Orchestra ein weiterer Zyklus der Prokofieff-Symphonien zu entstehen, von dem bereits drei Folgen erschienen sind:



      Es fehlen noch die revidierte Fassung der 4. und die 6. Symphonie
      Kennt jemand diese Aufnahmen?

      :wink:
    • teleton schrieb:

      Ich kann mir daher schwer vorstellen, dass der zweite Sinfonien-Zyklus in Köln da mithalten kann. Andererseits habe ich aber heute mal in die Hörschnipsel reingehört und festgestellt, dass Kitaenko hier vielleicht gar nicht so über sein könnte. Auch wenn das Gürzenich Orchester Köln nicht den umwerfenden Klang einer Moskauer PH hat.

      teleton schrieb:

      Was Kitaenko später im Westen in Köln angeht, dazu habe ich beriets in Beitrag 8 meinen Senf abegegeben. Interessieren würde die GA mich dennoch um den genauen Vergleich Moskauer PH und Gürzenich " Karnevalisten"Köln zu haben (und nicht nach Hörschnipseln zu beurteilen).


      Hast Du inzwischen eingehend Kitajenko Moskau vs. Köln vergleichen können, Wolfgang?

      Die Gürzenichaufnahme ist ja momentan bei jpc zum Spottpreis zu bekommen und fixt mich schon aufgrund der Hörschnipsel irgendwie an.

    • RE: Kitaenko mit den Prokofieff - Sinfonien

      Yukon schrieb:

      Die Gürzenichaufnahme ist ja momentan bei jpc zum Spottpreis zu bekommen und fixt mich schon aufgrund der Hörschnipsel irgendwie an.

      Hallo Yokon, dann solltest Du Dir diese bestellen - einen Fehler machst Du dabei sicher nicht.
      Da ich mit Kitaenko die packenden Moskauer Aufnahmen (Melodiya) auf CD habe, brauche ich diese auch jetzt 2015 nicht zwingend.

      :-OOOO- Nebenbei habe ich selten so einen qaulitativen und emotionalen Unterschied wie bei den Prokofieff-Klavierkonzerten mit Krainew/Kitaenko gehört:
      Auf der einen Seite mit dem Frankfurter RSO (APEX) sauber und perfekt wirkend auch pianistisch ohne Fehl und Tadel;
      auf der anderen Seite die ältere mit der Moskauer Philharmonie (Melodiya/Eurodisc) - :juhu: was für ein emotionaler Wahnsinn offenbart sich da .... deshalb brauche ich auch bei den Sinfonien nur die mit der Moskauer PH !


      Aber ich werde mir wohl irgendwann noch die Roshdestwensky-Sinfonien-GA (Melodiya) auf CD kaufen, die auch nicht mehr als der neuere Kitaenko-Zyklus kostet, aber referenzwürdig ist. Roshdestwensky habe ich nämlich nur in der klanglich sch... LP-Box (Eurodisc). Auf CD vollbrigen die heute wahre "Klangremasteringwunder" ... was soll ich da noch mit LP´s :D ?
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Von der Roshdestwensky-Sinfonien-GA (Melodiya) würde ich abraten, ist klanglich unzulänglich wie eigentlich alle Melodyia Aufnahmen aus dieser Zeit. Die Russen haben halt bis in die 90er jahre hinein nix vernünftiges beim Klangmastering zustande gebracht. Lieber eine gute westliche GA, wie z.b. Rostropovich ode Gergiev :vv:
    • Ja wenn das so ist, dann werf ich meine Zdenek Kosler mit dem Czech Philharmonic Orchestra gleich weg. Was hab ich da nur gehört, und auch noch meine Freude daran gehabt, an der östlichen GA. tss ..tss...

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Ja wenn das so ist, dann werf ich meine Zdenek Kosler mit dem Czech Philharmonic Orchestra gleich weg. Was hab ich da nur gehört, und auch noch meine Freude daran gehabt, an der östlichen GA. tss ..tss...

      Nein, bloß nicht! Das ist doch keine russische, sondern eine tschechische Aufnahme! Von Supraphon! ^^

      Daß der Roschdestwenski-Zyklus aufnahmetechnisch nicht überragend ist, habe ich allerdings des öfteren gelesen.

      Hansi schrieb:

      (...) um Längen besser als der ebenfalls fast abgeschlossene Zyklus von M. Alsop (NAXOS).

      Stimmt, da ist auch noch ein Zyklus im Entstehen :




      Die Rezensionen habe ich aber als recht gemischt im Gedächtnis. Wobei ich mich zu erinnern meine, daß vor allem die zuerst erschienene CD mit der 5. eher mittelmäßig rezensiert wurde, während die weiteren besser bewertet wurden.

      Und Wellers Gesamtaufnahme ist auch neu herausgebracht worden:



      :wink:
    • EK_BT schrieb:

      Nein, bloß nicht! Das ist doch keine russische, sondern eine tschechische Aufnahme! Von Supraphon! ^^


      Du meinst, das ist keine östliche GA ? Da bin ich verwirrt. Dann gäbe es ja ein happy end, obwohl die 7. hier in der alten Fassung enthalten ist ? Wo ist dann Osten ?
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Hansi schrieb:

      Die Russen haben halt bis in die 90er jahre hinein nix vernünftiges beim Klangmastering zustande gebracht.
      Ich besitze recht viele klanglich ganz ausgezeichnete russische Aufnahmen auch aus der Monozeit der 50er und natürlich aus der Stereozeit seit den 60ern.

      Auf LP in russischen, englischen, amerikanischen oder deutschen Pressungen und natürlich auf CD.
      Da sind absolute audiophile Top- Aufnahmen dabei, überraschend viele, einiges an Mittelmaß und natürlich auch ein paar wirklich miese.
      Also ein recht ausgewogenes Resultat, und ich besitze wirklich sehr, sehr viele russische Aufnahmen.

      Daher kann ich mit einer solch schnoddrig hingeworfenen Aussage nicht nur nichts anfangen, ich muß in diesem Falle auch wirklich deutlich widersprechen.
    • RE: Klang bei Melodiya-Aufnahmen

      Hansi schrieb:

      Von der Roshdestwensky-Sinfonien-GA (Melodiya) würde ich abraten, ist klanglich unzulänglich wie eigentlich alle Melodyia Aufnahmen aus dieser Zeit. Die Russen haben halt bis in die 90er jahre hinein nix vernünftiges beim Klangmastering zustande gebracht. Lieber eine gute westliche GA

      :( Du bedenkst dabei gar nicht die Interpretationsfrage. Natürlich ist mir Klangqualität auch sehr wichtig, aber was für einen Wahnssinn mit Sidehitze die Russen zu Stande brachten, das geht eindeutig weit über die meisten (Soft-)Westaufnahmen hinaus - sogar wenn der gleiche Solist spielt und der gleiche Dirigent am Pult steht (wie im Beispiel der Prokofieff - KK).
      :thumbup: Die guten alten russischen Melodiya-Aufnahmen von Roshdestwensky, Swetlanow, Kondraschin (um jetzt nur diese 3 zu nennen) werden heute ganz exqusit für die CD remastert.
      Bestes Beispiel sind die Schostakowitsch-Sinfonien mit Kondraschin (AULOS) - was diese Remasteringkünstler leisten ist ein Klangwunder. Oder die Swetlanow-Melodiya-Aufnahmen auf dem CD-Label WARNER sind auch klanglich TOP remastert.
      Gutes Beispiel bei Warner ist eine der eindrucksvollsten Aufnahmen von Strawinsky´s Sacre mit Swetlanow.

      Westaufnahmen ? Viele lösen bei mir dagegen im Vergleich pure Langeweile aus.

      Ich weis aus mehreren deiner Beiträge, dass Du die grossen Russen einfach unterschätzt / oder gar nicht kennst. Von daher kann ich mich mit Nachdruck nur Michael anschliessen:
      Daher kann ich mit einer solch schnoddrig hingeworfenen Aussage nicht nur nichts anfangen, ich muß in diesem Falle auch wirklich deutlich widersprechen.
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hat eigentlich jemand die Aufnahmen von Andrew Litton den Bergenern im Bestand? Die Aufnahmen der 5. und 6. wurden teilweise sehr gelobt. Da ich nur die Weller-GA besitze (und die 5. mit Szell), könnte ich mir einen weiteren Kauf gut vorstellen, denn ich schätze einige der Symphonien Prokofjews sehr.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Was willste denn mit diesen soften Westaufnahmen, die bestenfalls vor sich hin köcheln anstatt dass die Mucke mit Sidehitze gespielt wird.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Tja, der eine trinkt lieber Rotburgunder, der andere Kwas.... ;+)

      Etwas ernsthafter möchte ich ergänzen, dass Prokofjew seine Symphonien 2 - 4 im Westen schrieb und dort auch uraufführen ließ. Die erste Symphonie ist übrigens auch nicht sooooooooo urrussisch.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Wer an Stelle der Musik von Prokofiev Aufnahmetechnik hören möchte, dem kann ich auch nur abraten von der Roshdestvensky-Aufnahme. Ob nun vielleicht andere sowietische Aufnahmen mit irgendeiner Überspielungstechnik audiophil klingen oder nicht, halte ich dabei für ziemlich unwesentlich - es sei denn, die Musik wäre uninteressant und es ginge um Aufnahmetechnik.

      Ich komme auch nicht drum herum, dass die Melodiya-Aufnahme mit Roshdestwensky trocken und vielleicht auch hart klingt, das Orchester sich auch überhaupt nicht "verfeinert" anhört usw., usw. Mir ist das aber völlig egal.

      Denn ich weiß, wenn ich die Sinfonien von Prokofiev auf Tonträger hören will, komme ich an dieser Aufnahme nicht vorbei.

      Ob irgendeine (angeblich) wesentlich besser klingende "westliche" Aufnahme irgendetwas aus dem Sinfonien- Zyklus besser zu Gehör bringt als die "schlechte" Melodiya-Aufnahme, müsste man im Detail diskutieren. Dann mag sich herausstellen, dass man vielleicht mit Muti oder Abbado - bei ganz konträren Klangvorstellungen - in der Dritten, oder bei Szell und vielleicht sogar bei Karajan in der Fünften doch noch diese oder jenes Detail anders, oder die Auffassung diese oder jenes Satzes überzeugender hört als von den Roshdestvensky-Schinken, aber die bleiben der Maßstab, den irgendeine andere Aufnahme erstmal erreichen muss.

      Wer von dieser Aufnahme abrät, sollte konsequenterweise vom Hören der Prokofiev-Sinfonien abraten.
    • uliwer schrieb:

      er von dieser Aufnahme abrät, sollte konsequenterweise vom Hören der Prokofiev-Sinfonien abraten.

      Wie gesagt, ein großer Teil Prokofjews Orchesterwerke wurde im Westen komponiert und uraufgeführt (Symphonien, 2-4, die Violinkonzerte, die Klavierkonzerte 3-5, die Skythische Suite, die frühen Ballette, etc..).
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Felix Meritis schrieb:

      Wie gesagt, ein großer Teil Prokofjews Orchesterwerke wurde im Westen komponiert und uraufgeführt (Symphonien, 2-4, die Violinkonzerte, die Klavierkonzerte 3-5, die Skythische Suite, die frühen Ballette, etc..).
      Ein gewisser Teil wurde im Westen komponiert und uraufgeführt.
      Es ist aber doch russische Musik, oder nicht?

      Auch die Roschdestwensky- Aufnahmen der Schostakowitsch-Sinfonien sind keine audiophilen Klangereignisse.

      Aber trotzdem gut und lohnend.

      Ich werde noch etwas deutlicher:
      Wer von russischen Aufnahmen als minderwertig abrät, der sollte sich überhaupt keine russische Musik mehr anhören.

      Und vor allem, über welches Klangideal sprechen wir hier?
      Es gab in den 70ern in der UDSSR ein Klangideal bei Tonmeistern, welches ein sehr direktes Klangbild bei übertriebendem "Close-Miking" beinhaltete.
      Das war mal gut oder auch schlecht realisiert.
      Trotzdem gab es damals auch sehr, sehr gute Aufnahmen mit zum Teil z.B. extrem gut aufgenommen Klavieren und überzeugenden Orchesteraufnahmen.
      Es gibt da wahre Perlen.
      Gut, Roschdestwenskys Prokofiew, da kann ich nicht mitreden, dann ist der halt kacke.
      Weiß ich nicht, sein Schostakowitsch ist jedenfalls immer noch sehr gut anhörbar, aber, das gebe ich zu, grenzwertig.

      Und in den 60ern mit bis zum letzten ausgesteuertem minderwertigem Bandmaterial mit hochwertigen Aufnahmen z.B. von Mrawinsky.
      Ja, die kratzen mal, aber die sind trotzdem überhaupt nicht weit entfernt von einer EMI-Aufnahme.

      Vielleicht kommt es auch auf die jeweilige Abhöre und den jeweiligen Zustand von Snobismus an, von gewissen Aufnahmen abzuraten.
      Ich weiß es nicht, und ich will es auch gar nicht wissen.

      Und natürlich kommen Aufnahmen aus dem Westen manchmal an die russischen Aufnahmen in der Intensität heran.
      Oder ziehen sehr selten fast gleich.

      Alles ist gut.......

      Nur, warum gelten Werke russischer Komponisten aus dem Exil plötzlich nicht mehr als russisch?
      Was ist das für eine Beweisführung? Und für was?
      Dass in diesem Falle nichtrussische Orchester wesentlich mehr am Orginal dran sind als der eigentlich russische Komponist?

      Ein klares JEIN! von mir.
      Im Falle von Prokofjew sage ich Nein.
      Dieser Komponist war durch und durch russisch, er ist nicht ohne Grund zurückgegangen und für mich gewinnt er durch eine russische Aufführung
      Im Falle von Strawinsky sage ich Ja.
      Dieser Komponist war für mich trotz sehr russischer Wurzeln letztendlich ein Kosmopolit, ein Weltbürger.
      Er gewinnt überhaupt nicht durch eine russische Aufführung- sie schadet zwar nicht, aber sie bringt nichts.

      Aber im Grunde haben mich Aufnahmen russischer Komponisten gespielt von russischen Orchestern und Interpreten so gut wie noch nie enttäuscht.
      Sog."westliche" Aufnahmen aber sehr häufig.
      Auch wenn die vielleicht besser aufgenommen sind, aber dieses Kriterium ist für mich nur Kinderk.........

      Ich habe noch niemals eine Aufnahme bevorzugt oder abgelehnt nur wegen Ihrer Klangqualität, ausgenommen, es ist wirklich unhörbares Zeug so von 1890.
    • Zur Klarstellung: nur Hansi hat von russischen Aufnahmen aus klanglichen Gründen abgeraten - ich nicht. Ich würde ohnehin nie so pauschal von Einspielungen aus irgendeinem Erdteil abraten. Es geschieht aber - auch in diesem Tread - sehr häufig, dass bei russischen Komponisten von Westaufnahmen abgeraten wird. So etwas muss man mMn ganz genau begründen (wie ich es in einem Bartokthread einmal getan habe). Was am frühen Prokofjew ist so spezifisch russisch, dass er zwangsweise von einem russischen Dirigenten + russischen Orchester am besten interpretiert wird? Die zweite Symphonie bspw., die sich an Beethovens op.111 orientiert, ist in meinen Ohren mindestens so westlich wie russisch. Für das Werk wäre er 10 Jahre später von Stalin wahrscheinlich geteert und gefedert worden. Sein Ballett "Der stählerne Schritt" brachte ihn jedenfalls schon vor Stalins Terror zuhause in die Bredoullie. Ja, Prokofjew ging nachhause - aber deshalb, weil er seine Musik nur von Russen gepielt hören wollte? Nicht eher aus Heimweh und dem (nur vergleichsweise) geringen Erfolg? Jedenfalls änderte er seinen Stil nach der Rückkehr bekannterweise stark ab.

      Die Roschdestwenskijaufnahmen kenne ich leider nicht, ich kann aber die Tipps hier oft nicht nachvollziehen. Teleton etwa meint, bei Weller fehle ihm oft die letzte Dimension, während Szell bei der 5. allererste Adresse sein soll. Für mich klingt es haargenau umgekehrt: Bei Weller brodelt die 5. wie ein Kessel, bei Szell blubbert sie vor sich hin. Da muss man nur den langsamen Satz vergleichen.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Letztlich ist das alles eine Frage des Geschmacks , und der sollte persönlich sein . Und wenn ich die Kosler GA mit den Tschechen mag - abgesehen von der Fragwürdigkeit , die mit GA's verbunden ist , nämlich : kann einer alles gleich gut ? - kann einer meiner Gründe die Akustik des Rudolfinum sein .Und Klang ? Als Alternativaufnahmen habe ich die
      1. & 7. mit Malko aus den 50ern und die 1. & 5. mit Koussevitzky aus den 40ern . Weil sie mir gefallen ! Und über meinen Geschmack streite ich nur mit mir .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Hallo miteinander,

      Prokofiew hat auf Grund der Revolutionswirren Russland 1918 Richtung USA verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er schon die Sinfonie Nr. 1, die skythische Suite, das Violinkonzert Nr.1 und die Klavierkonzerte Nr. 1 - 3 komponiert und zur Aufführung gebracht. D.h. diese Werke sind alle in Russland entstanden und dort auch uraufgeführt worden.
      In die Zeit seines USA- bzw. dann Frankreichaufenthaltes fallen die Sinfonien Nr. 2 - 4, wobei sich bei letzterer der Beginn eines deutlichen Stilwandels zeigt und die Ballette "Der stählerne Schritt" und "Der verlorene Sohn" plus der dazugehörigen Suiten.
      Alles weiteren Sinfonien, Konzerte und Ballette (Romeo und Julia, Cinderella etc.) sind wieder in Russland entstanden.

      Wie weit das nun für die Interpretation durch russische bzw. osteuropäische oder westeuropäische bzw. amerikanische Dirigenten von Belang ist, weiß ich nicht.
      Ich weiß aber, dass ich die Roschdestwenski- GA der Prokofiew-Sinfonien sehr schätze, genauso wie die von Weller und die von Järvi, derweil mir die von Rostropowitsch nicht so gefällt.

      Spartacus
      :)
      Für Monika
    • Spartacus schrieb:

      Prokofiew hat auf Grund der Revolutionswirren Russland 1918 Richtung USA verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er schon die Sinfonie Nr. 1, die skythische Suite, das Violinkonzert Nr.1 und die Klavierkonzerte Nr. 1 - 3 komponiert und zur Aufführung gebracht. D.h. diese Werke sind alle in Russland entstanden und dort auch uraufgeführt worden.

      Das 3. KK wurde in Frankreich niedergeschrieben und in Chicago uraufgeführt, das VK1 wurde noch in Russland fertigkomponiert aber 1923 in Paris uraufgeführt. Über Interpretationen aus dem Westen sagt das halt aus, dass sie per se nicht für "ungültg" erklärt werden sollten, da ein großer Anteil Prokofjews Musik im und für den Westen entstand (die Musik aus der Skythischen Suite war ursprünglich für Paris gedacht). Ich finde das "Russentum" wird des öfteren etwas verkultet. Das sind individuelle Menschen wie alle anderen auch. Skrjabin und Glasunow wird man wohl nicht in dieselbe Ecke stecken wollen. Skrjabins Musik z.B. empfinde ich kaum oder gar nicht als "russisch".
      Im Zweifelsfall immer Haydn.