Das Hagen Quartett

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    • Das Hagen Quartett spielt seite Ende 2013 auf den 4 Stradivari Instrumenten, die das "Paganini Quartet" genannt werden, zuvor spielte diese Instrumente von 1995 bis 2013 das Tokyo String Quartet, das sich 2013 aufgelöst hat.

      Hier der link

      "http://www.nmf.or.jp/instruments/eng.html"

      Stradivari Bratschen sollen ja besonders selten sein (ich habe einmal gelesen, dass es davon nur 10 Stück geben soll).

      Beste Grüße

      Gerhard
    • Off topic: Peter Schidlofs (Amadeus Quartet) Strad-Viola wird demnächst versteigert. Für schlappe 45 Millionen Dollar ist man dabei: "http://bigstory.ap.org/article/rare-stradivarius-viola-could-bring-45m-sale". Leider etwas über meinen Preisvorstellungen ...
    • Gerhard schrieb:

      Das Hagen Quartett spielt seite Ende 2013 auf den 4 Stradivari Instrumenten, die das "Paganini Quartet" genannt werden, zuvor spielte diese Instrumente von 1995 bis 2013 das Tokyo String Quartet
      Und ursprünglich spielte das - na, wer wohl ? jawohl, das Paganini Quartet auf diesen Instrumenten, die sozusagen für sie gekauft wurden (1945-1966). (Auf die Beethoven Quartette mit ihnen habe ich schon mehrmals hingewiesen).
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"
    • Lieber Peter!

      Danke für Deinen link, das ist sehr interessant, die Preise sind ja echt schon komplett wahnsinnig geworden, die da verlangt werden.

      In den Büchern über das Amadeus Quartett konnte ich lesen, dass Peter Schidlof - auf Grund seiner eigenen Biographie - selbst immer wieder materielle Existenzängste gequält hatten, sein Freund und Kollege im Amadeus Quartett, Siegmund Nissel. hatte ihn immer beruhigt, dass sie viele Konzerte spielen und gut verdienen und außerdem jedes Mitglied des Amadeus Quartetts ein wertvolles Stradivari Instrument besitzt, das im Fall des Falles hätte ja veräußert werden können. Wenn er zu Lebzeiten gewußt hätte, zu welch hohem Preis sein Instrument einmal angeboten wird ...

      Ich habe übrigens zwei interessante links, einmal einen sehr hochwertigen Artikel mit biogrpahischen Daten von Peter Schidlof unlängst gefunden:

      "http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00004447;jsessionid=6B8BAD2B46634AF871FAA8B1663652EC?wcmsID=0003&XSL.lexmlayout.SESSION=lexmperson_all"

      (man kann lesen, dass die Mutter von Peter Schidlof ledig Steinhardt hieß, so wie der erste Geiger vom Guarneri Quartett - Zufälle gibts).


      Und einmal über seine Schwester Ilse Schidlof, die ebenfalls eine sehr bewegende Lebensgeschichte hatte:

      "http://www.kirchenfoerderkreis-vipperow.de/website/der-verein/ilse-schidlof.html"

      Herzliche Grüße

      Gerhard
    • Letzte Woche Donnerstag habe ich das Hagen-Quartett im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses erlebt. Zur Zeit spielen sie an verschiedenen Orten wieder mal einen Zyklus mit den zehn großen Mozartquartetten. Ich hörte KV 458, 464 und 465. Ich empfinde diesen "rhetorischen" Stil, der Phrasen, Motive und Themen einen bestimmten Gestus zuordnet und versucht, diese unterschiedlichen Charaktere durch variierte Dynamik, Phrasierung, Binnentempi und Verlängerung von Pausen zum Ausdruck zu bringen, als eine Offenbarung. Das hat sich gegenüber den DG-Aufnahmen noch verstärkt und entspricht dem Verfahren, dass ich hier für die letzte Aufnahme von KV 428 schon einmal beschrieben habe. Die Musik wirkt ungeheuer lebendig, drückt gewissermaßen ständig changierende Affekte aus. Nur ganz selten führt diese Methode für mein Gefühl zu konventionellen Ergebnissen, etwa beim starken Ritardando in den letzten Takten von KV 464. Ansonsten wunderbare Ensemblekultur, ganz flexible Gewichtung der einzelnen Stimmen. Schön!


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Ich hörte KV 458, 464 und 465. Ich empfinde diesen "rhetorischen" Stil, der Phrasen, Motive und Themen einen bestimmten Gestus zuordnet und versucht, diese unterschiedlichen Charaktere durch variierte Dynamik, Phrasierung, Binnentempi und Verlängerung von Pausen zum Ausdruck zu bringen, als eine Offenbarung.

      Das scheint sich das Artemis-Quartett von den Hagens abgeschaut zu haben, Belceas erst recht. Ich finde das bringt bisweilen recht zweifelhafte Resultate. Die rezente Mendelssohneinspielung des Artemisquartett bspw. krankt sehr an dieser "analytischen" Spielweise, die auch zu einer Überbetonung der Mittelstimmen führt. Anderes ist wiederum grandios (Teile des Beethovenzyklus von Artemis und Belcea - Hagens kenne ich mit Beethoven leider nicht).

      Deine negative Einschätzung bezüglich der Dvorák-Einspielung durch die Hagens teile ich übrigens. Hier kaufen die Emersons ihnen ordentlich den Schneid ab. Dafür ist der Bartók-Zyklus der Hagens definitiv meine Lieblingsaufnahme dieser Werke.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Felix Meritis schrieb:

      Das scheint sich das Artemis-Quartett von den Hagens abgeschaut zu haben, Belceas erst recht. Ich finde das bringt bisweilen recht zweifelhafte Resultate. Die rezente Mendelssohneinspielung des Artemisquartett bspw. krankt sehr an dieser "analytischen" Spielweise, die auch zu einer Überbetonung der Mittelstimmen führt.


      Kommt natürlich ganz auf den Komponisten an - beim Hagen-Quartett ist das erstmal eine speziell auf den dichten, "detaillierten", rhetorischen Stil von Mozarts Haydn-Quartetten zugeschnittene Interpretationsweise (sie kommt insb. in den schnelleren Sätzen zum Tragen). Ich empfinde gerade bei diesen Werken eine Fröhlich-Geradeaus-Interpretation wie beim Quatuor Mosaiques als zu "flach" (leider muss ich mich aus Zeitgründen wieder mal auf blöde Metaphern zurückziehen :D). Beethoven interpretiert das Hagen-Quartett nicht auf diese Weise (das kann man z.B. gut auf der zusammen mit KV 428 erschienenen Version von Beethovens 59/2 hören).

      Das Artemis-Quartett hat aufgrund der vielen Besetzungswechsel verschiedene Stile gepflegt. Ich habe das Ensemble letzte Woche genau einen Tag nach den Hagens in Wien mit einem Dvorak (op. 96!)/Schostakowitsch/Tschaikowsky-Programm gehört - dazu schreib ich dann morgen noch was am entsprechenden Ort. Es stimmt, dass die Artemis-Leute inzwischen sehr mittelstimmenbetont spielen, beim Hagen-Quartett ist das aber nicht so klar der Fall.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Kommt natürlich ganz auf den Komponisten an - beim Hagen-Quartett ist das erstmal eine speziell auf den dichten, "detaillierten", rhetorischen Stil von Mozarts Haydn-Quartetten zugeschnittene Interpretationsweise (sie kommt insb. in den schnelleren Sätzen zum Tragen).

      Nicht nur bei seinen Haydn-Quartetten! Noch viel stärker empfinde ich das bei den vier späten Quartetten, die nicht solche "Selbstgänger" sind wie ihre berühmteren Geschwister. Aber das unglaublich detaillierte Innenleben Mozarts Kammermusik ist hier wirklich auf die Spitze getrieben. Das habe ich erst vor wenigen Jahren wirklich entdeckt, und zwar in den Aufnahmen des Klenke-Quartetts. Für mich sind das inzwischen ganz zentrale Werke geworden - unaufgeregte Meisterschaft auf allerhöchstem Niveau.
      Ich stimme Dir also durchaus zu: Detailarbeit bei Mozart ist absolut entscheidend. Vielleicht etwas, das HIP-Ensembles ganz gerne des Schwungs wegen vernachlässigen (etwa bei Haydns Sturm & Drang-Symphonien). Ich werde jedenfalls nach dem Mozart der Hagens Ausschau halten.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Es gibt im Netz einen relativ ausführlichen Hörvergleich der Beethoven Quartette (eines Schweizer Musikfreundes, Rolf's Corner oder so heißt die Seite, auf englisch). Der Typ ist aber ziemlich vorhersehbar: wenn es eine Einspielung des Hagen-Quartetts gibt, ist die Favorit, wenn nicht (oder wenn er sie nicht kennt, das op.95 hat er anscheinend nicht), dann Artemis.

      Die Hagen-Mozart-Quartett-Box lohnte evtl. auch wegen der frühen Quartette, von denen es ja nicht allzu viele Einspielungen gibt. Die stammen allerdings aus der Zeit um 1990 und sind erheblich geradliniger musiziert als die gut 10 Jahre späteren "Haydn-Quartette". Auch die Haydn-Aufnahmen (op.20 und noch mehr Reiter/Lerche) sind "straight", die Schumann-Quartette teils etwas nervös (und mit sehr schnellen tempi), aber auch nicht so harnoncourtesk wie die op.59,2/KV428 CD.
      Die DG-Beethovenaufnahmen sind leider teils schwer zu kriegen. Besonders die CD mit op.133 (wobei ich ihre ältere Aufnahme des Stücks als Füller für das Schubert-Quintett nicht so gut kenne; das Schubert-Quintett ist vergleichsweise "zahm") ist m.E. sehr empfehlenswert. Es ist die schnellste Aufnahme, die ich kenne (was allerdings hauptsächlich daran liegt, dass sie das "meno mosso" recht zügig, ungefähr im halben Tempo des allegro vorher nehmen), aber zugleich die, die im ersten Abschnitt am wenigsten "gesägt" klingt.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Zwielicht schrieb:

      Letzte Woche Donnerstag habe ich das Hagen-Quartett im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses erlebt. Zur Zeit spielen sie an verschiedenen Orten wieder mal einen Zyklus mit den zehn großen Mozartquartetten. Ich hörte KV 458, 464 und 465. Ich empfinde diesen "rhetorischen" Stil, der Phrasen, Motive und Themen einen bestimmten Gestus zuordnet und versucht, diese unterschiedlichen Charaktere durch variierte Dynamik, Phrasierung, Binnentempi und Verlängerung von Pausen zum Ausdruck zu bringen, als eine Offenbarung. Das hat sich gegenüber den DG-Aufnahmen noch verstärkt und entspricht dem Verfahren, dass ich hier für die letzte Aufnahme von KV 428 schon einmal beschrieben habe. Die Musik wirkt ungeheuer lebendig, drückt gewissermaßen ständig changierende Affekte aus. Nur ganz selten führt diese Methode für mein Gefühl zu konventionellen Ergebnissen, etwa beim starken Ritardando in den letzten Takten von KV 464. Ansonsten wunderbare Ensemblekultur, ganz flexible Gewichtung der einzelnen Stimmen. Schön!


      Viele Grüße

      Bernd


      Habe das Programm, das Zwielicht in Wien gehört hat, in München gehört. Hier meine persönlichen Konzerteindrücke (wie von mir nicht anders zu erwarten ;+) :(

      IM MOZART STREICHQUARTETT HIMMEL

      Das Hagen Quartett spielte drei Mozart Quartette im Münchner Prinzregententheater, 19.2.2015

      Angesetzt waren Mozarts Streichquartette KV 387 und 458 sowie das 3. Streichquartett von Johannes Brahms, wegen akuter Erkrankung eines Quartettmitglieds erklangen stattdessen Mozarts Quartette KV 458, 464 und 465. Vom Hagen Quartett nehme ich alles gerne, zugegebenermaßen Mozart sogar noch lieber als Brahms, insofern eine für mich keineswegs schmerzliche Umstellung. Drei dieser genialen „Haydn-Quartette“ – was will man mehr. Dann der nächste „Schock“, das Konzert ist leider schlecht verkauft, man kann Plätze eintauschen. (Vorteil: Hinten hat man nun mehr Platz. Bin hinten geblieben.) Und dann spielen sie los, vibratolos rein, fein differenziert und schattiert, dabei mit vollstem Einsatz – wunderschön! Das Adagio (3 Satz) des Streichquartetts B-Dur KV 458, des „Jagdquartetts“, der zauberisch fein gesponnene erste Satz des Quartetts A-Dur KV 464, der Variationssatz dieses Werks (3. Satz), das intensiv vielschichtige Geflecht des Finalsatzes dieses Werks bis zum wehmütigen Ende – eine Offenbarung! Und dann das Quartett C-Dur KV 465, das „Dissonanzenquartett“ mit seiner dem Titel entsprechenden Einleitung zum ersten Satz, mit seinem innigen zweiten, mit dem schubertisch aufwühlenden Trio im Menuett und mit seinem Finale zwischen Schicksalskampf und weiser Heiterkeit – die nächste Offenbarung! Wunderschön innig auch die Zugabe, der Beweis, dass derartige Vollendung sogar noch getoppt werden kann: 2. Satz Andante aus dem Quartett D-Dur KV 575, dem „1. Preußischen Quartett“ (musste ich zu Hause mit der DGG Box des Hagen Quartetts "recherchieren", hatte ich aber rasch). Ich war im Mozart Streichquartett Himmel an diesem Abend.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Angesetzt waren Mozarts Streichquartette KV 387 und 458 sowie das 3. Streichquartett von Johannes Brahms, wegen akuter Erkrankung eines Quartettmitglieds erklangen stattdessen Mozarts Quartette KV 458, 464 und 465.


      Aber das erkrankte Mitglied hat doch mitgespielt, oder? Seltsam, diese Programmänderung - eigentlich haben die Hagens doch KV 387 und Brahms 3 genauso im Repertoire wie die beiden anderen Mozart-Quartette.


      AlexanderK schrieb:

      Wunderschön innig auch die Zugabe, der Beweis, dass derartige Vollendung sogar noch getoppt werden kann: 2. Satz Andante aus dem Quartett D-Dur KV 575, dem „1. Preußischen Quartett“ (musste ich zu Hause mit der DGG Box des Hagen Quartetts "recherchieren", hatte ich aber rasch).


      Ja, das ist ihre Lieblingszugabe. Haben sie auch in Wien gespielt.


      AlexanderK schrieb:

      Ich war im Mozart Streichquartett Himmel an diesem Abend.


      Ging mir auch so. :)

      Nur ein Quentchen mehr an Gestaltung, und ich würde dieses Mozart-Spiel als zu gewollt empfinden. Aber - mit ganz wenigen Ausnahmen - erschien es mir ganz "natürlich". Das Gefühl für das richtige Maß sozusagen.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Ja seltsam war es schon. Und offenbar alles sehr kurzfristig, das Programmheft benötigte einen Einlegezettel für die Ablaufkorrektur. Man (zumindest ich) hat dann allerdings nicht bemerkt, wer von den vieren indisponiert für die nicht gespielten Werke war. Nachdenklicher hat mich gestimmt, dass Münchenmusik trotz einjähriger Werbung mit dem Hagen Quartett das Prinzregententheater nicht mehr voll kriegt. Seit einigen Jahren spielen sie dort (früher im Herkulessaal), bisher war es immer ziemlich ausverkauft. Ich hoffe sehr, sie kommen weiterhin wenigstens für ein Konzert pro Jahr nach München.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Nachdenklicher hat mich gestimmt, dass Münchenmusik trotz einjähriger Werbung mit dem Hagen Quartett das Prinzregententheater nicht mehr voll kriegt.


      Im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses sind auch ein paar, aber nicht viele Plätze freigeblieben. Der hat allerdings auch nur 700 Plätze gegenüber den 1020 des Münchner Prinzregententheaters. Wieviel Prozent der Plätze waren denn Deiner Schätzung nach leer? (Ich war im Prinzregententheater mal bei einem Klavierabend mit Ingolf Wunder, da war höchstens ein Drittel der Plätze besetzt, und zwar fast alle auf der linken Seite...).


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses sind auch ein paar, aber nicht viele Plätze freigeblieben. Der hat allerdings auch nur 700 Plätze gegenüber den 1020 des Münchner Prinzregententheaters.

      Es sind schon 700 Hörer für ein Streichquartett des 18. Jahrhunderts zu viel aber 1020? Ich habe da mit Kammermusikabenden im Musikverein in Wien (nicht Konzerthaus) schon schlechte Erfahrungen gemacht.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Der Große Musikvereinssaal ist ja nochmal ein Stück größer, der hat 1700 Sitzplätze und es kommen noch die Stehplätze dazu (strenggenommen müsste man natürlich auch das Raumvolumen berücksichtigen). Oder meinst Du den kleineren Brahmssaal? Der ist doch ganz ok (bin aber nur einmal bei einem Klavierabend dringewesen). Den Mozartsaal im Konzerthaus mit seinen 700 Plätzen finde ich akustisch sehr gut für Streichquartette - die Musiker müssen nicht forcieren und ich höre jede Nuance. Kleiner geht natürlich immer, aber es gibt auch relativ kleine Säle mit mäßiger Akustik (Mozartsaal der Alten Oper in Frankfurt).

      Ab etwa 1000 Plätze kann es m.E. bei Kammermusik akustisch kritisch werden. Kommt natürlich a) auf die Instrumente und die jeweils gespielte Musik, b) auf die Akustik des Saals und c) auf den jeweils gewählten Platz an. Das Alban Berg Quartett war stolz darauf, sogar den Großen Saal der Alten Oper in Frankfurt (2500 Plätze) füllen zu können - sowohl mit Publikum wie auch mit Klang. Hat aber beides dann doch nicht so gut funktioniert...

      Veranstalter und Musiker wollen ja auch was verdienen. Insofern geht man dann natürlich in den größeren Saal, wenn denn Hoffnung besteht, ihn füllen zu können.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Oder meinst Du den kleineren Brahmssaal? Der ist doch ganz ok

      Ja, den meinte ich. Hinten unten ist die Akustik nicht so toll, finde ich. Am besten sitzt man auf der Galerie. Mir ist schon klar, dass die Veranstalter was verdienen wollen, aber Kammermusik für vier Streicher ist halt kein Hornkonzert und gerade Mozarts feingliedrige Quartette.... Naja, ich habe Mozarts Kammermusik in Wien ehrlich gesagt noch nicht gehört. Die meiste Kammermusik live habe ich ohnehin bisher am Kammermusikfestival in Lockenhaus (früher von Kremer geleitet) gehört. Da war ich immer sehr zufrieden (zumindest an einem der beiden Austragungsorte).
      Im Zweifelsfall immer Haydn.


    • Ab 13.11.2015 im Handel: Mozart, Streichquartette KV 387 und KV 458, zwei der "Haydn Quartette". Die "Haydn Quartette" haben sie für die DGG auch schon komplett vorgelegt, man kann also vergleichen.
      (PPS: Habe live mit ihnen vor einiger Zeit ein Jörg Widmann Quartett gehört. Würde sie so gerne mit zeitgenössischen Werken auch von CD hören...)
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Wer das Hagen Quartett in der allerersten Besetzung (in der noch alle vier Geschwister gespielt haben) hören möchte, hat hier im Ö1-Klassiktreffpunkt mit Angelika Hagen oe1.orf.at/player/20210410/634958 (Zeitleiste ab 11:09 Uhr) noch ca. fünf Tage die Möglichkeit, mit dem langsamen Satz aus dem "Amerikanischen Quartett" von Antonín Dvořák, eine LP-Aufnahme von ca. 1978.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK