Arnold, Malcolm - ein volkstümlicher Neoklassizist aus England

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    • RE: Naxos mit Penny vs Chandos mit Hickox

      andréjo schrieb:

      Vorerst - wie gesagt - bezieht sich meine Stellungnahme nur auf die ersten beiden Sinfonien. Auch von daher bin ich natürlich gespannt.

      Sei gespannt, lieber Wolfgang,

      Gerade bei den Sinfonien Nr.1 und 2 sind die Unterschiede auch nicht so gross; bis auf das Hickox die langsamen Sätze etwas mehr auskostet (auch bei den Weitern bis Nr.6). Von der Schlagzeugseite her bieten Penny wie Hickox ein fabelhaftes Paukenfeuerwerk.
      Aber die Klangqualität und damit die Wahrnehmung der Details ist doch bei Chandos wirklich noch besser.
      :huh: Mich wundert, das Du diese als gleichwertig beurteilst. Ich habe sowohl über die Boxen, wie auch über meine Beyerdynamic-KH einen deutlich natürlicheren, detailschärferen und klareren Eindruck; das Orchester ist in der Stereobalance wesentlich aufgelöster abgebildet. Und ja, mein geliebtes Schlagzeug kommt wesentlich pointierter (höre mal die Nr.4, 5, 6, 7, 8, 9).

      Ich würde sagen Naxos bei den Sinfonien Nr.1 -2 K: 8-9 und bei Chandos: volle 10 !
      Die letzten Sinfonien fallen klangtechnisch und von der hörbaren Detailschärfe bei Naxos wirklich stark ab (mehr als K:8 ist da bei allem wohlwollen nicht drin !).
      Richtig das sich das Irische Orchester bei Naxos gut schlägt; aber wirklich so gut wie die Londoner ? Da möchte ich ein deutliches Fragezeichen setzen ! Ich sehe es wie Du, dass ich die Naxos-GA jetzt keinesfalls "at acta" lege, aber mein Herz und die grössere Begeisterung schlägt jetzt deutlich für die Chandos-GA mit Hickox und Gamba !

      Bin gespannt auf deine weiteren Eindrücke zu diesem TOP-CD-Kauf , der auch mir so richtig Spass macht ...
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Die dritte Sinfonie hat mir mit Hickox besser gefallen, da die Ecksätze dieses etwas spröderen Werks prägnanter modelliert erscheinen. Bei der vierten Sinfonie würde ich keiner der beiden Einspielungen einen klaren Vorzug geben.

      Nun zur Fünften: Hickox erschließt den Kopfsatz plastischer, markanter. Generell haben mich bisher bei diesem Satz auch die anderen Interpretationen in meinem Besitz etwas stärker überzeugt (Bostock, Arnold als Dirigent) als Penny. Der filmmusikhafte langsame Satz mit seinen scharfen Zuspitzungen im Verlauf lässt bei keiner der vier Aufnahmen zu wünschen übrig - Hickox entfaltet das Thema voller Schmelz und Grazie, geht weit ins Pianissimo zurück und hält sich auch im Tempo deutlich zurück.

      Das Scherzo gefällt mir mit Penny noch immer am besten. Der Foxtrott im Mittelteil muss sehr präzise und in dezenter Zurückhaltung - auch bezüglich des Tempos - erklingen, um seinen Charme zu entfalten. Die Begleitfigurationen sind so wichtig wie der Themenverlauf. Hickox ist mir eine Nuance zu rasch und in der Begleitung zu beliebig unterwegs.

      Dann aber werde ich wieder versöhnt mit den Schlusstakten der Sinfonie. Die besondere Tragik dieser Musik herauszuarbeiten, gelingt Hickox brillant. Er lässt den Satz nachdrücklicher verebben, umreißt zuvor das Scheitern der zurückgekehrten big tune mit mehr Prägnanz.

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Das Scherzo gefällt mir mit Penny noch immer am besten. Der Foxtrott im Mittelteil muss sehr präzise und in dezenter Zurückhaltung - auch bezüglich des Tempos - erklingen, um seinen Charme zu entfalten. Die Begleitfigurationen sind so wichtig wie der Themenverlauf. Hickox ist mir eine Nuance zu rasch und in der Begleitung zu beliebig unterwegs.

      Ich habe den Satz auch gerade noch einmal in beiden Aufnahmen nachgehört und verstehe was Du meinst.
      Das Scherzo ist bei Beiden wirklich spitzenmässig gelungen. Obwohl beide die gleiche Zeit (5:07 zu 5:01) brauchen, wirkt Hickox aber flotter auf mich, was mir wiederum mehr liegt. Der Foxtrott - Mittelteil hat auch bei ihm Saft und Kraft und den nötigen Nachdruck.

      Ich höre sehr klangorientiert und wenn ich den Vergleich zu Naxos höre, dann schlägt mein Puls auch hier zu Chandos aus (obwohl der klangliche Unterschied beiden Aufnahmen der Fünften nicht so gross ich, wie zum Bsp. bei der Neunten).


      :thumbup: Jedenfalls Klasse, dass wir von diesen fabelhaften Sinfonien so gute Aufnahmen haben ... was noch lange nicht bei allen zeitgenosseischen Komponisten der Fall ist.
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Ich verstehe schon auch, was Du meinst, werter Namenskollege, und was uns vielleicht unterscheidet, ist gewiss nichts Wesentliches, abgesehen davon, dass man sich nicht nur über all das trefflich streiten kann, sondern dass es auch eine Frage der Tagesverfassung sein kann, dass die erste Prägung die bleibende sein kann, und so weiter.

      Mir geht es so, dass bei dem Foxtrott die nonchalanten Begleitfiguren bei Penny den Ausschlag geben. Aber das sind Nuancen, die keine der mir bekannten vier Einspielungen jetzt wirklich abwerten würden.

      (Offtopic: Was den audiophilen Charakter anbelangt, ist es mittlerweile leider so, dass mir meine ordentliche Anlage im kräftig vierstelligen Bereich nicht mehr so viel nützt im Vergleich mit früher, da die Ohren ein wenig gelitten haben - leichte Schwerhörigkeit und dennoch auch Geräuschempfindlichkeit. Ich habe es bisweilen leiser lieber. Gott sei Dank, stört mich das im realen Konzertsaal, den ich häufiger besuche als früher - einfach weil ich meinen Beruf nicht mehr an erste Stelle stelle :P - noch nicht wirklich (oder nur selten), aber das Klangliche ist mir eher noch weniger wichtig geworden als früher.)

      Summa summarum: Arnold ist eigentlich ein genialer Komponist. Penny und Hickox haben ihn erfasst. :D

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Die sechste Sinfonie wurde 1961 uraufgeführt, in London allerdings erst zehn Jahre später. Ähnlich wie in der fünften spielt Arnold tendenziell versatzstückhaft und heterogen mit scheinbar banalem Marsch- und Jazzmaterial bei gleichzeitiger Problematisierung der Tonalität und der überkommenen orchestralen Strukturen. Die Sprache des Engländers wird zwar schärfer - und doch ist man immer wieder überrascht, wie viel Vorausweisendes sich bereits in den ersten beiden Sinfonien findet. Der Schluss des Finalsatzes durchbricht zwar nicht den labilen Optimismus des Marsches, wirkt aber ähnlich frustriert aufgesetzt, quasi wegwerfend, wie wir das von Schostakowitsch kennen.

      Wiederum kann meines Erachtens Penny durchaus bestehen, aber ich finde die Einspielung von Hickox zugegebenermaßen noch überzeugender. Sie klingt - in der Tat :) - räumlich differenzierter gestaffelt (1). Auch manche Details und der Schostakowitsch-Schluss sind dort farbiger gestaltet. Penny wirkt auch mich die ganze Partitur hindurch eher gedankenversunken, gedankenverloren - womit ich keinerlei Probleme habe. Überhaupt erscheint mir der Finalsatz jetzt ähnlich verhuscht und wie nebenbei herausposaunt, als dies mit der Neunten von Schostakowitsch der Fall ist - bislang hatte ich diese Assoziation nicht, aber das kann ich eigentlich nicht Penny anlasten.

      Übrigens ist es erfreulich, die Booklet-Texte beider Integralen parallel zu lesen, denn sie ergänzen sich sinnvoll. (Dem Englischlehrer wiederum schadet es auch nichts, die eine oder andere weniger geläufige Vokabel schnell nachzuschlagen. Freut Euch, Ihr Nicht-Englischlehrer, dass Ihr solche Texte ganz befreit studieren könnt. Wenn Ihr ein Detail nicht hundertprozentig versteht, ist das schlicht wurscht ...)

      (1) Insofern bin ich jetzt wirklich auf Rumon Gamba gespannt. Es mag schon sein, dass ich nach dem nächsten Hördurchgang (oder der nächsten Einzelrunde) doch noch willens bin, deutlicher teleton Recht zu geben. ;+)

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Die siebte Sinfonie entstand in den Siebzigern in Irland und macht erstmals eindeutig Gebrauch von irischer Folklore - im Finalsatz. Der erste Satz ist von herber Aggressivität und grotesker Rhythmik, aber auch äußerst farbig und komplex gestaltet. Die Groteske wird in der neu editierten Einspielung mit Gamba glänzend gezeichnet, dank der sehr breiten Dynamisierung, der Betonung des Perkussiven und nicht zuletzt dank des bei allen drei Sätzen sehr straffen Tempos.

      Und doch - hier orientiere ich mich an dem weiter oben bereits beschriebenen Sachverhalt wie auch am Booklet - hat Arnold die Sinfonie selbst bemerkenswert langsam eingespielt (ich kenne die Einspielung nicht), was wohl mit seinen sich später zuspitzenden gesundheitlichen Problemen zu tun hat, was er aber auch selbst rechtfertigt. Er gesteht dem Werk ein großes Deutungsspektrum zu - es scheint in der Musik angelegt und rechtfertigt quasi authentisch diverse Herangehensweisen. Ich gestehe, dass mich Rumba überzeugt, vielleicht mehr überzeugt als Penny - und ich könnte mir vorstellen, mir auch Arnold mit Arnolds Siebter noch zum Vergleichen zuzulegen. Aber: Das bedrohliche Element im ersten Satz der Naxos-Einspielung, die drei Minuten länger dauert (13'19'' vs. 16'23'' !), besteht für mich in der Last des Rhythmus. Die Last und Übermacht des Faktischen oder dessen Hetze und Bedrängnis - beides sind Erscheinungsformen modernen Lebens, die in seiner Musik zum Guten zu wenden, dem Fünfzigjährigen, der ein autistisches Kind hat und sich in die Ruhe der grünen Insel zurückgezogen hat, der auch nicht mehr so viel schreibt wie in den Jahren seiner wachsenden Bekanntheit und Popularität, immer schwerer fällt.

      Klangqualität der Chandos-Produktion ganz ausgezeichnet!

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Mit der achten Sinfonie blickt Arnold endgültig in eine ungewisse Zukunft - schwere Depressionen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen - und voller Wehmut zurück.

      Ein an Schostakowitsch und Mahler gemahnender langsamer Satz voller Geheimnis wird umrahmt von einem Kopfsatz, der ein irisches Volksmusikthema mit einer stampfend bitonalen Begleitung versieht (1) und am Ende schmerzlich verklingen lässt, und einen widerborstigen Finalsatz, in dem ein letztes Mal der Typus des schnellen volkstümlichen Marsches infernalisch durchgehetzt wird.

      Penny hat der Musik wenigstens einen Hauch Ruhe und Gemächlichkeit belassen und die Schwere der entfremdeten Bassfiguren im ersten Satz herausgearbeitet, Gamba geht den Kopfsatz zügiger an und stellt das Finale rücksichtslos aus.

      Beiden Deutungen kann ich viel abgewinnen bei dieser Sinfonie, die mich im Moment am meisten anspricht.

      Die Klangqualität der Chandos-Produktion ist wiederum erstklassig, die der Naxos-Scheibe unwesentlich schwächer.

      Vielleicht hat noch jemand Lust, sich zu den Sinfonien zu äußern?

      (1) Natürlich hinkt der Vergleich, aber irgendwie muss ich an die Lehar-Apotheose in Schostakowitschs Leningrader denken.

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Ich freue mich über zwoelftonapostels Rückmeldung! Hörst Du die Einspielung mit Penny, die mit Gamba oder kennst Du beide beziehungsweise noch (eine) andere?

      Mittlerweile warte ich noch auf die folgende kürzlich angeforderte CD. Dann hätte ich auch die Solokonzerte so im Großen und Ganzen komplett.

      amazon.de/gp/product/B000024RS…oh_aui_detailpage_o02_s00 (Der Direktlink scheint nicht zu funktionieren.)

      Es sind wohl siebzehn oder achtzehn an der Zahl. Beinahe hätte ich die folgende Integrale auf vier CDs vor wenigen Jahren bestellt. Als ich es noch beinaher vorhatte, war es zu spät. :cry: :P Gut - irgendwie einheitlich war sie (wohl) ohnehin nicht, aber eine Zeitlang recht preisgünstig. Und einzeln ist (?) alles - in unterschiedlichen Einspielungen - nach wie vor erreichbar.

      "http://www.musicweb-international.com/classRev/2006/Nov06/Arnold_Concertos_4765343.htm"

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Hallo andréjo!

      andréjo schrieb:

      Ich freue mich über zwoelftonapostels Rückmeldung! Hörst Du die Einspielung mit Penny, die mit Gamba oder kennst Du beide beziehungsweise noch (eine) andere?


      Also ich höre im Moment gerade die Penny-Einspielungen auf Naxos. Habe bei Spotify nachgesehen, die haben auch noch die Hickox'schen Einspielungen dort - werde mir die ebenfalls vergleichsweise mal anhören.

      Vor allem bin ich mit den ersten beiden Symphonien noch nicht so richtig warm geworden - vielleicht ändert sich das noch bei Hickox ;+)

      Liebe Grüße

      Peter :wink:
    • Die Chandos Aufnahmen der Sinfonien sind definitiv besser als die von Naxos (sowohl klanglich als auch interpretatorisch). Am besten aber ist die Gesamtaufnahme von Vernon Handley (DECCA vormals Conifer) ! Leider momentan nur als Download erhältlich :( (bei Qobuz) !
    • Die Chandos Aufnahmen der Sinfonien sind definitiv besser als die von Naxos (sowohl klanglich als auch interpretatorisch)
      Warum? Was macht für Dich der Unterschied aus? Das Wort "definitiv" ist schon ziemlich gewagt, finde ich. Da solltest Du schon einmal mehr dazu schreiben und entsprechend erklären, danke.

      Am besten aber ist die Gesamtaufnahme von Vernon Handley (DECCA vormals Conifer)
      Noch so eine in den Raum geworfene Aussage, die ich gerne begründet hätte. Die Sinfonien Nr.1-5 & 7-8 sind preisgünstig über einen Amazon-Händler zu erwerben, so ist es nicht. Ich kenne sie aber nicht. Das zweite Bild fehlt, doch man kann es einfach finden bei Amazon.

      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Hickox / Gamba

      Einerseits möchte ich die Gelegenheit nutzen diesen Interessanten Thread nach vorne zu holen um auf die spannende und für meinen Geschmack absolut lohnde Musik von M.Arnold des 20.Jhd zu erinnern. Andererseits soll die Erinnerung auch den Höranstoß geben Malcolm Arnolds Wrke wieder einmal aufzulegen.

      Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir in diesem Thread eine interessante Diskussion über verschiedene GA der Arnold-Sinfonien und die jewweiligen Vor- und Nachteile dieser Aufnahmen. Oft habe ich noch in die vorliegenden Aufnahmen mit Hickox und Penny reingehört ... immer zugunsten der Chandos - GA.
      Inzwischen habe ich mich vor kurzer Zeit entschieden meine Sinfonien - GA mit Penny (NAXOS) abzugeben, da ich die GA mit Hickox/Gamba / BBC Philharmonic Orchestra (CHAndos) in jeder Beziehung vorziehe, was Spannung, Interpretation, Klangqualität, Detailschärfe angeht. Und was für mich auch immer wichtig ist - ^^ Hickox hat mehr "Schmackes" zu bieten.

      :| Was soll ich da noch Penny hören - immer mit dem Wissen das Hickox (bei den Sinfonien Nr.1 - 6) und Gamba (bei den Sinfonien Nr. 7 - 9) einfach vorzuziehen sind ? So habe ich die Naxosen "Frisch entsorgt", weil das inzwischen totes Kapital für mich wäre. Damit möchte ich nichts gegen die Penny - GA sagen, das war ein guter Einstieg ...


      Chandos, 1994 - 2001, DDD
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Zur Zeit lese ich eine Biographie des Komponisten. Deshalb höre ich auch viel Arnold, gerade eben gestreamt, die 7. mit Martin Yates. Die Aufnahme unter Vernon Handley habe ich aber als noch besser in Erinnerung. Die im Vorbeitrag gezeigte Box muss ich mir wohl noch ordern, da ich die Handleyaufnahmen der Symphonien nur zur Hälfte besitze, von den Konzerten ganz zu schweigen. Die Gambaaufnahmen von 7-9 werde ich wohl auch noch ordern, die Hickoxaufnahmen habe ich.

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41ZVhZZqe6L._SX373_BO1,204,203,200_.jpg]
    • Inzwischen habe ich auch die Symphonien 3 und 4 unter Handley bekommen, jetzt fehlt aus dieser Serie nur noch Nr. 9 (ist schon unterwegs zu mir). Ich habe nach dem Anhören der vorliegenden erstklassigen Aufnahmen beschlossen, das mir die Handley Einspielung als GA reicht. Einige Folgen aus der Hickox/Gamba- und Penny-Reihe ergänzen das, aber da muss ich doch nicht alle haben.

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/4123CS4PVDL.jpg]
    • Die Streichquartette von Malcolm Arnold sind kaum bekannt, dabei hat er auch hier durchaus Hörenswertes hinterlassen.
      Das 1. Streichquartett entstand im Umfeld der 1. Symphonie 1949 und wurde im darauffolgenden Jahr vom New London String Quartet bei BBC III uraufgeführt. Für damalige Ohren sicher das Neueste vom Neuen an moderner Musik, waren ja zu dem Zeitpunkt auch die Quartette von Bartok kaum bekannt. An selbige erinnert das Quartett vo Arnold durchaus, manche Passagen auch an Schostakowitsch, was aber sicher ein Zufall ist, denn dessen Quartette dürften zu dem Zeitpunkt in GB noch völlig unbekannt gewesen sein. Vier Sätze, die Tonsprache eher düster, erst im letzten Satz wird es etwas munterer. Der zweite stark motorisch, der dritte langsame der längste und düsterste. Es war die Zeit des kalten Krieges und der Option des kompletten Auslöschens der Menschheit durch einen Atomkrieg und das hat Arnold sicher mit geprägt.
      Die Aufnahme des Quartetts um Primaria Fiona McCapra war 1992 die erste, später folgte noch das Maggini Quartett. Beide werden der Musik voll gerecht. Vom McCapra Quartett scheint dies die einzig existierende Aufnahme zu sein.