HOLST, Gustav: The Planets op 32

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    • Hallo Joasquin,

      ich nenne ja mittlerweile über 60 Aufnahmen der Planeten mein Eigen und Du hast Recht: Mehta's erste Aufnahme mit dem LAPO ist in beiderlei Hinsicht eine der besten!

      Die spätere mit dem NYPO ist allerdings kaum schlechter.
      Mit herzlichen Grüßen

      Mercurio
    • Lionel schrieb:

      Da gibt es eine Bearbeitung für Orgel von dem Organisten und Cembalisten Peter Sykes.
      Habe interessehalber mal nachgeschaut ... die Noten sind für € 85,50 zu haben:
      stretta-music.com/holst-sykes-…e-planeten-nr-265984.html

      Die Taschenpartitur war deutlich günstiger ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)
    • Felix Meritis schrieb:

      wohl zu 80% dem "Mars" geschuldet
      Damit sprichst du, lieber Felix, etwas an, was ich beim gestrigen Hören des Werks erneut empfunden habe: ein sehr starkes Qualitätsgefälle zwischen den Teilen der Suite. Der Mars ist der einsame Superstar. Kennengelernt habe ich "ihn" übrigens tatsächlich bei einer Hifi-Messe. Die HGP Corda (meine ich) wurde vorgestellt, lange her. Ein Super-Lautsprecher, mit dem die Musik gewaltig, bass-stark und doch präzise klang (mit meinem Heim-Lautsprecher klang das Werk leider deutlich schlechter, Studentenbudget).

      Der Mars funktioniert ähnlich wie der Bolero: Eine nahezu durchgängige, prägnante, aber doch gar nicht so einfache Rhythmus-Figur, dazu Crescendi mit ordentlich Wums. Toll beim ersten Hören. Dann reicht es aber auch erst einmal.

      Gestern fand ich den Saturn noch hörenswert, habe ich mich bei den meistern Teilen aber gelangweilt. Dass dann auch noch Glocken erklangen, brachte mich beinahe zum fremdschämen. Am Ende ein Chor, wie bei Beethovens Neunter. Hybris?

      Mir fiel Smetanas Vaterland ein. Auch das ein Werk mit mehreren Teilen (noch selbstständigeren), von denen einer die anderen erdrückt.
    • Die, die meine Vorliebe für dieses Werk kennen, werden schon erwartet haben, dass ich das nicht so stehen lassen kann!

      Die gesamte Suite ist so abwechslungsreich, vielschichtig und originell, dass die Beschränkung auf den zugegebenermaßen hervorstechenden Mars einfach unzutreffend ist. Für mich zeigt sich z.B. immer am scheinbar federleichten, spielerischen Merkur die Spielkultur eines Orchesters. Der Jupiter beinhaltet (so etwa ab 3'45) eine der wenn nicht die schönste Melodie, die ich in der klassischen Musik überhaupt kenne. Saturn, "the bringer of old age" und Uranus, "the magican", setzen die Umschreibung ihrer Eigenschaften m.E. genial musikalisch um. Lediglich Venus und Neptun finde auch ich etwas weniger prägnant und daher auch weniger "aufregend".

      Einfach mal 50 - 60 Aufnahmen des Werkes kaufen (ich habe 59...) und durchhören - und schon offenbaren sich dessen Qualitäten jedem geneigten Hörer... :D :D :D
      Mit herzlichen Grüßen

      Mercurio