Igor Levit (geb. 1987) - ein zukünftiger Jahrhundertpianist?

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    • Eben habe ich ein Interview mit Igor Levit gefunden:

      "http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/igor-levit-im-gespraech-aufstehen-fertig-das-leben-geht-weiter-13860904.html"
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Hallo zusammen,

      die ersten Fragen scheinen auf Aussagen eines 'Beethoven für Dummies'-Buches zu bestehen, aber Levits Antworten sind durchaus lesenswert, finde ich:

      http://www.zeit.de/2016/22/igor-levit-pianist-jubilaeum-ludwig-van-beethoven-klaviersonaten/komplettansicht

      Gruß Benno
    • Giovanni di Tolon schrieb:

      die ersten Fragen scheinen auf Aussagen eines 'Beethoven für Dummies'-Buches zu bestehen, aber Levits Antworten sind durchaus lesenswert, finde ich:
      Finde ich auch. Vor allem hat mir gefallen, dass er nicht (wie so mancher Jungstar) altkluge Weisheiten über Beethoven von sich gibt und auch nicht andere Interpreten schlecht macht, um sich selbst um so strahlender leuchten zu lassen, sondern eher sein ungebrochenes Staunen ausdrückt über die Größe dieser Werke. Und besonders schön fand ich dieses Zitat.

      Mir sind auch solche Begriffe wie "der Interpret, ein Diener des Komponisten" fremd. Ich finde, niemand sollte je irgendjemandem dienen, auf keiner Ebene. "Ich spiele das, was Beethoven schreibt", das ist so ungefähr der hohlste Satz, den es gibt.
      Recht hat er.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      "Ich spiele das, was Beethoven schreibt", das ist so ungefähr der hohlste Satz, den es gibt.
      Recht hat er.
      so sagt das wer? - klingt auch nicht unbedingt hohler als die Beschwörungen der "großen Künstlerpersönlichkeiten" :D
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      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Sony Classical hat das nächste Igor Levit-Album angekündigt. Das Programm ist superspannend. Was mich besonders beeindruckt: Levit hat "Peace piece" von Bill Evans an den Abschluss seines Programms gestellt. Mit "Peace piece" begann 1977 meine Liebe zur Musik von Bill Evans. Bill Evans war meiner Meinung nach - neben Swjatoslaw Richter, Emil Gilels und Vladimir Horowitz, versteht sich - der größte Pianist des 20. Jahrhunderts.

      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • Cherubino schrieb:

      und war erschrocken über diese Musik und darüber, wie sie hier gespielt wird. Das ist ein Wunder, schoss mir durch den Kopf, einfach nur ein Wunder.

      Ihr mögt das jetzt ziemlich pathetisch finden und all das erhebt, ich habe es am Anfang schon gesagt, keinen Anspruch auf intersubjektive Übertragbarkeit. Aber wenn ein Pianist es schafft, mich so, neudeutsch gesagt, zu "flashen", wenn er so etwas in mir auslöst, dann ist mir völlig egal, was (professionelle) Kritiker über ihn schreiben und ob er ein zukünftiger Jahrhundertpianist ist.
      Tja

      Also

      Ich auch!

      Die von Music Lover gezeigte Life-CD läuft momentan das erste Mal und ich hörte soeben den ersten Track: Busoni, Fantasie nach Bach, BV 253. Ich kannte das Werk bisher nicht, kann also nicht mit anderen Aufnahmen vergleichen. Ist mir aber im Sinne von Cherubino völlig egal, wie andere das gespielt haben, denn: Levit erzeugt mit seinem Spiel eine Atmosphäre und Tiefe, dass ich ebenfalls total geflasht bin. Mal sehen, was noch kommt