Igor Levit (geb. 1987) - ein zukünftiger Jahrhundertpianist?

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      Inzwischen reagierte auch Gunnar Menkens in einem kostenpflichtigen (=> bloß kurzes Zitat daraus möglich ) Beitrag (HAZ) auf Helmut Maurós SZ-Verbal-Erguss. Sein Fazit:
      ... in rechten Kreisen heißt es gerne, in Deutschland dürfe man nicht alles sagen. Dieser Text [von Helmut Mauró] beweist das Gegenteil. Man darf sogar nahelegen, dass Igor Levit, das Opfer antisemitischer Attacken, besser die Klappe halten sollte. Die Täter entkommen derweil...
      HAZ, 20.10.20
      haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…t-Igor-Levit-eine-Blamage
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
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      und, erstaunlich, erstaunlich, Manuel Brug kann auch abgewogen-informiert über Klassik schreiben:

      welt.de/kultur/article21815857…hlichtweg-nicht-fair.html

      erlebt man ja sonst nicht so oft von ihm ...

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
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      Hudebux schrieb:

      Ich teile die Meinung, die Brugg im Artikel vertritt.
      Ich bin für Brugs Artikel dankbar.

      Die Formulierung Levits mit dem "verwirkten Menschsein" fand ich aufgrund meines falschen Verständnisses völlig daneben. (Was freilich in keinster Weise die Drohungen gegen ihn legitimiert.)

      Brug hat das ja aufgeklärt:
      „A Mensch“ ist Jiddisch und meint emphatisch, eben human zu sein.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
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      Mauerblümchen schrieb:

      Die Formulierung Levits mit dem "verwirkten Menschsein" fand ich aufgrund meines falschen Verständnisses völlig daneben. (...)

      Brug hat das ja aufgeklärt:
      „A Mensch“ ist Jiddisch und meint emphatisch, eben human zu sein.

      Das erinnert mich jetzt daran, dass zu Ernst Happels Zeiten mal ein HSV-Spieler den Schiedsrichter mit den Worten "Du Wichser!" angeschrien hat und dafür vor das DFB-Sportgericht kam. Dort argumentierte sein Rechtsanwalt, dass der Spieler ja einen österreichischen Trainer habe, in dessen Heimat mit dem Wort "Wichser" der durchaus ehrbare Beruf des Schuhputzers bezeichnet werde. Deshalb habe der Spieler das keineswegs beleidigend gemeint.

      Auf in etwa diesem Niveau befindet sich die "Aufklärung", die Manuel Brug hier betreibt.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
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      music lover schrieb:

      Auf in etwa diesem Niveau befindet sich die "Aufklärung", die Manuel Brug hier betreibt.
      Freilich gibt es im Konzert der Meinungen immer auch Urteile verschiedener Reifegrade, fürwahr.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
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      Vor einem Jahr hieß es hier:

      Dominik schrieb:

      Übrigens ist in der aktuellen ZEIT vom 18. September ein sehr lesenswerter Artikel über Levit (im Dossier), der gerade auch die Schwierigkeit thematisiert, als herausragender Künstler klare politische Positionen zu beziehen und sich im Getriebe der Musikindustrie als politischer Künstler zu verstehen.
      Nun kam es andersherum, und ein Kritiker (Mauro) meinte, dass die klare politische Position Teil der Vermarktung sei und eine unverdiente staatliche Auszeichnung mit sich gebracht hätte. Man sollte froh sein, dass sehr unterschiedliche Standpunkte in der Presse zu finden sind, sonst wäre wohl etwas faul.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
      playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)
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      Hudebux schrieb:

      Ich teile die Meinung, die Brugg im Artikel vertritt. Interessant aber, dass 80% der Leser mit dem Daumen nach unten votieren.
      Das war zu erwarten. Das sind nicht unbedingt die Leser - sondern diejenigen, die sich für die Kommentarfunktion angemeldet haben. Es scheint seit Jahren so, als sei das ein Tummelplatz für die Anhänger aus der ganz rechten Ecke.
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      putto schrieb:

      Nun kam es andersherum, und ein Kritiker (Mauro) meinte, dass die klare politische Position Teil der Vermarktung sei
      Gibt es dafür irgendwelche Beweise (Aussagen Levits oder schriftliche Indizien), die das nahelegen, oder handelt es sich einfach um unbegründete Unterstellungen? Rufmord ist meines Wissens vom Recht auf freie Meinungsäußerung nur bedingt gedeckt.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
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      Felix Meritis schrieb:

      putto schrieb:

      Nun kam es andersherum, und ein Kritiker (Mauro) meinte, dass die klare politische Position Teil der Vermarktung sei
      Gibt es dafür irgendwelche Beweise (Aussagen Levits oder schriftliche Indizien), die das nahelegen, oder handelt es sich einfach um unbegründete Unterstellungen? Rufmord ist meines Wissens vom Recht auf freie Meinungsäußerung nur bedingt gedeckt.
      Interessant, das als "Rufmord" einzuschätzen, auf die Idee wäre ich nie gekommen. Ist jede schlechte Kritik Rufmord?
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      Felix Meritis schrieb:

      Jemandem zu unterstellen, er würde eine politische Position nur vetreten, um abzucashen, ist Musikkritik? Ohne Belege ist das für mich üble Nachrede.
      Wir haben eh so viele Juristen hier. Ich kann mir das nicht vorstellen. Der Internetauftritt zählt höchstwahrscheinlich zur PR. Wenn er über Künstlertum und politisches Agieren sinniert, stellt er die Verbindung aktiv her (also die von der Politik zum Künstlertum, und von dort kommt man von selbst zur PR).

      Übrigens ist die Unterstellung, die Du Mauro unterstellst, auch nicht das, was ich geschrieben hatte.
      :)
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      Es geht hier vermutlich eher um Aufmerksamkeitsökonomie als um Ökonomie i.e.S. Lichtenberg hat noch über die gespottet, die die Tinte nicht halten können, aber im Twitterzeitalter ist diese Art Inkontinenz der Normalfall geworden.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
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      @Unterstellungsunterstellung:
      Also zur Verdeutlichung: Ein schöner Künstler ist nicht nur schön, um abzucachen, sondern er nutzt seine Schönheit, um abzucachen.
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      Felix Meritis schrieb:

      Rufmord ist meines Wissens vom Recht auf freie Meinungsäußerung nur bedingt gedeckt.
      Rufmord ist kein Straftatbestand. Meinst du vielleicht :

      Felix Meritis schrieb:

      Ohne Belege ist das für mich üble Nachrede
      Schau dir dazu bitte den § 186 StGB an und prüfe , ob die Straftatsbestandsmerkmale vorliegen . (Gilt für Deutschland ) . Und Vorsicht mit den Begriffen , sonst geht es durcheinander , und keiner hat gemeint , was er geschrieben hat .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"