Eigenes von allen für alle - Jeder herzlich eingeladen!!!

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    • Lieber andrejo,
      :bow:

      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Schnee

      Unmerklich fast und über Nacht
      gab sich die Welt ein neues Kleid,
      und als ich heute aufgewacht,
      war alles rundum tief verschneit.

      Ich blick zurück im Jahreskreis,
      denk an der Rosenblüte Strahlen,
      nun ist sie starr in Schnee und Eis.
      Und ihre Blätter sind gefallen.

      Doch werd in mir ich immer tragen
      den Duft, mit dem sie mich geküsst –
      und auch an kalten Wintertagen
      enthüllt sie mir das, was sie ist.
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Amfortas09 schrieb:

      oper337 schrieb:

      Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten - dann ist Winter wollen wir wetten.
      darauf die Antwort eines Winterhassers:

      Wenn Schnee + Eis zum dreckigen Matsch sich modelt,
      beizeiten wird Winter endlich weggehobelt. :thumbsup:
      Wenn draußen milde Lüfte weh´n,
      die Kirsche blüht---und Krokusse sind auch zu seh´n.
      Wenn´s regnet und nicht schneit---
      Das ist die deutsche Weihnachtszeit!

      Wenn draußen kalte Lüfte weh´n,
      wenn dunkle Wolken vor der Sonne stehn.
      Wenn´s nicht regnet, dafür schneit---
      Das ist die deutsche Osterzeit!


      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • KALEVALA schrieb:

      Wenn draußen milde Lüfte weh´n,
      die Kirsche blüht---und Krokusse sind auch zu seh´n.
      Wenn´s regnet und nicht schneit---
      Das ist die deutsche Weihnachtszeit!

      Wenn draußen kalte Lüfte weh´n,
      wenn dunkle Wolken vor der Sonne stehn.
      Wenn´s nicht regnet, dafür schneit---
      Das ist die deutsche Osterzeit!
      Was beschwörst du wohlfeil karger Kälte ätzend Glühn
      In Unzeiten ? Sieh, im Frühling Krokus, Scilla, Tulipa morgendlich erblühn.
      Tau und Pfütze sich zum tückschen Eise spiegelnd glättet,
      dem Jogger arg den Arsch versohlt und blutig seine Fresse plättet.

      Mancher Hertha-Fan erfleht am Buli-Samstag (15:30) Schnee und stürmisches Erkalten:
      Witterungseingriff möge Jarsteins Gebälk auswärts von Bayerntreffern frei, also 0 : x erhalten.
      Wär’ redlicherer Gewinst dem Fußballgott nicht inniges Vertrauen
      In Pal Dardais Taktik. Und auf Kalous und Lustis Spielwitz fürderhin zu bauen ?

      Gleißende Eisdünen, die das Oly und den Ku`Damm öd beschweren
      Sind von Übel. Kolchis schwindendes Entblühn Augen sanfter schonen.
      lass milden Herbst/Frühling nicht unzeitig in klirrend Kälte kehren.
      Gerät zur eklen Unbill fiesen Eises dumpfes Drohen.

      Erwäge also triftig im Kokon gehüllter warmer Warte:
      Dem Frost + Winter sei geweiht des Schiris rote Karte ! ;+)
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      KALEVALA schrieb:

      Wenn draußen milde Lüfte weh´n,
      die Kirsche blüht---und Krokusse sind auch zu seh´n.
      Wenn´s regnet und nicht schneit---
      Das ist die deutsche Weihnachtszeit!

      Wenn draußen kalte Lüfte weh´n,
      wenn dunkle Wolken vor der Sonne stehn.
      Wenn´s nicht regnet, dafür schneit---
      Das ist die deutsche Osterzeit!
      Was beschwörst du wohlfeil karger Kälte ätzend Glühn
      In Unzeiten ? Sieh, im Frühling Krokus, Scilla, Tulipa morgendlich erblühn.
      Tau und Pfütze sich zum tückschen Eise spiegelnd glättet,
      dem Jogger arg den Arsch versohlt und blutig seine Fresse plättet.

      Mancher Hertha-Fan erfleht am Buli-Samstag (15:30) Schnee und stürmisches Erkalten:
      Witterungseingriff möge Jarsteins Gebälk auswärts von Bayerntreffern frei, also 0 : x erhalten.
      Wär’ redlicherer Gewinst dem Fußballgott nicht inniges Vertrauen
      In Pal Dardais Taktik. Und auf Kalous und Lustis Spielwitz fürderhin zu bauen ?

      Gleißende Eisdünen, die das Oly und den Ku`Damm öd beschweren
      Sind von Übel. Kolchis schwindendes Entblühn Augen sanfter schonen.
      lass milden Herbst/Frühling nicht unzeitig in klirrend Kälte kehren.
      Gerät zur eklen Unbill fiesen Eises dumpfes Drohen.

      Erwäge also triftig im Kokon gehüllter warmer Warte:
      Dem Frost + Winter sei geweiht des Schiris rote Karte ! ;+)
      Sehr schön, kann ich nicht überbieten...aber ich versuche mich trotzdem mal...!

      Magst lachen man, no no, es ist kein Witz,
      klingt sehr nach Wagner gepaart mit griechischer Tragödie---was Du da ausgeschwitzt!
      Doch gilt das Lachen als probates Mittel,
      es hilft bei Kälte wie ein warmer Kittel.
      Den grimmig Frost, den hält kein Schiri auf,
      kein Schamane, kein Gebetsgebrummel bremst sein´natürlich Lauf.
      Ob Jogger lustig durcheinander purzeln,
      mag Glätte selbst den stärksten Fußgänger entwurzeln,
      und Fahrradfahrer üben nicht sich bis zum Frühjahr in Geduld---
      fall´n auf den Podex...selber schuld!
      Doch friert´s Dich zu sehr in des Klingsors Zaubergarten,
      auf´s nächste Frühjahr muss man meist nicht ewig warten,
      denn es bleibt ein ehernes Gesetz,
      dass der Frühling den Winter ersetzt
      Und ist der Winter irgendwann vorbei,
      ist vergang´nes Jammern einerlei.
      Und außerhalb von Mutter Erde,
      schert´s eh kein Aas----ob´s Sommer oder Winter werde! ;+)




      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • KALEVALA schrieb:

      Magst lachen man, no no, es ist kein Witz,
      klingt sehr nach Wagner gepaart mit griechischer Tragödie---was Du da ausgeschwitzt!
      Wer eine Tragödie überlebt hat, ist nicht ihr Held gewesen
      Lec
      ... Diese Musik .....schwitzt nicht....auch dies Werk erlöst; nicht Wagner allein ist ein »Erlöser.
      Nietzsche, Der Fall Wagner
      ....wenn ich es versuch',
      schwitz' ich Wasser und Blut ....,

      Rudolf Wijbrand Kesselaar

      „www.youtube.com/watch?v=__pll7gNU0Q“
      Wie trefflich spürt Dein heller Sinn, der deine Worte schön gewürzt,
      Welch ferne Musengunst manch Zeile treu bezirzt
      Den Klingsorzaubergarten. Doch Schamanen-Narrentum gilt Gunst,
      Nicht gesparten Joggerlauf. Ich preise Endlosschleife aus "wütender Wünsche" (~ Zitat: Wotan) Kunst.

      Denn bedenke, warum sollen wir hart Naturgesetze ehren feig-beflissen:
      Wir, kühlgepeitscht im Herbst. Glühwein/Grog tut Not am Herde,
      Am Ende viel zu kurz bloß Special-Guest auf blüten-grüner Erde,
      Am Ende jäh ins Dunkel kloaken-adäquatisch ausgeschissen.

      So verpiss dich Frost/Kälte/Kühle ! Trolle dich in Tiefkühltruhe
      Gefüllt mit Eiswürfel, Rosenschnaps, Korn + Linie Aquavit
      Gepaart von Fasan, Rehkeule und Platik-Tüten-Gelb-Pommes-Frites.
      Doch erwünscht für Air Condition, in Leichenhallen + klaftertiefer Rotweinlagerruhe.

      Halt im Winter fern dich vom Jogger auf Trimm-Dich-Pfaden, morschen Hütten.
      Willkommen im Bier: gechillter wir zur ARD-Sportschau in uns schütten.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Zitat
      ....wenn ich es versuch',
      schwitz' ich Wasser und Blut ....,
      Rudolf Wijbrand Kesselaar

      „www.youtube.com/watch?v=__pll7gNU0Q“
      Mir fehlt Talent, wie das von Busch, schon gar von Goethe---
      so könnt´ s passier´n, das meine Reime---statt zu zu unterhalten, des einen oder and´ren Nerven töte
      und Gernhardt, den ich sehr bewunder---hielte mein Zeugs ganz sicher nur für Plunder!
      Erwarte ich doch nicht, das einer sich voll Begeist´rung kringelt---
      Reim komm raus, du bist umzingelt.
      Auch geht mir Anspruch gänzlich ab,
      wird wohl so bleiben---bis in´s kühle Grab.

      Für Büttenreden und dergleichen,
      tät´s vielleicht noch gerade reichen
      Müsst´ ich von leben---müsst ich wohl hungern
      in Einkaufsmeilen, um milde Gaben bittend, lungern.
      Aber gibt´s doch eins worüber ich mich freue---
      ´s tut niemand weh, drum keine Reue---
      Ich werf´ja nur,
      nicht vorhand´ne Perlen---vor nicht vorhand´ne Säue
      ;+)



      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Allergie

      Selbst im schwachen, nebelverhangenen Schein der Straßenlaterne
      leuchtet das schmutzige Gelb der Hasel von fern durch das Fenster,
      lüsterne spermatophore Kaskade,
      wie ein Fanal...

      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Mein Bad Kissingen
      > Fünf Haikus <

      Von Süd nach Nord
      Juppheidi Sechs Sechs
      Der Mörder von Königgrätz
      Steht eisig wie je

      Fußgängerzone
      Apothekendienst
      Schleim Stur Kalt Politesse
      Is Immer So G´wen

      Max Littmann Saal
      Nimmer hörst du sie
      Die unerhörten Klänge
      Soldaten sind geil

      BK Kids
      Eklig aber auch
      Beton pur bis zum Wegsehn
      Drauf drei Graffiti

      Touristenbelustigung
      Bekümmert sie nicht
      Qualen der Leibeigenschaft
      Sissi wie sie lügt

      :D

      Fleiß ist gefährlich (Henning Venske "Inventur") Majo ist ätzend (Gus van Sant "Paranoid Park") Hollywood ist ein Witz (Aki Kaurismäki)
    • Auf Anna Louisa Karsch

      Gleich Sappho lagen ihr vordem
      die Knittelverse sehr bequem.
      Als "Karschin" war sie wohlbekannt
      und spaltete das ganze Land:
      Verehrer hielten ihr die Stange
      und ihrem ehrlich-schlichten Sange.
      Doch die Telchinen klagten sehr,
      dass sie kein Prometheus wär'.
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Eine kleine Weihnachtsgeschichte

      Neu

      Da Weihnachten ja allmählich näher rückt, hier eine kleine Geschichtse, die ich vor Jahren mal geschrieben habe:

      Die Weihnacht der Tiere

      Bei den Tieren im Wald herrschte höchste Aufregung. Weihnachten stand vor der Tür, und zum ersten Mal - ja, zum ersten Mal hatten die Tiere ihren eigenen Weihnachtsbaum!

      Auf die Idee gebracht hatte sie der Steinkauz Willibald, der seine Tage im Gebälk der alten Dorfkirche verschlief. Unmittelbar vor der Kirche stand ein großer Weihnachtsbaum, den er zwangsläufig erblicken musste wenn er des Nachts auf Beute flog. Und als er den anderen Tieren in seiner wichtigtuerischen und ein wenig umständlichen Art von diesem strahlenden Wunder der Menschen erzählte, da ward so manchem Tier ganz sonderbar zumute.

      Natürlich war es Anna gewesen, die freche Spitzmaus, die keck behauptet hatte: “Pah! Das können wir auch”! Die anderen Tiere waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee. “Ja, lasst uns einen Weihnachtsbaum errichten wie die Menschen, und Heiligabend steigt die große Feier” rief der Buntspecht Isidor aus, der für Festivitäten aller Art eine große Vorliebe hatte und für einen würzigen Trunk Löwenzahnwein schon oft seine Frau Isabella mit ihren drei Kindern allein zuhause gelassen hatte, was ihm bei den anderen Tieren den Spitznamen “Schluckspecht” eingetragen hatte. “Eine Feier zum höheren Ruhme Gottes, ausgerichtet von den Geschöpfen, die wirklich seinen Willen befolgen” versetzte der fromme Maulwurf Theodor, wobei er sich scheu bekreuzigte. Und da gackerte, pfiff, gurrte, zwitscherte, keckerte und knurrte es auf einmal wild durcheinander, als alle Tiere gleichzeitig ihre Vorschläge zu Gehör bringen wollten. Nur die drei Fledermausschwestern Esmeralda, Miranda und Violetta zeigten sich unberührt, aber Fledermäuse sehen ja auch mit den Ohren, da lässt sie so ein Lichterspektakel kalt.

      Die Tiere machten für die Zeit bis zum Fest einen Waffenstillstand aus, so dass niemand sich vor seinen natürlichen Fressfeinden fürchten musste. Es wurde ein Kommitee gebildet, das die Organisation des Festes übernehmen sollte und aus dem Rehbock Rudolf, dem Iltis Igor, dem Wiedehopf Martin, dem Dachs Gregor und dem Raben Heinrich bestand. Als Weihnachtsbaum wurde eine große Tanne ausgewählt, die einsam auf einer Waldlichtung stand. Die Hamster und Eichhörnchen plünderten ihre Vorratslager, um den Baum mit Nüssen, Eicheln und Bucheckern zu schmücken. Die Elstern stahlen noch mehr glitzernde Dinge als gewöhnlich, was der fromme Maulwurf zunächst gar nicht gutheißen wollte, doch dann befand er, dass der Zweck die Mittel heilige und dass Gottes Wege unerforschlich seien, wobei er sich erneut bekreuzigte. Der Dachs Gregor zupfte sich ein paar Strähnen silbrige Unterwolle aus, die ein hervorragendes Lametta abgaben.

      Nur der Fuchs Freddy fiel etwas unangenehm auf, als er den Baum mit den Körpern einiger erbeuteter Mäuse dekorieren wollte, wogegen die überlebenden Mäuse sich auf das Schärfste verwahrten. Doch wurde es ihm schließlich gestattet, ein paar Flaumfedern einzubringen, die vom letzten Gänseschmaus übrig geblieben waren. Der Protest der Gänse wurde abgeschmettert mit der Begründung, dass er die Federn irgendwo gefunden haben konnte. Dies war, da natürlich jedem Tier die Herkunft dieser Federn völlig klar war, ein eindeutiges Zugeständnis an den Fuchs. Das Kommitee hatte halt doch zuviel Angst, dass er in seiner Verärgerung den Waffenstillstand aufkündigen könnte. Mit dem Aufhängen des Schmucks wurden die Eichhörnchen beauftragt, weil sie in dem Baum herumklettern konnten und die geschicktesten Hände hatten. Und die Beleuchtung...

      Der alte Förster Franz taumelte am Heiligen Abend in die kleine Dorfschenke hinein und rief dem Wirt schon vom Eingang aus zu: “Einen Klaren, aber einen Doppelten”! Nachdem er seinen Schnaps heruntergekippt hatte drehte er sich zu den anderen Gästen um und sagte:

      “Also, ich geh' ja jetzt schon seit vierzig Jahren in den Wald, aber so was habe ich noch nie gesehen. Ich komm' da bei der alten Wettertanne vorbei und denk' ich she' nicht richtig! Da sitzen Hunderte von Tieren um die Tanne herum - Kaninchen, Füchse, Wildschweine, Eulen, Marder, wirklich alles vertreten. Und in der Tanne – Hunderte von Glühwürmchen! Mitten im Winter! Es sah ganz so aus als würden die Tiere Weihnachten feiern. Noch einen Doppelten”!

      Und während der Wirt dem Föster seinen Doppelten einschenkte und die übrigen Gäste sich vielsagend mit dem Zeigefinger an die Stirn tippten beendete der Maulwurf Theodor gerade seine Weihnachtsansprache mit den Worten “Frohe Weihnachten”!
    • Klassisch-antikes Liebesgedicht

      Neu

      Klassisch antikes Liebesgedicht

      Du bist meine Achillesferse, seit du
      Mich gewannst mit deinem Sirenengesang.
      Ich bewache dich mit Argusaugen.
      Es ist eine Sysiphusarbeit, bei der
      Ich völlig den Ariadnefaden verliere.
      Ich steige einsam in mein Prokrustesbett,
      Bist du nicht da, und Tantalusqualen
      Erleid' ich dann in meinem Nessoshemd.
      Das Medusenhaupt der Eifersucht erhebt sich,
      Bringst du mir ein Danaergeschenk.
      Damit öffnest du die Pandorabüchse.
      Ich wüte dann in meinem Achilleszorn
      Und schreie laut mit meiner Stentorstimme:
      "Ich werde diesen Augiasstall ausmisten"!
      Und du vergießt dann Niobstränen
      Bei unserem Titanenkampf.
      Und alles wegen deiner Hesperidenäpfel
      Und wegen deines goldenen Vlies
      Und wegen meiner Säule des Herakles.
    • Die Priesterin der Gäa

      Neu

      Die Priesterin der Gäa

      Sie stand bei einem heil’gen Born
      In wallenden Gewändern.
      Ihr Haupt war völlig kahlgeschor’n
      Sie hielt ein großes Muschelhorn,
      Sie blies darauf der Erde Zorn
      Und konnte doch nichts ändern.

      Sie blies ein Lied von Untergang
      Und schleichender Zerstörung.
      Sie blies es viele Stunden lang,
      Jedoch des Muschelhornes Klang,
      In dem urzeit'ge Trauer schwang,
      Fand keinerlei Erhörung.

      Sie hatte lange nicht geglaubt
      An dieser Welt Verderben.
      Dann ward der Wald des Laubs beraubt,
      So kahl beinahe wie ihr Haupt,
      Und was die Bäume so entlaubt,
      Das war das Wäldersterben.

      Es dämmerte der Abend schon,
      Die Nacht, sie rückte näher.
      Verklungen war des Hornes Ton,
      Verweht im Wind sein leeres Droh’n,
      Da hatte sie eine Vision
      Der Göttermutter Gäa.

      Die Göttermutter Gäa sprach:
      „Ach, dass ich so geschändet!
      Womit verdien‘ ich diese Schmach,
      Womit dies große Ungemach?
      Fast liegt die ganze Erde brach!
      Wer weiß, wo das noch endet?

      Vielleicht in hundert Jahren schon,
      Vielleicht sogar noch eher,
      Erhält die Menschheit ihren Lohn,
      Für meine Schmach und meine Fron“.
      Damit verblasste die Vision
      Der Priesterin der Gäa.

      Sie sehnte nach den Hügeln sich
      Des Sonnenlandes Äa.
      Dann, als das Tageslicht entwich
      Und in den heil’gen Hain sich schlich
      Die Nacht, da weinte bitterlich
      Die Priesterin der Gäa.