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    • Jaja, bevor etwas Kunst wird, kommt das Handwerk ... z.B. Tempus in Vers 3. (Vielleicht " entlaubt' "?)

      Schwierig genug, das so hinzubekommen. Aber befriedigender als Kreuzworträtsellösen!

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)
    • Benutzername schrieb:

      andréjo schrieb:

      Hallo, Francesco!

      :thumbup:

      Ich habe schon deutlich fragwürdigere Lyrik in bayrischen Abituraufgaben vorgefunden!

      :) Wolfgang
      :D Da würde mich ja mal ein Beispiel interessieren. :D
      Gut. Ein halb zu null für Dich, auch weil ich zu faul zum Suchen bin. Es wurde aber vergleichend zumindest bereits NS-Lyrik angeboten oder gequälter Hagedorn aus der dritten Reihe als Beispiel für echte Aufklärungsdichtung oder zeitgenössische Prosalyrik, die man wirklich ebenso gut oder besser gleich als Prosa anbieten hätte können. Wie gesagt: im Vergleich! Aber in jedem Falle finde ich Francescos beide Nummern doch ganz amüsant. Ob Guggenmos, Gernhardt, Ringelnatz und die Dadaisten immer so viel besser waren ... :/ ?

      :D :) Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Meine Gedichte folgen immer einem strengen Formprinzip, ein Charakteristikum das ich in moderner Lyrik oft vermisse. Die Zeilenvorschübe erscheinen mir bei vielen Autoren oft absolut willkürlich; man könnte sie genausogut woanders setzen oder gleich ganz weglassen.

      Gernhardt und Ringelnatz schätze ich sehr; sie sind jedoch keineswegs meine Vorbilder.

      Ich habe für "Die Priesterin der Gäa" bewusst eine klassizistische Sprache gewählt (Born, Schmach, Fron). Tatsächlich wähle ich grundsätzlich jedes Wort ganz gezielt aus, insbesondere in meinen Geschichten. Da wird oft lange gefeilt bevor ich endlich zufrieden bin.
    • Francesco schrieb:

      Mauerblümchen schrieb:

      Jaja, bevor etwas Kunst wird, kommt das Handwerk ... z.B. Tempus in Vers 3. (Vielleicht " entlaubt' "?)

      Schwierig genug, das so hinzubekommen. Aber befriedigender als Kreuzworträtsellösen!

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Entlaubt" ist hier natürlich poetische Verkürzung von "entlaubt hat".
      Das nennt man "Ellipse". Oder so. Kannten schon die antiken Dingens- äh- Rhetoriker... Kannten auch Archaismen (schon wieder eine Ellipse!), die hammse auch schon verwendet.

      audiamus schrieb:

      Francesco schrieb:

      Plusquamperfekt.
      Heißt der nicht Plumpaquatsch?
      Nee. Plampatsch. Wohnt immer auf der anderen Seite des Sees, in den Worlitzer Wäldern oder im Siebengiebelwald, je nach eigenem Wohnort. Und die Zotteln hat der Zwottel Zottelschratz. Kann man nachlesen in "Hörbe mit dem großen Hut". O.Preussler muß es schließlich wissen!
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Literatur im Zeichen des Virusdefekts wäre eine Option (für einen allerneuesten thread) ... die (also jetzt nicht das Geschreibsel an sich, sondern die Übertitelung!) viell. erst noch mal ein paar Nächte überschlafen werden sollte, da am Ende evtl. doch ein bisken zu geschmacklich verseucht...

      anyway erträumte sich mir vorvorigen Nachts folgende buddhistische Legende :alter1: >die allen gewöhnlich sterbenden nicht vollumfänglich verständlich sein dürfte, woran ich nun aber nichts ändern kann :) <

      " So habe ich gehört.

      Einstmals als die Eisenvögel sich stetig minderten und selbst die Trollplätze der noch zu Erweckenden verwaist darniederlagen, begab Tara sich in das nahe Nussbaumwäldchen von Holsterhausen, um ihre des Vortags versandete Metta Bhavana zur nahen Vollendung zu bringen.

      Zur Hälfte des Weges verweilte sie eine gemessene Zeit auf dem Friedhofsbänkchen von Ost-Rüttenscheid, wo sie in alsbald des Amitabha gewahrte, wie er sich in Stille und Behagen ein Haschischpflanzerl genehmigte.

      'Sach ma geehdd et noch???' hub Tara die ihre Metta Bhavana noch nicht vollkommen Vollendete der Lehre folgend zu sprechen an, worauf Amitabha einige Viertelmonde für nötig fand, um diesen seinen Geist (der eben in Regionen verweilte, die nur den Allüberwindern zugänglich sind) zu einer Antwort bereitet zu sehen.

      'Wie Sach ma geehdd et noch???' entgegnete sodann der Amitabha. 'Wir haben die größte Krisensituation seit Ende des zweiten Weltkrieges, und Duuh machssd einen auff pääpsstlicher alsse Paapssd! Nuh blaib ma logga, Kurze! Glaubsse nich hömma.....'

      Und Tara begab sich für eine gemessene Zeit unter den Erhabendsten der Birnblütenbäume nahe des Friedhofsbänkchens von Ost-Rüttenscheid, um die eben gehörten Worte des Amitabha den verschiedenen Stufen ihres Gewahrseins zuzuführen.

      Endlich schritt sie, nicht überzeugt, aber sich ihres ursprünglichen Vorhabens wieder erinnernd, im Schweigen dahin. "
      Durchhängen iss nich !!
      (Udo Lindenberg)