Musik für den Advent

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    • Musik für den Advent

      In einigen Tagen ist es soweit - am 01. Dezember 2013 beginnt das neue Kirchenjahr mit der Adventszeit. Dafür wurde sicherlich nicht weniger komponiert wie für die Weihnachtszeit. Mich würde interessieren, ob ihr konkret Adventsmusik hören werdet und was.

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      Ich gedenke mit Gregorianik zu starten:



      Die Schola der Benediktinerabtei Gerleve unter Pater Gottfried Meier OSB intoniert das Proprium für die ersten drei Adventssonntage (Introitus, Graduale, Alleluja, Offertorium und Communio). Sehr gut gesungen.

      Dann greife ich noch zu Fulvio Rampi und Godehard Joppich:



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      Neben dem unvermeidlichen Weihnachtsoratorium ( :D ), wo ich einige Aufnahmen hören möchte, kommt aber auch Adventliches zum Einsatz:




      Sicherlich nicht mehr die neueste Aufnahme [(P) 1978], aber gut anhörbar, wie ich finde. Es sind die Gassenhauer Es kommt ein Schiff oder Wachet auf, ruft uns die Stimme vorhanden, in einer eher bedächtigen Umsetzung zu hören.




      Eine meiner liebsten CDs des Huelgas Ensemble, die ich habe: die acht O-Antiphonen der zypriotischen Könige, entstanden etwa um 1390 - also mitten in der Phase, die heute als Ars subtilior bezeichnet wird. Diese Antiphonen wurden ab dem 17. Dezember in der Vesper gesungen - jeden Tag eine. Den Abschluß bildet die Motette Hodie puer nascitur, die dann am 1. Weihnachtstag erklang. Eine großartige Aufnahme... :juhu:


      Der Rest ergibt sich noch... ;+)


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Lieber Josqun Dufay,

      na, in diesem Jahr werden es bei mir wohl die Bachschen Adventskantaten Nr. 36, 61,62 und 132, die ich mir auch noch mit Kuijken gegönnt habe:



      Ansonsten ist das nicht so leicht - ich höre Weihnachtsmusik tatsächlich am liebsten erst ab dem 25. Dezember einschließlich Vorabend. Da gibt's im Advent schon mal Kompromisse wie den Messias oder Magnificat-Vertonungen, z. B. Schütz, Bach, Zelenka, Pärt. Oder auch mal sowas:



      Ein Oratorium über Johannes den Täufer wäre mal was! Leider kenne ich keins.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Général Lavine schrieb:

      Da freue ich mich auf diese Musik:

      :D

      Zuerst Popcorn mampfen ( :pop: ), dann Glühwein trinken ( :k: ) und zuletzt noch ( :sparkle: ) - da würde ich mich auch auf die drei Püppis freuen... :thumbsup:

      Frohes Fest! :vv:


      jd :-H
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Mein Programm heute:




      Introitus Ad te levavi
      Graduale Universi
      Alleluja Ostende nobis
      Offertorium Ad te levavi
      Communio Dominus dabit


      Das Proprium für den 1. Adventssonntag wird durch Psalm 25 (24) bestimmt: der Vers Alle, die dich erwarten, werden nicht zuschanden ist dreimal vertont - im Introitus, im Graduale und im Offertorium. Es geht um freudige Erwartung, um Vorfreude auf die Geburt Christi.




      Das Ordinarium nehme ich von hier: die Missa Alma Pater [GottesLob 419-421], bestehend aus

      Kyrie X
      Sanctus X
      Agnus Dei X



      Dann laufen die Adventslieder von der Christophorus-CD:



      Tauet, Himmel, den Gerechten
      Chor der Kirchenmusikschule Regensburg & Instrumentalensemble
      D: Karl Norbert Schmid



      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Der Start in die neue Adventszeit beginnt heute. Ich werde wieder mit Gregorianik starten:




      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • So heute beginnt das neue Kirchenjahr - und ich beginne traditionnell mit den Jungs von Gerleve (siehe oben).

      Dominica Prima Adventus
      Proprium


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul


    • Tauet, Himmel, den Gerechten
      Lieder zum Advent
      Chor der Kirchenmusikschule Regensburg
      Instrumental-Ensemble
      D: Karl Norbert Schmid

      Schon was älter, aber ganz apart... :)


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Zum Auftakt:

      Tr. 1-12

      Gregorianische Gesänge zu Advent
      Schola der Bendiktinerabtei Münsterschwarzach
      D: Godehard Joppich

      Schönen Advent an alle!
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul


    • Tauet, Himmel, den Gerechten
      Lieder zum Advent
      Chor der Kirchenmusikschule Regensburg
      Instrumental-Ensemble
      D: Karl Norbert Schmid

      Jedes Jahr aufs Neue - und bei mir verbraucht es sich nicht: eine etwas antiquierte Stimmung, ein bißchen buchstabierend musiziert, gesungen in tiefster "provinzieller" Manier, klanglich etwas schuhschachtelig aufgenommen. Und trotzdem: es wirkt geschlossen, innig - "ehrlich", wenn man will. Aufrichtig. Hier bekomme ich kein grausiges Gefühl wie bei den kommerziellen Mist im Radio, hier ist nichts besonders artifiziell wie bei Bachs wunderbarem WO. Genau jene Dosis von Tradition, der noch etwas Authentisches innewohnt - ohne Schmalz, aber mit Würde; ohne Kunstwillen, aber mit Aussage.

      :love:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • einer wie ich (dem gut 30Jahre nach dem Kirchenaustritt Advent / Weihnachten ähnlich am Dingens vorbeigeht wie vermutl. den allermeisten NichtbuddhistInnen
      das Wesak- oder Sanghafest) schweige besser in diesem thread . . . andererseits (zumal übermorgen der Advent nu auch vorüber ist) sei hier doch ausschnittsweise kundgetan,
      welche Preziosen ich f. mein heuriges Dachkammer-Weihnachtskonzert
      ausgegraben habe . . .

      handelt es sich beim Magnificat-Hymnus um einen originär adventlichen (resp. weihnachtlichen) Text?? (glaube kaum - selbst würde ich ihn eher in die Osterzeit verorten...)
      nichtsdesdotrotz gab es beim Euroradio - Weihnachtstag am verg. So auch mindestens zwei Magnificat - Vertonungen (neben BWV.243 noch die des tschechischen Zeitgenossen
      Ondrej Kyas) zu hören . . .
      Ergo spricht IMO auch nixx gegen eine Orgelfantasie über den Pfingsthymnus "Veni Creator Spiritus" - jedenfalls nicht, wenn sie derart (im besten Sinne) meditativ geraten ist
      wie die
      von Peter Maxwell - Davies in der auf dieser CD zu hörenden Lesart!

      Dass Robert Schumanns insgesamt 16 (auf drei Sammlungen >op.56, 58 u. 60< verteilte) drei- bis achtminütige Orgelstücke derart unbekannt sind, dürfte auch auf Schumann
      selbst zurückgehen - Titel wie "Studien f. den Pedalflügel" u. "Fugen über B-A-C-H" (op. 56, 60) luden die Zeitgenossen vermutl. geradezu dazu ein, sich Zeugs vorzustellen,
      dass eher nur für Kompositions-
      oder MusikwissenschaftsstudentInnen von Interesse ist . . .
      Rudolf Innigs Einspielung v. 1995 belehrt mich da eines besseren!

      In meinem Dachkammerkonzert gibt's die Stücke 2 u. 6 ("Mit innigen Ausdruck" u. "Adagio") aus op. 56 . . .
      Dieser eine Amazon-Rezensent hat Innigs Schumann - Spiel ja bös verrissen... ...nun ja, zumindest ist/wäre es eine Fehlinterpretation, die mich sehr berührt :)

      Nicht fehlen darf übermorgen natürlich das (kirchlich gebundene) Musikstück, das mich die vergangenen Monate am meisten "getroffen" hat !!
      "Okna (Fenster) nach Marc Chagall" von Petr Eben (der sich ohnehin so langsam als mein favourite composer bzgl. zeitgenöss. Orgelmusik herausschält......)

      <= dieser CD entnommen . . .
      Fleiß ist gefährlich (Henning Venske >Inventur<) Majo ist ätzend (Gus van Sant >Paranoid Park<) Hollywood ist ein Witz (Aki Kaurismäki)