Ein Instrument lernen - eine Frage des Alters?

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    • Bei einer Musikschule kann man häufig ein Instrument auch erst mal für wenig Geld leihen ... die Qualität ist zwar nicht immer berauschend - aber für den Anfang geht das ... oder man mietet sich ein Instrument ...
      Und das mit dem täglichen Üben erfordert halt schon ein wenig Planung - aber es geht ;+)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • Übrigens: nicht, dass Ihr jetzt denkt, ich würde Eure Tipps in den Wind schlagen. Aber ich mache nebenberuflich noch ein kleines Zertifikatsstudium, das mich bis Anfang Juli erstmal in Beschlag nimmt. Bis dahin wäre relativ wenig Zeit für Musikunterricht und Üben übrig, weswegen ich noch nicht gleich aktiv werde.
    • Seltsam, dass Du auf meinen Hinweis nicht eingehst, andante. Zum Singen benötigst Du allerdings ein teures Instrument - Dich selbst, sonst nichts ! Oder hältst Du Dich für so untalentiert wie viele Andere, die dann erstaunt sind ob des Potenzials,das in ihnen schlummert, sobald der Rohdiamant Stimme geschliffen wird ? Faszinierend : Du b i s t Dein Instrument !

      Ciao. Gioachino :pfeif:
      miniminiDIFIDI
    • Oh, ich befürchte, ich hatte Deinen Hinweis überlesen. Das tut mir leid...

      Das Singen ist natürlich eine Möglichkeit, aber in der Tat empfinde ich mich da als relativ untalentiert. Ich habe schon im Chor gesungen, aber als Solist eigne ich mich wohl nicht.

      gioachino schrieb:

      Seltsam, dass Du auf meinen Hinweis nicht eingehst, andante. Zum Singen benötigst Du allerdings ein teures Instrument - Dich selbst, sonst nichts !
    • Sich Laeinklangkörper auszusuchen, um dort mitzuwirken, bringt sehr viel und wenn man ernsthaft üben will und bereit ist, auf einiges zu verzichten, um technisch besser zu werden, wird man echt belohnt.
      Eine Art der Belohnung, die man sich vorher kaum vorstellen kann.
      Aber man muss es lieben und wie es immer mit der Liebe ist, bereit sein, einiges auszuhalten. Man kann natürlich auch erstmal im Hintergrung wirken, also wenig Text zu lernen, nicht großartig lange üben usw und sich dann langsam entscheiden, ob man doch lieber stattdessen Bierchen trinken geht ;+)
    • Allegro schrieb:

      Bei einer Musikschule kann man häufig ein Instrument auch erst mal für wenig Geld leihen ... die Qualität ist zwar nicht immer berauschend - aber für den Anfang geht das ... oder man mietet sich ein Instrument ...
      Und das mit dem täglichen Üben erfordert halt schon ein wenig Planung - aber es geht ;+)

      das mit den Mietinstrumenten ist tatsächlich eine sehr gute Idee, man hat so mehr Entscheidungsfreiraum.
      Oder man schaut in den EbayKleinanzeigen und geht mit dem Verkäufer des gebrauchten Instrumentes zum Instrumentengeschäft und läßt es vom Fachmann prüfen. Oft verkaufen Leute gute Instrumente, um sich noch eins kaufen zu können (z.B. wenn die noch ein Instrument aus historischaufführungsgründen brauchen) oder wenn das Kind keine Lust mehr auf das nagelneue Instrument hat usw. Auch diese Variante kostet weniger Geld, als ein komplett neues Instrument.
    • Und wenn man sich ein Instrument kaufen will, selbst aber die Qualitäten bzw. das PLV (noch) nicht sicher einschätzen kann, rate ich dringend, das ausgesuchte Instrument vor dem Kauf mal durch seinen Lehrer auf Herz und Nieren testen zu lassen (sofern man denn (noch) einen hat).
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • KlavierKlarinette schrieb:

      Aber man muss es lieben und wie es immer mit der Liebe ist, bereit sein, einiges auszuhalten. Man kann natürlich auch erstmal im Hintergrung wirken, also wenig Text zu lernen, nicht großartig lange üben usw und sich dann langsam entscheiden, ob man doch lieber stattdessen Bierchen trinken geht
      Im Chor (und auch im Amateurtheater) habe ich da schon einiges auf mich genommen, ich bin da recht geduldig, und es macht Spaß, wenn man am Ende ein vorzeigbares Ergebnis präsentieren kann. Wir hatten in der Vergangenheit ein paar Opern komplett einstudiert, mit szenischer Aufführung. Das war schon klasse....
    • Oder man schaut in den EbayKleinanzeigen und geht mit dem Verkäufer des gebrauchten Instrumentes zum Instrumentengeschäft und läßt es vom Fachmann prüfen.


      Generell rate ich immer zu Gebrauchtinstrumenten! Allerdings fürchte ich, dass man im Instrumentengeschäft nicht unbedingt auf jemanden stößt, der kompetent genug ist, um die genauere Qualität des jeweiligen Objekts zu beurteilen (dazu muss man das Instrument nämlich richtig gut spielen können). Daher sollte man, wenn man nicht auf einen Lehrer zurückgreifen kann, immer versuchen, einen Profimusiker zu finden, der etwas zu dem Instrument sagen kann. Notfalls muss man halt ein paar Euro für einen fachkundigen Rat bezahlen.

      Der beste Weg ist aber natürlich der, sich zuerst einen Lehrer und dann ein eigenes Instrument zu suchen.

      Viele Grüße

      Bernd
    • KlavierKlarinette schrieb:

      Sich Laeinklangkörper auszusuchen, um dort mitzuwirken, bringt sehr viel und wenn man ernsthaft üben will und bereit ist, auf einiges zu verzichten, um technisch besser zu werden, wird man echt belohnt.

      Das glaube ich gerne. Aber auf was muss man denn verzichten? Meinst Du einfach auf andere Dinge, die man in der Zeit stattdessen machen könnte?

      Hudebux
    • Hudebux schrieb:

      KlavierKlarinette schrieb:

      Sich Laeinklangkörper auszusuchen, um dort mitzuwirken, bringt sehr viel und wenn man ernsthaft üben will und bereit ist, auf einiges zu verzichten, um technisch besser zu werden, wird man echt belohnt.

      Das glaube ich gerne. Aber auf was muss man denn verzichten? Meinst Du einfach auf andere Dinge, die man in der Zeit stattdessen machen könnte?

      Hudebux

      Ja, genau das meine ich. Aber so zeitintensiv muss es freilich auch nicht sein.
    • Moin!
      Als selbstständiger Klavierbaumeistrer habe ich natürlich bei älteren Kunden ab und zu auch dieses "Problem" zu besprechen. Es wird zumindest als Solches dargestellt bzw. wahrgenommen.
      Meine Meinung dazu lautet dann immer:
      für WEN spielen Sie denn Musik?
      Für SICH oder die Anderen?
      ICH spiele für MICH - alles andere kommt später.
      Wenn ICH meine, dass ich gerne etwas vorspielen möchte, dann tue ich das.
      NICHT früher!
      Ich drehe den Spies sogar um: wenn ich öffentlich auftrete, dann dürfen andere mir zuhören! Das verändert die Sichtweise total - zumindest bei mir.
      mit freundlichem Gruß
      Jörg
      musikGRAV.de
      bildGRAV.de
    • Kunst und Alter

      Mein Klavierlehrer hat dazu eine ganz interessante Ansicht. Es kommt eigentlich nicht auf das Lebensalter selbst an, ob man noch vernünftig ein Instrument spielen lernen kann. Es ist meistens einfach eine Frage der Zeit, die man, im Berufsleben stehend und mit allerlei Verpflichtungen, schlicht nicht zur Verfügung hat. Wenn ich pensioniert bin und, vorausgesetzt ich wollte es wirklich, fünft Stunden am Tag konzentriert am Klavierstudium arbeite, könnte wahrscheinlich auch noch einiges entstehen. Es gibt doch viele sog. "Wunderkinder". Warum sollte es nicht auch mal einen "Wundersenior" geben?? ;-))

      Liebe Grüße
      Der Ernst des Lebens muss Spaß machen...

      Alfred Herrhausen
    • Michael schrieb:

      Mein Klavierlehrer hat dazu eine ganz interessante Ansicht. Es kommt eigentlich nicht auf das Lebensalter selbst an, ob man noch vernünftig ein Instrument spielen lernen kann. Es ist meistens einfach eine Frage der Zeit, die man, im Berufsleben stehend und mit allerlei Verpflichtungen, schlicht nicht zur Verfügung hat. Wenn ich pensioniert bin und, vorausgesetzt ich wollte es wirklich, fünft Stunden am Tag konzentriert am Klavierstudium arbeite, könnte wahrscheinlich auch noch einiges entstehen.
      Die Theorie halte ich für gewagt: Die allermeisten Kinder üben nicht mehr als eine halbe bis maximal eine ganze Stunde am Tag. Trotzdem gibt es immer wieder besonders Begabte, die auch mit diesem geringen Aufwand in kurzer Zeit Außerordentliches leisten (bevor sie dann vielleicht auch den Übeaufwand erhöhen). Von erwachsenen Anfängern habe ich dergleichen noch nie gehört. Ansonsten ist natürlich die entscheidende Frage, was man unter "vernünftig spielen" versteht. Spitzenleistungen, da kommen alle entsprechenden wissenschaftlichen Untersuchungen zum selben Ergebnis, sind für späte Anfänger außerhalb der Reichweite. Das ist in der Musik nicht anders als im Leistungssport. Wenn man das akzeptiert - und das tun die allermeisten Spätanfänger -, dann gibt es für das Erlernen eines Instrumentes auch keine Altersgrenze.

      Michael schrieb:

      Warum sollte es nicht auch mal einen "Wundersenior" geben?? ;-))
      Ich habe noch nie von einem gehört. Aber ich drücke Dir die Daumen ;+) .


      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      Die Theorie halte ich für gewagt: Die allermeisten Kinder üben nicht mehr als eine halbe bis maximal eine ganze Stunde am Tag. Trotzdem gibt es immer wieder besonders Begabte, die auch mit diesem geringen Aufwand in kurzer Zeit Außerordentliches leisten (bevor sie dann vielleicht auch den Übeaufwand erhöhen). Von erwachsenen Anfängern habe ich dergleichen noch nie gehört.

      In Ergänzung hierzu fällt mir eine Szene aus der Doumentation zur Zusammenarbeit von Alfred Brendel mit Kit Armstrong (der seinerzeit noch Tennager war) ein. Brendel ringt Armstrong darin das Versprechen ab, trotz seiner sehr vielfältigen Interessen (Mathematik-Studium, eigene Kompositionen) zukünftig vier Stunden am Tag dem Klavierspiel zu widmen. Armstrong spielte zu dieser Zeit schon auf extrem hohem Niveau, unter anderem auch einige der Chopin-Etüden, und dieses Niveau hat er offensichtlich mit weit weniger als vier Stunden Klavierspiel pro Tag, sondern einfach mit riesigem Talent und rascher kindlicher Lernfähigkeit erreicht.

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Das mit dem "Wundersenior" meinte ich eher scherzhaft und allgemein. Ich selbst werde sicher keiner, zumal mich ein langjähriger Tremor in den Händen davon abhalten würde.

      Und Kit ist ein extrem begabtes, wissenschaftlich eigentlich nicht zu erklärendes Phänomen. Ich hatte die Gelegenheit, nach einem Konzert mit ihm zu sprechen und begegnete einem unglaublich sympathischen Menschen. Mit Herrn Brendel hatte ich vor einigen Monaten kurz E-Mail Kontakt, darin gab er u.a. an, Kit so lange zu beraten, wie es seine Gesundheit erlaubt.

      Liebe Grüße
      Der Ernst des Lebens muss Spaß machen...

      Alfred Herrhausen
    • Michael schrieb:

      Und Kit ist ein extrem begabtes, wissenschaftlich eigentlich nicht zu erklärendes Phänomen.
      Ich würde ja auch bezweifeln, dass andere konkrete, (weniger extreme) Begabungen wissenschaftlich erklärt werden können.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Michael schrieb:

      Und Kit ist ein extrem begabtes, wissenschaftlich eigentlich nicht zu erklärendes Phänomen.

      Das ist sicherlich richtig, er ist ein Extrembeispiel (allein schon daß er sich Deutsch selbst beigebracht hat - aus Büchern...), aber nicht der einzige, der Dinge auf dem Klavier rasend schnell lernt. Gulda gab mal an, er habe das B-Dur-Konzert von Brahms in drei Tagen (!) einstudiert - da war er zwar schon etwas älter, aber eine solch selbstverständliche Beherrschung eines Instruments erreicht man m. E. nicht, wenn man erst spät mit dem Spielen desselben beginnt.

      (Nebenbei: es ist schön zu erfahren, daß die Zusammenarbeit Brendel-Armstrong noch etwas fortgesetzt wird.)

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler